Maltagold von Jürgen Ebertowski

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 bei Haffmans.
Ort & Zeit der Handlung: Malta, 1990 - 2009.

  • Zürich: Haffmans, 1994. ISBN: 3-251-30041-5. 186 Seiten.
  • München: Heyne, 1996. ISBN: 3-453-10871-X. 186 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 1998. ISBN: 3-548-24519-6. 189 Seiten.

'Maltagold' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Der junge Jost von Warberg betreibt Familienforschung: sein Großvater, Offizier der Wehrmacht, soll während des Zweiten Weltkriegs vor Malta einen 'Goldschatz’ versenkt haben. Doch bei den Recherchen vor Ort merkt er bald, dass sich auch andere für die Hinterlassenschaften seiner Vorfahren interessieren. Ein spannender Mittelmeer-Krimi und zugleich ein guter Reiseführer!

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tassieteufel zu »Jürgen Ebertowski: Maltagold« 15.03.2010
Jost von Warberg, der sich eigentlich mehr beruflich auf Malta aufhält um für ein Reiseunternehmen Hotels zu testen u. neue Tauchgebiete zu erschließen, hat auch ganz private Interessen an der Insel, denn das Schicksal seiner Familie ist eng mit der Insel verbunden. Sein Großvater war Offizier der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg und kam auf Malta um,als er einen Goldschatz zu Rommel nach Afrika bringen wollte und schon zu Zeiten der Johnniter auf Malta war ein Vorfahr von Warberg als Mitglied des Ritterordens in geheimer Mission auf Malta unterwegs.
Während Jost gemeinsam mit dem Geschichtsprofessor Baleja alte Archive durchforstet auf der Suche nach Hinweisen zu seiner Familie, wird immer deutlicher daß die alte maltesische Familie de Neva schon zu den Zeiten der Kreuzritter mit der Familie von Warberg in Konflikt geriet und sich auch in der Gegenwart recht plötzlich für von Warbergs Nachforschungen interessiert. Ein paar plötzliche Todesfälle setzten alles in ein anderes Licht und auch Josts Freundin Rita und ihr Bruder Harry scheinen ganz eigene Ziele zu verfolgen.
Maltagold ist eigentlich weniger ein Krimi, sondern mehr eine angenehme Reiselektüre, die auf informative Art historische Informationen mit einer fiktiven Geschichte verbindet und den Leser an viele Orte auf der Insel führt, die unweigerlich zum klassischen Touristenprogramm gehören. Ich habe das Buch während einer Maltareise gelesen und empfand es als einen netten Begleiter durch die verwinkelten Gassen von Valetta und Mdina. Vieles konnte ich wieder erkennen und erhielt zudem eine ganze Menge an geschichtlichen Hintergrundinformationen und über das heutige Leben der Malteser. Es geschehen zwar ein paar Morde, es geht um einen verschollenen Schatz und zwischen den unterschiedlichen Parteien wird getrickst u. ausmanövriert was das Zeug hält, trotzdem kann man hier weniger vom klassischen Krimi mit Ermittler sprechen, denn der tritt so gut wie gar nicht in Erscheinung und es gibt auch keine Auflösung im herkömmlichen Sinne. Unterhaltsam ist das Buch aber allemal. Ich weiß allerdings nicht, ob es mir genauso gut gefallen hätte, wenn ich es nicht grad in Malta gelesen hätte.

Fazit: weniger Krimi als informative Reiselektüre, mich hat das Buch über die Insel begleitet und ich hab vieles wiederekannt, maltesisches Inselflair ist hier garantiert.
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