Phantom von Jenk Saborowski

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Piper.
Folge 4 der Solveigh-Lang-Serie.

  • München; Zürich: Piper, 2014. ISBN: 978-3-492-30420-7. 457 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2015. ISBN: 978-3-492-30470-2. 456 Seiten.

'Phantom' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Sie verwenden kein Telefon, kein Internet, keine Banktransaktionen. Niemand weiß, wer sie sind, sie hinterlassen keine Spuren. Sie sind ein Phantom. Solveigh Lang von der Europapolizei ECSB und Kriminalhauptkommissar Paul Regen sind auf der Jagd nach einer Gruppe gewaltbereiter Terroristen, die sich allen modernen Ermittlungstechniken entzieht. Sie müssen ihre Arbeit vollkommen neu erfinden. Und dabei dürfen sie keine Zeit verlieren, denn der nächste Anschlag steht unmittelbar bevor &

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Margot zu »Jenk Saborowski: Phantom« 05.08.2015
Ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. Es mag ja teilweise spannend sein, aber das allein reicht nicht. Die Nebenstränge über die Personen die sich später im Zug befinden kommen genauso als Seitenfüller rüber wie der Aufenthalt von S.L. Am Anfang in Südamerika. Die ermittelnden Beamten werden auch nicht gerade intelligent dargestellt und ohne die wahnwitzigen Menschenkenntnisse
Von Slang und Paul wäre wohl alles daneben gegangen, und arbeiten die Terroristen wirklich so dilettantisch? Dann müssten wir uns keine großen Sorgen machen. Ärgerlich!
wie-soll-ich-mich-nennen-? zu »Jenk Saborowski: Phantom« 15.07.2015
Ich liebe seine Bücher, man kann sich so gut in alle rein versetzen. Man spürt förmlich so wie die Personen, ich kanns kaum erwarten auch dieses Buch zu lesen. Dieses Buch hat wie alle Bücher eine andere Art von Fall, man lert alle Personen kennen und lieben und fiebert mit. Argwohn, Biesst, operation Blackmail und jetzt Phantom, allee lesenswert wer sie nicht liest verpasst was!!!
Lg wie-soll-ich-mich-nennen-?
walli007 zu »Jenk Saborowski: Phantom« 05.07.2015
Slang zum Vierten

Und wieder einmal übernimmt die ECSB Ermittlungen in einem komplizierten und fast schon weltumspannenden Fall. Solveigh Lang reist dafür nach Südamerika, um sich als Sekretärin bei einem Verdächtigen einzuschleusen. Zur selben Zeit reisen drei junge Männer in ein Ausbildungslager, um das Töten zu lernen. Zwei von ihnen haben deutsche Wurzeln. Hadi, der Vernünftigste, ist der Ehre wegen hier. Er hat die große Sünde begangen, sich zu verlieben. Ebenfalls zur gleichen Zeit nimmt der LKA Beamte Paul Regen an einer unheimlichen Übung teil, mit der ein Ernstfall geprobt werden soll, wie er hoffentlich nie eintreten wird.

Hat man die Mitglieder der Ermittlungsgruppe der ECSB in den vorherigen Bänden der Reihe doch lieb gewonnen, so könnte man hier etwas enttäuscht sein, weil man kaum etwas Neues über das persönliche Umfeld dieser Personen erfährt. So sehr spinnt der Autor seinen Fall aus, das gerade die sympathischen Nebensachen etwas zu kurz kommen.

Der Fall natürlich hat es in sich. Was bewegt junge Menschen, sich kämpfenden Truppen anzuschließen? Eine Frage, die so einfach nicht beantwortet werden kann, jeder Roman kann da möglicherweise nur zu kurz greifen. Dennoch versucht der Autor sich seinen Charakteren zu nähern und es gelingt ihm gerade in Hadi einiges an Verständnis zu wecken, da dieser wirklich nicht wie eine eine eiskalte Tötungsmaschine wirkt, sondern wie ein sensibler junger Mensch, der seinen Weg leider in der falschen Richtung sucht.

Über der Schilderung mehrerer Handlungsstränge, die letztlich zu einem packenden Finale führen, verliert sich die Story etwas. Und so bleibt man trotz der akribisch und detailliert ausgearbeiteten und sorgsam ausgeführten Erzählung seltsam unberührt bis einen die plötzlich rasante Fahrt am Schluss fast überfällt und schließlich allein zurücklässt.

