Die Farben der Gerechtigkeit von John T. Lescroart

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1995 unter dem Titel A Certain Justice, deutsche Ausgabe erstmals 1996 bei Heyne.

  • New York: D. I. Fine, 1995 unter dem Titel A Certain Justice. ISBN: 1556114451. 435 Seiten.
  • München: Heyne, 1996. Übersetzt von Heiner Friedlich. ISBN: 3-453-09742-4. 557 Seiten.
  • München: Heyne, 1997. Übersetzt von Heiner Friedlich. ISBN: 3-453-13071-5. 557 Seiten.

'Die Farben der Gerechtigkeit' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Der Student Kevin Shea ist auf der Flucht. Gejagt wird er nicht nur von der Polizei, sondern von halb San Francisco, weil er – zu Unrecht – des Lynchmordes an dem schwarzen Rechtsanwalt Arthur Wade verdächtigt wird. Lescroart entwirft ein atemberaubendes Szenarium von Jägern und Gejagten, das für Hochspannung sorgt.

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Nadir36 zu »John T. Lescroart: Die Farben der Gerechtigkeit« 01.09.2010
Eher ein Roman über politische Machenschaften in einem Klima, in dem politische Hyperkorrektheit in morderische Hysterie umschlägt, denn ein Thriler.

Jerohm Reese, Drogenbote in Geldöäten auf PCP braucht dringend ein schnelles Auto. Und da sich auf die Schnelle keines stehlen lässt, kapert er sich kurzerhand einen Honda an der nächsten Ampel, indem er den ahnungslosen Fahrer einfach abknallt und selbst das Steuer übernimmt. Zwar finden sich später im Wrack des abgelegten Autos seine blutigen Fingerabdrücke und in den Ritzen seines Sofas die Kreditkarten des Opfers, doch Bezirksstaatsanwalt Chris Locke lässt den Mörder aus Mangel an Bewesien laufen.
Und als während der Trauerfeier für das Opfer die Alarmanlage eines BMW losgeht, macht sich die Trauergemeinde über den Schwarzen her, der den Alarm ausgelöst hat, der Unglücksrabe ist der Fahrer, der sich selbst ausgesperrt hat. Die aufgewiegelten Iren wollen den vermeintlichten Autodieb zum Ausgleich für den ungesühnten Mord an ihrem Kumpel aufknüpfen. Student Kevin, der bei der Trauerfeier ein paar Gratisdrinks abstauben wolte, versucht das zu verhindern und will dem Opfer ein Messer geben, damit sich der arme Kerl losschneiden kann,- doch auf dem Bild eines drittklassigen Knipsers sieht die Szene ultraböse aus.
Ein gefundenes Fressen für Loretta Wager, Senatorin und mutmaßlich die nächste Vizepräsidentin hat bei ihrer schwarzen Wählerschaft zuletzt statk an Boden eingebüßt, den sie mit der Hetzjagd auf den Weißen mit dem Messer wieder gut machen will. Bei dieser Gelegenheit trifft die Senatorin auch noch auf ihre Jugendliebe Abe Glitsky und beide haben viel Nachholbedarf, während die Stadt im Chaos versinkt. Viel mehr kann man nicht erzählen, ohne die Spannung kaputt zu machen, das Hauptproblem bei Lescroart, der sich bei dieser Behandlung seines Lieblingstehmas ein wenig übernommen hat.

Die Kritik am ehtnischen Proporz und die Machtkämpfe zwischen den Rassen bringt Lescroart gut rüber. Aber leider erhöhen die unterschiedlichen Handlungsstränge nicht wirklich die Spannung durch Perspektivwechsel, viel zu viel dümpelt zu lange zusammenhangslos herum. Es gibt auch zu viele lose Enden, so wird z.B. Jerohm Reese, der Automörder, zwar später wegen Plünderei festgenommen und in Haft gehalten, sein weiteres Schicksal bleibt aber absolut offen. Statt dessen verplempert der Autor die letzten zweieinhalb Seiten mit einem vollkommen überlüssigen Bierausschank des, nur in einer Nebenrolle aktiven Dismas Hardy am Unabhängigkeitstag. Hardy darf sich pflichtgemäß darüber freuen, dass die Einwohner von San Francisco, unahbhängig von der Hautfarbe, schon wieder so freidlich zusammen feiern können, nachdem zwei Tage zuvor noch Bürgerkriegsähnliche Zustände geherrscht haben. Zu viel pflichtgemäßes Friede, Freude Eierkuchen und zu wenig Aufklärung
toma zu »John T. Lescroart: Die Farben der Gerechtigkeit« 22.06.2008
Ich habe das Buch gerade beendet.
Die Handlung ist eigentlich sehr spannend, der Lesefluss wird aber immer wieder durch recht langatmige Passagen unterbrochen.
Ich habe schon mehrere Bücher des Autors gelesen, wo mir das aber nicht so sehr aufgefallen ist.
Ich bin immer wieder "schockiert" über das amerikanische "Rechtssystem" mit diesen ganzen Deals und der Verquickung mit der Politik. Das wird in den Büchern von Lescroart immer sehr interessant geschildert.
Ich gebe 85 Punkte
Fels von Seggern zu »John T. Lescroart: Die Farben der Gerechtigkeit« 16.07.2005
Ich lese dieses Buch gerade und bin bis jetzt etwas über die Hälfte gekommen. Es ist sehr spannend und erinnert an den Film "Auf der Flucht"(mit Harrison Ford in der Hauptrolle als unschuldig verfolgter Dr. Kimberly). Hier wird der unschudige Kevin Shea von der Polizei und der ganzen Stadt verfolgt, auf seine Ergreifung ist sogar eine Belohnung in Höhe von 200000 Dollar ausgesetzt. Shea soll zur Beisetzung eines entbrannten Rassenkonflikts "geopfert" werden, obwohl es diverse Hinweise und Zeugenaussagen gibt, die Kevin Shea entlasten. Die Staatsanwaltschaft und der regierende Bürgermeister sind nur auf Politk aus und nicht an der Wahrheit interessiert, ob der Verfolgte wirlich schuldig ist oder nicht.
Da ich das Buch noch nicht bis zum Ende gelesen habe, ist die Spannung auch bei mir noch vorhanden und ich freue mich auf den Rest der Geschichte, von der ich nicht weiß, wie sie ausgeht.
Sunny zu »John T. Lescroart: Die Farben der Gerechtigkeit« 15.06.2004
Also das Buch ist zwar recht interessant, jedoch ziemlich langatmig! Der Autor springt zu schnell von einer Sache zur nächsten!
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