Der Täter von John Katzenbach

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1995 unter dem Titel The shadow man, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Knaur.

  • New York: Ballantine, 1995 unter dem Titel The shadow man. 468 Seiten.
  • München: Knaur, 2010. Übersetzt von Anke & Eberhard Kreutzer. ISBN: 978-3-426-50534-2. 589 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2010. Gesprochen von Simon Jäger. ISBN: 3839810124. 6 CDs.

'Der Täter' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Miami 1995. Als seine Nachbarin Sophie Millstein erdrosselt aufgefunden wird, ist Detective Simon Winter klar, dass ihre Angst berechtigt war: Tags zuvor hatte die Holocaustüberlebende ihm verzweifelt berichtet, ihr sei der Schattenmann begegnet – jener Nazi-Scherge, der damals untergetauchte Juden ans Messer lieferte. Ist er zurückgekehrt, um die letzten Zeugen seiner Taten zu beseitigen?

Das meint Krimi-Couch.de: »Ist der Holocaust noch immer nicht vorbei?« 87°Treffer

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Wer für sich entscheiden möchte, ob er John Katzenbachs Roman »Der Täter« lesen sollte, findet im Klappentext wenig Entscheidungshilfe. Dem pensionierten Detective Simon Winter ist keineswegs sofort klar, dass seine Nachbarin berechtigte Ängste hatte, weil der »Schattenmann« plötzlich in Miami Beach aufgetaucht ist. Erst langsam und voller Zweifel wird der alternde Kriminalist in seinen ersten »Fall« seit vielen Jahren hineingezogen. Aber dann zeigt sich, dass seine langjährig trainierten Instinkte und Reflexe noch da sind.

Das Buch beginnt damit, dass sich Winter eine Kugel durch den Kopf schießen will, weil er sich einsam und nutzlos fühlt. Dabei wird er von seiner Nachbarin Sophie Millstein gestört. Die alte Jüdin hat den Holocaust in Europa überlebt, und ist jetzt völlig hysterisch, weil sie beim Einkaufen einen ehemaligen Nazi-Schergen gesehen haben will, den sie den »Schattenmann« nennt. Winter begreift nicht, was seine Nachbarin von ihm will, folgt ihr dennoch in ihre Wohnung, um sie zu beruhigen. Dort ist alles in Ordnung – so scheint es.

Nur Stunden später wird Millstein erdrosselt in ihrem Bett aufgefunden, Nachbarn haben Geräusche gehört und einen jungen Schwarzen davonlaufen sehen. Für den ermittelnden Detective scheint der Fall klar. Aber Simon Winter, der zufällig am Tatort vorbeikommt, gibt seine Bedenken zu Protokoll und erzählt den Polizisten auch vom Schattenmann. Und spätestens an diesem Punkt beginnt Katzenbach den Leser meisterhaft zu fesseln. Nicht mit knisternder Spannung, sondern einfach mit der Geschichte selbst. Man beginnt sich zu fragen – so wie auch Simon Winter nachzudenken beginnt – was es mit diesem Schattenmann denn nun auf sich haben könnte?

In der Folge pendelt der Autor geschickt zwischen den Routine-Ermittlungen der Polizei und den privaten Nachforschungen von Winter hin und her. Eindrucksvoll lesen sich vor allem die Gespräche des Ex-Detective mit den Freunden und Verwandten von Sophie. Er findet heraus, dass sich ein Mann aus der jüdischen Gemeinde vor Wochen angeblich das Leben genommen hat – weil er den Schattenmann gesehen haben will. Doch auch in diesem Fall tauchen mehr als ernsthafte Zweifel am Suizid auf. Das Eintauchen in die Welt der Überlebenden des Holocaust bringt Simon Winter völlig neue Erfahrungen – vom Autor hervorragend recherchiert und geschildert.

