Empfindliche Wahrheit von John Le Carré

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 unter dem Titel A delicate truth, deutsche Ausgabe erstmals 2013 bei Ullstein.

  • London: Penguin, 2013 unter dem Titel A delicate truth. 320 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2013. Übersetzt von Sabine Roth. ISBN: 978-3-550-08036-4. 400 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2013. Gesprochen von Matthias Brandt. ISBN: 3899038819. 9 CDs.

'Empfindliche Wahrheit' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

In der britischen Kolonie Gibraltar findet eine streng geheime Anti-Terror-Operation statt: Ein islamistischer Waffenkäufer soll entführt werden. Die Drahtzieher: Fergus Quinn, ein hochrangiges Regierungsmitglied, und Jay Crispin, Chef einer internationalen Sicherheitsfirma. Toby Bell, ein Mitarbeiter Quinns, stolpert über die geheime Aktion. Irgendetwas ist an der Sache faul und soll vertuscht werden. Seine Nachforschungen bringen ihn in eine gefährliche Lage. Toby muss sich zwischen seinem Gewissen und der Verpflichtung gegenüber dem britischen Geheimdienst entscheiden.

Das meint Krimi-Couch.de: »Finsteres Großbritannien – ein Zeitbild« 100°Treffer

Krimi-Rezension von Almut Oetjen

In der britischen Kronkolonie Gibraltar findet eine streng geheime Anti-Terror-Operation statt. Der islamistische Waffenkäufer Punter soll entführt werden. Drahtzieher der illegalen Operation sind Fergus Quinn, neuer Staatsminister des Foreign Office in der Ära Gordon Brown, und Jay Crispin, Chef des privaten Militärdienstleisters Ethical Outcomes mit Sitz in den USA. Den Einsatz führen Crispins Söldnertrupp und vier britische Soldaten durch. Als Beobachter vor Ort und Mann am roten Telefon hat der Minister den erfahrenen Diplomaten Christopher Probyn alias Paul Anderson auserwählt. Die Operation Wildlife geht schief und wird vertuscht, Probyn über den desaströsen Ausgang getäuscht.

Drei Jahre nach der Operation trifft Probyn, inzwischen zum Sir Christopher geadelt und Pensionär in Cornwall, zufällig Jeb Owens, den Leiter des britischen Soldatenteams, wieder. Jeb ist nervlich am Ende, weil bei der Operation zwei Unschuldige starben. Sir Christophers letzter Posten in der Karibik war nicht der Dank für die Mission, sondern für sein Schweigen. Er will die Wahrheit herausfinden und kontaktiert Toby Bell, seinerzeit persönlicher Referent Quinns. Bell hatte kurz vor Anpfiff der Operation heimlich ein Treffen seines Ministers mit Crispin, Probyn und Jeb Owens aufgenommen, weil er dachte, sein Chef wolle ihn feuern. Erst jetzt begreift er die Brisanz des Tonbands. Sir Christopher will zusammen mit Jeb, dem einzigen redewilligen Zeugen, die Wahrheit ans Tageslicht bringen. Doch kurz vor dem Treffen wird Jeb tot aufgefunden. Sir Christopher und Toby Bell haben Zweifel an der Selbstmordtheorie der Polizei. Sie müssen sich entscheiden: zwischen ihrem Gewissen, ihrer Geheimhaltungspflicht und Schlimmerem.

Wird die Queen schon abgehört?

John le Carré behandelt in seinem Roman ein hochaktuelles und brisantes Thema, die jüngsten Angriffe der britischen Regierung auf die Freiheit ihrer Bürger im angeblichen Kampf gegen den muslimischen Fundamentalismus. Die ersten fünfzig Seiten schildern die Operation auf Gibraltar aus der Sicht eines britischen Diplomaten, dessen Name Paul Anderson ein Pseudonym ist, wie der Leser später erfährt. Während Paul in einem stinkenden Hotelzimmer auf den Startschuss wartet, erinnert er sich an die Anwerbung durch Quinn und die Einweisung durch Elliot, Crispins Underling. Paul ist Augen- und Ohrenzeuge von Operation Wildlife und ihres angeblich so glorreichen Ausgangs.

Was wirklich geschah in jener Nacht, in einem leer stehenden Haus in Gibraltar, wird erst im Verlaufe der Romanhandlung durch den Exdiplomaten und einen aufstrebenden Jungdiplomaten enthüllt. Eine Zufallsbegegnung auf dem Jahrmarkt bringt den Stein ins Rollen. Was folgt ist das klassische Katz-und-Maus-Spiel eines Spionagethrillers zwischen denen, die die Wahrheit suchen, und denen, die das verhindern und alle Beweise wie Jebs Bericht, ein Tatortfoto und eine heimliche Tonbandaufzeichnung an sich bringen und die potentiellen Whistleblower zum Schweigen bringen wollen – mit Bestechung oder Gewalt. Die Spione sind keine Profis, sondern hilflos unterlegene Amateure. Sir Christopher und Toby Bell glauben sich immer einen Schritt voraus, doch während sie sich noch in Sicherheit wähnen, haben die Verfolger sie längst ins Visier genommen.

