Der siebte Tag von Ingrid Black

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

deutsche Ausgabe erstmals 2003 .
Ort & Zeit der Handlung: Irland / Dublin, 1990 - 2009.

  • London: Headline, 2003 The Dead. 314 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 2004. Übersetzt von Birgit Moosmüller. ISBN: 3-570-00747-2. 447 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. ISBN: 3-442-46050-6. 447 Seiten.

'Der siebte Tag' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Monotoner Regen zermürbt die Dubliner Bevölkerung. Da reißt ein Brief an die Lokalzeitung die Stadt aus der Lethargie. Ein vermeintlicher Serienmörder, der vor Jahren sein Unwesen trieb und aufgrund von Formfehlern wieder freikam, kündigt fünf Morde in sieben Tagen an. Die Polizei wendet sich an die damalige Sonderermittlerin Saxon, einer Ex-FBI-Agentin ohne Vornamen, aber mit unkonventionellem Vorleben. Ist der Brief echt? Die Antwort scheint mit dem ersten Mord an …

Das meint Krimi-Couch.de: »Idee gut, Ausführung durchschnittlich« 76°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Ex-FBI Agentin Saxon – ihren Vornamen kennen wir nicht – sitzt wie jeden Tag beim Frühstück in ihrem Stammlokal, als der von ihr nicht sehr geliebte Reporter Nick Elliot sie um Hilfe bittet. Ein Brief ist bei der Zeitung aufgetaucht, in dem ein Mann fünf Morde in sieben Tagen ankündigt. Der Schreiber gibt sich für Ed Fangan aus, der vor einigen Jahren wegen einer Reihe von Morden verhaftet wurde, allerdings wegen Formfehlern freigelassen werden musste. Saxon hatte den Auftrag, ein Buch über ihn schreiben. Sie weiß allerdings sehr genau, dass der Brief nicht echt ist, denn Fangan ist seit langem verschwunden. Ein pikantes Detail: Sie wollte ihn damals in eine Falle locken und als er dies durchschaute und ihr auflauerte, erschoss sie ihn in Notwehr und vergrub die Leiche in den Bergen.

Ich weiß etwas, was du nicht weißt

Saxon ist mit der Leiterin der Dubliner Mordkommission Grace Fitzgerald liiert und wird auf deren Betreiben in die Ermittlungen als Beraterin eingebunden, als die erste Leiche gefunden wird. Sie fühlt sich wie ein Fremdkörper im Team und wird von den Kollegen nicht ernst genommen, insbesondere da sie als Einzige die Theorie (die gar keine ist) vertritt, dass es sich bei dem Mörder nicht um Fangan handelt. Zudem hält sie es sinnvoll, ein Täterprofil erstellen lassen, was Grace’ Chef ablehnt. Da sie von ihrer Buchrecherche den Kriminalpsychologen Dr. Lawrence Fisher kennt, wendet sie sich an ihn, doch dieser hat nicht die Kapazität ihr zu helfen. Er verweist sie an den Amerikaner Mort Tillman, der sich anlässlich einer Vortragsreihe zufälligerweise in Dublin aufhält. Saxon ist nicht begeistert. Seit ihrem Ausscheiden aus dem FBI hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihm und das hatte einen guten Grund. Sie gab ihm in ihrem ersten Buch öffentlich die Schuld am Scheitern der damaligen Ermittlungen. Gute Voraussetzungen also für die Tätersuche im aktuellen Fall. Und der Mörder scheint zu halten, was er verspricht, denn man findet ein zweites Opfer in der Nähe des Tatortes, an dem auch Fangan sein zweites Opfer hinterließ.

Der Daily Telegraph soll angeblich über »Der siebte Tag« geurteilt haben: »Das Beste an dem Buch ist wohl, dass man einfach nicht auf den Täter kommt!« Falsch! Ich muss zwar zugeben, das ich auf Seite 200 im wahrsten Sinne des Wortes dreimal geraten habe, aber ich landete mit dem letzten Namen einen Volltreffer. Spitzfindig frage ich mich: und wenn man doch auf den Täter kommt, ist das Buch dann auch noch gut?

