Nachgefragt – Interviews mit Autoren & Co.

»Wir sind selbst manchmal überrascht, was für ein Arschloch er ist.«

Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt haben mit Der Mann der kein Mörder war einen vielbeachteten Debütroman vorgelegt. Am Rande der größten Buchmesse Skandinaviens sprach Lars Schafft mit den Autoren über ihren fiesen Protagonisten, schwedische Eigenarten und den zweifelhaften Segen der Familie.

Henrike Heiland ist Zoë Beck und Zoë Beck ist … ja wer eigentlich?

Erkältungsgeplagt saßen wir uns auf der Buchmesse gegenüber, plauderten über Verlage und ihre Verkaufszahlen, den dritten Teil des Lexikons des unnützen Wissens und welche Halsschmerztabletten die Besten sind und so verschoben wir das Interview. Wieder fit erzählte uns Zoë Beck etwas zu Schottland, Alkoholismus, Beziehungen und Krisen der unter-schiedlichsten Art. Und natürlich auch, wie es um Zoë Becks Verhältnis zu Henrike Heiland steht.

»Ich schreibe ganz einfach die Art von Büchern, die ich selber gerne lesen würde.«

Sehr zum Leid unseres Redakteurs, der die hübsche Schwedin sicherlich gerne persönlich getroffen hätte, musste Camilla Läckberg aus gesundheitlichen Gründen ihre Lesungen in Deutschland absagen. Im Interview erzählt die Autorin sympathisch und frei von jeglicher Attitüde aus ihrem Leben und über ihre Arbeit.

»Viele Menschen haben eben mehr als nur eine Heimat. Ich finde, das ist ein Geschenk.«

Der sympathische Mittdreißiger, der bereits ein Sachbuch über Al-Qaida verfasst hat, wagt sich mit seinem Debüt an ein Thema, das manch anderer nicht mit der Kneifzange anfassen würde: Terror in Deutschland – sehr real und nicht ganz ungefährlich.

»Wie bringe ich das BKA in die maximale Bredouille?«

Ein vierfaches Debüt im August: Der frischgebackene Autor Jenk Saborowski, dessen Erstling Operation Blackmail letzen Monat erschien, gibt sein erstes Video-Interview und das sogar direkt in der Essener Krimi-Couch-Redaktion. Autor und Chefredakteur Lars Schafft auf der *echten* Krimi-»Couch«.

»Möglicherweise bin ich besessen!«

Mit Der bessere Mensch erscheint dieser Tage bereits der dritte Band der Major-Schäfer-Reihe, und trotzdem sind seine Krimis immer noch ein Geheimtipp. Jörg Kijanski sprach mit dem Autor über die Entstehung seiner Figuren, Wien, Österreich, Deutschland und die Eroberung vom Rest der Welt.

»Manche Figuren laufen mir zu.«

Wieviel Inge Löhnig in Kommissar Dühnfort und Agnes Gaudera steckt, oder wieviel Lisbeth Salander in Vicky Senger und warum ihre Charaktere manchmal regelrecht fordernd sind und manche selbst der Autorin schwer zugänglich bleiben, erfuhr Jörg Kijanski im Interview mit der Münchener Autorin.

»Ich würde gerne mal Geister treffen.«

Colin Cotterill hat mit Briefe an einen Blinden den nunmehr vierten Band rund um den sympatischen Pathologen Dr. Siri vorgestellt. Er sprach mit unserem Redakteur Lutz Vogelsang über seine neue Heimat Thailand, seine Probleme mit den Koventionen des Krimigenres und zeigt sich enttäuscht darüber, dass ihm bis jetzt noch kein Geist begegnet ist.

Lukas Erler, finden Sie Rache politisch korrekt?

Seit letztem Jahr neu im Krimi-Geschäft ist Lukas Erler. Mit Ölspur und Mörderische Fracht liegen schon die beiden ersten Teile seiner Trilogie um den Wissenschaftler Thomas Nyström vor. Jürgen Priester sprach mit ihm über seine Berufung, die Schwierigkeiten als Debütant und natürlich über seine Trilogie.

»Was Stephen Hawking und Muhammad Ali mit seiner Hauptfigur gemein haben«

Sein Serienheld leidet an Parkinson. Warum der Australier Michael Robotham seine Charaktere quält, verriet er Jürgen Priester und plauderte dazu über seinen neuen Roman Todeswunsch.

»Diese Angst, dass jetzt alles verloren geht«

Mechtild Borrmann hat mit Wer das Schweigen bricht kürzlich ihren vierten Roman vorgelegt. »Ein Treffer«, findet Jochen König und bat die Autorin zum Gespräch. Mechtild Borrmann spricht über ihr großes Vorbild George Simenon, ihren Bezug zum Niederrhein und seinen Menschen, und stellt klar, dass sie literarisch auch zukünftig ungern in die Breite gehen würde.