Ein sorgfältig recherchierter Roman, aber völlig undogmatisch, weil die Fakten nahtlos in die Geschichte eingearbeitet sind. Le Carré, Jahrgang 1931 und seit nunmehr fünfzig Jahren Schriftsteller, ist außergewöhnlich in seinem Gefühl für Figuren und seinem kalten Verstand für die Geschichte.

Ein makelloser Roman von messerscharfer Intelligenz, stilistischer Eleganz, hoher Kreativität und erzähltechnischer Brillanz.

Almut Oetjen, Dezember 2013

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Jossele zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 10.07.2017
John le Carré: Empfindliche Wahrheit
Ich hoffe, das war nicht das letzte Buch von John le Carré, denn irgendwie scheint er im Alter immer besser zu werden. Zugegeben, ganz leicht zu lesen ist es nicht, man muss sich schon ein wenig konzentrieren, da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und nicht chronologisch erzählt wird. Aber was für ein Genuss ist diese Sprache, sicherlich auch der Übersetzung zu danken, gegenüber den oft nur platten und brutalen Verbalinjurien einiger „moderner“ Thrillerautoren, die regelmäßig Blutfluss mit Spannung verwechseln. Le Carré schafft es nicht ganz, aber fast ohne Schilderung blutiger Ereignisse, einen Thriller zu schreiben, der dem, der sich die Mühe macht, folgen zu wollen, Hochspannung bietet. Von der ersten bis zur letzten Seite. 98°
anyways zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 20.10.2015
John le Carré war noch nie ein nur „bequemer“ Autor, bei seinen bisherigen Büchern musste man immer mitdenken, unausgesprochenes hinzudichten oder das wüste Knäuel an Fallverstrickungen auseinander wirren. In seinem neuesten Werk übertrifft sich der ungekrönte Meister des Spionageromans aber enorm, und das meine ich nicht im positiven Sinne. Woran liegt es das ich zu so einem Fazit kommen, zum einen an den fast gänzlich fehlenden Spannungsbögen zum anderen ist die Story an sich ist irgendwie grotesk. Ein Ministerialbeamter, der nie, von seinen früheren Botschaftstätigkeiten mal abgesehen, im Außendienst tätig war, wird jetzt als Mittelsmann geködert. Nicht unbedingt mit Geld, aber Ruhm und Ehre vielleicht. Angeblich hält sich auf Gibraltar ein Topterrorist auf, dieser soll dingfest gemacht werden und Paul, unser Ministerialbeamter darf Agent spielen. Angeblich geht beim Zugriff alles glatt. Paul bekommt später einen super Job in der Karibik und wird sogar von der Queen geadelt. Drei Jahre später hat er eher ungewollt Kontakt mit einem Soldaten, der die Mission auf Gibraltar ebenfalls unterstützte, dieser offenbart ihm die angebliche Wahrheit. Die Drahtzieher der damaligen Operation sind nicht gerade erfreut und torpedieren die „Enthüllung“ auf allen Ebenen.
Das kurz zur Story. Aus verschiedenen Sichten werden nun die Dinge vorher und nachher von zwei Protagonisten geschildert. Dieser Szenen- und Personenumschwung fiel mir nicht leicht. Irgendwie kam bei mir auch nie ein Anflug von Spannung auf. Ich würde fast sagen die Geschichte dümpelt vor sich hin. Lediglich auf den letzten fünf Seiten gibt es einen Spannungsbogen der abrupt, man ahnt es, endet. Das ist mir zu wenig.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tommi aus Randbrand zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 08.07.2015
Achtung, enthält TINTEevtl leichte Spoiler!

