Mord aus Tausendundeiner Nacht von John Dickson Carr

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1936 unter dem Titel The Arabian night murder, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei DuMont.
Folge 7 der Dr.-Gideon-Fell-Serie.

  • New York; London: Harper, 1936 unter dem Titel The Arabian night murder. 326 Seiten.
  • Köln: DuMont, 1998. Übersetzt von Manfred Allié. 326 Seiten.
  • Köln: DuMont, 1998. Übersetzt von Manfred Allié. ISBN: 3-7701-4383-3. 326 Seiten.

'Mord aus Tausendundeiner Nacht' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Als Detective Inspector John Carruthers mitten in der Nacht das mysteriöse Verschwinden eines geisterhaft dünnen Mannes mit weißem Backenbart überprüft, führen ihn die Spuren in das Wade-Museum für orientalische Kunst. In der gespenstischen, von Marmorsäulen gesäumten Halle des Wade-Museums steht eine riesige schwarze Kutsche mit verborgenen Fenstern und polierten Messinggriffen. Als Carruthers die Tür der Kutsche öffnet, fällt ihm ein toter Mann entgegen, in Gehrock und Zylinder. In der einen Hand hält er ein Kochbuch, halb vom Kinn herab hängt ihm ein falscher schwarzer Backenbart, und aus seiner Brust ragt der Griff eines Dolches. Die mysteriösen Vorfälle im Museum stellen die Ermittler vor ein Rätsel. Hier ist wieder die Hilfe von Dr. Gideon Fell gefragt, um einen Mord zu klären, der so fantastisch ist wie die Märchen aus Tausendundeiner Nacht und so bizarr wie das Museum selbst.

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Crispinfan zu »John Dickson Carr: Mord aus Tausendundeiner Nacht« 19.05.2013
Warum rutscht ein schottischer Pastor, mit falschem Backenbart behaftet, am Regenrohr hinunter? Und wie kommt ein Kochbuch in die Hand des Erdolchten?

Falsche Bärte spielen ja auch in Innes’ „Last des Beweises“ mit, und aus ähnlich abgekarteten, daher plausiblen Gründen. Offenbar ist es die Lust am Bizarren, mit der Carr seine Geschichte anging und dann auch logisch erklärte: ein Krimi-Plot auf begrenztem Raum, dem Erdgeschoss eines kleinen arabischen Museums, erhellt von künstlichem Mondschein. (Carrs gruselromantische Vorlieben schlagen durch, und es wundert, dass er es nicht fertigbrachte, die Leiche in einem Sarkophag finden zu lassen). Begrenzt wie der winkel- und türenreiche Raum ist auch die Personenzahl.

Drei Ermittler reichen sich die Zuständigkeit weiter, und mit jedem Zeugen tun sich neue Hergänge, neue Blickwinkel auf (auch räumliche) – und neue Fragen. Das Puzzle schließt sich zur Mitte, zum Mörder hin. Aber mit Lücken.

Humoristisch schießt Dr. Illingworth, der Presbyterianerprediger, sicher den Vogel ab: Grotesk schon in seiner altmodischen Würde, hat er gerade einen Krimi gelesen („Die Rückkehr des Doktor Chianti“), der wiederum in der Stunde der Gefahr sein „Hochlandblut“ in Wallung treibt. Der große Rest ist ausgefuchster Rätselkrimi: Wer tat wann wo was?

Die Kulisse ist daher nicht so abwechslungsreich wie etwa in „Der verschlossene Raum“. Und wenn das letzte Puzzlestück an seinen Platz fällt, bin ich voll zufrieden.

Nur weist Gideon Fell auf Puzzleteile hin, die nicht beachtet wurden. Und auch wenn erst seine Lösung rundum schlüssig scheint, überzeugt mich die vorherige, von Inspektor Hadley, psychologisch und vom Motiv weit mehr.

Mein Fazit: Ein Ratespaß, einfallsreich, spannend, gut erzählt. Aber nicht Carrs bester.
mase zu »John Dickson Carr: Mord aus Tausendundeiner Nacht« 14.04.2008
Dieses Buch von Grossmeister Carr ist vor allem wegen der Art und Weise interessant. Die Geschehnisse des Verbrechens werden von drei unterschiedlichen Ermittlern nacheinander geschildert. Jeder Ermittler baut auf den Ergebnissen des Vorredners auf. So erhält der Leser verschiedene Perspektiven einzelner Vorgänge.
Dieser Umstand wird aber auf Dauer zum Nachteil, da ich durch die mehrfache Beschreibung der Fakten gelangweilt wurde.
Die Maskerade, die hier den Rahmen des Verbrechens bildet, klang für mich sehr abstrus, aber die Zeiten ändern sich bekanntlich.
Im Vergleich zu den bereits von mir gelesenen Fell Romanen ist dieser hier weniger spannend und dadurch, dass Fell nur den Part des Zuhörers übernimmt, auch weniger humorvoll.
Der Plot ist wieder unglaublich aufwendig konstruiert und auch diesmal macht es Freude zu raten, wer der Täter ist und welche Beweggründe er hatte.
krimifan24 zu »John Dickson Carr: Mord aus Tausendundeiner Nacht« 06.03.2008
Die ersten Kapitel dieses Romans gehören zum Besten, was ich von Carr gelesen habe: Mysteriös, Skurrill, Geheimnisvoll - und immer wieder kommen neue Wendungen, die alles noch phantastischer erscheinen lassen. Dazu die humorvolle Sprache der Erzähler (die Handlung wird in Ich-Form von mehreren Personen nacherzählt). Das reinste Vergnügen!
Nach und nach werden dann alle "Knoten" aufgelöst. Nur das Ende ist ein bißchen enttäuschend: Dr. Fell, der in der ganzen Geschichte praktisch überhaupt nicht vorkam, gibt, nachdem er alles gehört hat, seine Sicht der Dinge zum besten und läßt es damit einfach auf sich bewenden (und den Leser im Ungewissen). Von ihm würde ich mir mehr erwarten...
RolfWamers zu »John Dickson Carr: Mord aus Tausendundeiner Nacht« 02.09.2005
Ein bisschen balla-balla sind Carrs Romane ja alle, aber dieser ragt deutlich aus der Masse heraus. Ideale Lektüre für ein verregnetes Herbstwochenende, wenn man bereit ist,eine völlig unglaubhafte Handlung als intellektuelles Rätsel zu akzeptieren. Etwas für Liebhaber!
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