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Die Handlung wird zum Teil relativ rasch vorangetrieben, denn der Mörder lässt den Ermittlern nur sieben Tage Zeit. Das Serienkiller-Motiv lockt die Leser sicherlich, wobei die Grundidee zwar nicht neu ist, aber die Variation des Themas, nämlich dass einer im Team weiß, dass die anderen auf der falschen Fährte sind, aber sich nicht offenbaren kann, spricht an. Die Autorin kommt bei ihrer Geschichte auch ohne Unmengen blutiger Details aus und beschreibt die Situationen ausreichend. Nur: eine Menge Morde in so kurzer Zeit sind noch keine Erfolgsgarantie. Es werden so viele Namen von früheren und potentiellen Opfern ins Spiel gebracht, dass leicht Verwirrung aufkommt. Dadurch gewinnt man den Eindruck, dass der Handlungsablauf durch Verzicht auf Details noch ein wenig mehr Straffung vertragen hätte. Ich halte es zudem für übertrieben, dass die Autorin auf Teufel komm raus Verdachtsmomente für so ziemlich jeden »Mitwirkenden« schüren möchte, auch wenn dies schön der Reihe nach geschieht.

Insgesamt wirkt »Der siebte Tag« auf mich wie eine Mischung aus einem Roman von Val McDermid – zumindest die Stimmung am Anfang des Buches könnte auch von ihr stammen – und "Cupido" von Jilliane Hoffman, vielleicht weil die Protagonistin persönlich involviert ist. Allerdings finde ich zu Saxon keinen Zugang, was bedauerlich ist. Die Idee ist gut, aber die Ausführung ist bestenfalls durchschnittlich – für einen Erstling dennoch ganz passabel und locker lesbar im Stil. Man kann getrost die Taschenbuchausgabe abwarten und braucht nicht den hohen Preis für die gebundene Ausgabe zu investieren.

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sabrina waßmer zu »Ingrid Black: Der siebte Tag« 04.11.2006
Ich bin 14 Jahre alt und muss in der 9 klasse ein Buch nehmen und eine Biographie und Inhaltsangabe schreiben ich habe mich für das Buch der Siebte Tag entschieden da es sehr interessant ist und super geschrieben echt klasse ich hab schon viele Bücher gelesen aber das ist das beste überhaupt. Mann glaubt mann weiß wer der Killer ist doch dann wendet sich wieder das Blatt echt klasse kann mann nur weiter empfehlen.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Eagle zu »Ingrid Black: Der siebte Tag« 15.03.2006
Ich denke Ingrid Black ist der Roman "Der Siebte Tag" super gelungen, denn er zwingt einen weiterzulesen, damit man entlich herausfinden kann, wer Saxon ist und wer eigentlich hinter den Morden steckt. Das Buch ist eine Investition für alle, die auf markabere Bücher und Krimilanromane stehen.
Meine Mreinung: "Der siebte Tag" ist ein absolutes Must have!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Elisabeth zu »Ingrid Black: Der siebte Tag« 12.12.2005
Meine Mutti und ich waren mal wieder zusammen shoppen,als wir in einen Buchladen gingen und meine Mutti,wie immer zielstrebig, nach etwas suchte und ich nicht recht wusste was ich machen sollte.Also nahm ich mir allen neuen Krimi-Bücher Erscheinungen diesen Monats vor und fand von 'Ingrid Black'-Der siebte Tag...(ich suche die Bücher immer nach den Klapptexten aus) Mir gefiel der Klapptext schon auf anhieb...(das Buch blieb nach 'Klapptext leserei' als letztes übrig)also haute ich meine Mutti an mir das Buch zukaufen...
Und ich muss sagen eines der best strukturierten Bücher die seitlangen wieder mal gelsesen habe.In nur 2 Tagen habe ich das Buch 'verschlungen'(brauche sonst so 1-2Wochen),was ja schon wieder schade ist,da ich jetzt kein Buch mehr zu lesen habe...
Schöne Dialoge(vorallendingen sarkastisch),bis zum Schluss kommt man eigentlich nicht auf den Täter...Sehr gut-kann ich nur weiterempfelen...erinnert mich,keine Ahnung warum,irgendwie an den Roten Drachen von 'Thomis Harris'....
Lg M.ElisabethI. E.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
HelgaR zu »Ingrid Black: Der siebte Tag« 19.01.2005
Ein sehr spannender Krimi, mit einer aussergewöhnlichen, aber durchaus sympatischen Protagonistin, die keinen Vornamen hat, sondern nur Saxon heißt. Die Geschichte ist aufgebaut auf einer Art Schnitzeljagd, d.h., es ist wie ein großes Puzzle, bei dem die Stücke immer wieder hin und hergeschoben werden, in alle möglichen Richtungen und man nicht genau weiß, wo sie hingehören.

Kaum glaubt man, man kommt der Lösung näher, wird schon wieder die Richtung geändert und es ist für die Ermittler schwierig, die Ankündigungen richtig und vor allem rechtzeitig zu erkennen.

Ein sehr gutes Debüt, mit einem wirklich überraschendem Ende und ich hoffe sehr, dass es noch weitere Bücher geben wird.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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