Kann die Jubel-Bewertungen nicht nachvollziehen. Habe bis zum Schluss noch auf den großen Aha-Effekt gehofft - vergebens.
JLC meint das tatsächlich ernst, dass das, was während der geschilderten Operation passierte, der große, die Öffentlickeit erschütternde Skandal sein soll! So tragisch auch der Tod zweier Menschen ist, JLC hat offenbar die TATSÄCHLICHEN Kriegsverbrechen von USA und GB in den letzten JAhrzehnten nicht mitbekommen, angesichts derer das hier der "Weltöffentlichkeit" wohl kaum einen Aufreger wert wäre, so tragisch es auch für die betroffenen Personen wäre.
Ehrlich gesagt kam ich mir am Ende etwas verschaukelt vor.
Gerald Gaigg zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 16.02.2015
Einer der besten von JLC...
Beunruhigend die Parallelen zu aktuellen politischen Entwicklungen.
Der Autor appelliert an unser aller Gewissen, stellt seine Hauptfiguren vor die Entscheidung: Zivilcourage und Risiko oder Kadavergehorsam und Sicherheit: die entscheidenden Fragen des 20. und 21. Jahrhunderts und das mit gutem Grund:
Phobien und Bedrohungsszenarien haben noch nie geholfen, die Zukunft zu meistern sondern haben den Blick auf die Realität verstellt. Zu befürchten ist, dass nur wenige den Mumm der Hauptfiguren aufbringen werden, somit eigentlich ein sehr optimistischer Roman.
100° von 100°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
dieter47 zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 04.10.2014
Zu Lese-Bienchen: Schief gegangen ist an der "Operation Wildlife", dass sich die amerikanischen "Privat-Geheimdienstler" von "Ethical" auf die falsche Information einer "Quelle", der Waffenkäufer "Punter" sei in dem angegriffenen Haus, verlassen haben. Das ist sicher eine Anspielung auf die falschen Informationen einer irakischen "Quelle" der CIA, Saddam Hussain verfüge über biologische und chemische Waffen, die zum Irak-Krieg 2003 geführt hatte. Jay Crispin hat die Kontakte zwischen den amerikanischen "Privat-Geheimdienstlern" und dem britischen Geheimdienst vermittelt. Das Ende bleibt bewusst offen, Toby Bell wird wohl wegen Landesverrats verhaftet und verurteilt werden.
Auch ich tat mir am Anfang schwer, weil das 2. Kapitel eigentlich an den Anfang gehört hätte. John Le Carré lässt seinem Hass auf die rechten US-"Privat- Geheimdienstler" und ihre britischen Komplizen der Ära Tony Blair freien Lauf. Von mir 85°.
Lese-Bienchen zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 27.09.2014
Operation Wildlife - ich habe das Buch beendet und kann ehrlich gesagt nicht sagen, was nun hinter der Operation Wildlife steht.
Alles fängt damit an, dass ein Mitarbeiter - Diplomat - des Außenministeriums nach Gibraltar geschickt wird um dort für den damaligen Staatsminister Quinn an der Operation "Wildlife" mitzuwirken. Zusammen mit den Amerikanern wollen die Briten irgend einen Verbrecher hochnehmen. Eine absolut geheimes handeln, aber was stimmt mit dieser ganzen Aktion nicht. Und was für mich immer noch fraglich ist, wer ist Jay Crispin. Leider hat das Buch nur noch mehr fragen für mich aufgeworfen als beantwortet. Das erste Kapitel ist verwirrend und der Schreibstil ziemlich gewöhnungsbedürftig. Vom 2. Kapitel über Toby Bell war ich begeistert, endlich erfährt man Zusammenhänge. Was ist damals in Gibraltar passiert und warum. Blöderweise erfährt man das tatsächliche warum auch am Ende des Buches nicht. Toby Bell ein erfolgreicher junger Mitarbeiter, rechte Hand von Quinn - weiß aber von nichts. Wird durch Zufall und Neugierde in den Fall verwickelt und dann 3 Jahre später kommt alles nochmal auf. Nur weil einer der Agenten der Spezialeinheit - Jeb - mit dem was damals passiert ist nicht mehr Leben kann und den Dipolomaten "Paul" aufsucht. Paul der in Wirklichkeit Kit heißt, lebt zwischenzeitlich auf dem Land und genießt sein Ruhestand. Ihm hat der Sondereinsatz "Wildlife" die Ritterwürde gebracht. Aber was tatsächlich schief gelaufen ist bzw. das etwas schief gelaufen ist, erfährt er erst nach dem Jeb bei ihm auftaucht. Langsam fängt auch Kits Gewissen an ihn zu quälen und er möchte rausfinden, was passiert ist, damals in Gibraltar. Er möchte die geheimen Machenschaften von Quinn, der aufgrund dieses Einsatzes ebenfalls degradiert wurde, endlich ans Licht bringen. Die "empfindliche Wahrheit" die nicht nur seinem neuen Freund Jeb das Leben kostet sondern vielleicht auch Toby und seiner Tochter Emily. Die restlichen Kapitel sind im gleichen Stil aber einfach spannend geschrieben. Man fiebert dem Ende entgegen, nur um eigentlich nichts zu erfahren. Es passiert noch einiges aber nichts wird wirklich aufgeklärt. Es wird alles von ganz oben geheim gehalten und es wird alles drangesetzt um dieses Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Jeder wird unter Druck gesetzt oder gar ermordet. So wird auch der Leser im Ungewissen gehalten.
Ich gestehe, am besten hat mir an dem ganzen Buch das Cover gefallen. Ich bin vom Ende enttäuscht, da der Leser leider nichts erfährt und mehr Fragen am Ende offen stehen, als die am Anfang zu vermuten waren.
Torsten zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 08.02.2014
Bis ganz kurz vor dem Ende war ich ziemlich begeistert.
Hier wird einmal nicht das "ganz grosse Ding" thematisiert, das entweder weltbewegende Folgen haben muss oder ein Anschlag mit tausenden von Opfern.
Das gescheiterte Unternehmen um das es geht ist eher ein an sich kleines, unscheinbares. Eines mit eigentlich objektiv eher geringem "Kollateralschaden". Eines von dem man sich durchaus vorstellen kann, dass es solcherart Unternehmen sehr viele gibt, die mehr oder weniger offiziell und mehr oder weniger erfolgreich ablaufen.
Und genau das macht die Schilderung so faszinierend - als (mögliches?) Beispiel für den Ablauf einer (mehr oder weniger) konspirativen Zusammenarbeit von Geheimdiensten, Ministerien und auch privaten militärischen "Dienstleistern", sowie dem Umgang damit und der Verarbeitung von Fehlschlägen aller Beteiligten.
Obwohl eigentlich recht actionarm, liest sich das sehr interessant und auch spannend, vor allem weil John Le Carré das in einem wirklich brillantem Stil schreibt - nüchtern, distanziert und trotzdem packend.
Leider hat dann das ziemlich abrupte Ende meine Begeisterung doch um mindestens 10% in der Wertung gedämpft.
Nicht, weil das Ende etwas bedeutungungsschwanger offen bleibt (was ich tatsächlich nicht mag), sondern weil in dem geschilderten Ende eine viel zu grosse, für mich völlig unglaubwürdige Diskrepanz liegt zwischen dem vorher beschriebenen, angedrohten und auch durchgeführten professionellen, konsequentem Handeln der "Gegenseite" und dem was sie dann tatsächlich geschehen lassen.
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Juristan zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 03.02.2014
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Die Handlung ist von Frau Oetjen gut dargestellt.
Man liest keinen Actionroman,der Autor schiebt die Handlung ruhig voran.
Die Sprache wirkt sehr gebildet,andererseits belehrt der Autor den Leser nicht.
Geschildert wird,wie unterschiedlich auf ein gescheitertes Geheimunternehmen reagiert wird.
Die"Großkopferten"wollen alles vertuschen,die"Kleinen"empören sich.
John wird von seiner Frau veranlasst,die"Wahrheit"zu suchen,Toby will für sich Gerechtigkeit und den Großen eins auswischen.
Dann ist ihr Informant plötzlich tot,sie werden gejagt,glauben aber,dass sie einen Vorsprung haben.
Das Ganze ist mit einer Romanze garniert und ist bis zum Schluss sehr unterhaltsam und spannend.
88°
subechto zu »John Le Carré: Empfindliche Wahrheit« 17.01.2014
Kollateralschaden

