Absolute Freunde von John Le Carré

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Absolute Friends, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei List.

  • London: Hodder & Stoughton, 2004 unter dem Titel Absolute Friends. 383 Seiten.
  • München: List, 2004. Übersetzt von Sabine Roth. ISBN: 3-471-78098-X. 425 Seiten.
  • Berlin: List, 2005. Übersetzt von Sabine Roth. ISBN: 3-548-60547-8. 425 Seiten.
  • Berlin: List, 2006. Übersetzt von Sabine Roth. ISBN: 978-3-548-60724-5. 425 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Ullstein Hörverlag, 2004. Gesprochen von Achim Höppner. ISBN: 3-550-09119-2. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2004. Gesprochen von Achim Höppner. ISBN: 3898307387. 6 CDs.

'Absolute Freunde' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

An das Spiel mit zwei Identitäten hat Ted Mundy sich nie gewöhnen können. Jetzt führt er endlich ein ruhiges Leben in Deutschland. Bis Sasha, ein alter Weggefährte, vor seiner Tür steht – und ihn in die Untiefen der gegenwärtigen Zeitläufe lockt. Das brillante Porträt einer ungewöhnlichen Freundschaft vor dem Hintergrund der weltpolitischen Abgründe unserer Zeit – erzählerisch meisterhaft, voll Spannung und großer Emotionen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Unterhaltsamer Agenten-Thriller mit viel Lokalkolorit und einem Panorama der letzten 55 Jahre«

Krimi-Rezension von Michael Matzer

Können Spione Freunde sein? Richtige, echte, »absolute« Freunde? Wenn ihr Geschäft doch in Verrat und Lüge besteht? John Le Carrés, der Fachmann für die Innen-Welt der Geheimdienste, demonstriert in seinem 19. Roman, dass es so etwas geben könnte, aber dass auch ein Haken dabei ist.

Edward Mundy ist der eigentliche »Held« dieser kuriosen Geschichte. Als wir zuerst seine Bekanntschaft machen, also etwa 2003, arbeitet er als Fremdenführer auf Schloss Linderhof und hängt den spleenigen Engländer raus – inklusive Bowler Hat. Er ist ganz zufrieden mit dem Job, hat sogar einen Kellerraum im Schloss als Refugium. Bis ihm jemand einen kleingefalteten Zettel in die Hand steckt und ihn seine Vergangenheit einholt: Sascha, sein langjähriger Freund seit über 30 Jahren, der nach dem Mauerfall verschwunden war, ist zurückgekehrt. Und das verheißt Ärger.

Mauerfall ´89: Agenten über Nacht arbeitslos

Der Mauerfall 1989 bedeutete das Ende des Kalten Krieges. Und das wiederum bedeutete für eine Menge Leute gewaltige Veränderungen: Das politisch-militärische Koordinatensystem änderte sich. Agenten wurden über Nacht arbeitslos. Agenten wie Ted Mundy und Sascha, das Hinkebein.

Bevor wir erfahren, wie es mit den beiden an diesem schicksalhaften Tag weitergeht, müssen wir nach Ansicht des Autors sehr viel mehr über sie erfahren. Und so besteht der Löwenanteil des Romans aus ihrer Lebensgeschichte.

Ted Mundy wurde ca. 1949 in Pakistan geboren, das zu dieser Zeit noch britische Kronkolonie war. Sein Vater ist britischer Kolonialoffizier, doch seine Mutter ist keineswegs Lady Stanhope, wie so mancher glauben möchte, sondern das irische Kindermädchen Nellie O’Connor. Nachdem Indien und Pakistan 1949 ihre Unabhängigkeit erhalten bzw. erkämpft hatten, kehrte Major Arthur ohne Nellie, aber mit Teddy zurück nach England, ins langweilige Weybridge. Ted lernt von einem geflohenen jüdischen Kommunisten Deutsch. Er beginnt Sprachstudien in Oxford und wird von einer Ungarin, Ilse, entjungfert. Nach seines Vaters Tod sucht er seine Mutter: Doch sie starb in Lahore, zusammen mit Teds Zwillingschwesterchen Rose. Sonst hat ihm Paps nichts hinterlassen.