Die Geschichte, die hinter dem Buch steckt, erscheint dabei durchaus glaubwürdig. Mitte der 90er Jahre, als Katzenbach das Buch schrieb, gab es noch jede Menge ehemaliger Nazis oder willfähriger Helfer, die in den 40er Jahren als Greifer in Deutschland unterwegs waren, um versteckte und flüchtige Juden aufzuspüren und sie an die SS auszuliefern. Die Rolle der Greifer ging über die eines Kollaborateurs weit hinaus, wegen ihrer jüdischen Vorfahren blieb ihnen der gesellschaftliche Aufstieg verwehrt, was oft zu einem stärkeren Juden-Hass führte, als bei manchem Christen.

Und es gab in den USA zahlreiche Kolonien von Überlebenden des Holocaust. Da muss die Sichtung eines früheren Nazi-Kollaborateurs tiefgreifende Panik ausgelöst haben. Als ein weiterer alter Jude verschwindet, und vermutlich ebenfalls ermordet wurde, wird allen Beteiligten – und damit auch dem faszinierten Leser – endgültig deutlich, welche Dimension das Geschehen hat. Denn niemand weiß, wie lange der Schattenmann schon sein Unwesen treibt, wie viele Holocaust-Überlebende, die ihn erkannten, durch seine Hand bereits starben? Die Ungeheuerlichkeit dieses Kriminalfalles bringt die Ermittler und die alten Menschen, die vor dem ehemaligen Greifer Angst haben, an den Rand ihrer psychischen Möglichkeiten. Meisterhaft versteht es Katzenbach dabei, die Spannung nicht nur konstant zu halten, sondern subtil zu steigern. Ab einem bestimmten Punkt identifiziert sich der Leser mit den Ermittlern und fragt sich ebenfalls: Wie ist dieser Killer bloß zu fassen? Ist der Holocaust noch immer nicht vorbei?

Das Zusammenwirken des aktiven Polizisten Walter Robinson und seines alternden Ex-Kollegen Simon Winter wird von anfänglicher Skepsis über zunehmendes Vertrauen bis zu kollegialem Verständnis langsam enger. Die nebenher laufende Liebesgeschichte zwischen Robinson und der jungen Staatsanwälte Espy Martinez sorgt für die heute schon unvermeidliche Note von »Sex & Crime« – wirkt aber keineswegs überflüssig oder lästig, da Katzenbach geschickt dafür sorgt, dass Martinez ihren ganz eigenen Beitrag bei den Ermittlungen erbringt. So zerschießt sie beispielsweise ungewollt einem flüchtigen Verbrecher das Knie – für ihren Ruf in der Staatsanwaltschaft ist der Vorfall »Gold« wert. Und sie spürt den Augenzeugen auf, der den Schattenmann noch aus der Kriegszeit kennt.

Alles in allem entwickeln sich während der spannenden Handlung interessante Charaktere, der Leser lernt viel über ebenso schwierige wie faszinierende Lebensläufe. Und er lernt viel über die Verhältnisse in Miami – jenseits der Fernsehwelt von CSI. Nach wie vor vorhandene Rassenschranken, politischer Einfluss in Justiz und Polizei, das Leben der europäischen Immigranten – Katzenbach reißt einige Themen an, ohne sie allerdings zu vertiefen.

Vom Schattenmann erfährt der Leser vor dem dramatischen Finale noch mehr als genug. Allerdings wird nicht abschließend klar, warum er die Holocaust-Überlebenden töten will, bevor er sich in die nächste vorbereitete Tarnexistenz flüchtet. Das Finale ist schließlich hochdramatisch – im Hinblick auf den Schattenmann bleibt jedoch einiges im Schatten.

Eine überaus starke Figur ist Simon Winter. Von einem lebensmüden Alten entwickelt er sich während der Geschichte zurück zu einem instinktsicheren Ermittler. Zunächst will er nur seine Nachbarin beruhigen. Dann verspricht er einigen alten Menschen, sie vor dem Schattenmann zu schützen. Und schließlich wird die Jagd nach dem Killer zu seiner Mission. Winter wird zum eigentlichen Helden der Geschichte, mehr als Robinson/Martinez. Doch dabei drängt er die beiden keineswegs in den Hintergrund, vielmehr werden Robinson und Winter zunächst wieder Kollegen, und dann beginnt sich eine Freundschaft zu entwickeln. Und bei Walter Robinson und Espy Martinez wünscht man sich eine weitere Geschichte mit diesem Paar, um sie näher kennen zu lernen. Insgesamt eine erzählerisch starke Leistung.

