Das Messer im Sumpf von Jonathon King

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel The Blue Edge of Midnight, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Florida, 1990 - 2009.

  • New York: Dutton, 2002 unter dem Titel The Blue Edge of Midnight. 259 Seiten.
  • München: Knaur, 2004. Übersetzt von Helmut Splinter. 361 Seiten.
  • München: Knaur, 2005. Übersetzt von Helmut Splinter. 361 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2006. Übersetzt von Helmut Splinter. 361 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2006. Gesprochen von Kurt Glockzin. 7 CDs.

'Das Messer im Sumpf' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Max Freemans altes Leben endet in der Nacht, als er in Notwehr einen Jugendlichen erschießen muss. Kurz darauf hängt er seinen Job als Cop in Philadelphia an den Nagel und zieht sich in die Everglades zurück, um mit sich ins Reine zu kommen. Doch daraus wird vorerst nichts. Auf einer Kanutour durch die Sümpfe findet er die sorgfältig verschnürte Leiche eines Kindes …»Ein mitreißendes Buch.« Michael Connelly

Das meint Krimi-Couch.de: »Lebt von den ungewöhnlichen Schauplätzen« 72°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Max Freeman war zwölf Jahre lang ein mittelmäßiger Streifenpolizist in Philadelphia und sein Job als Polizist war für ihn ein ganz normaler Job, den man eben zum Leben braucht. Eigentlich war er nur deshalb Polizist geworden, weil sein Vater das nicht wollte. Doch sein Leben ändert sich schlagartig an dem Tag, als er gerade in der Nähe war, als ein Laden überfallen wird. Max wird angeschossen und schwer verletzt. Einen der Täter erschießt er; einen 12-jährigen Jungen. Natür war es Notwehr, doch Max selber kommt mit der Sache nicht zurecht, quittiert seinen Dienst und erhält eine stattliche Abfindung.

Da sein Freund, der farbige Anwalt Billy Manchester, das Geld für ihn gut angelegt hat, kommt er auch einige Jahre ohne Einkommen aus. Zumal er sich ganz zurückgezogen hat und bescheiden in einer verlassenen Hütte in den Everglades, den Sumpfgebieten in Florida, lebt. Dort ist er meist mit seinem Kanu unterwegs. Bei einer seiner nächtlichen Paddeltouren entdeckt er im Mondlicht am Ufer des Flusses einen Beutel, aus dem das Gesicht eines toten Kindes hervorschaut.

Panisch paddelt er zur Ranger-Station, wo es aussieht, als würde er schon erwartet. Eine Gruppe von Polizisten wollte sich gerade auf die Suche nach dem Kind machen, denn sie hatten einen entsprechenden Tip erhalten. Als ihm klar wird, dass er selber des Verbrechens verdächtigt wird, sucht er seinen Anwalt auf. Der klärt ihn darüber auf, dass es sich nicht um das erste Verbrechen dieser Art handelt. Bereits drei Kinder wurden in den vergangenen Monaten entführt und getötet. Ihre Leichen wurden in abgelegenen Gegenden gefunden. Über die Todesursachen und darüber, wie die Leichen so schnell gefunden wurden, wahrt die Polizei Stillschweigen.

Sobald sich Max vom Verdacht gegen ihn etwas frei waschen kann, tauchen neue fingierte Indizien gegen ihn auf. Es scheint, als ob der Täter Max in sein Spiel hineinziehen will. Und ohne daß er es will, ist Max selber auf der Suche nach dem Täter.

Der Aufkleber »Krimi des Monats«, mit dem der Verlag das Buch bedacht hat, fördert zweifellos die Aufmerksamkeit des potentiellen Kunden und ist sicherlich dazu gedacht, einen neuen Autor bekannt zu machen, doch eine solche Auszeichnung halte ich für überzogen. Obwohl der Roman auch mit dem Edgar Award 2003 für das beste Thriller-Debüt ausgezeichnet wurde, finde ich ihn persönlich nur mäßig spannend. Allein dem furiosen Finale kann man getrost den Begriff Hochspannung zubilligen. Mit der reisserischen Umsetzung des Originaltitels »The Blue Edge of Midnight« in »Das Messer im Sumpf« sammelt der Verlag keine Pluspunkte, zumal das gemeinte Messer keinesfalls eine tragende Rolle innehat.

Da Max Freeman als Ich-Erzähler fungiert, ist der Leser gedanklich und wissenstechnisch mit dem Protagonisten gleichgestellt. Das Buch beginnt mit dem Leichenfund auf dem Fluß, doch nach und nach lernt man durch regelmäßige kurze Rückblenden auch Max’ vergangenes Leben kennen. Dabei werden manche seiner Entscheidungen durch einzelne Episoden kausaliert, die aber im Gesamtzusammenhang irgendwie verloren wirken.

Kings Erzählstil ist dem typischen amerikanischen Thrillerautor angepasst und macht das Buch leicht und flüssig lesbar. Die Figur des Max ist als vielschichtiger Charakter angelegt und durch die Tatsache, dass er selber erzählt, auch von Anfang an greifbar. Dagegen bleiben die anderen Charaktere weitgehend blass und oberflächlich.

Kings Roman lebt vor allem von den ungewöhnlichen Schauplätzen. Die beschauliche und doch unheimliche Atmosphäre der Everglades steht der üblichen Großstadt-Hektik amerikanischer Thriller konträr gegenüber. Mit dem Thema Zerstörung der Landschaft durch den Bau neuer Siedlungen verleiht der Autor seinem Buch zudem noch einen Öko-Touch.

»Das Messer im Sumpf« bildet den Auftakt einer neuen Krimiserie. Deshalb mag man dem Autor nachsehen, dass er noch keinen Super-Thriller geschaffen hat. Sofern er seine Figuren in den nächsten Bänden stetig weiterentwickelt, dürfte die Freeman-Reihe aber noch für mehr Lesevergnügen sorgen.

