Bären und Bullen von Jürgen Kehrer

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 7 der Wilsberg-Serie.

  • Dortmund: Grafit, 1996. ISBN: 3-89425-065-8. 143 Seiten.

'Bären und Bullen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Georg Wilsberg freut sich seines Lebens als windelwechselnder Hausmann und Vater. Er erledigt nur noch gelegentliche Routinejobs für eine Detektei. Telefonate mit Entführern, gescheiterte Geldübergaben, Nächte voller Alkohol und Kopfschmerz – all das glaubt Wilsberg hinter sich gelassen zu haben, bis ihn sein alter Kumpel Willi plötzlich um Hilfe bittet.

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andrepolis zu »Jürgen Kehrer: Bären und Bullen« 27.05.2012
Es ist ein Kampf gegen Windmühlen: Wilsberg als Vater, der mit seiner kleinen Tochter Sarah zu tun hat und Windeln wechseln, bekommt einen Fall von einem einstmals befreundeten Geschäftspartner. Es geht hierbei um eine Erpressung- Geschichte: Eine Brasilianerin ohne Papiere wird festgehalten und soll gegen ein hohes Lösegeld ausgelöst werden.
Leider wirkt der Fall recht konstruiert und die Idee den Fall selbst zu lösen, stellt sich fast wie von selbst.
Das eigentlich Schlimmste an diesem Fall ist der fast tragikomische Georg Wilsberg, der seine kleine Sarah von Pontius bis Pilatus mitnimmt und/oder abgibt. Der Herr hat´s gegeben, der Herr hat´s genommen. Dieser Wilsberg ist nicht unbedingt der beste Kehrer.
Klaus-Günther Beck-Ewerhardy zu »Jürgen Kehrer: Bären und Bullen« 19.05.2011
Seit den Ereignissen im letzten Band sind einige Jahre vergangen und Georg Wilsberg und seine Imke haben eine gemeinsame Tochter. Während sich Imke auf eine Abschlussprüfung an der Universität vorbereitet, wo sie nach der Entlassung aus dem Gefängnis ihr Studium fortgesetzt hat, spielt Georg den Hausmann und kümmert sich liebevoll um die gemeinsame Tochter Sarah, während er nebenher noch kleinere Einsätze für Siggis Detektei fährt. Sicher-heitsberatungen, Notfalleinweisungen für Juwelierpersonal und ähnlich schnell zu erledigen-des. Sein Alkoholkonsum liegt bei Null und er ist eigentlich ganz zufrieden.

Dann meldet sich sein alter Freund Willi bei ihm, weil einer seiner Angestellten ein Problem hat. Seine Verlobte wurde entführt und nun verlangen die Entführer von dem Anlageberater 200.000 DM Lösegeld, die Willi sich bereit erklärt hat vorzustrecken. Entgegen Georgs Rat möchte der Angestellte – Karsten Eichinger – nicht die Polizei einschalten, weil er zum Einen Angst hat und weil seine Verlobte mit einem abgelaufenen Touristenvisum in Deutschland ist, was zu einigen Komplikationen später führen könnte.

Georg nimmt sich also ein wenig unwillig des Falles an und bei einer ersten Lösegeldübergabe sind die 200.000 DM auch verschwunden. Doch beim nächsten Anruf wenden sich die Entführer direkt an Karstens Arbeitgeber und verlangen nun weitere 300.000 DM für die Frei-lassung der jungen Frau. Zähneknirschend wird die Summe zusammengetragen, während Ge-org nun beginnt im Kundenstamm der Cominvest nachzuforschen, weil eventuell ein geprell-ter Kunde in dieser Form mit dem Unternehmen abrechnen will. Dabei führt eine der Spuren in die Tiefen des Rotlichtmilieus. Doch die Lösung liegt schließlich in einer ganz anderen Ecke.

Auch in den 90er Jahren gab es diverse Banken- und Börsenkrisen und die Mechanismen dahinter werden in diesem wieder relativ kurzen Krimi sehr anschaulich erläutert. Wieder ein-mal gelingt es Jürgen Kehrer auf wenigen Seiten einen vergleichsweise komplexen Fall mit viel Humor darzustellen. Und Wilsberg ziemlich durch die Weltgeschichte zu schicken.
guido zu »Jürgen Kehrer: Bären und Bullen« 13.07.2009
eher eine krimiparodie, denn ein ECHTER krimi, ist dieser wilsberg-marlow-verschnitt, den kehrer hier abliefert. hübsch und humorvoll geschrieben, allerdings ist der plott sehr voraussehbar und zu glatt geraten. man erfährt einiges über die todsicheren "anlagetipps" von investmenthaien. dieses wird allerdings im eilverfahren abgehandelt, denn wilsberg private probleme haben vorrang. was dann auch auf die dauer ermüdend und wenig überzeugend wirkt.
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