Berlin ´68/69: Es brodelt unter den Studenten

Ilse zieht es nach Berlin, und Ted zieht mit. Es ist das Jahr 1968/69, und Berlin brodelt: Die Studentenunruhen werden von revolutionären Studentenzellen geschürt. Ilse vermittelt Ted an Sascha, einen Zellenleiter, der klein und hinkebeinig daherkommt. An Weihnachten, nach Ilses Abreise, können beide innige Freundschaft schließen. Bei Aktionen und einer Polizeirazzia rettet Ted seinem Freund Leib und Leben, muss aber schwer dafür büßen. Irrtümlich halten die Bullen ihn für den Rädelsführer und schlagen ihn zusammen.

Im Knast macht Ted erstmals Bekanntschaft mit der britischen Botschaft und einem gewissen Mr. Nick Emory, der ihn bis zum Schluss »unauffällig« begleiten wird. Auch Sascha erscheint, lustiger- oder listigerweise als Arzt verkleidet. Ted wird deportiert, schreibt aber viele Briefe nach Berlin. Während Sascha die gescheiterte Revolution beklagt, ist Judith, Teds Kommunenfreundin, nach Beirut zu den Palästinensern gegangen.

Einer Zeit des ziellosen Umherreisens folgt die Arbeit für die britische Kulturstiftung »British Council«. Hier macht Ted sowohl Karriere als auch Propaganda. Und da man Shakespeare auch im Ostblock aufführen kann, gelangt er nach Prag, Warschau und Berlin. (Herrliche Zeile: »Ophelia ist schwanger, wahrscheinlich [!] von Shylock.«) Dort schmuggelt er einen jungen Polen in den Westsektor, wo dem rührigen Ted wieder einmal Mr. Emory aus der Patsche helfen muss.

Mundy Nr.1, der Gewinner – Mundy Nr. 2, der Verlierer

Und so kommt es, dass die Briten Ted Mundy als Spion anwerben – wo Ted doch jetzt schon Kontakte im Osten hat. Es entsteht »Mundy Nr. 1«: der Gewinner. Das ist aber nicht gut für die Tarnung, und so kreieren die Briten »Mundy Nr. 2«, den Verlierer. Da kann man schon mal durcheinanderkommen.

In Merry Old England hat Ted die stellvertretende Rektorin Kate kennengelernt, die inzwischen ein Kind von ihm erwartet: Jake. Heirat und Beförderung steht nichts mehr im Wege, aber auch nicht der Agententätigkeit. In Prag trifft Ted wieder einmal Sascha. Der arbeitet jetzt als Doppelagent für die Staatssicherheit der DDR und für die Alliierten. »In Westberlin waren wir Partisanen, aber in diesem Kleinbürger-Kindergarten hier sind wir Kriminelle«. Ted tut so, als ließe er sich von Sascha für die Stasi anwerben und liefert den Ossis eine Menge Falschinformationen. Umgekehrt will Sascha für den britischen Geheimdienst arbeiten, geführt nur von Ted.

Alpha Doppelplus, Baby!

Acht Jahre später geht Ted im »sicheren Haus« des britischen Geheimdienstes ein und aus. Er ist hoch angesehen: »Alpha Doppelplus, Baby!« Er soll mit dem CIA-Agenten Jay Rourke zusammenarbeiten, doch dies dient nur seiner Überprüfung. Es ist ein wenig beunruhigend, was man bei der CIA alles über Ted Mundy weiß. Ist das jetzt »Mundy Nr. 3«?

Bis zur Perestroika wird’s nochmal recht abenteuerlich: geheime Grenzübertritte, bis die Mauer fällt. Sascha sorgt sich: »Bloß kein Viertes Reich!« Nach dem Tod von Saschas Vater, dem alten Wendehals, trifft man sich in Bad Godesberg. Der abgemagerte Sascha ist ein gespenstischer Anblick. Die Stasi hat ihm nichts zum Beißen hinterlassen, wie es scheint.

Irak 2003: Die Amerikaner in Bagdad

Die Gegenwart, 2003. Die USA marschieren zum zweiten Mal im Irak ein und machen diesmal Bagdad wirklich platt. Nach dem ersten Kontakt auf Schloss Linderhof umarmen Ted und Sascha einander, zwei alte Kampfgefährten, beide schon über sechzig.