Eine tolle Reihe mit spannenden Geschichten, die hier leider ihre Stärken nicht wie gewohnt auszuspielen vermag.
leseratte1310 zu »Jenk Saborowski: Phantom« 06.04.2015
Hadi stammt aus dem Irak, ist aber bei seinem Onkel in Frankfurt aufgewachsen. Vom Iman wird Hadi gezwungen nach Syrien zu gehen, weil er Golshan liebt, die aber jemand anderen heiraten soll. Mit zwei deutschen Konvertiten geht er nach Syrien und wird als Glaubenskämpfer ausgebildet. Er ist aber nicht von dem überzeugt, was ihm erzählt wird. Dann werden sie nach Deutschland zurückgeschickt, um für ihren Glauben zu kämpfen.
Aber in Deutschland ist man alarmiert und auch Europapolizei ECSB ist schon seit einiger Zeit auf der Jagd nach den Terroristen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, zwischen denen man zunächst keinen Zusammenhang sieht. In München ergreifen Kriminalhauptkommissar Paul Regen und seine Assistentin Adelheid Auch nach einem Tipp der Amerikaner vermeintliche Terroristen. In Caracas operiert Solveigh Lang (Slang) vom ECSB unter dem Decknamen Catalina. Hadi und seine beiden Glaubensbrüder verschlägt es von Frankfurt nach Aleppo und dann nach Bayern. Was verbindet diese unterschiedlichen Handlungsstränge?
Dieser Band ist der vierte aus einer Reihe um Slang und Regen. Er ist unabhängig von den Vorgängern zu lesen, aber es ist angenehmer, wenn man die anderen Bände kennt, da sich die Personen weiterentwickelt haben.
Die Charaktere werden sehr detailliert und authentisch beschrieben. Die sympathische Solveigh Lang muss dieses Mal ganz besonders an ihre Grenzen gehen. Obwohl sie ihren Job mit modernster Technik ausübt, muss sie bei diesem Fall ganz anders vorgehen, denn die Terroristen verzichten sicherheitshalber auf technische Ausrüstung. Paul Regen vertraut lieber seinen Intuitionen und dabei hilft ihm auch gutes Essen. Er und sein Vorgesetzter haben noch eine Rechnung miteinander offen, so dass sich die beiden verhalten wir Kinder im Sandkasten – wenn du mich ärgerst, dann zahle ich dir das zurück.
Kurze Kapitel mit ständig wechselnden Orten sorgen für Spannung von Anfang an. Das Szenario ist bestürzend realistisch. Im Laufe der Geschichte steigert sich die Spannung bis zum erschreckenden Showdown.
Ein absolut empfehlenswerter Thriller!
Baerbel82 zu »Jenk Saborowski: Phantom« 23.03.2015
Spurlos

Mit dem vierten Band der Reihe um die smarte Agentin Solveigh Lang, genannt Slang, und den zynischen Kommissar Paul Regen hat sich Jenk Saborowski, ein Meister der Hochspannung, selbst übertroffen. Worum geht es?
„Phantom“ startet in Frankfurt am Main, genau wie damals „Operation Blackmail“. Und wieder hat der Autor ein heißes Eisen angepackt. Auch gilt es erneut, mehrere Handlungsstränge zu verfolgen. Denn wie geht das Schicksal von Hadi Farhan aus Frankfurt mit dem des Fischers in Le Havre zusammen?
München: Wiedersehen mit Kriminalhauptkommissar Paul Regen und seiner Assistentin Adelheid Auch, alias Auswärtiges Amt, in ihrem neuen Job beim LKA Bayern. Ihr Chef plant eine Razzia, bei zwei Studenten der Luftfahrttechnik, weil sie Drohnen für die Paketzustellung gebastelt haben.
Aleppo, Syrien: Wir begegnen Hadi wieder, dem Mann aus dem Prolog. Zusammen mit zwei fanatischen deutschen Konvertiten hat er sich - widerwillig - einer Gruppe Terroristen angeschlossen, um die Ehre seiner Angebeteten wiederherzustellen. Doch dann werden er und seine Leute zurück nach Deutschland beordert, um dort einen Anschlag zu begehen.
Caracas, Venezuela: Wir lernen Catalina kennen. Wer die Vorgängerromane gelesen hat, weiß, dass Catalina in Wirklichkeit Solveigh Lang heißt und für die Europapolizei ECSB in Den Haag tätig ist. Denn ihr Cluster-Kopfschmerz und ihr ausgeprägter Geruchssinn haben sie verraten. Die Reederei Belaluna wird des Drogenschmuggels verdächtigt. Da ihr Informant in Le Havre ermordet wurde, muss Slang nun selbst undercover ermitteln.
Was haben all diese Handlungsstränge miteinander zu tun? Wo ist die Verbindung?
Können Slang und Paul die Terroristen auch ohne Computerunterstützung und Handyortung aufspüren, um den geplanten Anschlag verhindern? Denn Hadi und die beiden Deutschen sind plötzlich vom Radar verschwunden. Sie benutzen kein Internet, kein Telefon, keine Kreditkarten…
Terrorangst, Syrien-Rückkehrer, totale Überwachung, die amerikanischen Geheimdienste und Verschwörungstheorien, das sind die Zutaten von „Phantom“, dem neuen Actionthriller von Jenk Saborowski. Bei aller Paranoia kommt aber auch die Komik nicht zu kurz.
Gekonnt springt der Autor durch Zeit und Raum. Kurze Kapitel und zumeist auch ebensolche Sätze. Das treibt die Leser voran und verhindert im vorliegenden Fall das Aufkommen jeglicher Form von Langeweile. Zudem sind die Hintergründe bestens recherchiert.
Ein äußerst erschreckendes, doch realistisches Szenario, das Jenk Saborowski sich ausgedacht hat - und er hat eine Message, die er an seine Leser weitergeben möchte. Insgesamt ein Buch, das den Verstand und die Seele berührt. Ein Buch mit Herzblut, das lange nachhallt.
Zitat: „Es ist irrelevant, wie viel Technik wir entwickeln, um ihnen auf die Schliche zu kommen. Wir hatten zehn Jahre unseren Vorteil, weil sie nicht wussten, wie gut wir im Ausspionieren der Welt geworden sind. Jetzt, da sie es wissen, sind wir genauso weit wie vorher, und könnten es auch gleich bleiben lassen.“

Fazit: Tiefgründige Hochspannung mit aktuellem Hintergrund. Starker Stoff. So muss Thriller!
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