»Ich bin kein Freund von Whodunnits«

Vincent Kliesch, der sich als Comedian bereits einen Namen gemacht hat, hat mit Der Todeszauberer seinen zweiten Roman rund um den genialen Ermittler Julius Kern vorgelegt. Mit Andreas Kurth sprach er über ein Leben zwischen crime und comedy, den Tod als größte menschliche Urangst, und stellt klar, dass der Mörder in seinen Thrillern immer die Hauptperson ist.

Ein Ostfriese auf der Brooklyn Bridge

Klaus-Peter Wolf hat mit Ostfriesenfalle bereits seinem fünften Band aus der Reihe rund um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vorgelegt. Für den Vorgänger hat er den Krimiblitz gewonnen, den Lars Schafft in Ostfriesland persönlich übergab.

»Nietzsche auf dem iPad«

Nietzsche auf dem iPad – hätten Sie das von einem Thriller-Autoren wie Cody McFadyen erwartet? Krimi-Couch-Chefredakteur Lars Schafft traf den US-Amerikaner auf seiner Lesereise in Deutschland und sprach mit ihm über seinen aktuellen Roman Der Menschenmacher.

»Das sehe ich sportlich.«

Frank Nowatzki ist Chef von Pulp Master und verlegt laut FAZ die »außergewöhnlichste Krimireihe des Landes«. Er sprach mit Lars Schafft über die Entstehung des Verlages, den Begriff »Pulp« und warum die Themenauswahl bei gerade einmal drei Veröffentlichungen im Jahr besonders wichtig ist.

»Themenkrimis mit Lokalkolorit«

Armin Gmeiner ist Chef des Gmeiner-Verlags, den er vor fünfundzwanzig Jahren gegründet hat. Er sprach mit Lars Schafft über seine ersten Veröffentlichungen, den momentanen Trend zu Regionalkrimis und verrät, dass der Reiz am Verlegen für ihn darin liegt, auch mal daneben zu liegen.

»Ich will niemanden belehren – aber ich tue es.«

Matti Rönkä ist für seine Buchreihe rund um den Privatermittler Viktor Kärppä mit Krimipreisen überhäuft worden, obwohl es in seinen Büchern eigentlich keine Verbrechen gibt. Er sprach mit Jochen König über Entfernte Verwandte, seine Arbeitsweise und fragt sich, wie lange sein Protagonist wohl noch die Kraft haben wird, weiterzumachen.

»Immer drei Teile: set up, conflict, solution – solides Kochrezept, nicht sonderlich originell, aber äußerst praktisch.«

Jörg Kijanski hatte Gelegenheit dem Autor einige Fragen zu seiner Commissario-Tron-Reihe zu stellen. Auch nach sechs Teilen seines Helden noch nicht überdrüssig, erzählt Nicolas Remin über seine Vorliebe für Venedig und das 19. Jahrhundert und gewährt einen Einblick in seine Art des Recherchierens und Schreibens.

»Ich bin kein Krimiautor mehr.«

James Ellroy spricht mit Jochen König über sein Werk und lässt dabei tief blicken. Der Kultautor, dessen Blut will fließen kürzlich als Taschenbuch erschien, über sein jüngstes Werk, seine Abneigung gegen Rock’n Roll und Fußball, sowie darüber, warum er an der Gegenwart kein Interesse mehr hat.

»Man sieht es eigentlich diesen kleinen Büchern gar nicht an, was da alles an Vorarbeit geleistet werden muss.«

Günther Butkus ist Verleger des Pendragon-Verlags, den er vor dreißig Jahren gegründet hat. Lars Schafft sprach mit ihm darüber, wie man einen Kleinverlag so etabliert, dass er jetzt nicht nur runden Geburtstag, sondern auch einen Deutschen Krimipreis feiern kann.

Bücher als Wale

»Lars Kepler will Stieg Larsson im Himmel Hallo sagen« – das schwedische Autorenduo Alexander und Alexandra Ahndoril klärt uns über die Bedeutung ihres Pseudonyms auf und verrät Details aus dem noch 2011 erscheinenden Nachfolger von Der Hypnotiseur.

American Girl, American Stories

Andreas Kurth sprach mit der amerikanischen Thriller-Autorin Meg Gardiner darüber, warum sie sich im Flachen wohler fühlt als in der Höhe, warum sie niemals einen englischen Landhauskrimi schreiben wird und über ihren aktuellen Roman Die Buße.

Wider das Vergessen

Wolfgang Franßen sprach mit Ernesto Mallo über seinen neuen Krimi Der barfüßige Polizist von der Calle San Martin, die Narben, die die Diktatur in Argentinien hinterlassen hat und warum kein Buch die Welt verändern kann.

Wir verwandeln Verbrechen in Unterhaltung

Im zweiten Teil des Interviews spricht David Peace über die schwierige Situation für Autoren in England, die Einflüsse der japanischen Kultur und wieso er sich im Krimigenre gar nicht richtig wohl fühlt.