Sascha hat eine Einladung im Gepäck: Ted soll seinen neuen Guru kennenlernen, Mr. Dimitri. Auf einem verdrahteten Berghof jenseits der bayerischen Grenze kommt es zu einem Geheimtreffen. Mr. Dimitri will ein internationales Netz von Sprachschulen, wie Ted eine in Heidelberg hat, aufziehen: »Gegen-Universitäten«. Was ist darunter zu verstehen? Steckt nicht etwas anderes dahinter als Wissenseifer?

Ted tut gut daran, vorsichtig auf das verlockende Angebot von einer halben Million Dollar zu reagieren. Er hat in München eine Lebensgefährtin, die Türkin Sara, und ihren Sohn Mustafa, den er liebt. Würde dieses Projekt sie gefährden? Als sowohl Jay Rourke, der Amerikaner, als auch der Brite Nick Emory auftauchen, ahnt Ted Mundy, dass es mächtig Ärger geben wird.

Über Spannungsbögen

Obwohl die Geschichte recht unterhaltsam und mitunter amüsant bis dramatisch ist, so leidet sie doch ein wenig unter dem gewaltigen Spannungsbogen, den der Autor zwischen Anfang und Abschluss der Gegenwartshandlung aufbaut. Alles dazwischen ist Rückblick und somit weiter hergeholt, quasi eine vorbereitende Erläuterung zu dem, was nun folgen soll. Man muss den Spannungsbogen akzeptieren und sich in Geduld üben, hoffend, dass die Erwartung eingelöst wird. Das wird sie, und das ist der einzige Grund, warum die Lektüre am Schluss so befriedigend ausfällt. Das Zwischenstück alleine reicht dazu leider nicht aus, denn es handelt sich um relativ spannungsarme Episoden.

Berliner Kuriosa

Das soll aber nicht heißen, dass diese Episoden uninteressant oder gar langweilig wären. Gerade die Berlin-Kapitel gehören zum Anschaulichsten, das in diesem Roman zu finden ist. Das Leben in Saschas Kommune ist auch für die aktuelle Generation sehr kurios: Männlein und Weiblein wechseln die Sexualpartner wie andere das Hemd: »Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment« lautet der entsprechende Spruch. Und so ist es recht verwunderlich, dass es Ted gelingt, Judith länger an sich zu binden. Klingt ja geradezu romantisch. Aber es wundert ihn auch nicht besonders, als Sascha nach Teds Abschiebung Judith sozusagen »erbt« und sie »vollständig befreit«. Hier mischen sich Ironie und Emotion zu einer ganz besonderen Stimmung, die jeden Le-Carré-Roman zu etwas Besonderem und Einzigartigem macht.

Ebenso kurios muten uns heute die nächtlichen Aktionen der Kommunarden an. So etwa nimmt Judith Teddy mit auf einer Radtour, um an bestimmten Ex-Nazi-Gebäuden Parolen anzubringen, die das »Establishment« anprangern. Einer der Gruppe muss natürlich nach den Bullen Ausschau halten. Nach deren Auftauchen verduften alle, so schnell sie können. Höhepunkt dieser Aktionen und Demos ist das prügelnde Eingreifen der Bullen, die es auf Sascha abgesehen haben, aber nur Ted erwischen. Den Rest habe ich oben erzählt. Diese Szene hätte auch wie bei Benno Ohnesorg ausgehen können, der von einem Polizisten getötet wurde.

Schein- und Doppel(plus)-Leben

Teds Aufstieg zum »Alpha-Doppelplus«-Doppelagenten für Mitteleuropa hätte er sich wohl nicht träumen lassen. In dieser Hinsicht lässt Le Carré wieder man tiefe Ironie spüren: Denn welche Art von (Schein-) Leben ist denn dieses Alpha-Doppelplus-Leben? Eine Leben, von dem teds Frau nichts wissen darf und die Öffentlichkeit schon gleich gar nicht. Nur eine verborgene Kaste weiß diese Auszeichnung zu würdigen. Und nur dieser Agentengemeinde schuldet Ted Gehorsam und Dienstbarkeit.

