Die Akte Rosenherz von Jan Seghers

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei Wunderlich.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Frankfurt am Main, 1990 - 2009.
Folge 4 der Robert-Marthaler-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2010. ISBN: 978-3805208482. 375 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011. ISBN: 978-3-499-24672-2. 475 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2010. Gesprochen von Miroslav Nemec. ISBN: 3839810019. 5 CDs.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2011. Gesprochen von Miroslav Nemec. ISBN: 3839890454. 5 CDs.

'Die Akte Rosenherz' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Niemand, der damals am Tatort war, wird den Fall je vergessen. In einer heißen Augustnacht des Jahres 1966 wird in Frankfurt eine Prostituierte auf brutale Weise ermordet. Sofort macht das Wort von der «zweiten Nitribitt» die Runde. Und wirklich: Auch im Fall Rosenherz bleibt der Täter unerkannt. Vierzig Jahre später. Ein nebliger Morgen im Stadtwald. Hauptkommissar Marthalers schwangere Freundin Tereza wird bei einem Überfall schwer verletzt. Und der Polizist erhält einen Tipp: Er soll den alten Fall noch einmal unter die Lupe nehmen. Doch damit legt Marthaler sich mit mächtigen Gegnern an, die ihre frühen Sünden vertuschen wollen. Die «Akte Rosenherz» soll geschlossen bleiben. Um jeden Preis.

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JaneM. zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 21.11.2011
Hauptkommisar Marthaler läßt sich- um mehr Zeit für sein Privatleben und die Freundin Tereza zu haben- in die Abteilung für ungelöste alte Fälle (sozusagen das "Cold Case Ressort") versetzen. Da kommt es zu dem Überfall und Kunstraub, bei dem Tereza verletzt wird. Marthaler soll sich raushalten- zu einem, weil er persönlich verwickelt ist; zum anderem, weil er nun andere Aufgaben hat. Selbstverständlich ignoriert er die Anweisungen der Vorgesetzen. Schließlich stößt er auf die Fährte, dass der Überfall tatsächlich mit einem Verbrechen aus der Vergangenheit zusammen zu hängen scheint- und damit ist er wieder im Spiel. Es gibt Verbindungen zu dem ungeklärten Mord an der Prostituierten Karin Rosenherz aus dem Jahr 1966. Marthaler erhält unerwartete Unterstützung von Anna Buchwald, der jungen angehenden Jounalistin, und beide rollen den alten Fall wieder auf. Einige der damaligen Beteiligten und Zeugen leben noch und können befragt werden; andere sich durch teilweise mysteriöse Weise verstorben. Mit zunehmender Ermittlung wird klar, dass in den 60igern nicht wirklich viel zu tatsächlichen Klärung des Falles getan wurde.
Ein sehr gut gemachter Krimi auf zwei Zeitebenen, in dem sich die Verhaltensweisne und Motive der Vergangenheit erst in der Gegenwart puzzlehaft zusammenfügen. Ein Krimi, der nicht hauptsächlich seine Spannung aus der Frage "wer tötete Karin Rosenherz?" zieht, sondern aus dem langsam entstehenden Gesamtbild.
Prima!
hapesu zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 15.11.2011
Das war wieder ein satter Knüller des Autors! Wie schon bei den drei vorangegangenen Krimis herrschte Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite. Marthalers "Cousine" war eine belebende Figur, manchmal kam sie mir aber schon ein bisschen übermächtig daher und hangelte sich an der Grenze zur Glaubwürdigkeit entlang.
Eine Empfehlung an @takita:
1) Der Autor heißt Seghers und nicht Segher.
2) Vielleicht sollten Sie sich bei aller Antipathie gegen die Hauptfigur auch die drei anderen Krimis vornehmen, ehe Sie ein Urteil fällen.
Takita zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 12.09.2011
Mein erster Jan Segher.

Ich hatte mir mehr erwartet:
Marthaler war mir von Anfang an unsympathisch und so "grummelte" ich mich durch, weil ich doch wissen wollte wie es weitergeht (soweit ist eine gewisse Spannung durchaus aufgebaut).