Eine Art von Wahrheit

David Peace hat mit Tokio, die besetzte Stadt sein zweites Werk aus der Tokio-Reihe vorgelegt. Krimi-Couch-Redakteur Wolfgang Franßen ist mehr als nur begeistert. Grund genug für ihn, den britischen Erfolgsautoren zum Gespräch zu bitten. Im ersten Teil spricht David Peace über sein neuestes Werk, sein Leben in Japan, und warum es manchmal besser ist, in Tokio zu sein, um über West-Yorkshire zu schreiben.

»Deutsche Leser sind sehr erfahren in Psychologie und im menschlichen Kräftespiel«

Wie man beim Fliegenfischen entspannt, warum Bayern München eigentlich in einem seiner Bücher vorkommen sollte und was hinter seinem neuen Psychotriller Der Professor steckt – darüber sprach Andreas Kurth mit dem US-Amerikaner John Katzenbach.

Mit einer Kuhweide als Hinterhof

Derek Nikitas ist mit seinem atmosphärischen Krimi-Debüt Scheiterhaufen ein Achtungserfolg geglückt. Von Kritikern hochgelobt, für den amerikanischen »Edgar« nominiert, war Nikitas’ Erstling bei uns auf der Krimi-Couch der Volltreffer im Oktober. Jürgen Priester erzählte Derek Nikitas ein wenig über sich und sein Werk.

Once Upon A Time …in den Alpen

Während der Frankfurter Buchmesse ergab sich für Jochen König die Gelegenheit, Thomas Willmann zu interviewen, dessen Debüt Das finstere Tal sowohl auf der Krimi-Couch wie der Histo-Couch die Kritiker wie viele Leser zu Recht begeisterte.

Das Geräusch der Gänse

»Ein Impfstoff kann eine tödliche Bedrohung sein.« Lutz Vogelsang sprach mit dem Forscher und Autor Paul McEuen über sein Debüt Spiral, biologische Waffen und warum er sich Fotos von seinen Lesern wünscht.

Mäuse und Musen in der Falle

Nach dem (verdienten) Überraschungserfolg mit Warten auf Poirot erscheint jetzt mit Die Musenfalle der zweite Roman der österreichischen Autorin Nora Miedler. Warum sie diesmal eher auf Raymond Chandlers Spuren wandelt und welche Rolle Agatha Christie trotzdem spielt, verrät Nora Miedler Krimi-Couch-Redakteur Jochen König im Interview.

»Wussten Sie, dass ich in einer psychiatrischen Klinik gelebt habe?«

Jochen König sprach mit dem dänischen Shooting-Star über sein Sonderdezernat Q, merkwürdige Freunde und warum die Deutschen die lustigsten Menschen der Welt sind.

»Eine toxische Gesellschaft!«

Wolfgang Franßen sprach mit Roger Smith über seinen neuen Thriller Blutiges Erwachen, seine Heimat Südafrika und warum seine drastische Schilderung alltäglicher Gewalt mit der Realität trotzdem nicht mithalten kann.

Titelfinden ist wie Trüffelsuchen

Ohne ein entsprechendes Schwein oder Hündchen zu sein. Der Österreicher Thomas Raab über seinen Roman Der Metzger geht fremd, Leichtes und Schocker sowie sein Dasein als Musiker.

Spannung ohne Splatter

Die irische Autorin Tana French über ihre beiden Psycho-Thriller Grabesgrün und Totengleich, die Unnötigkeit von ausufernder Gewalt und darüber, warum der Verzicht darauf zwangsläufig längere Bücher mit sich bringt.

Ein Geist, ein Pathologe, Linguistik

Natürlich dürfe man sowohl über ihren Krimi als auch über sie selbst lachen. Was es mit Sprache, Geistern und Pathologen in ihrem Roman Kühlfach 4 auf sich hat, erzählte die Niederrheinerin Lars Schafft im Interview.

»Ich schlafe noch nicht auf Bahnhöfen.«

Der Wahlmünchener aus Nordrhein-Westfalen schreibt Krimis, die in Amsterdam spielen. Über seinen neuesten, Totenengel, und das vorherrschende Thema Sterbehilfe sprach mit ihm Lars Schafft.

»Es ist nicht wie bei Derrick, wo am Ende immer alles gut wird und das Böse im Knast landet.«

Mit seinem Commissario Proteo Laurenti verband Veit Heinichen die Vorliebe für dieselben Triestiner Bars und Restaurants. Jetzt nicht mehr: »Wenn er hereinkommt, gehe ich sofort heraus. Der Mann ist unverschämt geworden.« Ein Gespräch mit dem Autor über seinen neuen Roman Die Ruhe des Stärkeren.

Ohne Schmerz kein Weiterkommen

No pain, no gain – so fasst der britische Autor zusammen, was seine Figuren aus seiner Javier-Falcón-Reihe durchmachen müssen. Was das mit Fröschen, Skorpionen und der russischen Mafia zu tun hat, verriet er uns im Interview.

Der forensische Kriminalist in Tradition von Sherlock Holmes

Der Bestseller-Autor (Der Knochenjäger) plauderte mit uns über seinen neuen Roman Der Täuscher und seine Vorliebe für Sauerbraten. Dazu warnt er vor Glühbirnen und Bloggern …

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ISSN 1862-7528