Deshalb gibt es beim Wegfall ihrer Existenzberechtigung ein böses Erwachen. Der Kalte Krieg ist futsch, die Fronten auch, und der Gegner wird unsichtbar, diffus, mafiös. Ted versucht sich als Privatier, gründet eine zweite Familie, doch auch diesmal holt ihn seine Vergangenheit ein, in Gestalt seines Rumpelstilzchen-Freundes Sascha (»Ach, wie gut, dass niemand weiß...«). Und da sich die Frontlinien bis zur Unkenntlichkeit verschoben haben, tappt Ted in die Falle. Mehr sei nicht verraten.

Verhängnis: Die Rolle der Freundschaft

Das Panorama der Jahrhunderthälfte lässt uns in Ted Mundy vielleicht einen Überlebenskünstler à la Simplicissimus oder Soldaten Schwejk erkennen. Zumindest beschreibt der Autor seinen »Helden« stets mit neutraler, aber spürbarer Sympathie. Doch der Survivor-Typ à la Rambo träfe nicht den Kern der Figur: Er ist ein Opportunist, der sich in einer Schattenwelt durchlaviert und versucht, eine Art Ich-Bewusstsein zu bewahren, sozusagen Mundy Nr. null. Nur in dieser Eigenschaft kann er die Freundschaft zu Sascha bewahren, dem dieses Bemühen ebenso schwerfällt. Mundy erkennt zu spät, dass Sascha seinen Kampf verloren hat und sich auf eine neue Art Rattenfänger eingelassen hat. Die Freundschaft ist Mundy zu wertvoll, um sich rechtzeitig von Sascha abzusetzen. Doch mitgefangen, mitgehangen …

Beißender Sarkasmus

Der Epilog nach dem schrecklichen Finale ist in seiner Ironie kaum zu überbieten. Es ist schon purer beißender Sarkasmus, den Le Carré hier anklingen lässt. Und die Ähnlichkeit mit jenem Heidelberger Ehepaar, das die nahe US-Fliegerbasis ausspähte, ist unübersehbar. Was ist aus dem Pärchen geworden? Keiner weiß es, weil es keinen interessiert. Sie wurden quasi »entsorgt«.

Doch die Folgen sind auf höchster politischer Ebene durchaus spür- und nachvollziehbar. Der deutsche Kanzler und sein Innenminister wurden Terroristenjäger, wenn nicht schon nach dem 11. September, so spätestens nach dem Heidelberger »Zugriff«. Hier klingt die Warnung an, die der Autor ausspricht: Verblendung – auf allen Seiten – kann viele Ursachen und verhängnisvolle Folgen haben.

Die Tragik als Warnung an die Gegenwart

Man sollte schon etwas übrighaben für Agenten und ihre ganz spezielle Welt. Noch besser wäre es, wenn man John le Carré mag. Ich kenne lediglich »Die Libelle« und »Der Schneider von Panama«, habe keinen einzigen Smiley-Roman gelesen. Dennoch bleibt Ted Mundy, der Held des neuesten Romans, mir deutlich in Erinnerung, als eine Figur, die es durch 50 Jahre der Veränderung geschafft hat zu überleben, ohne die eigene Identität zu verlieren – und dem schließlich die wichtigste Beziehung im Leben, die Freundschaft zu einem Agentenkollegen, zum Verhängnis wird. Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Bei aller Ironie, die der Autor einsetzt, um den Leser zu unterhalten, bedeutet diese Tragik denn doch auch eine Warnung an die Gegenwart (siehe oben).

Das Einzige, was man sich von der Geschichte wünschen würde, ist mehr Spannung und Action. Aber dafür gibt es Autoren, die das leichter und schneller liefern als John le Carré.

