Kusswechsel von Janet Evanovich

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Ten Big Ones, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New Jersey, 1990 - 2009.
Folge 10 der Stephanie-Plum-Serie.

  • New York: St. Martin’s Press, 2004 unter dem Titel Ten Big Ones. 312 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Thomas Stegers. ISBN: 978-3-442-54582-7. 357 Seiten.
  • München: Manhattan, 2007. Übersetzt von Thomas Stegers. ISBN: 978-3-442-46433-3. 347 Seiten.

'Kusswechsel' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Stephanie Plum, der Schrecken von Trenton, der Wirbelwind im Leben von Joe Morelli und Ranger, der Wonneproppen ihrer verrückten Großmutter, ist mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort. Ausgerechnet, als die chaotische Kopfgeldjägerin sich gemeinsam mit ihrer schießwütigen, aber nicht sehr treffsicheren Kollegin Lula einen kleinen Imbiss gönnt, wird der Laden überfallen und ausgeraubt. Dummerweise erkennt Stephanie den Räuber – und der wiederum bemerkt, dass es eine Zeugin gibt, die ihn identifizieren kann. Polizist und Teilzeitlebensgefährte Joe Morelli würde seiner eigensinnigen Süßen am liebsten Hausarrest verordnen, bis ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist. Aber Stephanie kann es natürlich nicht lassen und stochert fröhlich im Wespennest, bis so ziemlich jede zwielichtige Gestalt von Trenton hinter ihr her ist. Also taucht Stephanie vorsichtshalber bei dem ebenso unergründlichen wie unwiderstehlichen Ranger unter. Zumindest zeitweise, denn ganz nebenbei gilt es auch noch Kautionsflüchtlinge wie eine chipssüchtige Frau und einen Transvestiten mit einzigartigen Qualitäten als Hochzeitsplaner dingfest zu machen – und natürlich dafür zu sorgen, dass ihre exzentrische Familie am Rande des Wahnsinns immer wieder die Kurve kriegt …

Das meint Krimi-Couch.de: »Charmant-chaotisches Slapstickkino im Buchformat« 75°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Endlich ist er da. Der zehnte Band aus der Kriminalchaosserie rund um die tolpatschige Kopfgeldjägerin Stephanie Plum, der schon seit zwei Jahren im Original als Ten Big Ones am englischsprachigen Markt Erfolge feiert, ist auch für die deutschsprachigen Leser als »Kusswechsel« endlich im Handel.

Und Stephanie Plum legt auch gleich richtig los. Wieder einmal wird ihr fahrbarer Untersatz ohne ihr unmittelbares Zutun ein Opfer der Flammen und dabei hätte sie gerade so viel zu tun, denn ihr Lieblingskollege, der so unheimlich anziehende Ranger, muss für längere Zeit Trenton verlassen. Als einzige Hilfestellung bleibt ihr der obligate schwarze Truck, den er ihr zur Verfügung stellt. Eigentlich will Stephanie den schmucken Wagen gar nicht verwenden, aber ihr Polizistenlover Joe Morelli würde sie wieder mal liebend gerne in seiner Wohnung einsperren, denn Stephanie hat die Mitglieder der schlimmsten Gang aufgescheucht und diese haben einen Auftragskiller engagiert, um ihr das Lebenslicht auszublasen.

Aber wer Stephanie kennt, weiß, dass sie von Autorität überhaupt nichts hält. Sie weiß zwar nicht, wohin sie soll, aber Rangers Truck ist mit einem GPS-System ausgestattet und führt sie schnurstracks in die Unterkunft des Abwesenden. Stephanie hat zwar anfangs noch Gewissensbisse, ohne Rangers Wissen dessen Behausung zu betreten, aber der Duft von Rangers Seife und die sexuelle Anziehungskraft der Bettlaken vereinigen sich mit der Notwendigkeit, ein Dach über dem Kopf zu haben und möglichst aus der Schusslinie zu geraten …

Janet Evanovich hat den Charakter der Stephanie Plum in Kusswechsel nicht nur konsequent ausgebaut, sie verfolgt auch den Zwiespalt ihrer Heldin bei der Entscheidung zwischen dem Gelegenheitsliebhaber Joe Morelli und dem so anziehenden Latino Ranger unausweichlich weiter, wobei sich Ranger und Stephanie erst einmal so nahe gekommen sind, wie in diesem Buch.

Aber was wäre ein Plum-Chaos ohne die bekannten Charaktere Lula und Oma Mazur? Auch wenn diesmal kein Beerdigungsinstitut abgefackelt wird, bleibt vor allem durch die bevorstehende Hochzeit von Stephanies Schwester sehr viel Platz, die beliebten Nebendarsteller ordentlich einzubauen. Lulas Körpereinsatz und Oma Mazurs köstliche Sprüche machen den zehnten Band zum bisher besten Lesevergnügen der Serie, bei dem allerdings die Kenntnis der Vorgeschichte zumindest ab dem vierten Band zwar nicht Voraussetzung, aber doch anzuraten ist.

