Eifel-Gold von Jacques Berndorf

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Eifel, 1990 - 2009.
Folge 5 der Siggi-Baumeister-Serie.

  • Dortmund: Grafit, 1993. 261 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2007. Gesprochen von Jacques Berndorf. ISBN: 978-3836801614. 8 CDs.

'Eifel-Gold' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Der größte Geldraub in der Geschichte der Republik: 18,6 Millionen sind weg. 'In seinen Eifelkrimis liefert Berndorf stimmige Porträts einer Landschaft und ihrer Bewohner – schlauer Bauern, Dickschädel, Eigenbrötler mit gelegentlich schweijkschen Zügen.' 'Daß die Eifel ein heißes Pflaster ist, kann man, bis auf wenige Ausnahmen, nicht gerade behaupten. Wenn man allerdings dem neuen Kriminalroman von Jacques Berndorf Glauben schenken darf, dann hat es die hiesige Bevölkerung knüppeldick hinter den Ohren’

Das meinen andere:

»Dass die Eifel ein heißes Pflaster ist, kann man, bis auf wenige Ausnahmen, nicht gerade behaupten. Wenn man allerdings dem neuen Kriminalroman von Jacques Berndorf Glauben schenken darf, dann hat es die hiesige Bevölkerung knüppeldick hinter den Ohren ...« (Kölner Stadt-Anzeiger)

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wampy zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 16.01.2016
Buchmeinung zu Jacques Berndorf - Eifel-Gold

„Eifel-Gold“ erschien 1993 als Originalausgabe im grafit Verlag. Es ist der zweite Teil derSerie um den Journalisten Siggi Baumeister.

Klappentext:
„Sagen Sie mal, werter Kollege“, Rodenstock sah auf die Steinplatten des Gartenweges, „fällt Ihnen bei dem Toten nicht etwas auf?“
Marker nickte. „Ja, und es macht mir Angst. Aber sagen Sie mir zuerst, was Ihnen aufgefallen ist.“
„Omerta“, sagte Rodenstock.
„Richtig“, knurrte der BKA-Mann.
„Könnt ihr das mal für den zweiten Bildungsweg erklären?“ bat ich.

Ausgerechnet in der verschlafenen Eifel passiert der größte Geldraub in der Geschichte der Republik. 18,6 Millionen sind weg – und mögliche Täter gibt es genug: RAF, Mafia, Kurden, Russen, Neonazis? Eine harte Nuß für Siggi Baumeister, der auch noch das Verschwinden seiner Katze Krümel aufklären muß.

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Eifelkrimiserie um Siggi Baumeister beginnt unspektakulär. Siggi Baumeister erhält einen anonymen Anruf und als er zeitgleich mit einer Polizeistreife am vermutlichen Tatort eintrefft, finden sie zwei an Bäume gebundene Männer, denen jeweils ein Kartoffelsack übergezogen wurde. Nach kurzer Zeit wird klar, dass ihnen ein Geldtransporter abhanden gekommen ist. Dann ist es mit der Ruhe vorbei – sowohl in der Eifel als auch im privaten Umfeld Baumeisters.
Mir hat dieser Einstieg sehr gut gefallen. Neben den kriminalistischen Entwicklungen sind es vor allem die Schilderungen aus dem direkten Umfeld Baumeisters, die prägend für diesen Krimi sind. So „darf“ Siggi sich um eine alte und etwas verwirrte ältere Frau aus seiner Nachbarschaft kümmern. Diese Szenen sind einfach köstlich. Wie zu erwarten reißen überregionale Behörden den Fall an sich und versagen „natürlich“ auf ganzer Linie. Allein die Allianz aus Baumeister und Rodenstock bringt etwas Licht ins Dunkel. Baumeister spricht mit einigen Beteiligten und der pensionierte Kommissar Rodenstock bringt seine Kontakte und seine Erfahrung ein. Dazu die knorrigen Eifler, die der Autor liebevoll zeichnet. Die Auflösung des Ganzen ist ein Meisterstück.
Die Geschichte ist vorwiegend aus der Sicht Baumeisters geschrieben. Sie ist leicht und flüssig zu lesen. Die Eifler werden als Verlierer der wirtschaftlichen Entwicklung gezeichnet, die sich jedoch nicht unterkriegen lassen. Die Figuren wecken Sympathie, auch wenn sie ihre Ecken und Kanten und auch ihre privaten Probleme haben.
Fazit:
Mir hat dieser zweite Fall für Siggi Baumeister ausnehmend gut gefallen. Er kommt ohne übermäßige Gewaltdarstellungen aus und überzeugt durch die ruhige Vorgehensweise des Journalisten. Er fährt mal hier hin, dann woanders hin und führt seine Gespräche. Dann fährt er heim, informiert sich über die Fortschritte der polizeilichen Ermittlungen, bespricht sich mit Rodenstock, grübelt nach, kümmert sich um die kleinen Probleme der Nachbarn und weiter geht’s. Aktionselemente kommen eher im Umfeld vor, wenn zum Beispiel Löscharbeiten bei einer brennenden Scheune beschrieben werden. Dazu die liebevoll und sympathisch gezeichneten Figuren , die überraschende Auflösung und auch die Tatsache, das Baumeister nicht verprügelt und auch nicht verfolgt und bedroht wird. Dafür gibt es von mir fünf Sterne und 90 von 100 Punkten.
Remi zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 08.01.2015
Ist schon wahr, dass ein kritischer Blick, die Glaubwürdigkeit schrumpfen lässt. Aber ehrlich gesagt, Logik und Realismus ist eine selten vorkommende Stärke von Krimis. Es ist ein nettes lokal-regional gefärbtes gewaltfreies und athmosphärisch wohltuendes Stück Krimi-Freizeitlektüre. Die "Frauen, die vom Himmel fallen" bechreibt treffend, dass es Berndorf nicht für nötig hält, allen Figuren ein ordentiches Intro zu verpassen. Ich schreibe es der Gemütlchkeit von Autor und Eifel zu.
siemel zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 08.08.2012
Als Unterhaltung teilweise nicht schlecht, aber das Agieren der Personen ist teilweise schon merkwürdig. Ein Beamter des LLA/BKA wird kaum einen Jounalisten und einen pensionierten Kriminalbeamten in seine Ermittlungen einbeziehen. Glaubwürdiger wäre, wenn die Beiden Protagonisten in der Art von Privatschnüfflern agieren und den Behörden immer einen Schritt voraus wären. Die Handlung ist nicht immer nachvollziehbar und teilweise kommt auch die Logik zu kurz. Für mich ist dieser "Krimi" mehr im Bereich der Märchen für Erwachsene anzusiedeln. Eine nette Unterhaltung bei der man seine Intelligenz nicht allzusehr strapazieren muß.
Klobelesen zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 27.04.2012
Dann hier auch noch mal:
Michael Preute ist ganz gut, Jacques Berndorf nervt ein wenig in den Eifel-Krimis.
Preute, der Journalist, erzählt gute Kerngeschichten mit urigen Charakteren. Jacques Berndorf hingegen ist Hard Boild für Arme. Man nehme Dashiell Hammet, Raymond Chandler, Mickey Spillane, ein hart gekochtes Ei, eine Kuckucksuhr und etwas gelsenkirchener Barock, gebe eine Karte der Eifel hinzu, das ein oder andere Katzenfell, etwas Wetterbericht, ein Naturkundebuch, in den Mixer, brr, brr, brr, fertig ist ein Berndorf-Krimi. Baumeister und Rodenstock sind schon lange fällig wegen Amtsanmaßung. Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft bezieht sich auf die Dienstgrade Polizei-/Kriminalmeister bis Erster Polizei-/Kriminalhauptkommissar. Dem Rodenstock müsste ich nicht mal meinen Perso zeigen (auch als er noch im Dienst war). Und die Frauen, die vom Himmel fallen...das konnten die Autoren, wo Berndorf abgekupfert hat, besser. Wahrscheinlich hat er nur die Varianten aus Hollywood gesehen, die mit Curry`s Katzenfutter? Die Romane verlaufen anders als die Filme. Und ja, ich habe alle Berndorf gelesen und/oder gehört. Weniger Berndorf, mehr Preute, das wär`s.
mahomi zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 17.08.2011
Auch nach Jahren noch mein Lieblings-Eifelkrimi.

