Der Deal von John T. Lescroart

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1989 unter dem Titel Dead Irish, deutsche Ausgabe erstmals 1995 bei Heyne.

  • New York: Delacorte Press, 1989 unter dem Titel Dead Irish. ISBN: 1556111592. 293 Seiten.
  • München: Heyne, 1995. Übersetzt von Marion Dolde. ISBN: 3-453-08845-X. 365 Seiten.
  • München: Heyne, 2004. Übersetzt von Marion Dolde. ISBN: 3-453-87455-2. 365 Seiten.

'Der Deal' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Angeblich hat der junge Eddie Cochran Selbstmord begangen, aber Ex-Polizist Dismas Hardy glaubt nicht an diese Version. Bei seinen diskreten Ermittlungen stößt er auf sündige Verstrickungen und vertuschte Verbrechen. Als Dismas die Drahtzieher der mörderischen Verschwörung aufspürt, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen das Böse …

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Nadir36 zu »John T. Lescroart: Der Deal« 23.09.2010
Erste Gehversuche mit bezeichnenden Schwächen

Aller Anfang ist schwer, aber dass sich der erste Teil der Glitzky-Hardy-Saga als derart schwer verdaulicher Brocken erweisen würde, hat mich schon überrascht, dabei dachte ich, dass ich mit dem Vetratuen schon den Tiefstpunkt durchmessen hätte.

Eines vorweg, die Aufklärung des Mords an Eddie Cochran war nicht das Motiv, mir diesen Erstling bis zum bitteren Ende reinzuziehen, zumal es jemand unbemerkt geschafft hat einen Spoiler in die Kommentare zu das Urteil reinzuschmuggeln.
Die Hauptattraktion war eher das erste Auftreten der Serienhelden Diz Hardy und Abe Glitzky, die hier noch keineswegs die guten Freunde späterer Folgen sind, dafür geben die Beschreibungen beim ersten Auftreten viel her, war beim Lesen der späteren Folgen nie auf die Idee gekommen, dass Hardy ziemlich kahl sein könnte, auch die Tatsache, dass er seine Ex mal schnell im Hinterhof eines Restaurants nagelt, schien mir unvorstellbar. Da sich Lescroart Janes Beschreibung in späteren Folgen gespart hat, musste ich mich während der Lektüre des Erstlings erst einmal umstellen, dafür steht nach der Deal unzweifelhaft fest, dass alle attraktiven Frauen in seinen Romanen ca. 45 Kilo wiegen, falls sie nicht gerade schwanger sind. Und dass Blondinen schon beim ersten Anlauf keine echte Chance bei Hardy haben.
Erstlingsromane bieten in der Regel eindeutige Indizien, auf die Stärken und Schwächen des Autors, bei der Deal überwiegen klar die Hinweise auf die schwächeren Bücher: zu viele Handlungsstränge, die nicht wirklich zusammen kommen (Die Farben der Macht), einen vermeintlichen Saubermann mit zwei frischen als Suizid getarnten Morden und einem Mord in der Vorgeschichte (Der Vertraute), dessen letzte Untat gerade noch vereitelt werden kann. Die Gelegenheit für den Mörder, sich mit einem Selbstmord der Justiz zu entziehen (Die Farben der Macht).
Zu den überraschenden Momenten gehört der Tod von Linda Polk, die aus der Ungeschicklichkeit ihres zugedröhnten Lovers resultiert. Zumal die Szene eher in einen Elmore Leonard passen würde, wenn sie entsprechend gut geschrieben wäre. Doch Lescroart hat sich hier leider zu oft bemüht, über seine Verhältnisse zu schreiben. Gleichbedeutend mit null Spannung und minimalem Suspense und der permanenten Frage, ob man den ersten Fall für Hardy und Glitzky nicht doch auf sich beruhen lassen sollte. Zumal auf den kommenden Seiten schon wieder die nächste literarisch wie kriminalistische droht. Mit dieser unkoordinierten Ansammlung Stimmungsbildern ruiniert Lescroart sein Buch endgültig, zumal die Aufklärung des Dorgendeals mit dem Papa Polk seine Ehe retten und sein Konto aufbessern will, samt aller anderen Verbrechen, die damit zusammenhängen, vollkommen in Dunkeln bleibt.
Stoff genug für ein spannendes Buch, aber das lieblos zusammengeschusterte Ende, lässt gerade noch Zeit für die Beförderung von Frank Batiste zum Lieutenant, da Glitzky und der andere Rivale dummerweise zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sind. Und für eine letzte Szene zwischen Diz und Moses, der seinen neuen Partner aus den Armen von Jane holt, um ihm die Unterlagen zu bringen. Denn für die Aufklärung des Mordes an Frannies Mann Eddie bekommt Dismas Hardy jenes Viertel des Shamrock, das auch in den folgenden Büchern immer wieder eine Rolle spielt.
Nichts für Krimi-Fans und auch nicht wirklich erhellend für Fans der Hardy-Glitzky-Familiensaga, dafür kommen die späteren Sympathieträger einfach zu selten vor, wiewohl es immer wieder verblüffend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit sich der Ex-Bulle Hardy sturzbetrunken hinter das Steuer seines Suzuki Samurai setzt.