Letzlich war ich jedoch richtiggehend erleichtert, die Akte Rosenherz wieder schließen zu können.
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stefanz zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 31.12.2010
Chapeau, die Akte Rosenherz war für mich ein absoluter Volltreffer und das Beste, was ich im Jahr 2010 gelesen habe.
Jan Seghers, der die Ortskenntnisprüfung des Frankfurter Taxischeins mit Leichtigkeit bestanden hätte, besticht durch eine perfekt detailierte und schlüssige Schilderung des Tathergangs. Das Buch war von Anfang bis zum Ende gleichbleibend spannend und abwechslungsreich geschrieben, der Hauptprotagonist Robert Marthaler wie immer stark. Anna Buchwald war zudem durch ihre Jugendlichkeit und Unbekümmertheit ein sehr belebendes Element, was in seinen früheren Folgen vielleicht ein wenig gefehlt hat.
Jan Seghers braucht sich nach dieser Vorstellung nicht vor anderen großen skandinavischen Autoren verstecken. Ganz im Gegenteil……..!
Elfriede Arndt zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 09.08.2010
Elfriede schrieb zu "Die Akte Rosenberg" 09.08.2010Das Buch war wieder mal sehr spannend geschrieben. Besonders fastziert es mich immer wieder, wenn die Handlung in der Rhön oder der unmittelbaren Umgebung spielt, ist dieses Osthessen doch meine Heimat.
Einen kleinen Schönheitsfehler habe ich allerdings gefunden, vielleicht kann er ja in der nächsten Auflage berichtigt werden.
Auf Seite 367 bei derBeschreibung wie Anna nach Danzwiesen kommt heißt es: sie wechselt noch für wenige Kilometer auf die A5, bevor sie bei Fulda Mitte.Richtig muss es aber heißen: sie wechselt auf die A7.
Das tut aber der Geschiche keinen Abbruch und ist für ortsunkundige Leser keineswegs relevantg.
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wilfried zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 20.04.2010
Nach all dem Lob in der Presse war ich von "Die Akte Rosenberg" sehr enttäuscht. Seghers Schreibstil konnte bei mir keine Spannung erzeugen, die Figuren bleiben blass und unglaubwürdig, die Handlung teils konstruiert, teils vorhersehbar.
In der vorherigen Kritik wurde das Tatort-Niveau als Skala benutzt (tolle Idee!), das Buch dürfte dann so bei Derrick anzusiedeln sein.
Wieder ein mässiger Krimi aus deutschen Landen.
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HerrHansen zu »Jan Seghers: Die Akte Rosenherz« 06.04.2010
Hat es sich gelohnt, zwei Jahre auf den vierten Teil der „Marthaler-Reihe“ von Jan Seghers zu warten? Die Antwort lag am Freitag Dank der Vorbestellung auf dem Schreibtisch:

Ja, es hat sich gelohnt!

Warum?
Weil es dem Autor gelungen ist, einen weiteren großen Wurf zu erzielen.

Seghers nimmt den Leser zuerst mit in das 1966 zurück und beginnt die Handlung mit dem Tag einer Prostituierten. Der Rückblick endet, wie soll es anderes sein, mit einem Mord.

Zurück in der Gegenwart erfährt Marthaler persönlich gerade durch Zufall einen beziehungstechnischen Tiefschlag, den er mit den üblichen alkoholischen Mitten versucht zu heilen. Seine schwangere Freundin Tereza macht sich ihrerseits mit dem Bild des Museums auf den Weg zum Flughafen und wird überfallen und… [mehr wird an dieser Stelle nicht verraten].

Die Handlung überrascht im Fortlauf mit so einigen Entwicklungen, mit denen der Leser nicht unbedingt rechnet, ist in einigen kleinen Teilen jedoch auch etwas vorhersehbar. Das wirkt sich jedoch nicht auf den Aufbau der Spannung aus.

Auch „Die Akte Rosenberg“ kommt - wie die drei Vorgänger - nicht mit der Leiche der ersten Szene aus. Aber daran ist man ja gewöhnt.

Alles in allem ist „Die Akte Rosenberg“ wieder ein gelungener Krimi aus deutschen Landen, der sich deutlich von den leider viel zu weit verbreiteten Regio-Krimis auf z.T. nicht einmal Tatort-Niveau absetzt und erhält von mir – genau wie der Vorgänger – 95°

Auf dass wir nun die nächsten zwei Jahre warten um zu erfahren, wie es mit Marthaler und Tereza weitergeht…
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