Der Willy ist weg von Jörg Juretzka

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 bei Rotbuch. 286 Seiten. ISBN-10: 3-434-54053-9, ISBN-13: 978-3-434-54053-3.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Ruhrgebiet, 1990 - heute.

'Der Willy ist weg' ist erschienen als Taschenbuch

Deutscher Krimi-Preis 2002, 3.Platz national

In Kürze:

In Mülheim wird eine berühmte Burger-Kette sabotiert. Ein reiches Mädhcen auf Drogen kommt in Amsterdam unter die Räder. Und ein Millionenerbe wird aus der gleichen Villa entführt, die Privatdetektiv Krystof Kryszinski und der Rockergang Stormfuckers als Heim und Basislager dient. Stress mit Nazi-Bikern, Zuhältern und Fast-Food-Philosophie ist angesagt.

Das meinen andere:

»Ein urkomischer Krimi mit vielen eigenwilligen Figuren und einem klaren Ziel: Angriff aufs Zwerchfell.« (Der Bücherfreund)

»Das Beste, was die deutsche Krimi-Produktionen derzeit zu bieten hat«. (Bayrischer Rundfunk)

Ihre Meinung zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg«

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Frank zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« 15.10.2009
Krystof Kryszinski ermittet wieder. Zwischen Mülheim und Amsterdam wird er mit allerlei zwielichten Gestalten konfrontiert (wobei, eine Lichtgestalt ist er auch nicht unbedingt). Das geht von chinesischen Menschenhändlern über rechtsradikale Motorradgangs bin hin zu der Mafia. Und irgendwie hat er mal wieder mit allen Ärger.
Doch als aktives Mitglied der "Stormfuckers", seiner eigenen Gang, ist er durchaus Kummer gewohnt.
Als dann auch noch "Willy" das Gangmaskottchen entführt wird, eskaliert das Geschehen kapitelweise. Fieberhaft versuchen die Stormfuckes das Geld (und die Täter) aufzutreiben, wobei sie auch vor Allianzen mit ihren Todfeinden nicht zurückschrecken. Denn je mehr Körperteile Willys ihnen zugeschickt werden, je weniger Zeit bleibt ihnen.
Juretzka hätte einen viel höheren Bekanntheitsgrad verdient. Die Geschwindigkeit mit der er den Leser durch die Story treibt ist atemberaubend. Niemals kommt auch nur ein Hauch von Langeweile auf, die Personen sind zwar durchaus skurill - aber glaubwürdig gezeichnet.
Der spezielle Ruhrpott-Humor seiner Bücher ein weiterer Riesenpluspunkt, da dieser nie in Albernheit oder Selbstzweck ausartet.
Das ist Unterhaltung pur auf einem sprachlich hohen Niveau, eingebettet in einen spannend erzählten Kriminalfall.
Ganz großes Kino.
100%
Uwe Riemer-Becker zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« 05.03.2009
Liebe Mitleserinnen und Mitleser,
liebe Forenbetreuerinnen, - betreuer

ich bin seit langem auf der Suche nach »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« und finde ihn in keinem Antiquariat. Vielleicht kann mit eineR auf diesem Weg weiterhelfen und es mir ausleihen oder - noch besser - verkaufen.

Danke!
tschüs
uwe riemer-becker
Rolf.P zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« 20.08.2008
Jörg Juretzka lesen ist, wie einen Slapstick-Film gucken. Nicht mehr weiterlesen können, weil man sich vor Lachen gerade mal wieder wegschmeißen muss, kommt öfter vor.
Krystof Kryszinski muss sich (und tut es auch) in altbewährter Manier durch den Ruhrpott - und zu geringem Teil auch durch das von ihm "heiß geliebte" Holland - schlagen. Eine Burgerkette wird erpresst, er soll eine reiche Tochter zurückholen und dann ist auch noch Willy weg...
Die Stormfuckers als Mac-Buletten-Aushilfen ist so ziemlich das beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Juretzka spielt mit Ruhrpott-Charme und Sprache ohne das das Kolorit trieft. Hart aber herzlich präsentiert er Verlierer, die irgendwie keine sind und dass alles mit unverschämtem Witz und eigenem Spaß am fabulieren.
Hier erfährt der inzwischen vom Krystof Kryszinski Fan zum Juretzka-Süchtigen mutierte Leser nicht nur, was es mit den Stormfuckers auf sich hat, die ja bereits einige Auftritte in den anderen beiden Büchern hatten, sondern auch, wie der Interessanteste aller Ruhrpottdetektive zu seiner Carina kam.

Kaufen, kaufen, kaufen! Jörg Juretzka soll reich und berühmt werden, denn dann findet er vielleicht ein paar Nachahmer und der deutsche Krimi ist doch noch zu retten.
kamocolo zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« 28.11.2007
Ein super Buch!! Wer sich mal einen sehr guten Krimi fernab von blutigem Gemetzel und deprimierender Gesellschaftsstudie gönnen möchte ist mit "Der Wiiy ist weg" bestens versorgt.
Wer selbst die 80er-Jahre erlebt hat, fühlt sich garantiert sauwohl.
Das soll nicht heißen, dass es hier nicht zur Sache geht. Trotzdem habe ich mehrmals Tränen gelacht, obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass Krimi und Witz nicht zusammengehören. Juretzka lesen macht einfach sehr viel Spass.
Tolle Sprache, super Ideen!!
SteveO zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« 02.02.2006
„Der Willy ist weg“, Juretzkas dritte Folge der Kryszinski-Reihe, ist ein Prequel der beiden bis dato erschienenen „Prickel“ und „Sense“. Der Leser lernt hier den jungen Kryszinski kennen, mitten in den Achtzigern und dementsprechend von Schnauzbärten, Nackenspoilern und neonfarbenen Ballonseide-Jogginganzügen umgeben, was dem ohnehin unkonventionellen Kriminalroman das i-Tüpfelchen aufsetzt. Frisch aus dem Knast, 14 Monate Bewährung im Nacken und dennoch bei seiner ermittlerischen Tätigkeit dem Gesetz niemals näher als bestenfalls einer gewissen Grauzone, beackert Kristof Kryszinski zwei Fälle samt Nebenschauplätzen parallel, was sein Zeitmanagement mitunter auf eine harte Probe stellt.
Kriegt von mir glatte 100%
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
mase zu »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« 06.06.2005
Ein sensationelles Buch. Der Witz, die Charaktere, die Geschwindigkeit, die Sprache und die Dialoge erzeugen grossartige Bilder.

Falls das Zwerchfell Pause hat, muss man sich eingestehen, dass es auch ein grossartiger verzwickter Krimis ist. Vorallem die Auflösung ist grandios und regt zu längerem nachdenken an.

Besser als Prickel.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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