Die Grausamen von John Katzenbach

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 unter dem Titel By Persons Unkown, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei Droemer.

  • New York: Mysterious Press/Grove Atlantic, 2017 unter dem Titel By Persons Unkown. 576 Seiten.
  • München: Droemer, 2017. Übersetzt von Eberhard Kreutzer. ISBN: 978-3-426-30603-1. 576 Seiten.

'Die Grausamen' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht der Fall wird nie aufgeklärt. Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel (Gabe") ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen. Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta …

Ihre Meinung zu »John Katzenbach: Die Grausamen«

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Oldman zu »John Katzenbach: Die Grausamen« 14.11.2017
Habe einige Bücher von Katzenbach gelesen, alle guter Durchschnitt. Hier stellt er einen wirklich abgründigen Plot vor, und seine beiden Protagonisten sind gebrochene Figuren, die nach und nach über sich hinauswachsen. Dabei haben sie einiges zu erleiden. Bin mir nicht sicher, ob der Autor es so beabsichtigt hat, aber für den geübten Krimileser bietet die Auflösung des Falls eigentlich keine Überraschung, dafür sind die unterschiedlichen Hinweise in der Story zu deutlich. Dennoch ein durchaus spannendes Buch, als Leser bleibt man dran, alleine schon um herauszufinden, ob die eigene Einschätzung der Lösung mit der des Autors übereinstimmt. Als Serienfiguren halte ich die zwei Hauptfiguren für möglich aber unwahrscheinlich. Die Übereinstimmungen mit einem gewissen skandinavischen Erzähler sind doch offensichtlich.
Nijura zu »John Katzenbach: Die Grausamen« 06.06.2017
Neue spannende Thrillerreihe mit einem sympathischen Ermittlerteam

1996 - Die dreizehnjährige Tessa verschwindet auf dem kurzen Heimweg von ihrer Freundin spurlos. Die Tragödie wirkt niemals aufgeklärt.
20 Jahre später wird ein Cold Case Team gegründet, eigentlich dafür gedacht zwei abgehalfterte Beamte mehr oder weniger still zu legen. Die ehemalige Drogenfahnderin Marta hat bei einem Einsatz versehentlich ihren Partner erschossen, Gabe ist durch eine Familientragödie traumatisiert und zum Alkoholiker geworden.
Als Marta in den Altfällen vier ungeklärte Morde auftut, die ihr merkwürdig vorkommen und die auch irgendwie in Verbindung mit Tessas Verschwinden zu stehen scheinen, kommt wieder Leben in die beiden frustrierten Beamten. Doch mit den Ermittlungen machen sie sich keine Freunde, auch ihre Vorgesetzten scheinen nicht begeistert zu sein.

Meine Meinung:
Am Anfang dachte ich, zwei traumatisierte Ermittler, Alkoholprobleme, etc. ist ja nichts Neues mehr, das kommt inzwischen gefühlt in jedem zweiten Thriller vor.

Doch trotz des nicht allzu neuen Plots, entwickelte ich bald Sympathien für Marta und Gabe, die unverdrossen ihre eigenen Wege gehen und sich nicht klein reden lassen.
Aber egal mit wem sie reden, irgendwie hatte ich das Gefühl, sie kommen mit ihren Ermittlungen einfach nicht weiter, ich war selbst ganz frustriert darüber. Überall werden sie abgeblockt, wichtige Zeugen sind auf einmal tot und andere hinterlassen nur kryptische Aussagen, wie z.B. „Sie stellen die falschen Fragen“.
Manches war mir sehr bald klar, aber anderes blieb bis zum Ende spannend.

Den Titel des Buches fand ich nicht passend und auch das Cover hat mich nicht wirklich neugierig gemacht, im Buchladen hätte ich den Thriller wahrscheinlich gar nicht in die Hand genommen, glücklicherweise habe ich das Buch gewonnen und es hat sich beim Lesen dann auch als echter Gewinn herausgestellt, worüber ich sehr dankbar bin.

Insgesamt fand ich den Thriller sehr spannend, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, ich wollte unbedingt wissen, ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege. Das hat mir einige Rückenschmerzen einbracht, aber wenigstens kam ich so dem Ende schneller nahe.

Es war auch mein erstes Buch, das ich von John Katzenbach gelesen habe, bisher habe ich mich an keins seiner Bücher so wirklich ran getraut, weiß gar nicht warum.

