Strafe muss sein von Jaroslav Kutak

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Uzemí trestu, deutsche Ausgabe erstmals 2001 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Tschechien, 1990 - 2009.

  • Prag: Plejáda, 2000 unter dem Titel Uzemí trestu. 409 Seiten.
  • Dortmund: Grafit, 2001. Übersetzt von Teresa Junek. 409 Seiten.

'Strafe muss sein' ist erschienen als

In Kürze:

Jan Simpl, Gymnasiast in einer tschechischen Kleinstadt, trainiert nachmittags in der Turnhalle Basketball und träumt von einer Sportlerkarriere. Plötzlich geht das Licht aus. Eine vermummte Gestalt zwingt Jan mit vorgehaltener Pistole, auf eine Kiste mit Sportgeräten zu steigen und sich dort selbst mit einem Strick an den Handgelenken am Basketballkorb aufzuhängen. Um ihre Drohung zu unterstreichen, schießt die vermummte Gestalt in die Kiste. Dann lässt sie ihren Umhang fallen – darunter ist sie nackt. Es ist eine mädchenhafte junge Frau. Jan erkennt sie. Sie beginnt, ihn mit einem Messer zu malträtieren …

Als ein Schüler sich scheinbar grundlos aus dem Fenster stürzt und ein toter Gymnasiast in einer Friedhofsgruft gefunden wird, gerät die Kleinstadt in Bewegung. Der gemütliche Polizeichef Havránek muss sich des Falles annehmen und wird dabei von zwei Freunden unterstützt, von dem neugierigen Schriftsteller Roman Helder und dem übermütigen Zahnarzt David Pospisil. Die ›drei Musketiere‹ kehren nach 20 Jahren in das düstere Gymnasiumsgebäude zurück, um alten wie neuen Ängsten zu begegnen. Beim Abschlussball finden sie die überraschende Lösung.

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Alex zu »Jaroslav Kutak: Strafe muss sein« 15.02.2009
Ich wollte mal einen anderen Krimischauplatz als immer nur Skandinavien und da stieß ich auf Jaroslav Kutak. Der Beginn des Buches macht noch Lust auf mehr, da ist ein hohes Potenzial.

Dann geht es steil bergab. Der Täter wird kurz nach dem Auftakt enthüllt, ebenso wenig später sein Motiv. Falls der Spannungsaufbau an Mankells "Fünfte Frau" angelehnt sein sollte, so ist dies gründlich misslungen. Für kurze Zeit taucht dann ein Kommissar auf der Bildfläche auf und man hofft nun auf einen Beginn der Ermittlungen. Der bleibt jedoch aus. Stattdessen wird er von seinem Freund Roman Helder und der Mörder quasi erdrückt. Dann beginnt der Autor eine Reihe von Nebenfiguren einzufügen, der einziger Existenzgrund es zu sein scheint, mehrmals im Laufe der Handlung Erektionen zu bekommen oder miteinander zu schlafen. Zwischendurch werden noch völlig unpassende Kurzgeschcihten eingebaut, die nichts mit der Handlung zu tun haben. Das Buch liest sich immer zäher, dem Kommissar wird nach wie vor kein Raum für Ermittlungen eingeräumt, stattdessen besäuft er sich mit seinen Freunden. Dafür werden völlig belanglose Liebesabenteuer in voller Detailfülle geschildert.
Der kleine Überraschungseffekt am Ende entschädigt nicht für 390 Seiten zähen "Durchlesens". Und das finale Verhör, die einzige Szene in der der Kommissar seiner Arbeit nachgeht, ist dann auch völlig abstrus, besonders die Beweisführung.

Wenn das der beste tschechische Krimi gewesen sein soll, dann FINGER WEG!
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