Das Schönste sind die genauen Beschreibungen der Menschen - als Bauernkind aus der Eifel kann man die einzelnen Personen mit Namen benennen. . und die stundenlang auf der Stelle tuckernden "Bulldogs" klingen noch immer in den Ohren.

Habe am Badesee angefangen, das Buch zu lesen und viele stirnrunzelnde Blicke wegen meines Gekichers geerntet ;-)

M.
Rohana zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 25.07.2010
Nach wie vor mein Lieblings-Eifelkrimi. Gerade weil das Hauptaugenmerk mal nicht auf Mord und Totschlag sondern auf den Personen, dem Humor, der pfiffigen Planung,... liegt. Ein Buch, bei dem man viel zu schmunzeln und zu lachen hat.
Und wenn man dann noch die Eifel durchstöbert auf den Spuren der Handlung - das macht einfach einen Riesenspaß!
Wer allerdings den klassischen Krimi - Mord, Mördersuche, Aufklärung - erwartet, der wied enttäuscht sein.
Ralph Conway zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 04.08.2009
Für mich einer der besten Romane der Serie.

Hinreißend! Ich konnte nicht aufhören, bis ich durch war. Und am Wochenende bin ich in die Eifel gefahren, in eine Kneipe gegangen und habe mich an den "Menschen" erfreut.

Okay, wer zahlreiche Morde benötigt, um gefesselt zu sein, kommt hier eindeutig zu kurz.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
krimileser26 zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 19.10.2008
Hab mich mal geschenkt bekommen, von einer Freundin aus der Eifel.und anstandshalber gelesen, aber nicht mal fertig. Die Geschichte war ganz nett, aber dann doch nicht so spannend, dass ich unbedingt das Ende wissen wollte. Schade! Vielleicht muss man einfach auch aus der Ecke kommen um so richtig viel Spaß dran zu haben. Aber die Spannung wird dadurch natürlich auch nicht besser.
WelpeMax zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 19.07.2008
Der zweite Band einer kurzweiligen Serie ( 252 Seiten), doch trotz geringer Seitenzahl ist das Buch lesenswert, denn die Eifelwelt ist eine eigene die der Autor weiter sehr gut und schön beschreibt, auch gefiel mir das die Personenhandlung um Baumeister fortgesetzt wird und der Protagonist mehr Tiefgang bekommt. Er beschreibt die Launen der eigenbrötlerischen Eifler sehr gut und man kann sich voll und ganz in das Geschehen hineinversetzen! Das Buch hat einen wirklich tollen Schluß wie ich finde.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sonja100 zu »Jacques Berndorf: Eifel-Gold« 20.06.2008
Das Buch fand ich klasse. Endlich mal kein Mord im Mittelpunkt. Und die Lösung des Falles ist einfach einmalig und kann wohl nur in der Eifel stattfinden. Ein Buch zum Entspannen und schmunzeln.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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