»John T. Lescroart überragt John Grisham um Längen«, steht auf der Rückseite, das mag vielleicht für »Das Indiz« zutreffen, aber auf dem Umschlag von »Der Deal“, klingt das wie glatter Hohn.
Der Deal ist nur etwas für Komplettisten, leider bin ich einer, insofern werde ich mir nach der Pflichtlektüre Tannöd wohl die Rache vorknöpfen
Tosca B. zu »John T. Lescroart: Der Deal« 09.11.2009
Im erstem Moment möchte ich Krimimieze zustimmen, aber wenn man sich erstmal durch die ersten beiden Bücher durchgekämpft hat, erkennt man die Grundlage; denn irgendwann machen die Familien Hardy und Glitzy einen süchtig! Man will wissen, wie es den Hauptpersonen sowie ihren Freunden weiter ergeht. Mit jedem neuen "Lescroart" fühle ich mich fast wie ein Mitspieler, wenn nicht sogar "Familienmitglied"
ABaum71 zu »John T. Lescroart: Der Deal« 26.10.2009
Wieder mal ein erster Teil einer Serie, wie ich´s gerne habe...
Wie in den meisten Fällen so wird auch in diesem Buch sehr viel Zeit und Papier dazu aufgewendet die Protagonisten vorzustellen und dem Leser nahezubringen; was es mir etwas schwer gemacht hat eine Bindung zum Buch zu finden. Leider blieb dabei auch zumeist die Spannung auf der Strecke. Was aber nicht bedeuten soll, das das Buch schlecht ist, nein keineswegs, es ist halt nur gewöhnungsbedürftig das immer wieder vom Plot abgewichen wird, um etwas über den Hauptakteur Dizmas Hardy, sein Leben und seine Freunde zu erfahren. wer sich damit anfreunden kann, hat sicherlich ein gutes Buch in den Händen. Nicht überragend, doch gutes Mittelmaß. Ich werde auf jeden Fall die nächsten Teile lesen...
Krimimieze zu »John T. Lescroart: Der Deal« 04.04.2008
Ich habe, das Buch vor einigen Jahren geschenkt bekommen. Den Klappentext fand ich auch sehr ansprechend. Aber das war auch das einzige Ansprechende an dem Buch. Das war eins von zwei höchstens drei Büchern, die ich nicht fertig gelesen habe. Der Deal konzentrierte sich zu sehr auf die persönliche Situation der Hauptperson, die eine sehr deprimierende Stimmung vermittelte. In meinen Augen kam die - für einen Krimi zwingend notwendige - Erzeugung von Spannung zu kurz. Aber auch hier gilt über Geschmack läßt sich streiten.
Heaven23 zu »John T. Lescroart: Der Deal« 06.03.2008
ein recht gutes Buch, das ich vor ewig langer Zeit gelesen habe ! Es blieb mir gut im gedächtnis, allerdings ist es sicher nicht unbedingt jedermanns Sache, aber wenn man ein gutes Buch sucht, dass spannend ist und sich gut lesen lässt, dann ist dies hier wirklich gut geeignet
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