Der britische Diplomat Paul Anderson, der eigentlich ganz anders heißt und eine krebskranke Frau hat sowie eine Tochter, die Ärztin ist, wird von seinem Vorgesetzten Elliot nach Gibraltar geschickt. Nun steht er in einem zweitklassigen Hotelzimmer und sinniert über die geplante Aktion. Es geht es um eine streng geheime Anti-Terror-Operation, die zwar als Erfolg gefeiert wird, denn Paul wird mehrfach befördert und sogar in den Adelsstand erhoben, sich aber nach und nach als das Gegenteil herausstellt.

Drei Jahre später stößt Toby Bell, persönlicher Referent von Staatsminister Fergus Quinn, der damals zusammen mit Jay Crispin, dem Chef einer privaten US-amerikanischen Sicherheitsfirma, für die Operation Wildlife verantwortlich war, auf Ungereimtheiten. Als dann auch noch der Leiter der ehemaligen britischen Einsatztruppe, Jeb Owens, angeblich Selbstmord begeht, forscht Paul auf Drängen von Frau und Tochter nach. Zusammen mit Toby, der eine Bandaufzeichnung des konspirativen Treffens besitzt, und einem Beweisfoto von Jeb will er die Sache öffentlich machen...

Am Anfang bin ich nicht so gut in die Geschichte rein gekommen wegen der vielen Personen und Zeitsprünge, aber nach der Hälfte ging es dann besser. Mit „Empfindliche Wahrheit“ hat John le Carré erneut einen klugen und brisanten Spionagethriller mit topaktuellem Bezug geschrieben. Denn Whistleblower leben gefährlich, das weiß man spätestens seit Edward Snowden. Ein Roman erschreckend real und auf der Höhe der Zeit. Meine Empfehlung: Lesen!
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