Die Rache der Flussgötter von John Maddox Roberts

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel The River God´s Vengeance, deutsche Ausgabe erstmals 1997 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Rom, -800 - 699 (Antike).
Folge 8 der SPQR-Serie.

  • New York: Thomas Dunne Books, 2004 unter dem Titel The River God´s Vengeance. 2009 Seiten.
  • München: Goldmann, 1997. Übersetzt von Kristian Lutze. 285 Seiten.

'Die Rache der Flussgötter' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Rom im Jahre 53 v. Chr. Die politische Moral ist an einem Tiefpunkt angelangt, der Mob regiert die Straßen, und die Ordnungskräfte sind machtlos. Ausgerechnet in diesen Zeiten wird Decius Caecilius Metellus in das undankbarste Amt gewählt, das Rom zu vergeben hat: Er wird plebejischer Ädile, Beamter des Gesamtvolkes. Als solcher hat er nicht nur die Aufsicht über Getreideversorgung, Märkte, öffentlichen Straßen und Gebäude, er ist auch für die Organisation der beliebten Spiele zuständig. Dabei kommt er bald einigen gewinnsüchtigen Patriziern in die Quere, die am Bau des Amphitheaters beteiligt gewesen waren, in dem die ersten Spiele unter Decius’ Aufsicht stattfinden sollen. 20000 Menschen werden erwartet. Doch steht zu befürchten, daß der gigantische Bau ebenso schnell in sich zusammenfallen wird wie zahlreiche andere Gebäude, welche die ehrenwerten Herren zu verantworten haben. Trotz aller Einschüchterungsversuche kämpft Decius gegen Korruption und Intrigen an. Nur der Tiber, der über die Ufer zu steigen droht, könnte ihn vielleicht aufhalten.

Ihre Meinung zu »John Maddox Roberts: Die Rache der Flussgötter«

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tedesca zu »John Maddox Roberts: Die Rache der Flussgötter« 03.01.2011
Diesmal entführt uns Decius Caecilius Metellus in die Welt der römischen korrupten Bauwirtschaft. Fast möchte man glauben, es hätte sich seitdem nicht viel verändert :-)

Minderwertige Baustoffe und Bestechung stehen wohl an der Tagesordnung des "sozialen" Wohnbaus im alten Rom. All das gipfelt im Einsturz einer sogenannten Insula, also eines Wohnblocks, bei dem mehrere hundert Menschen ums Leben kommen. Decius sticht in eine Eiterbeule und wird schnell wieder einmal zur Zielscheibe diverser Meuchelmörder aus den unterschiedlichsten politischen Lagern. Nur durch seine bekannt schlaue Art, die Täter gegeneinander auszuspielen, gelingt es ihm letztendlich, eine größere Katastrophe zu verhindern und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen.

Seine Aufgaben als Ädil führen ihn nicht nur in die Unterwelt der Kanalisation, sondern auch in Roms feinste Freudenhäuser - man lernt also immer wieder Neues über das tägliche Leben der alten Römer über und unter der Erde. Interessant und spannend, wie auch seine Vorgänger, ist dieses Buch eine kurzweilige Unterhaltung für alle Fans der Serie.

Zum Hörbuch (exklusiv und ungekürzt bei audible.de): Wie immer liest Erich Räuker pointiert und mit viel Einfühlungsvermögen und macht auch den achten Teil dieser Reihe zum ungetrübten Hörvergnügen.
Bibliophagos zu »John Maddox Roberts: Die Rache der Flussgötter« 20.11.2009
Leider, leider sind von den knapp 300 Seiten mehr als 80% entbehrlich, unwesentlich und unnötig. Ein historischer Krimi will und will nicht entstehen, zu mäanderhaft sind die vielen Erzählebenen. Leider. Auch die Lesegeschwindigkeit wird auf Scneckentempo heruntergebremst. Leider.
So muss ich denn sagen: Im Schrank ist dieses Buch besser aufgehoben als vor dem lesenden Auge. Leider. Wertung 40 Grad maximal.
anath zu »John Maddox Roberts: Die Rache der Flussgötter« 30.07.2007
Da geht der gute Decius in die Unterwelt!Jeder weiß,daß die Römer eine Kanalisation hatten,aber was für eine?Und wie sie funktionierte (oder auch-wie in diesem Fall-nicht),wer weiß das schon?Mag sein,daß sich in die Übersetzung der eine oder andere Fehler in Sachen Latein eingeschlichen hat,es stört den Durchschnittsbürger nicht beim Lesen und nimmt ihm nicht den Spaß und die Spannung(Ja, ich weiß,ich bin ignorant!).
Für mich besonders interessant ist übrigens das Wissen,daß es Decius wirklich gegeben hat.Möglicherweise nicht mit diesem aufreibendem Hang zur Schnüffelei,den ihm Roberts jetzt auf den Leib geschrieben hat,aber mit einem langen Leben und einer langen Laufbahn im Dienste von SPQR.Für mich ist er mit all seinen Abenteuern ein greifbares Stück Geschichte.
fashioned zu »John Maddox Roberts: Die Rache der Flussgötter« 26.06.2005
Die Kritik meines Vorredners ist zwar angebracht, allerdings bezieht sich diese doch auf die deutsche Übersetzung und nicht auf die Originalausgabe. Ich stimme mit Ihnen vollkommen überein, dass die dt. Übersetzung mehr als mangelhaft ist. Teilweise werden Wörter verwandt die es zum damaligen Zeitpunkt gar nicht geben konnte wie "madame" oder "salon"...wiederum aber Übersetzungsprobleme, die nicht der Originalfassung anhaften, das möchte ich doch in Erinnerung rufen. Ansonsten sind die historischen Fakten gut recherchiert und wiedergegeben. Manchmal habe ich das Gefühl, die Handlung (der Krimi) gerät in den Hintergrund und die Rahmenbedingungen werden zunehmend interessant. Ich kenne durchaus andere Autoren, aber nur hier ist der Dualismus zwischen historischen Rahmenbedingungen und Handlung so ausgewogen, dass ich die SPQR-Reihe am Stück lesen könnte - wenn kein Nachschub kommt, dann halt mehrmals :D
- aber mal im Ernst, das Buch/die Reihe ist lesenswert, wenn jemand die Möglichkeiten besitzt, bitte das Original in englsicher Sprache lesen, damit umgehen Sie die teilweise haarsträubende Übersetzung!
Viel Spaß beim Lesen...
Dr. Küper-Schettler zu »John Maddox Roberts: Die Rache der Flussgötter« 27.04.2005
Das Buch lässt leider bei den Begriffen aus der Römerzeit zu wünschen übrig. Den Begriff Ädile gibt es im Deutschen nicht. Es muß Ädil heissen. Auch das Glossar ist nicht fehlerfrei (z.B. Definition von Impluvium). Wenn der Autor schon soviel seines Textes auf die Beschreibung des römischen Lebens verwendet, darf die Übersetzung nicht ausgerechnet das Amt des Romanhelden fehlerhaft wiedergeben.
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