Andreas Kurth, April 2010

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authorhans zu »John Katzenbach: Der Täter« 21.08.2010
"Ein erstklassiger Thriller" ist auf dem Cover zu lesen. Nun, ich würde sagen, ein "vorhersehbarer Thriller". Die ersten 200 Seiten nämlich passierte genau das, was ich erwartete. Dasselbe geschah um Seite 400 herum erneut; der Plot ist ziemlich offensichtlich, meiner Meinung nach gibt es zu wenige (nämlich fast keine) Überraschungsmomente in der Story. Dabei ist die Backstory wirklich fesselnd, und auch die Figuren überzeugten mich. Schade, da hätte ich mehr erwartet.
Dr. Daniel Krause zu »John Katzenbach: Der Täter« 28.07.2010
Ein absolut gelungenes Buch, dass endlich mit dem unsinnigen Tabu bricht, wonach man die Holocaust-Thematik nicht zum Gegenstand eines solchen Psychothrillers machen solle. Endlich traut sich ein Autor an dieses "Heiligtum" heran.
Das Setting ist gut gewählt und anschaulich umschrieben, man fühlt sich richtig in das Miami der 90er Jahre hineinversetzt. Die Geschichte ist angemessen-kurzweilig, sehr facettenreich, enthält wohldosiert Überraschungen, ja, vor allem die Charaktere, die sich am "Schattenmann" entzünden, sowie auch den Schattenmann selbst und seine niederen Motive bringt der Autor dem Leser hervorragend nahe...
Ein absolut empfehlenswertes Buch!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ramona Nicklaus zu »John Katzenbach: Der Täter« 09.05.2010
Kurzbeschreibung:
Das Trauma
Der Schrecken
Der Täter
Miami 1995. Als seine Nachbarin erdrosselt aufgefunden wird, ist Detective Simon Winter klar, dass ihre Angst berechtigt war: Tags zuvor hatte die Holocaustüberlebende ihm verzweifelt berichtet, ihr sei der Schattenmann begegnet – jener Nazi-Scherge, der damals untergetauchte Juden ans Messer lieferte. Offenbar ist er zurückgekehrt, um die letzten Zeugen seiner Tat zu beseitigen. Detective Winter begibt sich auf eine lebensgefährliche Jagd…Rasant und grausam spannend bis zur letzten Seite…Simon Winter ist ein in die Jahre gekommener Ex-Polizist und sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr. Zum entscheidenden Schritt in den ewigen Frieden kommt er aber nicht – Winter wird von seiner Nachbarin unterbrochen.
Aufgelöst und vollkommen durcheinander berichtet sie vom Schattenmann. Jenem Juden, der damals Tausende in den Tod geschickt hat. Sie hat ihn gesehen und ist in Panik. Wenn er sie erkannt hat, dann würde sie nicht mehr lange zu leben haben.
Winter glaubt ihr nicht. Sie ist alt, einsam und etwas verwirrt. Außerdem hat sie den Mann früher nur für ein paar schreckliche Sekunden zu Gesicht bekommen. Da könne er sich heute sicher nicht mehr an sie erinnern.Doch Simon Winter sollte Unrecht haben. Noch in der gleichen Nacht wird seine Nachbarin ermordet.Eine Suche nach dem Nichts beginnt. Eine Suche nach einem Schatten, von dem niemand mehr als die Angst kennt.
Doch Winter und die Polizei nehmen die Verfolgung auf. Sie wollen die Überlebenden schützen, was ihnen aber nicht gelingt. Der Schattenmann ist ihnen dicht auf den Fersen und löscht ein Leben nach dem anderen aus. Winter ermittelt und gräbt sich langsam in eine grausame Vergangenheit, dessen Ausmaße er sich so nie erträumt hätte.John Katzenbach kratzt an Geschichten, die die meisten Menschen heute nur noch vom Hörensagen kennen. Er lässt Dinge, Gespräche und verschiedene Elemente einfließen, die beim Lesen Angst machen und dem Genre „Psychothriller“ alle Ehre machen. Die Identität des sagenhaften Schattenmannes nicht aufgelöst, aber es ist wohl auch besser so.