Ihre Meinung zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf«

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ABaum71 zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 10.11.2009
Ein gelungenes Debut wenn auch kein überragendes...
Die Hauptperson ist Max Freeman, ein Ex-Cop aus Philadelphia, der vor 12 Jahren in Notwehr ein Kind erschossen hat , damit nicht klargekommen ist und daraufhin seine Dienst quittiert hat.
Seitdem lebt er bescheiden und zurückgezogen in den Everglades. Bis er eines Tages die Leiche eines Kindes findet und er immer mehr in den Fokus der Ermittler gerät. Zudem werden ihm noch zusätzlich belastende Gegenstände untergeschoben, so daß er sich eher unfreiwillig in die Ermittlungen einbringt, um seine Unschuld zu beweisen.
Der Kontrast zwischen der Großstadt und den Everglades wird sehr bildhaft beschrieben, auch die Person Max an sich wird sehr detailliert beschrieben, so daß der Leser sich relativ schnell in diese Figur einfühlen kann.
Das Buch ist angenehmzu lesen und bietet seinen Lesern ein angemessenes Mass an Spannung die selbstredend sich zum Ende hin steigert.
Ich freu mich schon auf die nächsten Teile mit Max Freeman.
Daniel zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 06.05.2008
es ist so spannend das ich nicht zu lesen aufhören konnte
ich meine wer findet schon eine babyleiche mitten in einem fluss?
aber das sich der titel auf das messer im baumstumpf bezieht finde ich irgendwie komisch
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Markus C. Maiwald zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 05.04.2008
Ein wunderbare Buch über Florida, die Everglades und deren Behandlung durch die Menschen, die Leute dort und ihre völlig verschiedenen Lebenswelten - daneben auch ein sehr spannender und echter Krimi. Ich finde ihn absolut empfehlenswert! Vielen Dank für die Erfindung Max Freemanns, sehr geehrter Herr Jonathon King!
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Sonja RueckerBoehm zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 16.03.2008
Ich habe mir dieses Buch als Einstimmung und Reiselektuere fuer den Urlaub in Florida geholt. Fuer diesen Zweck genau richtig. Natuerlich betrachtet man dann die Everglades und den Raubbau an dem Land mit anderen, wissenderen Augen. Die Beschreibungen der einmaligen Landschaft, der Vielfalt der Tiere sowie der Kontrast zum modernen Stadtleben und der Koexistenz zweier Welten ist wirklich gelungen. Der Thriller liest sich mit Spannung und erweckt beim Leser Interesse auf weitere Abenteuer mit Max Freeman. Vielleicht aber auch, weil Florida ein wunderschoenes Fleckchen Erde ist und man so auch zu Hause ein klein wenig von Florida weiter (er)leben kann.
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tassieteufel zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 21.02.2008
An sich ließ sich das Buch ganz flüssig lesen, aber so richtig
vom Hocker hat es mich dann doch nicht gerissen. Strecken-
weise war es mal halbwegs spannend, konnte einen aber nie
so ganz überzeugen. Bis zum Schluß konnte man nicht ahnen,
wer der Mörder war, aber als der dann entlarvt wurde, fand ich
das Motiv und somit den Fall an sich recht dünn, auch die
Figuren blieben irgendwie recht eindimensional und mit der
Hauptfigur an sich konnte ich auch nicht ganz warm werden.
Allerdings gab es sehr schöne Beschreibungen der Everglades,
so daß man sich die Gegend sehr gut vorstellen konnte
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Anja S. zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 08.01.2008
Das hier ist ein wackeres Debut für einen Krimi, der wohl verdient den Edgar-Allan-Poe-Preis in der Sparte "Neuer Krimi" gewonnen hat. Eine ungewöhnliche Szenerie, ein sympathischer Protagonist, spannend geschrieben-bitte mehr davon!!!
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Kerstin zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 09.10.2007
Dieses Buch ist wie eine Ladung kalten Morastes aus den Sümpfen Floridas im Nacken des Lesers. Man wird sich wirklich mit großem Interesse in dieses spannende Buch einlesen und nebenbei den gebrochenen Helden mit seinem Anwaltsfreund ins Herz schließen!
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Luca zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 02.09.2007
Klasse dieses Buch.
Max Fremann gefällt mir als ich-erzähler sehr gut,und erinnert mich stark an Dave Robichaux von James Lee Burke.
Das Buch überzeugt mehr durch seine Hauptfigur als durch spannung.
Heute geht es weiter mit
"Schwarze Witwen".

Gruß Luca
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Brina zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 18.11.2006
Ein seichtes Dahin-Dümpeln in den Everglades würde dieses Buch am besten beschreiben. Mittelmäßige Spannung, etwas zum Nebenbei lesen. Hinterlässt keinen großen Eindruck und ist schnell verdaut. Wer auf Sumpflandschaft, Reptilien und Hinterwäldler steht, sollte dieses Werk auf alle Fälle lesen. Und immer diese Ex-Cops, die es nicht sein lassen können, regen mich echt auf!
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Jochen Gedicke zu »Jonathon King: Das Messer im Sumpf« 30.06.2005
Ich habe das Buch gerade ausgelesen und bin begeistert. Die Personen und Landschaften erscheinen plastisch vor dem geistigen Auge des Lesers und die Handlung ist sehr sehr spannend. Auch Max und Billy sind interessante Persönlichkeiten und werden hervorragend dargestellt. Die Rückblenden in Träumen von Max geben der Persönlichkeitsbeschreibung der Hauptperson noch zusätzlich die richtige Würze. Alles in allem ein Krimi, den man unbedingt lesen muss!
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