Der Anwalt von John Grisham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The associate, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 1990 - 2009.

  • New York: Doubleday & Co., 2009 unter dem Titel The associate. 373 Seiten.
  • München: Heyne, 2009. Übersetzt von Bernhard Liesen. 447 Seiten.
  • München: Heyne, 2011. Übersetzt von Bernhard Liesen. ISBN: 978-3-453-43537-7. 447 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2009. Gesprochen von Charles Brauer. ISBN: 3837101320. 6 CDs.

'Der Anwalt' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Denn sie wissen, was sie tun Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiß, dass diese Anklage seine Zukunft zerstören kann. Und er trifft eine Entscheidung, für die er mit allem brechen muss, was bisher sein Leben bestimmt hat. Der neue Grisham – ein Thriller um Macht, Korruption und eine Welt, der jegliche Moral abhandengekommen ist. Noch eine Prüfung, dann hat Kyle McAvoy sein Examen in der Tasche. Die Welt liegt dem brillanten Juristen zu Füßen, schon jetzt kann er sich vor Angeboten der renommiertesten Kanzleien kaum retten. Kyle aber geht es nicht um Macht und Profit, er möchte sein Wissen in den Dienst der Öffentlichkeit stellen. Doch bevor er über seine Zukunft entscheiden kann, droht ihm die Vergangenheit zum Verhängnis zu werden. Eine Episode aus Collegezeiten, die er nur zu gern vergessen hätte. Die falschen Leute erfahren davon und erpressen ihn. Kyle wird gezwungen, einen Job anzunehmen, für den sich jeder andere Jurist ein Bein ausreißen würde. Er wird Partner bei Scully & Pershing, der mächtigsten Anwaltskanzlei der Welt. Noch bevor Kyle in Erfahrung bringen kann, was seine Erpresser mit diesem Auftrag bezwecken, gerät seine Welt zum Alptraum, der ihn die Freiheit, wenn nicht das Leben kosten könnte.

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Thomas zu »John Grisham: Der Anwalt« 09.11.2010
Hab das Buch in den letzten zwei Tagen gelesen und konnt es bis zum Schluss nicht aus der Hand legen. Schluss? Genau, welcher Schluss?

Irgendwie steht man völlig neben den Latschen, nach dem letzten Satz. Unklarheiten noch und nöcher, welche "good old John" wahrscheinlich selber nicht mehr zu schliessen wusste.

Ansonsten, Grisham wie man ihn kennt: 100 Stunden Wochen, 800 Dollar Stunden, Akten, Partner, Junganwälte, pipapo...

3/5 Sterne
thbs zu »John Grisham: Der Anwalt« 16.09.2010
Dieses Buch ist die übelste abzocke seit Jahren.Kein brauchbares Ende, langatmig und unschlüssig.Keiner kann sich an die Kamera im Zimmer erinnern und trotzdem gibt es eine Aufzeichnung .. also ich als damals 20 Jähriger hätte gemerkt, wenn einer etwas filmt - sehr an den Haaren herbeigezogen.Sein schwächstes Werk !
Da war die Berufung ja noch eine Offenbarung - obwohl auch dieses Werk sehr einfach und banal rüberkommt.
Leider habe ich beide Bücher gekauft.
Andreas Menakker zu »John Grisham: Der Anwalt« 07.02.2010
Leicht zu lesen, authentisch formuliert.

Ein echter Grisham, nur der Schluss fehlt.

Klarer Punktabzug, es bedarf einer Fortsetzung.

Der Roman gäbe Stoff her für einen echten Showdown im Stile Hollywoods.

Wer waren die "Bösen" , werden sie gechnappt, wer steckt hinter all dem ??

Uncle Sam, der KGB oder Aliens ??

