Das Gesetz der Jagd von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel The Hunt Club, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Heyne.
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New York: Dutton, 2006 unter dem Titel The Hunt Club.
ISBN:
978-0525949145. 405 Seiten.
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München: Heyne, 2006.
Übersetzt von Karsten Singelmann.
ISBN:
978-3-453-02869-2. 480 Seiten. -
München: Heyne, 2007.
Übersetzt von Karsten Singelmann.
ISBN:
978-3-453-43246-8. 542 Seiten.
'Das Gesetz der Jagd' ist erschienen als
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In Kürze:
Die Jagdsaison ist eröffnet Mit seinem neuen Thriller »Das Gesetz der Jagd« legt der »New York Times«-Bestsellerautor die Messlatte hoch und schafft mit Wyatt Hunt einen Helden, der glaubt, dass es Spielregeln gibt, damit andere sie einhalten. Seine Detektei nennt er »Jagdclub«, und seine Freunde möchte niemand als Feinde haben. Hochspannend, realistisch und lässig. Privatdetektiv Wyatt Hunt wuchs als Waisenkind auf und hat seine Herkunft nie vergessen. Als Inspektor des Kinderschutzprogramms hat er vielen Kindern das Leben gerettet, ehe er von seinem Chef aus dem Job gemobbt wurde. Da trifft es sich gut, dass er gleich bei seinem ersten Fall den ehemaligen Chef als Versicherungsbetrüger entlarven darf. Seine »Jagdclub«-Detektei ist ein Bündnis aus bestens vernetzten Freunden, Spezialisten für alle Fälle. Lässige, aber unbarmherzige Bluthunde. So glaubt sich Wyatt in seinem Hauptquartier, einer Mischung aus Sporthalle und Musikstudio, bestens gerüstet gegen San Franciscos Unterwelt. Doch dann werden ein bekannter Richter und seine Geliebte Opfer eines spektakulären Doppelmords, und ausgerechnet Wyatts Freundin verschwindet als Hauptverdächtige spurlos. Der Jagdclub schwärmt aus.
Das meint Krimi-Couch.de: »Lescroart legt die Messlatte hoch«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Wyatt Hunt, als Waisenkind geboren, arbeitet bei der CPS, dem Child Protective Services, einer amtlichen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder zu schützen. Vor ihrer Umgebung, ihren Freunden und Bekannten, aber auch vor ihren eigenen Eltern und den unterschiedlichsten Notlagen. Für Hunt ist es mehr eine Berufung als ein Beruf, aber als die ohnehin sehr nachlässig geführt Behördenstelle einen neuen Leiter bekommt, der mehr an seine Karriere denkt, als an die notleidenden Kinder, nimmt Hunt seinen Hut und wird Detektiv. Viele seiner Freunde, darunter Polizisten und Anwälte, aber auch Kinder von damals, die heute beruflich unter seinen Fittichen stehen, bringen ihre Erfahrung und ihren Idealismus in die Detektei ein und gemeinsam sind sie der »Hunt Club.«
US-Bundesrichter George Palmer ist trotz seines fortgeschrittenen Alters mit der jungen Kellnerin Staci Rosalier ein zumindest platonisches Verhältnis eingegangen, das seinen tragischen Abschluss im Arbeitszimmer des Richters in seinem Haus erfährt. Palmer und Rosalier werden dort erschossen von der Gattin des Richters gefunden.
Gleichzeitig verschwindet die neue Liebe von Wyatt Hunt, die Rechtsanwältin und Gerichtsjournalistin Andrea Parisi. Nachforschungen ergeben, dass sie sowohl mit Richter George Palmer als auch mit Staci Rosalier kurz vor deren Tod zu tun hatte. Palmer, der entschlossen gegen die Gewerkschaft der Beamten der Justizbehörde vorgegangen war, hatte mit Sicherheit Feinde. Aber wie passen Staci Rosalier und Andrea Parisi in dieses Ränkespiel? Oder hat die Frau des Richters heraus gefunden, dass ihr Mann eine heimliche Geliebte hatte und Andrea Parisi sich mit Fragen aus dem Privatrecht beschäftigt und sich durch einen Doppelmord der Schwierigkeiten einer etwaigen Trennung entzogen? Fragen über Fragen und das Forschen nach der Wahrheit wird für Wyatt Hunt und seine Freunde zu einem Spiel mit dem Tod …
Zum ersten Mal schickt John T. Lescroart seinen neuen Helden Wyatt Hunt in »Das Gesetz der Jagd« im Heyne-Verlag ins Rennen um die Gunst des Lesers. Karsten Singelmann hat den 539 Seiten starken Thriller aus dem Amerikanischen übersetzt und bringt sprachlich ausgezeichnet die Jagd nach dem Doppelmörder zu Papier.
Wyatt Hunt ist ein rundum sympathischer Charakter, dessen Wurzeln bis zur Eröffnung des Detektivbüros dem Leser bereits spannend vermittelt werden, bevor die eigentliche Handlung nach mehr als sechzig Seiten beginnt.
Auch die ihm zur Seite stehenden Personen, von denen besonders der Polizist Juhle hervorzuheben ist, sind ausgezeichnet skizziert und geben sich in einem Thriller die Ehre, der von Anfang bis Ende seine Spannungskurve nicht verliert und besonders beim Final Countdown mehr als genug spannende und stellenweise überraschende Action liefert.
Der Autor schafft es, dass auch die Passagen, in denen alle im Dunkeln tappen und normalerweise nur Papierfüllung bis zum entscheidenden Hinweis produziert wird, zumindest eine Grundspannung zu halten, so dass der Leser nie das Gefühl hat, der Faden wäre gerissen. Die Versuche mit Hilfe eines zweiten Handlungsstranges Verwirrung zu schaffen, sind allerdings mehr halbherzig als vollkommen durchkonstruiert eingeflochten, stören jedoch den Fortgang keineswegs.
»Das Gesetz der Jagd« ist ein rundum gelungener Kriminalroman amerikanischer Prägung, bei dem sich zwar die Nackenhaare nicht vor Spannung aufstellen, der aber in logische konsequenter Manier genügend Brisanz zu bieten hat, um sich eine Wertung deutlich über der schreiberischen Mitte zu verdienen. Gespannt darf man sein, ob sich Mr. Lescroart für diesen sympathischen Helden einen weiteren Fall einfallen lässt. Die Messlatte dafür hat er sich tatsächlich bereits ziemlich hoch gelegt.
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| RK zu »John T. Lescroart: Das Gesetz der Jagd« | 30.04.2006 |
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