Clara von José Carlos Somoza

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel Clara y la penumbra, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Claasen. 624 Seiten. ISBN-10: 3-548-60405-6, ISBN-13: 978-3-548-60405-3.

'Clara' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Clara Reyes ist überglücklich, als sie vom Star der Hyperdramatischen Kunst, Hugo van Tysch, für eine Neuinszenierung von Rembrandts Susanna im Bade engagiert wird. Wie viele junge, schöne Frauen in Madrid, Wien, Berlin und Amsterdam träumt sie davon, mit einem der radikalen Künstler, die immer wieder für Skandale sorgen, zu arbeiten. Denn nichts könnte aufregender und glamouröser sein, als einen dieser Provokateure zu inspirieren und sich anschließend – nackt und bemalt – als Teil seiner Installation in einem Museum präsentieren zu lassen.

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Bio-Fan zu »José Carlos Somoza: Clara« 08.09.2008
Ein ganz hervorragender Roman! mit ausgeprägten Fantasy-Akzenten, bei dem aber die Krimispannung nicht zu kurz kommt.
Somoza erzählt die Geschichte der jungen Spanierin Clara Reyes, deren Karriere als "lebende Leinwand" ihrem Höhepunkt entgegen zu streben scheint, als der "Papst des Hyperdramatismus, der Holländer Bruno van Tysch, sie als sein neues "Topmodel" erwählt. Im Hyperdramatismus als Kunstform(von Somoza frei erfunden) ist die Schaffung von lebenden Leinwänden eine Grundvoraussetzung: es gilt den Körper und den Geist eines Menschen(meist jung und weiblich) so zu präparieren, daß der Künstler ihnen seine individuelle Handschrift aufoktruieren kann. So ist Claras Leidensweg gleichzeitig faszinierend, weil es eine leicht erotische Komponente gibt, wie auch abstoßend, weil es um die totale Unterwerfung unter den Willen eines anderen geht.
Parallel zu Claras Werdegang werden die Ermittlungen in den Mordfällen an ihren Kollegen geschildert. Dabei erhalten wir Einblick in ein nach Aussen hin harmlos erscheinendes System(Stiftung), in dem Macht und deren Mißbrauch zu menschenverachtenden Auswüchsen geführt hat. Der Mensch als Objekt - ja als Ware.
Somoza ist ein brilllianter Erzähler, der unheimlich starke Bilder heraufbeschwören kann. Für einen Krimileser vielleicht manchmal ein wenig langatmig, aber man bleibt unwillkürlich dran, denn eine fasziniernde Welt voll Farben, Licht und Dunkel tut sich auf.

Ein satter Pinselstrich von 90 Grad
numerobis zu »José Carlos Somoza: Clara« 24.09.2007
Eines der besten Bücher die ich gelesen habe.

Damit wäre alles gesagt, aber ich muss 150 zeichen eingeben
:-)

Spannend, unmenschlich, erotisch, ergreifend
Burger Brunhilde zu »José Carlos Somoza: Clara« 16.06.2004
ein unglaublich faszinierendes Buch,die Unmenschlichkeit der handelnden Personen spiegelt den Trend unserer Zeit wieder.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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