Schade
Phil Seitz zu »John Grisham: Der Anwalt« 22.01.2010
das Ende ist eine Farce. Und zwar nicht, weil es dem Leser am Ende schlicht nicht schmecken würde, dass Bennies Bande nicht hops genommen wird oder der clevere Anwalt nicht (wie in "Die Firma") als alround-heroe aufzeigt, wie man mit Grips, Mut und Charakter aus einer ausweglosen Situation kommt. Nein, weshalb der Schluss stört liegt in folgendem Grund: Es wird das ganze Buch über eine ganz bestimmte und charakteristische Spannung aufgebaut. Sie erzeugt im Leser zum einen Neugier (worauf läuft die Story am Ende hinaus?) und Spannungssucht (was passiert in der nächsten Sekunde? gibt es einen weiteren Mord? oder eine unerwartete Wendung?). Zum anderen sieht sich der (charakterfreundliche) Leser zwangsläufig hin und her gerissen zwischen Schadenfreude (Kyle kriegt Bennie doch bestimmt dran) und Vorfreude (wie kriegt Kyle Bennie dran). Dabei laufen die einzelnen Handlungsstränge langsam und mit zunehmender Spannung zusammen und (schließlich gemeinsam) auf eine Klimax hinaus - die nur eben völlig ausbleibt. Insofern entsteht durch das offene Ende ein Bruch auf zwei Ebenen: Nicht nur wird der Leser nicht für seine antizipierten Gefühle belohnt, sondern er sieht sich in die falsche Richtung gelenkt. Nicht die fehlende Auflösung alleine stört, sondern die Differenz zwischen den auf Klimax hinauslaufenden Handlungssträngen und dem Wendepunkt, nachdem die Handlungsstränge schlicht nicht mehr existieren.
Beata zu »John Grisham: Der Anwalt« 20.11.2009
Langsam kommt Grisham in das Alter, wo er sich um (Erzähl- und Genre-) Konfentionen nicht zu scheren braucht. Das Ende passt doch sehr gut zur verzweifelten Lage, in der sich der junge Kyle befindet. Mit diesem Roman findet der Autor endlcih wieder zur alten Stärke zurück, ohne ein Plagiat seiner selbst zu werden.
Silberfee28 zu »John Grisham: Der Anwalt« 29.10.2009
In Grisham’s neuen Roman geht es um den jungen Yale Absolventen Kyle McAvoy der aufgrund einer früheren Dummheit erpresst werden soll, in einem der größten Kanzleien der Welt anzufangen um dort geheime Dokumente zu beschaffen. Zunächst weigert er sich seine Standesehre zu verletzten, aber seine Erpresser machen ihm in aller Deutlichkeit verständlich wie wichtig Ihnen die Dokumente sind. Wird der junge Anwalt eine Möglichkeit finden beiden Seiten gerecht zu werden