Fazit: Solider und spannender Thriller. Klare Leseempfehlung.
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall des neuen Ermittlerteams.
anyways zu »John Katzenbach: Die Grausamen« 11.05.2017
Zwei vom Schicksal gebeutelte Detektives , denen man eine (letzte) Chance gibt, finden ihre neue Arbeitsstelle im Keller. „Cold Cases“, ungelöste alte Mordfälle, damit dürfen sich die Beiden jetzt beschäftigen. Für Gabe, der bei einem tragischen Segelbootunfall seinen Schwager, den Zwillingsbruder seiner Frau verlor, und mit ihm im Nachhinein auch seine ganze Familie, besteht ebenfalls die Verpflichtung sich seinem Alkoholproblem zu stellen. Marta Rodriguez-Johnson hat mit anderen Dämonen zu kämpfen. Die alleinerziehende Witwe eines Marines erschoss ohne Absicht ihren langjährigen Partner wären einer Drogenrazzia. Ein Trauma über das weder sie noch ihre Kollegen aus dem Drogendezernat hinweg kommen.
Beide sichten jetzt die schier endlosen Aktenstapel alter ungelöster Mordfälle, haben allerdings Schwierigkeiten Anknüpfungspunkte für ein erneutes Aufrollen der Fälle zu finden. Bis Marta nach schier endlosen Wochen des Aktenstudiums vier Fälle auffallen, die eine gewisse Ungewöhnlichkeit darstellen. Vier Mordfälle aus dem Jahr 1997 die anscheinend von unterschiedlichen Tatwaffen und Mördern begangen wurden. Die einzige Gemeinsamkeit sind bei allen vier Fällen dieselben ermittelnden Beamten. Das ist das eigentlich ungewöhnliche, die beiden Beamten hatten eine immense Erfolgsquote, galten als unschlagbares Duo und nur diese vier Mordfälle konnten sie nicht aufklären? Bei ihren weiteren Nachforschungen stoßen sie außerdem auf den Fall der Vermissten Tessa. Ein dreizehnjähriges Mädchen die aus einer noblen Wohngegend verschwunden ist, und deren Leiche auch Jahre später nie gefunden wurde. Hängen die Fälle zusammen? Kaum jedoch das Marta und Gabe versuchen die losen Enden zu verknüpfen gibt es auch schon den ersten Toten…

John Katzenbach gehört mit Recht zur Elite der Thrillerautoren. Mich wunderte nur die allzu offensichtliche Ähnlichkeit zu Jussi Adler-Olsons Dezernat Q. Ungelöste Mordfälle, Büro im Keller (Verlies) und aufs Abstellgleis verbannte Ermittler. Allerdings zeichnet er beide Protagonisten so ausführlich dass dieses kleine Manko, mir zwar auffiel mich allerdings nicht weiter störte. Der eigentliche Fall (Fälle) ist so verworren und komplex, das man als Leser zusammen mit Marta und Gabe vor einem schier aus unendlichen Teilen bestehenden Puzzles steht. Immer wenn man glaubt in welche Richtung die Auflösung vielleicht liegen könnte, kommt die nächste Wendung. Zwischenzeitlich gibt man die Hoffnung ganz auf, und dann kommt Katzenbachs unglaublich guter Schreibstil dazu, man fliegt förmlich durch die Seiten, das sind mit über 550 Seiten nicht wenige.

Fazit: Ein unglaublich spannender Thriller mit einer komplexen Story und einem etwas außergewöhnlichem Motiv des Täters.

Nachtrag: Ich könnte schwören, das das Spinnennetz vom Cover nachts im Dunkeln leuchtet.
subechto zu »John Katzenbach: Die Grausamen« 26.04.2017
Die toten Vier

Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin Sarah aus nach Hause gelaufen. Doch in dieser Nacht kommt sie dort nicht an, sondern verschwindet spurlos. Tessas Familie zerbricht - der Fall wird nie aufgeklärt, Tessas Leiche nie gefunden.
Zwanzig Jahre später rollen zwei abgehalfterte Ermittler, die in das Ressort Cold Cases strafversetzt wurden, den Fall neu auf. Gabriel ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine heiße Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen, weißen Männern. Wo ist die Verbindung? Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt…
John Katzenbach ist mit „Die Grausamen“ erneut ein großer Wurf gelungen. Cold Cases faszinieren mich immer wieder. Der neue Roman ist spannend und unterhaltsam. Eine gute Mischung aus Psychothriller und Krimi. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Wie man es vom Autor gewohnt ist, lässt sich das Buch flüssig lesen.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Gabriel, genannt Gabe, und Marta sind mir sofort ans Herz gewachsen. Und so fiebert man mit beiden Protagonisten mit, wie Katzenbach sie in den vermeintlichen Untergang schickt. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Nichts ist, wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut. Fast jeder hat ein Geheimnis.
Die Geschichte nimmt viele überraschende Wendungen, bis zum unerwarteten Ende. Ein wirklich starkes Buch, das einen enormen Spannungsbogen bietet.