Die Wogen waren, nachdem ich das Buch beendet hatte, sehr aufgewühlt – der Inhalt musste sich erst mal setzen. Es ist spannend, macht nachdenklich und der Schreibstil packt den Leser, sodass man niemals Langeweile hatte. Interessant und gut fand ich auch, dass Katzenbach Erinnerungssequenzen hat einfließen lassen. Sie waren so authentisch und berührend, dass man glaubt, man würde selbst beim Gespräch dabei sein.
Eine unbedingte Leseempfehlung aber teilweise nichts für schwache Nerven.
AS25 zu »John Katzenbach: Der Täter« 04.05.2010
Meinen Vorgängerkommentaren kann ich mich ganz und gar nicht anschliessen.Katzenbach hat diesmal etwas neues gewagt und als Ergebnis ein wirklich gut geschriebenes und fesselndes Buch präsentiert.Tolle Charaktere und eine mal nicht so typische Serienkiller-Handlung. Sicherlich ungewöhnlich und eher unrealistsich ist das Alter des Schattenmannes, es ist aber meiner Meinung nach nicht zu übertrieben. Das Grauen, das die Betroffen wieder erleben müssen ist eindrucksvoll geschildert, und die Spannung wird über das gesamte Buch aufrecht erhalten.
Tolle Idee, düsteres Thema, packend umgesetzt !!!
Tipitina zu »John Katzenbach: Der Täter« 15.04.2010
Ich habe schon etliche Katzenbach-Bücher mit Begeisterung gelesen. Das hier war leider eine solche Enttäuschung, dass ich es nicht zu Ende gelesen habe. Das Thema Holocaust interessiert mich schon seit vielen Jahren in allen Facetten, und natürlich kann man es auch mit Roman- und Filmhandlungen erfolgreich verknüpfen ("Das Leben ist schön"). Das kann also durchaus aus gut gehen. In diesem Buch aber habe ich nichts als Langeweile vorgefunden und es enttäuscht zur Seite gelegt. Schade.
fresno89 zu »John Katzenbach: Der Täter« 31.03.2010
Tja, Herr Katzenbach, nach dem Genuß vieler ihrer bereits veröffentlichen Bücher, bleibt hier doch ein ziemlich enttäuschter und auch ratloser Leser des "Der Täter" auf dem Sofa zurück.
Wozu die ganze Recherche zum Holocaust, wie von Katzenbach behauptet, wenn doch die im Buch verarbeiteten Hintergründe zum Holocaust eigentlich doch jedem schon hinreichend bekannt sein müßten.
Dieses jedoch zum Thema eines Krimis, Thriller ist es schon mal gar nicht, zu machen, ist sehr gewagt, denn die in der Zeit stattgefundenen Tragödien und auch daraus resultierenden Nachkriegstragödien, sind an Grausamkeit schon nicht mehr zu überbieten, so daß dieses Buch in seiner Thematik wie auch Spannung, einfach scheitern muß.
Leider gesellte sich zur Langeweile der Lektüre auch noch der Ärger hinzu.
Ansonsten habe ich fast alle Katzenbücher sehr genossen.
Für dieses Buch bleibt leider nur ein "no go"!
JaneM. zu »John Katzenbach: Der Täter« 04.03.2010
