Der Spion, der aus der Kälte kam von John Le Carré

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1963 unter dem Titel The Spy who Came in from the Cold, deutsche Ausgabe erstmals 1964 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: Ostdeutschland, 1950 - 1969.
Folge 3 der George-Smiley-Serie.

  • London: Gollanzc, 1963 unter dem Titel The Spy who Came in from the Cold. 330 Seiten.
  • Wien; Hamburg: Zsolnay, 1964. Übersetzt von Christian Wessels & Manfred von Conta. 330 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1966. Übersetzt von Christian Wessels & Manfred von Conta. 184 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1970. Übersetzt von Christian Wessels & Manfred von Conta. ISBN: 3-499-10865-8. 184 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 1984. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-404-10429-3. 318 Seiten.
  • München: Heyne, 1990. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-453-04246-8. 313 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 1991. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-552-04330-6. 319 Seiten.
  • München: dtv, 1996. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3423121971. 316 Seiten.
  • München: dtv, 1998. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 342308457X. 317 Seiten.
  • München: dtv, 2001. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3423204648. 316 Seiten.
  • München: Saur, 2002. Übersetzt von Manfred von Conta. Großdruck. ISBN: 3598800029. 338 Seiten.
  • München: List, 2003. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-548-60359-9. 255 Seiten.
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 978-3866152656. 229 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2009. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 978-3-548-28151-3. 255 Seiten.
  • [Hörbuch] Frechen: Delta Music, 2007. Gesprochen von Engelbert von Nordhausen. ISBN: 3865387462. 8 CDs.

'Der Spion, der aus der Kälte kam' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

»Riemeck war der letzte Todesfall. Es begann mit dem Mädchen, das sie vor dem Kino erschossen. Dann kamen der Mann in Dresden und die Verhaftungen in Jena. Jetzt Paul, Viereck und Ländser – alle tot. Und schließlich Riemeck. Das ist ein ziemlich hoher Verschleiß, Alec.« Alec Leamas ist im britischen Geheimdienst für Ostdeutschland zuständig. Als sein Gegenspieler, Hans-Dieter Mundt, das Agentennetz der Engländer immer mehr zerstört und die enttarnten Spione beseitigen läßt, sinnt London auf Rache und ergreift Gegenmaßnahmen. Leamas soll dafür sorgen, dass Mundt in Mißkredit gerät. Er scheidet aus dem Dienst aus, steigt die soziale Leiter hinunter und läßt sich – scheinbar unwillig – von der ostdeutschen Seite als Überläufer einkaufen. Soweit geht alles nach Plan. Dann aber laufen die Dinge aus dem Ruder …

Das meinen andere:

»Die beste Spionagegeschichte, die ich je gelesen habe.« (Graham Greene)

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Pela zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 18.10.2011
Gut, man sollte nicht den Fehler machen, und mit "Der Spion, der aus der Kälte kam" in das Werk von Le Carré einsteigen. Denn nicht alles scheint auf den ersten Blick verständlich. Wer einen düsteren Spionageroman nach dem Muster "Der dritte Mann" erwartet, oder gar einen rasanten Thriller á la Clancy, verliert sich schnell in der Vielschichtig- und Vieldeutigkeit der Erzählung.