Grisham is back. So oder so ähnlich wird der Leser nach diesem Roman von Grisham denken. Die zuletzt eher mittelmäßigen Kritiken endeten schon mit seinem Vorgängerwerk „ Die Berufung“ bescheinigte die Leserschaft, die Kritiker und auch die Presse Grisham doch „wieder zu alter Form zurückgefunden zu haben“.
Dem Vorschuss an Lorbeeren gerecht zu werden ist ihm mit diesem Werk eindeutig gelungen.
Spannend bis zur letzten Seite manövriert Grisham den Leser durch die Untiefen der Story. Zeitweise kommt sich der Leser wie ein Blinder in einem dunklen Raum vor, was durchaus mal eine andere Erfahrung sein mag, aber eigentlich nur ausdrücken soll das nichts aber auch rein gar nichts vorhersehbar ist.
Der Bezug zum Buchtitel ist dabei mehr als eindeutig, geht es um den jungen Anwalt, sein Leben, seine Vorgeschichte, seinen Alltag. Der Leser wird nach der Lektüre wissen wie man Jura studiert, wo am besten , was man den ganzen Tag als Anwalt macht, wie die ungeschriebenen und die geschriebenen Gesetze der Anwaltschaft lauten ja schlichtweg alles einfach. Das Grisham selber studierter Jurist ist, nein das können die Leser nur für einen dummen Zufall halten.
Sollte der Leser jetzt aber eine dröge Story mit jeder Menge langweilen Passagen denken irrt er sich gewaltig. Dadurch das der Story ein zusätzlicher Reiz „beigefügt“ wurde, entwickelt sich das ganze zu einem packendem Thriller, der einem bei soviel Realität schon mal einen leichten Schauer über den Rücken jagen kann.
Die Charaktere sind bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nur Randfiguren, über die Einen erfährt man nur das Übliche wie Aussehen und Rang , bei Anderen vielleicht ein wenig mehr wie noch Vorlieben und persönliche Motivationen.
Im großen und ganzen gesehen ist es von den Charakteren ausgehend eine 2 Man Show. Kyle McAvoy der junge Anwalt , die Hauptfigur und Bennie Wright, der Erpresser . David gegen Goliath, Katz und Maus.
Die beiden Charakter entwickeln sich in völlig unterschiedliche Richtungen und zeigen einige Facetten ihres Charakters, die den Leser wiederum sehr überraschen mögen.
Einen dicken Kritikpunkt muss das Werk sich bei aller Brillanz, die es durchaus hat gefallen lassen. Das Ende. Abrupt und plötzlich, völlig realitätsfremd endet es im Nirgendwo, was dem begeisterten Leser durchaus schon mal zu einem leisen Fluch verleiten kann.
Irgendwie drängt sich dem Leser für einen kurzen Moment der Gedanke auf das Grisham da keine Lust mehr hatte weiter zu schreiben und einfach fertig werden wollte, aber dieses offene Ende –wie es oft bezeichnet wird- könnte auch dazu dienen dem ersten Nachfolger eines Bandes von Grisham noch Luft zu lassen, was den Leser dann natürlich umso mehr entschädigen würde.

Fazit: Ein packender Thriller der gut geschrieben, nie langweilig aber ein nicht akzeptables Ende hat und deswegen 4 von 5 Sternen oder 90 von 100 Prozent von mir bekommt.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Murat zu »John Grisham: Der Anwalt« 26.10.2009
hätte es einen schluss gegeben, wäre es ein sehr tolles buch geworden, aber so...die geschichte an sich ist ja interessant, aber,m ich muss es wieder sagen, der schluss, der fehlt, macht so einiges kaputt...wo ist der typ?wieso wird er nicht geschnappt?wird es eine fortsetzung geben?
fragen über fragen, die dan brown nie unbeantwortet lassen würde ;-)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tschaikowsky zu »John Grisham: Der Anwalt« 18.10.2009
Der größte Vorteil von John Grisham ist, dass man bei Lektüre auf englisch die Sprachkenntnisse frisch halten kann - für das Massenpublikum geschrieben ist die Sprache nicht sehr kompliziert (die paar juristischen Fachvokabel muss man halt einmal nachschlagen).
Die Spannung dieses Buchs ist zwar vorhanden, aber wenig rasant.
Der Schluss? Es ist ihm offenbar keiner eingefallen.
Dirty_Harry 1976 zu »John Grisham: Der Anwalt« 11.10.2009
Endlich scheint John Grisham wieder dahin zurückgefunden zu haben, was Ihn und seine Romane groß gemacht hat.
Der Anwalt ist eine packende Geschichte eines jungen Anwalts, der, nach und nach dazu gezwungen wird seine begangenen Fehler wieder auszubaden.
Spannend geschrieben, und mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel versehen.
Der Schluß...? Grishams Meisterstück...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
NoWa zu »John Grisham: Der Anwalt« 06.09.2009
Spannung ist schon da; leider gibt es überhaupt keine Auflösung am Schluss über die wirklichen Zusammenhänge und wer hinter allem steckt. Also keine Buch für Leser, die irgendwie eine "runde" Story haben wollen. Ein wahrhaft offener Schluss also, der jede Menge Fragen offen lässt - nicht wirklich befriedigend ...

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