Fazit: Genialer Ermittler-Krimi. Abgründig und packend zugleich!
MissMarple64 zu »John Katzenbach: Die Grausamen« 10.04.2017
Die Büchse der Pandora
Als Gabriel(Gabe)Dickinson und Marta Rodriguez-Johnson die eigens für sie gegründete Abteilung der „Cold Cases“ übernehmen, sind beide Ermittler schwer von persönlichen Schicksalsschlägen getroffen. Gabe verlor bei einem Segelausflug durch ein furchtbares Unwetter unverschuldet seinen Schwager und in der Folge trennte sich seine Frau von ihm. Er fiel in ein tiefes Loch. Marta erschoss bei einem Drogeneinsatz versehentlich ihren Partner. Nun sollen sich die beiden, für ihre Vorgesetzten unbequemen Ermittler, alten Fällen widmen.
Schon bald erkennen sie in den alten Ermittlungsakten Unstimmigkeiten bei vier Mordfällen und einem Vermisstenfall. Als sie sich intensiver mit den Vorfällen beschäftigen, merken sie, dass sie wahrscheinlich die Büchse der Pandora geöffnet haben, denn ihr Verdacht geht bis in die eigenen Reihen zurück. Zunehmend werden sie von einem Netz von Lügen und Intrigen umgeben und der Weg zur Wahrheit wird auch für sie gefährlich.
Der Leser lernt hier zwei Detectives kennen, die sich trotz aller Unterschiede- Herkunft, Werdegang und Temperament- schnell zu einem Team zusammenfinden, um die alten Fälle zum Abschluss zu bringen, die aber auch durch eigenmächtige Aktionen schnell ins Visier ihrer Gegner geraten.
„Die Grausamen“ ist meine erste Begegnung mit dem Autor und ich bin begeistert. Ich war gefesselte von dem spannenden Fall- der vor allem in der zweiten Hälfte an Fahrt aufnimmt-und noch mehr von Gabe und Marta, denen es trotz ihrer eigenen Probleme und Schwierigkeiten, die ihnen bei der Ermittlung begegnen, gelingt, eine lang gehütetes Geheimnis zu lüften.
Auch wenn der Autor meiner Recherche nach keinen Reihen schreibt, wäre mit den beiden Ermittlern eigentlich ein Grundstein für eine solche gelegt, da besonders der Schluss noch einiges in ihrem Leben offen lässt und man als Leser gern erfahren würde, wie es weitergeht.
leseratte1310 zu »John Katzenbach: Die Grausamen« 09.04.2017
Tessa ist dreizehn Jahre alt, als sie auf dem Weg von ihrer Freundin nach Hause spurlos verschwindet. Der Fall wird nie geklärt und die Familie zerbricht an dem Verlust.
Zwanzig Jahre später sieht sich der Polizeichef vor einem Problem. Er muss zwei Polizisten beschäftigen, die beide traumatisiert und für den normalen Dienst nicht mehr geeignet sind. Gabriel Dickinson, genannt „Gabe“, ist alkohol- und spielsüchtig. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, da sie ihm die Schuld gegeben hat am Tod ihres Zwillingsbruders, der bei einem Segeltörn um Leben kam. Die ehemalige Drogenfahnderin Marta Rodriguez-Johnson hat aus Versehen ihren Kollegen erschossen. Damit die beiden nicht ihren Dienst quittieren müssen, gründet man eine neue Abteilung, die sich mit Cold Cases befassen soll. Zufällig entdecken sie einen Zusammenhang zwischen ungelösten Mordfällen und dem Verschwinden von Tessa. Warum aber wird ihnen nun von „oben“ die Ermittlung in den Mordfällen verboten? Aber die beiden haben Blut geleckt und ermitteln weiter. Dabei begeben sie sich aber in tödliche Gefahr.
Das Buch liest sich angenehm flüssig. Die Perspektiven wechseln, so dass wir die Geschichte aus Gabes und Marthas Sicht kennenlernen. Beide haben in der Vergangenheit einiges durchgemacht und sind „kaputte“ Typen. Dennoch finde ich sie sympathisch. Dass sie wieder eine Aufgabe haben, die sie fordert, tut ihnen gut. So finden sie wieder ins Leben zurück. Sie ergänzen sich gut und ich denken, dass sie einander auch gut tun.
Die Spannung war von Anfang an da und bis zum Schluss gab es immer neue Wendungen, die es mir unmöglich machten, die komplexe Geschichte zu durchschauen.
Obwohl dieses Buch für mich mehr Krimi als Thriller ist, hat mich die Geschichte gepackt, denn sie ist gut konstruiert und sehr spannend.
Absolute Leseempfehlung!
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