Doch genau das ist die Stärke dieses Buches, die den Roman bis heute aktuell macht. "Eine Prozession von Säufern, Verbrechern und heruntergekommenen Gesinde" nennt Alec Leamas in dem wohl stärksten Dialog zwischen ihm und Liz gegen Ende des Romans die Spionagewelt, an der nichts glanzvolles sei, sondern deren Protagonisten am Ende im Dreck des Rinnsteins oder vor einer brüchigen Backsteinwand verrecken. Sogar dem Meister Le Carré gelang es in späteren Romanen kaum noch, die Geheimdiensterei so drastisch und realistisch zugleich zu schildern.
detno zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 28.07.2008
Ich habe das Werk in der Ausgabe der SZ-Krimi-Bibliothek gelesen. Dort wirbt man mit dem Spruch: "Nichts ist, wie es scheint. " Kaum ein Roman aus dieser Reihe, bei dem diese Aussage so genau zutrifft.
Alec Leamas, ein britischer Geheimagent in Berlin zur Zeit des Kalten Krieges, wird für eine Operation eingespannt, die scheinbar keine Menschen, sondern nur Marionetten im Ost-West-Verhältnis kennt. Wie Schachfiguren werden die Personen nach Plan bewegt. Und wenn es für das Operationsziel erforderlich ist, eine Figur zu töten, dann wird sie eben getötet.
Spannend bis zur letzten Zeile!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Florida zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 30.01.2008
Das Buch erschien auf deutsch bereits 1964 bei Zsolnay / Wien. Im übrigen wurde "Der Spion, der aus der Kälte kam, nicht in 5 Tagen, sondern in 5 Wochen (also immer noch sehr schnell) geschrieben.
lev25 zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 23.09.2007
Ein Meisterwerk des Kalten Krieges. Der Ost-West-Konflikt unter dem Gefrierpunkt. Le Carrés Erstlingswerk beschreibt die Tätigkeiten der Geheimdienste aus der Blickrichtung des Insiders. Le Carré war im Nachkriegsdeutschland als diplomatischer Angestellter der britischen Regierung tätig und konnte für diesen Roman aus seinen eigenen Erfahrungen schöpfen. Unglaublich detailliert schildert er,wie der britische Spion Alec Leamas in die damilige DDR eingeschleust wird und mit seinem intelligenten und charmanten Gegenüber von der ostdeutschen Abwehr ein psychologisches Katz und Maus Spiel führt. Ein Meisterwerk der Spannung bis zur allerletzten Seite, mit unerwarteten Entwicklungen die den Leser immer wieder in Erstaunen versetzen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Maria zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 19.07.2007
Das Buch hat mein innerest berührt, meine Vorstelungen von einem echten Mann, Vorstellungen, die sich in mir formten, wuchsen, änderten und verschwunden. Der Held, der Reiter, der Kämpfer, der mich fast bezaubert hat, war die ganze Zeit ein waghalsiger Spieler gewesen... und wurde zum Opfer des Spiels. das Buch hat mich völlig mitgenommen, ich habe das in einem Zug gelesen, ohne Unterbrechung.
S. E. M. zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 16.01.2007
Über 200 Seiten lang spannend, die Grenze zwischen Gut und Böse, Gerecht und Ungerecht verschwindet immer mehr, von der heutigen (Zeit)-Warte kommt einen diese Form des "Kalten Krieges" noch absonderlicher vor als damals - vor allem als jemand der "jüngeren Genereation". Das Ende sehr mutig konsequent: Unbedingt lesen.
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Georg zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 04.11.2005
Das Buch zeigt eine brilliante Fabulierkunst des schriftstellers. Es schafft Spannungen und folgt dem Ziel des Buches konsequent, dem Irrwitz der Spionage zwischen West und Ost aufzuzeigen. Habe allerdings den Eindruck, dass Carre seine Fantasie über Zustände in der DDR Anfang der 60-er Jahre nur aus der Bildzeitung kennt. Auch die Darstellung der Hauptfigur (engl. Spion) sieht doch eher einem Westernhelden ähnlich, wie auch die Geheimdienstler der DDR ebenso. Denen sitz der Colt ganz schön locker und Spione sind "harte Kerle", na ja? Dass mit dem "Jude sein" eines Stasi-Mannes hätte er glaube ich besser lassen sollen, wertet das Buch etwas ab.
Wer nichts tiefgründiges, also action will, der kann es lesen. Ein gutes Buch braucht für mich etwas mehr!
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Pelzer zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 25.03.2005
Ich finde es wirklich ein sehr gutes Buch. Ich habe es gelesen in Englisch und obwohl ich nicht super viel davon verstanden habe hat es trotzdem viele Eindruk auf mir hintergelassen.

Entschuldigung für das schlechte Deutsch. Das ist weil ich Niederländisch bin.
Lundegaard zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 26.12.2004
Dieses Werk logischen Kombinierens und glaubwürdiger Charakterstudie von Agenten soll in fünf Tagen verfasst worden sein! – selber lesen, ins Staunen geraten und die territorialen Grenzen vom geteilten Berlin leibhaftig vor Augen haben. Dieses Buch baut sich auf und haut rein!
Steffen zu »John Le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam« 10.08.2004
Ich habe den englischen Originalfilm ("The spy who came in from the cold") als VHS-Kassette bei ebay ersteigert.
Kann den Film empfehlen, wie natürlich auch das Buch. Beides sind absolute Klassiker des Spionage-Genres.

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