Berufung von John Grisham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel The Appeal, deutsche Ausgabe erstmals 2008 . 464 Seiten. ISBN-10: 3-453-00662-3, ISBN-13: 978-3-453-00662-1. Übersetzt von Bernhard Liesen, Bea Reiter, Kristiana Ruhl, Imke Walsh-Araya.

'Berufung' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Sie verlor ihre ganze Familie. Um ihren Tod zu sühnen, zieht Jeannette Baker gegen einen der größten Chemiekonzerne der USA vor Gericht. Als ihrer Klage stattgegeben und das Unternehmen zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, ist die Sensation perfekt. Doch dann geht Krane Chemical Inc. in Berufung, und eine Intrige unglaublichen Ausmaßes nimmt ihren Lauf. Mit »Berufung« knüpft John Grisham an seine großen Erfolge »Die Jury« und »Die Firma« an – ein Thriller um Recht und Gerechtigkeit, der unter die Haut geht. In wenigen Minuten wird das Urteil der Jury erwartet. Nach einem monatelangen, nervenaufreibenden Prozess ist der Moment gekommen, auf den Jeannette Baker so lange gewartet hat. Die junge Frau hat alles verloren. Ihr kleiner Sohn und ihr Ehemann sind qualvoll an Krebs gestorben. Verantwortlich für ihren Tod ist Krane Chemical, davon ist Jeannette Baker überzeugt. Jahrelang hatte der Chemiekonzern hochgiftige Abfälle illegal entsorgt und damit das Trinkwasser der Region verseucht. Niemand hat die Kraft noch den Mut aufgebracht, den Kampf gegen den Chemieriesen mit seiner Armada von hoch bezahlten Anwälten aufzunehmen. Nur Jeannette Baker hat sich getraut. Als ihrer Klage stattgegeben und Krane Chemical zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, ist die Sensation perfekt. Die Freude währt jedoch nur kurz. Angeführt von Firmenboss Carl Trudeau, geht der Chemiekonzern in Berufung. Um sein Unternehmen zu retten, ist Trudeau jedes Mittel recht.

Ihre Meinung zu »John Grisham: Berufung«

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Sabine Hanke zu »John Grisham: Berufung« 18.03.2010
Es war vielleicht nicht der Krimi, den man bei Grisham erwartet. Aber es hat mich doch sehr gefesselt, ganz einfach aus dem Grund, dass es sehr genau darstellt, wie in der Welt des Kapitals die Fäden im Hintergrund gezogen werden, wie Wahlen manipuliert und damit Menschen gekauft werden. Ohne Rücksicht darauf, wie hoch der Preis ist, und sei es beim Leben der eigenen Kinder. Es ist wohl eher ein sehr politisches Buch denn ein Krimi. Es ist eine Darstellung der in der Welt herrschenden Zustände. Und alles geschieht im Namen der "Demokratie".
Bis auf die Berufung auf die Bibel kann ich mich voll der Meinung von Nicola anschließen.
Emily Leonard zu »John Grisham: Berufung« 18.03.2010
Ich habe schon viele Grishams gelesen und dieser war mit Abstand der schlechteste. Zwischendurch habe ich das Buch sogar aus der Hand gelegt und mich erst 14 Tage später bis zum Ende hindurchgequält, immer in der Hoffnung, dass Grisham ein so furioses Ende wie bei seinen anderen Büchern hinlegt. Leider Fehlanzeige! Eigentlich war nur das erste Drittel des Buches halbwegs lesenswert. Was danach kam, die 200 Seiten lange detaillierte, langgezogene und ermüdende Erklärung wie das Supreme Court gewählt wird, mit dieser endlosen Aufzählung von Firmen, die sich durch Wahlkampfspenden in Recht und Gesetz einkaufen – da hätte ich auch Zeitung lesen können. Das Ende war nicht nur enttäuschend sondern auch ziemlich abrupt. Was ist zum Beispiel mit dem kleinen Josh? Wie stark ist er geschädigt? Was wird aus den Anwälten, die Haus und Hof eingesetzt haben, um ihre Mandantin zu vertreten? usw. Es kommt mir vor, als ob Grisham zum Ende selbst die Lust an diesem Buch verloren hat und nur noch zum Ende kommen wollte.Ich würde dieses Buch nicht noch einmal lesen und kann es auch nicht empfehlen.
axelp zu »John Grisham: Berufung« 29.01.2010
Bei den letzten Büchern hat Grisham wenigstens mit einem Schreibstil überzeugt, aber dieses Buch ist mehr eine Chronologie der Ereignisse zwischen den Verhandlungen und langweilt nur. Ich weiß nicht, wie ich es fertig bekommen habe, dieses Buch zu Ende zu lesen, aber es war definitiv das letzte von ihm.
Am Anfang dachte ich noch, der alte Grisham kehrt zurück, aber nach wenigen Seiten war der Prozess vorbei und es las sich wie eine Akte über einen Prozessvorgang.
Wenigstens ist das Ände genauso fade,wie das gesamte Buch
Dennis zu »John Grisham: Berufung« 01.10.2009
John Grisham schien nicht mal den Versuch sich an einen Thriller heranzuwagen, stattdessen übt er nun Kritik am Rechtsystem seiner Lanzleute. Für manche erscheint es als Ernüchterung, dass niemand direkt ermordet wird, für andere ist es ein Politkrimi, der realitischer nicht sein könnte. Denn nun spielt Grisham mit einer anderen Art von Existenzangst, nämlich "was wäre wenn man nackt da steht". Die Darstellung eines Kanpfes von Ethik und Moral gegen die freie Wirtschaft, David gegen Goliath. Das Buch liest sich prima, wirkt sehr sozalkritisch. Wer nun allerdings die selbe Spannung wie in seinen frühen Werken erwartet, der sollte sich doch dann eher Dan Brown wiederzuwenden.