Detective im Ruhestand Simon Winter wird von seiner Nachbarin Sophie beim Selbstmord gestört: Sophie, eine Holocaust-Überlebende, glaubt den "Schattenmann" in Miami wiedergesehen zu haben, nachdem sie ihm zuletzt vor über 50 Jahren in Berlin begegnet ist. Sophie will noch unbedingt drei alte Freunde- ebenfalls Überlebende-warnen, erreicht sie aber an diesem Abend nicht. Am nächsten Tag ist sie tot. Alles sie nach Einbruch durch einen Drogenabhängigen und Raubmord aus. Der Drogenabhängige wird erwischt und die Sache scheint klar. Simon Winter zweifelt und besucht die drei alten Freunde, die Sophie nicht mehr erreichen konnte. Diese glauben die Schattenmann- Version, fühlen sich selbst in Lebensgefahr und bitten Winter um Hilfe. Kurz darauf verschwindet einer der drei und Winter findet heraus, dass es noch mehr dubiose Todesfälle bei Holocaust-Überlebenden gab. Er setzt sich mit dem ermittelnden Detective in Verbidnung, der zunächst genervt auf das Engagement des berenteten Kollegen reagiert. Das ändert sich als der verhaftete Drogenabhängige erzählt, dass er am Tatort einen alten Mann gesehen hat und Sophie bei seinem Einbruchsversuch schon tot war. Gemeinsam ermitteln beide nach dem Schattenmann, von dem man weder Namen noch Gesicht kennt. In Holocaust- Archiven versuchen sie die Identität heraus zu finden, während der Schattenmann den beiden letzten Überlebenden näher rückt. Ein überaus spannender Krimi mit zwei charismatischen Ermittlern. Insbesondere Simon Winter, der über die Suche wieder eine Aufgabe findet, ist perfekt dargestellt. Das Motiv des Täters bleibt im Dunkeln: Angst vor später Entdeckung? Juden- (Selbst-)hass durch Gehirnwäsche? Das tut der Handlung aber im Prinzip keinen Abbruch.
ingo zu »John Katzenbach: Der Täter« 22.02.2010
Ich bin ein großer Katzenbach-Fan und war nach der Lektüre dieses Buches umso mehr enttäuscht. Es ist für mich sein bislang schwächstes. Einen Thriller mit den Folgen des Holocaust zu verbinden - das konnte nicht gutgehen. Der Plot ist schlecht (was treibt den "Schattenmann" zu seinen Missetaten?), die Sprache häufig ziemlich bieder. Wäre ich Lehrer, würde ich sagen: Setzen, fünf!"
clare1512 zu »John Katzenbach: Der Täter« 08.02.2010
Nur gut.
Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.
Meiner Meinung hat es Herr Katzenbach ausgezeichnet verstanden, dieses heikle Thema der Deutschen Geschichte aufzugreifen und in einem Krimi umzusetzten.
Im Übrigen geht es wohl nicht darum, ob der Täter ein Jude 1. oder 2.
Grades ist. Er wird zum Greifer und zum Judenhasser, weil er gerade kein 100% Jude ist.
Außerdem hat Herr Katzenbach den Roman schon 1995 geschrieben und springt damit nicht auf neues heikles Thema auf und die Beteiligten waren alle 15 Jahre jünger (deshalb gibt es auch keine Handys)

Ich für meinen Teil, habe entlich wieder was Gutes zum Lesen gehabt.
Anja S. zu »John Katzenbach: Der Täter« 31.01.2010
Herr Katzenbach hat mit diesem Buch ein heikeles Thema aufgegriffen. Leider hat er offensichtlich nicht genuegend recherchiert, so sind ihm einige Fehler und Ungenauigkeiten unterlaufen, die sich mit Leichtigkeit haetten vermeiden lassen, haette er bloss sich etwas mehr Muehe gegeben. So hat er offensichtlich nichts ueber die "Nuernberger Gesetze" gelesen, sonst haette er gewusst, dass ein juedisches Urgrosselternteil kein grosses Problem darstellte (oder war dies ein Uebersetzungsfehler? eine juedische Grossmutter/ oder ein juedischer Grossvater machte einem zu einem Mischling 2. Grades, 2 juedische Grosseltern zu einem Mischling ersten Grades). Aber auch ueber die juedische Greiferin Stella Kuebler, die er mehrmals erwaehnt, gibt es ein nicht allzu umfangreiches Buch, das er haette problemlos lesen koennen ("My Girl Stella" von Peter Wyden), dann waeren ihm die Fehler nicht passiert.
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