Das Affenhaus von John Fullerton

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel The Monkey House, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: Bosnien-Herzegowina / Sarajevo, 1990 - 2009.

  • London: Bantam, 1996 unter dem Titel The Monkey House. 272 Seiten.
  • Bern, München, Wien: Scherz, 1999. Übersetzt von ?. ISBN: 3-502-51719-3. 272 Seiten.

'Das Affenhaus' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Eine sterbende Stadt, in der das Morden auf der Tagesordnung steht. Vier Tage in der Hölle der Unversöhnlichkeit zwischen Bosniern, Serben und Kroaten – Sarajevo im Winter 1993. Polizeichef Rosso hat einen brutalen Mord aufzuklären, der ihn mitten in die Grabenkriege der Milizen führt. Als ob die Aufklärung eines einzelnen Mordes den Tod ringsum ungeschehen machen könnte, kämpft Rosso um Gerechtigkeit für eine ermordete Frau.

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flubow zu »John Fullerton: Das Affenhaus« 04.02.2014
'Das Affenhaus' ist Fullertons bekanntester Politroman. Er spielt im verwüsteten Sarajewo des Winters 1993/94, als die bosnisch-herzegowinische Hauptstadt unter Dauerbeschuss durch die serbischen Armeen steht. In einer von Serben bewohnten, despektierlich als „Affenhaus“ bezeichneten Mietkaserne am Rand der Stadt ist eine Polizei-Informantin (eine heroinsüchtige serbische Zahnärztin) grausam ermordet worden. Nacelnik Rosso, der pflichtbewusste, instinktsichere Chef der von Bosniern dominierten Kriminalpolizei verbeisst sich in den Fall, den ausser ihm keinen Menschen zu interessieren scheint – eine Mordermittlung in einer Stadt, die voll von Leichen ist, behelfsmässig vergrabenen, verwesenden Körpern, an denen sich die ausgesetzten Hunde gütlich tun.

Bei seinen Recherchen gerät Kommissar Rosso – Sohn eines berüchtigten kroatischen Nazi-Kollaborateurs, Ehemann der tief gefallenen, im Krieg zur Alkoholikerin gewordenen Intellektuellen Sabina, Ziehvater der todesmutigen 19-jährigen Krankenschwester Tanya - in die Grabenkämpfe der unversöhnlichen bosnischen, serbischen und kroatischen Milizen, an denen auch Heckenschützen, Nutten, UNO-Soldaten, Kriegskorrespondenten, Betrüger, Schwarzmarkthändler und anderes Strandgut, das jeder Krieg mit sich bringt, teilhaben. Eine wichtige Rolle spielt Rossos Intimfeind Luka, ein aufstrebender Gangsterboss, gleichzeitig aber auch eine unverzichtbare Waffe der Bosnier im Guerillakrieg gegen die Serben.

In seinem ersten und einzigen ins Deutsche übersetzten, mit einprägsamem Personal aufwartenden Roman entwirft der Autor das beklemmende Bild der langsam vor sich hin sterbenden Stadt Sarajewo und ihrer zwischen Hass und Fatalismus schwankenden, von Hunger und Kälte gequälten Bevölkerung.
Anja S. zu »John Fullerton: Das Affenhaus« 19.12.2005
Dieser Krimi ist recht spannend und sehr realistisch, spielt in Sarajevo waehrend des Bosnien-Krieges der 90ziger Jahre. Dennoch hat mir der Krimi von Dan Fesperman zum gleichen Thema noch besser gefallen.
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