Von 100 möglichen Punkten erhält dieses Buch von mir 73% und das Prädikat: Lesen lohnt sich.
Zejo zu »John Grisham: Berufung« 12.09.2009
"Sein packendester Roman seit Jahren", so bezeichnet die New York Times den Roman.
Irgendwie scheint Grisham nicht mehr so recht in die Gänge zu kommen. Die Zeiten wo er so brilliante Romane wie "Die Firma" und "Die Akte" geschrieben hat, sind wohl endgültig vorbei.
In dem Roman plaudert er mal wieder aus dem Nähkästchen wie das Leben von Prozessanwalten aussieht. Aber ansonsten zieht sich die Handlung endlos hin. Und das Ende versteht man auch nicht so ganz.
Und es gibt in dem Sinne keinen Mord, der die Spannung noch etwas erhöhen könnte.

Schade! Das gibt 60 Punkte.
Fels von Seggern zu »John Grisham: Berufung« 25.08.2009
Das Bild, das John Grisham hier von unserer Welt zeichnet, scheint mir durchaus realistisch: Die Reichen mit dem Geld beherrschen die Welt, die Ungerechtigkeit unterdrückt die Wahrheit und die Armen leiden ohne Ende. Die Opfer des Verbechens erhalten keinen einzigen Cent Entschädigung.Grisham übt klare Kritik an dem amerikanischen Rechtssystem, in welchem Richter des Berufungsgerichtes direkt vom Volk gewählt werden, welches wiederum sehr leicht zu manipulieren ist. Selbst gläubige Christen lassen sich in dem Roman problemlos für die Wahl eines gekauften Richters einnehmen und missbrauchen.Man braucht nur genügend Geld und eine ausreichend große Wahlkampagne und kann sich den Richter der Wahl kaufen. Das Vorhaben gelingt. Auch das zuletzt erwachte Gewissen beim gekauften Richter verhindert nicht, dass das bereits gefällte Urteil am Ende durch das Berufungsgericht gekippt wird.Das Ende des Romans ist für einen Menschen mit Gerechtigkeitssinn sehr unbefriedigend und ernüchternd.Vielleicht ist es tröstlich, wenn man sich an einige Worte aus dem Munde Jesu erinnert, z.B.:"Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und doch Schaden nehme an seiner Seele." (Markusevangelium Kapitel 8 Vers 36)"Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer. Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
...
Aber dagegen: Weh euch Reichen! Denn ihr habt euren Trost schon gehabt. Weh euch, die ihr jetzt lacht! Denn ihr werdet weinen und wehklagen."
(Lukasevangelium Kapitel 6 Vers 20b-21 und Vers 24-25)
Nicola zu »John Grisham: Berufung« 28.02.2009
Leider bin ich von diesem langatmigen Buch ziemlich enttäuscht...Hier, anders als in Grisham's bisherigen Werken, fehlen die tatsächliche Spannung und Action. Im Endeffekt habe ich es durchgeblättert und darauf gehofft, dass die elend langen Szenen zu Ende sind und endlich etwas passiert. Fehlanzeige. Schade!
Micha zu »John Grisham: Berufung« 14.01.2009
Ein echter Grisham! War wieder mal ein echter Genuss. Voller Vorfreude warte ich schon auf`s nächste Werk. Dazu lasse ich mich von einem großen Buchverlag rechtzeitig benachrichtigen.Was wollt Ihr denn? Ich will hier nicht sinnlos unbedingt mindestens dreihundert Zeichen schreiben müssen. Ist doch Quatsch! Mir reichts jetzt. Tschüss!
vargas zu »John Grisham: Berufung« 22.09.2008
Das Buch befördert so ziemlich alle Klischees über Manager, Politiker, arme Opfer, böse Täter usw zu Tage, die es geben mag.
Es ist außerdem sowas von vorhersehbar und am Ende fragt man sich irgendwie, was genau man jetzt davon hat, das gelesen zu haben?

Abgesehen davon ist aber recht nett geschrieben ;)

55 Punkte
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