Unter den Linden Nummer Eins von Jürgen Ebertowski

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 bei Schwarzkopf & Schwarzkopf.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1930 - 1949.
Folge 1 der Karl-Meunier-Serie.

  • Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1997. ISBN: 389602115X. 351 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 1999. ISBN: 3-548-24570-6. 351 Seiten.
  • Berlin: Berliner Taschenbuchverlag, 2007. ISBN: 978-3833304699. 416 Seiten.

'Unter den Linden Nummer Eins' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Der arbeitslose Akademiker Karl Meunier hat großes Glück, als er im Jahre 1932 endlich einen ungewöhnlichen Job findet: Das weltberühmte Berliner Hotel Adlon stellt ihn als Hausdetektiv ein. Aber auch hier, im Zentrum des mondänen Berlin, klopfen die Nazis schon an die Tür. Bereits Meuniers erster Fall führt ihn auf deren Spur. Aus dem Weinkeller verschwinden regelmäßig größere Posten des teuersten Champagners, hauptverdächtig ist der frühere Heeresunteroffizier und jetzige SA-Mann Otto Kassner.

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Hopfennarr zu »Jürgen Ebertowski: Unter den Linden Nummer Eins« 20.04.2015
Dieses Buch liest sich sehr flüssig. Es führt uns zurück in die goldenen Zwanziger des Berlin, zurück in die Glanzzeit des Hotel Adlon. Die Hauptfigur wird als Hausdetektiv des Hotels eingestellt und er stellt bald fest, dass aus dem Weinkeller gestohlen wird. Das Diebesgut wandert in dunkle Kanäle - in die Hälse der Parteibonzen. Hitlers Partei ist im Aufwind. Die Juden, die im Hotel arbeiten, gehen in die Schweiz oder werden Opfer eines Verbrechens. Der Hausdetektiv Karl hat das Vertrauen des Louis Adlon und deckt die dunklen Machenschaften im und um das Hotel herum auf. Trotzdem bleibt das Ende eher offen, denn diese Geschichte ist fiktiv und das Hotel Adlon ist nur ein Schauplatz dieses geschichtlichen Krimis.
Der gesamte Roman zeiht sich von den Zwanzigern bis in die Dreißiger Jahre und endet mit dem Brand des einstigen Schmuckstückes unter den Linden.
detno zu »Jürgen Ebertowski: Unter den Linden Nummer Eins« 01.10.2008
Größere Champagnervorräte verschwinden im Sommer 1932 aus dem Weinkeller des ADLON. Karl Meunier wird als Detektiv eingestellt, um die Diebstähle aufzuklären. Den Fall löst er schnell, aber gegen die Verbrechen, die außerhalb des Hotels verübt werden, ist er machtlos. Die Nazis bauen ein beispielloses Terrorsystem auf; nach und nach machen immer mehr Leute bei den Braunhemden mit. Karl erlebt als Hoteldetektiv und Sicherheitsmann des ADLON die Machtergreifung, wird Zeuge von Verfolgungen, sieht Scheiben jüdischer Geschäfte zersplittern, merkt, wie Deutschland in den Krieg getrieben wird und erlebt die Bombenangriffe auf Berlin hautnah mit. Das Werk endet mit dem Abbrennen des Hotels 1945.

"Unter den Linden Nummer Eins" ist kein Kriminalroman, aber ein leichtverständliches Werk, in dem massenweise Verbrecher (mit und ohne Uniform) vorkommen und in dem der Alltag in der Reichshauptstadt einfühlsam beschrieben wird. Eine spannende, lehrreiche Geschichtsstunde, die ich nur empfehlen kann.

Übrings, von 1907 bis 1945 lautete die Anschrift des ADLON tatsächlich "Unter den Linden Nr. 1". Heute trägt das wiederaufgebaute Luxus-Hotel die Hausnummer 77.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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