Der heilige Eddy von Jakob Arjouni

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1990 - 2009.

  • Zürich: Diogenes, 2009. ISBN: 978-3-257-06685-2. 245 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2010. ISBN: 978-3-257-24017-7. 255 Seiten.
  • [Hörbuch] Zürich: Diogenes, 2009. Gesprochen von Jakob Arjouni. ISBN: 3-257-80245-5. 4 CDs.

'Der heilige Eddy' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Was für ein dummer Zufall: Ausgerechnet vor Eddys Wohnungstür gerät der derzeit meistgehasste Mann Berlins ins Stolpern – Imbissbuden-Millionär und Heuschreckenkapitalist Horst König. Denn das Letzte, was Eddy, ein sympathischer Trickbetrüger, der sich mit dem Ausnehmen betuchter Leute ein Leben als Musiker samt bürgerlicher Fassade im linksalternativen Kreuzberg finanziert, gebrauchen kann, ist die Aufmerksamkeit der Polizei. So wenig wie die von Königs Bodyguards, die draußen auf ihren Chef warten. Zwar weiß sich Eddy zunächst zu helfen, doch dann gerät die Geschichte außer Kontrolle. Der Fall Horst König wird zum Berliner Medienereignis und dessen Familie zum Freiwild für Boulevardjournalisten. Eddy plagt das schlechte Gewissen, und gerne würde er sämtliche Missverständnisse aufklären. Am liebsten gegenüber Königs schöner und exzentrischer Tochter Romy.

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Darix zu »Jakob Arjouni: Der heilige Eddy« 19.09.2013
Der „sympathische“ Trickbetrüger Eddy verunfällt die Finanzheuschrecke Horst König, den Bratwurst König, tödlich. Eigentlich wäre damit die komplette Handlung des "Krimis-Liebesroman-Comedy-Buch" beschrieben. Die Handlung orientiert sich überwiegend an Slapstick Elementen oder ist Inhaltllos. Arjourni schreibt im schnoddrigen Stil, mit einigen Plattheiten. Der gesamte Plot wirkt künstlich übersteigert ohne jeglichen realistischen Anspruch.
Die Aktion, das der Trickbetrüger den „Verunglückten König“, mit Unterstützung seines uneingeweihten Freund, in einem Sofa versteckt, entsorgt, ist noch der bessere Teil des Krimis. Bei weitem hat der "Heilige Eddy" nicht das Niveau von Arjournis Frankfurter Privatdetektiv, mit Migrationshintergrund. Auch als Fan seiner anderen gelungenen Bücher ist der Heilige Eddy unterdurchschnittlich.
Anja zu »Jakob Arjouni: Der heilige Eddy« 02.06.2011
Leider... ich sage wirklich: Leider! finde ich das Buch so schlecht, wie ich die früheren Hessen-Krimis (so nenn ich sie halt) geradezu genial fand.
Was soll der Scheiß?
Absolut konstruiert - aber leider nicht in dem Maß über-konstruiert, dass man es wieder gut finden könnte.
Man liest es zu Ende, weil man Arjouni finden möchte, doch es bleibt bis zum absolut langweiligen Ende ohne Überraschung, ohne Esprit, ohne alles...
Und die Berlin - genauer:Kreuzberg - Kenntnisse sind an den Haaren herbeigezogen. In Fußgängerzonen spielt man hier nicht. Die zwei Fußgängerzonen, die es hier gibt, sind verpönt - vor allem bei Kreuzberger Musikern.
Vor paar Tagen hab ich mir nochmal 'Mehr Bier' gekauft, um mir Arjouni, wie er mal gut war, in Erinnerung zu rufen.
Er war so gut!
Aber der heilige Eddy ist echt Scheiiße
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
MaMa zu »Jakob Arjouni: Der heilige Eddy« 02.01.2011
(M)ein persönlicher Hauptspass. Seit den 80ern zählt Jakob Arjouni zu meinen absoluten Favoriten in Sachen deutsch-multikulturelle Kriminalkomödie.
Ein Gauner mit Hang zur tragikomischen gerät in eine fatale Situation für die diesmal wirklich nichts kann und die Räder von Zufall, Schicksal und geplantem Unvorgesehenem fangen an sich ineinader zu verzahnen. Köstlich, aber wie gesagt was den Autor angeht bin ich schon lange befangen. Von daher ist der Punkt "Inhaltslosigkeit" aus der Vorkritik auch nicht völlig von der Hand zu weisen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Herr Lazaro zu »Jakob Arjouni: Der heilige Eddy« 24.11.2010
Jakob Arjouni liefert uns hier ein nette kleine Geschichte über einen kleine Trickbetrüger, der im heutigen Berlin sein Auskommen sucht und findet, indem er mit teils abstrusen Finten und Täuschungen seine Opfer austrickst und natürlich ausnimmt. Früher hat Eddy als Hütchenspieler gearbeitet, bis die Leuten vom Balkan dies Gewerbe übernommen haben...
Und dan kommt ausgerechnet in seinem Treppenhaus der Selfmade-Man Horst König, der im Roman meistgehasste Mann Berlins aufgrund eines Missverständisses zu Tode, währen im Hauseingang Königs Bodyguards warten. Eddy windet sich wie ein Aal, um sich aus dieser Situation zu retten ohne die Aufmerksamkeit der Polizei auf seine nicht wirklich gesetzeskonforme Erwerbstätigkeit zu lenken.
Das ist alles wirklich köstlich, amüsant und sehr unterhaltsam erzählt, denn Arjouni ist wirklich ein sehr begabter Erzähler. Leider scheint er nicht wirklich etwas zu erzählen zu haben, denn der "Heilge Eddy" bleibt leider auf den Niveau der leicht zu konsumierenden, amüsanten und eingängigen Unterhaltung, nur Substanz hat die Geschichte keine. Klar, es werden ein paar Dinge angerissen, die derzeit auch in der Öffentlichkeit (zumindest ansatzweise) diskutiert werden, Stichwort Heuschrecken, Subventionsbetrug, usw. Auch die Boulevardpresse kriegt ihr Fett weg, aber damit hat sich der zeitkritische Teil des Heftchens auch schon erledigt. Der Rest: Leicht, eingängig, amüsant und bedauerlich inhaltslos.
Insofern passt auch das Äußere des Buches: Hätte der Verlag nicht extra voluminöses Papier, eine 12-Punkt große Schrift und außerordentlich breite Seitenränder verwendet, wäre die Rückenbreite mindesten ein Drittel schmaler ausgefallen, was dem Roman gerechter gewesen wäre. Insofern fühle ich mich als Leser irgendwie auch wie eines von Eddys Opfern: Einen Moment kurzweilig unterhalten, aber am Ende doch irgendwie übervorteilt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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