War schon in den früheren Bänden die Kriminalhandlung weitgehend nichtssagend, so braucht man auch bei diesem Buch keinen großen Wert auf spannungsgeladenen Inhalt legen. Kusswechsel ist gewohntes Slapstickkino im Buchformat, bei dem man oft genug lauthals lachen kann, was auch an der gelungenen Übersetzung von Thomas Stegers liegt, der den Witz aus dem Amerikanischen bravourös an den Leser bringt.

Für Freunde harmlosen Lesevergnügens muss man auch diesen zehnten Band der Stephanie Plum-Serie uneingeschränkt empfehlen, wer allerdings mit Soap-Operas und Brachialkomik nichts anzufangen weiß, der sei vor dieser Art Lektüre eindringlich gewarnt, denn der einzige Anspruch, den Janet Evanovich mit ihrer charmant-chaotischen Detektivin erzielen kann, ist haarsträubende Action gepaart mit weiblicher Logik. Und dabei kann auch Mann herzhaft lachen.

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Lisa zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 25.02.2008
Ich habe das Buch innerhalb einer Woche gelesen, da ich es nicht zur Seite legen konnte. Die Entwicklungen in diesem Teil sind wirklich atemberaubend und wirklich lustig. Auch Ranger ist wieder einmal der Wahnsinn!
Nikki zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 04.02.2008
das buch ist der hammer.. so wie alles anderen bücher auch
das buch ist fesselnd das man es gar nicht mehr aus der hand legen möchte
wenn andere daas nicht so sehen kann ich sie allerdings nicht verstehen , weil dieses buhc der absolute wahnsinn ist.
Vivien zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 23.01.2008
Das Buch ist echt toll, wie alle anderen aus der Reihe auch.
Ich habe auch schon das 13. gelesen und ich kann nur sagen weiterlesen!!!
Und ich weiß das es mindestens noch bis zum 16. weitergeht.
Juhuuu!!!
Maria zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 23.10.2007
Ich finde dieses Buch echt klasse.Besonders die Spannung welchen der Männer Stephanie jetzt nehmen soll und vor allem weil das ganze ja noch so um Raum schwebt und sie sich nicht festlegt.Ich hoffe das Evanovich noch ein paar Teile bringt und das das letzte Buch von der Reihe auch ein richtiges Ende hat .Ohne offene Fragen.
cinx zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 17.10.2007
Ich fand Kusswechsel wieder mal sehr gelungen. Sogar noch witziger als manche vorherigen Bücher. Ich hoffe doch dass da noch viel von stehanie plum kommt. Die folge ist wirklich sehr witzig und amüsant geschrieben. Auch wenn wieder mal keine entscheidung für ihre beiden Verehrer gefallen ist, finde ich das Buch auf jeden fall lesenswert. Kann Ich allen fans von Evanovich sicher empfehlen.
Renate zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 10.09.2007
Für romantisch veranlagte Leser ist es wohl spannend, zu sehen, wie geht es mit Stephanie, Jo und Ranger weiter. Aber allmählich passiert in dieser Beziehung nichts wirklich neues. Wenn sie nun einen von den beiden nehmen würde, wäre der Reiz der Reihe verloren. Denn was den Charme der ersten Bände ausmachte, immer wieder neue, skurile Charaktere einzuführen, darauf verzichtet die Autorin leider schon seit einer Weile.
Vielleicht solle sie die Reihe wirklich sterben lassen und an neuen (Krimi)Heldinnen tüffteln.Was sie mit der Metro-Girl-Reihe ja auch schon tut.
R. zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 29.07.2007
ich find die Bücher klasse.
auch wenn das handlungsshema immer das gleiche ist.
Evanovich schreibt einfach so lustig und unterhaltsam, dass ich die Bücher regelrecht verschling und in einem stück durch lese.
und in englisch ist es noch lustiger.
was mich stört, nicht nur bei dieser buchreihe , ist die miserable übersetzung der title.
aber wenn kümmert der titel , wenn der Inhalt wunderbar komisch ist.
Beide daumen hoch für stephanie plum.
Melisandra zu »Janet Evanovich: Kusswechsel« 17.11.2006
Ich habe das Buch soeben "gelesen" bzw. das letzte Drittel nur noch quer gelesen. Ich war etwas enttäuscht. Aufgrund der guten Bewertung hatte ich mir einen spannenden Krimi vorgestellt.

Janet Evanovich schreibt sehr locker und lustig, allerdings würde ich diesen Stil nicht unter Krimi einordnen. Ich würde ihn mehr zur Unterhaltungsliteratur - vergleichbar mit Erma Bombeck - einstufen.

Meine Persönliche Bewertung geht daher eher in Richtung lauwarme Kost. Sorry!
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