Ihre Meinung zu »John Le Carré: Absolute Freunde«

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mylo zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 24.03.2009
Gekonnt dargestellte deutsche Geschichte, eingebettet in einen Agententriller mit zynischen Seitenhieben auf die Weltpolitik zu Zeiten zwischen 11. September und dem Irak-Krieg.
Guter Roman, der allerdings durch seinen langen Spannungsbogen und den langen Rückblicken den Leser zunächst auf die Geduldsprobe stellt. Durchhalten wird mit einem meisterlichen Schluss belohnt.
Mein erster aber bestimmt nicht letzter Roman von John Le Carré. Nicht unbedingt ein Hochspannungskrimi , -thriller – aber ein guter Roman mit psychologischen Tiefen.
85 Punkte
Pela zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 20.12.2007
"Absolute Freunde" ist eines der Meisterwerke des britschen Autors. Kaum zu glauben, dass Le Carré in Romanen wie diesem mehr Fingerspitzengefühl für die Untiefen der deutschen Geschichte aufbringt, als die meisten Deutschen selbst. Gekonnt schlägt er eine Brücke aus der Post-68er-Ära zur aktuellen Terrorismus-Hysterie und schlägt den Leser damit in den Bann. Ein hervorragendes Buch!
K.-G.Beck-Ewe zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 07.08.2007
Dies ist eines meiner absoluten Llieblingsbücher überhaupt. Ein Roman von umfassender psychologischer und historischer Tiefe, der den Leserinnen und Lesern Einiges an Mitdenken abverlangt, wobei sich das intellektuelle Investment aber auf jeden Fall lohnt.
Laura H. zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 07.08.2007
Ich bin zwar erst 17 Jahre alt, habe aber dennoch einige Carré Bücher gelesen und ich muss ehrlich sagen im Bereich Spionage, Politik und Weltanschauung ist Mr. Carré das Beste, was unsere Zeit zu bieten hat.
Ich finde auch, dass "Absolute Freunde" einen tiefen Einblick in die Deutsch-deutsche Geschichte gibt, aber zugleich spannend ist und selbst auf das aktuelle Weltpolitische Geschehen eingeht. Klasse!
Ich freue mich auf weitere fesselnde Bücher von John le Carré!
--madlen-- zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 07.05.2006
Hab das Buch gelesen und konnte es nicht mehr weglegen. Es ist brilannt geschrieben, aber im ersten Drittel ist es ein wenig wie 'was hat den das mit dem zu tun'. Jedoch die Ganzen Details über die Zeit vor und kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, hat mich als Deutsche überrascht. Ich war zu der Zeit noch nicht geboren und konnte von einem Engländer mehr als von meinen Geschichtelehrer von der Zeit erfahren. Kann nur sagen, dass le Carre über unser 'Deutschsein' mehr weis als viele Deutsche. Schon deswegen alleine sollte man das Buch lesen.

Wer das Buch lest und denkt was für eine Zeitverschwendung sollte es zu Ende lesen, denn der Schluss haut jedem um, selbst jemanden wie mich der normal von einem Buch sich nicht so schnell umhauen lasst!!!!!!!!!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hubertus Wahsner zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 31.01.2006
hallo!
ich war überrascht über die intime kenntnis der deutschen geschichte und befindlichkeit. habe sehr viel gelernt (von einem engländer) über die 68 iger über deutschland allgemein, über internationale geheimdienstliche verwicklungen, alle achtung,ein fest........
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hörbuchfan zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 12.12.2005
Ich habe mir das Werk dieser Tage als Hörbuch von Höppner 'vorlesen' lassen. Keine Frage, ein ganz außergewöhnlicher Roman, verfaßt von einem Briten, der uns Deutsche und unser 'Deutschsein' kennt, wie kaum ein anderer.
Georg Granner zu »John Le Carré: Absolute Freunde« 19.04.2005
"The Spy Who Came In From The Cold" ist gut, "The Constant Gardener" ist großartig, "Absolute Friends" ist brillant. Le Carré hat mit diesem Roman einen neuen Höhepunkt erreicht: Die Story ist ungeheuer dicht, die Erzählweise lebendig, die Handlung spannend und brandaktuell. Es tut gut zu wissen, dass ein scharfsinniger Autor wie le Carré einen neuen Weg gefunden hat, sich literarisch zu artikulieren, und zwar ohne dabei nach wie vor unmittelbar auf den Kalten Krieg Bezug zu nehmen. Diese Episode der Neuzeit ist hier nur noch bloßer Hintergrund, vor dem sich gänzlich Anderes abspielt: Noch viel stärker als früher betont le Carré die farbige Charakterisierung seiner Akteure, noch viel deutlicher spricht der Autor selbst durch den Text. Dieses Buch ist fraglos große Literatur und ein bedeutsamer Kommentar zum gegenwärtigen Weltgeschehen- nicht nur empfehlenswert für Krimifans, sondern für jeden Leser, der sich durch Romane bereitwillig Denkanstöße geben lässt und nebenbei großartig gelungene Unterhaltung schätzt!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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