Verflucht seist du von Inge Löhnig

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.
Folge 5 der Konstantin-Dühnfort-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2012. ISBN: 978-3-548-61123-5. 400 Seiten.
  • [Hörbuch] München: audio media, 2012. Gesprochen von Pascal Breuer. 5 CDs.

'Verflucht seist du' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der Selbstmord einer jungen Frau erschüttert München. Aber war es überhaupt Selbstmord? Warum wird ein Freund der Toten kurz darauf heimtückisch ermordet? Kommissar Dühnfort und sein Team folgen der blutigen Spur eines Mörders und verstricken sich dabei in einem Netz aus Lügen, Verrat und Eifersucht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Mobbing, Drogen und Glucken-Mütter« 80°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Kommissar Konstantin Dühnfort und sein Team werden am frühen Morgen auf eine Baustelle in der Münchener Vorstadt Unterhaching gerufen. Die Ermittler brauchen ein paar Umwege, bis sie herausfinden, dass es sich bei der Leiche um einen Jugendlichen aus dem Viertel handelt. Daniel, so der Name des jungen Mannes, hat einige Tüten mit hochwertigem Ecstasy und etwas Bargeld in den Hosentaschen. Die Nachforschungen der Polizei im Umfeld des Toten, das vor allem aus Kindern wohlhabender Eltern besteht, führen zunächst zu keiner brauchbaren Spur. Daniel passt im Grunde nicht in die Clique – im Gegensatz zu seinen Freunden stammt er aus eher einfachen Verhältnissen. Die Polizisten vermuten daher, dass Daniel mit Drogen gedealt hat, um seiner Ex-Freundin Mika zu imponieren. Kompliziert wird die Situation zusätzlich durch den Selbstmord von Mikas Freundin Isa vor einigen Wochen. Scheibchenweise enthüllen sich dem Leser und den Ermittlern die komplizierten Zusammenhänge. Es gibt weitere Tote, bis der Kommissar diesen Fall aufklärt, der in heftiger erschüttert, als er sich zunächst eingestehen will.

Inge Löhnig hat in ihrem neuen Roman aus der Dühnfort-Reihe gleich mehrere Themen angepackt. Es geht um den Standes-Dünkel wohlhabender Familien, um die Orientierungslosigkeit Heranwachsender, um Imponiergehabe, Drogenhandel und Internet-Mobbing. Die Autorin versteht es wirklich gut, diese zahlreichen Aspekte ihrer Geschichte in unterschiedlicher Intensität anklingen zu lassen. Es gelingt ihr auch, sich nicht thematisch zu verzetteln, sondern sie arbeitet das gewissermaßen nacheinander ab. Und während Inge Löhnig mit gewohnt leichter Feder den fesselnden Plot entwickelt, lässt sie immer neue Wendungen einfließen. Der zunächst scheinbar beiläufig stattfindende Kriminalfall nimmt Dühnfort immer mehr gefangen, obwohl er sich eigentlich lieber auf sein gerade spannendes Privatleben konzentrieren möchte.

In Krimi-Reihen muss ja da Leben des Protagonisten auch weiter erzählt werden. Die Autorin macht das recht geschickt, für Dühnforts aus dem Team ausgeschiedene Freundin Gina gibt es eine neue Kollegin, die ihm phasenweise richtig auf die Nerven geht. Als Dühnfort schließlich ihre komplette Vorgeschichte kennt, entwickelt er durchaus mehr Verständnis für sie, denn ihre Arbeit macht sie ausgezeichnet. Soziale Netzwerke haben den Polizisten Dühnfort bisher nicht interessiert, jetzt muss er sich zwangsweise damit auseinander setzen. Er meldet sich schließlich sogar selbst bei Facebook an, weil er eingesehen hat, irgendwann schon aus dienstlichen Gründen nicht mehr darum herum zu kommen. Mobbing im Internet ist ein hochaktuelles Thema, wie auch widerstrebend Dühnfort zur Kenntnis nehmen muss, aber das Ausmaß überrascht ihn dann doch. Inge Löhnig hat dieses Thema hervorragend in ihren Plot eingebaut, ohne es zu dominant werden zu lassen.

Einzelromane oder eine Reihe – vor dieser Fragen stehen Autoren sicherlich oft. Und ich habe von verschiedenen Schriftstellern dazu auch schon stets gut begründete, aber höchst unterschiedliche Meinungen gehört. Die Dühnfort-Reihe von Inge Löhnig ist besonders gelungen, denn die Autorin schafft es, auf konstant hohem Niveau zu schreiben, ihre Figuren glaubhaft weiterzuentwickeln und gleichzeitig aktuelle Themen in ihre gut durchdachten Fälle einzubauen. Und etwas besonders wichtiges gelingt ihr auch immer wieder – den Leser am Ende zu überraschen, weil er zuvor nicht wusste, wer der Mörder war. Ein Lesevergnügen der besonderen Art.

Andreas Kurth, Februar 2013

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walli007 zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 02.11.2015
Eine unheimliche Reihe

Micas beste Freundin Isa hat sich umgebracht. Lukas und Mica versuchen über den Verlust ihrer Freundin hinweg zu kommen. Glücklicherweise haben sich Mica und Isa nach einem Streit wieder versöhnt, wären sie im Unfrieden auseinander gegangen, wäre Mica untröstlich. Als dann auch noch Micas Ex-Freund Daniel umgebracht wird, muss Kommissar Dühnfort ermitteln. Er wohnt inzwischen mit seiner Kollegin Gina zusammen und deshalb dürfen sie nicht mehr in der selben Abteilung arbeiten. In der Mordkommission ist nun die neue Kollegin Kirsten Tessmann tätig, noch muss sie sich ins Team einfügen.

Mit klarer Stimme wird dieses Hörbuch vorgetragen von Pascal Breuer. Ausdrucksvoll liest er von den Ermittlungen Kommissar Dühnforts und seinen Kollegen, von den Sorgen und Nöten der jungen Menschen, die in kurzer Zeit zwei schreckliche Verluste zu beklagen haben. Können die Todesfälle zusammenhängen? Ein Selbstmord und ein Todesfall, bei dem vieles auf einen Mord im Drogenmillieu hindeutet. Akribisch geht der Kommissar jedem kleinen Hinweis nach. Dabei stellt es sich durchaus als schwierig heraus an die benötigten Informationen zu kommen. Der Fall entwickelt sich zu einem nervenaufreibenden Puzzle, bei dem zunächst nicht alles zusammenpasst. Doch nach und nach ergibt sich das Bild eines Beziehungsgeflechts, dass schließlich tödliche Auswirkungen hatte.

Um die Spannung zu erhalten, ist es leider nicht möglich zu sagen, was einen beim Hören mit den Zähnen knirschen lässt. Welch perfide Gedankengänge führen hier zu so tragischen Ergebnissen. Man gewinnt den Eindruck, dass es Herrn Breuer sehr gut gelingt, die sich langsam steigernde Spannung auf den Leser zu übertragen. Doch in manchen Momenten möchte man fliehen, denn die Vorstellung einer solchen Tat, erfüllt mit einigem Widerwillen, allerdings nicht mit Unglauben.
Edith Sprunck zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 31.01.2015
Dieser Krimi hallt lange nach. Die Suche nach einem Mörder wird verknüpft mit mehreren Schauplätzen menschlicher Schwächen. Grenzüberschreitungen in verschiedenen Formen werden in erschütternder Deutlichkeit beschrieben, ebenso die Rolle, die Äußerlichkeiten wie gutes Aussehen, Statussymbole und die Herkunft eines Menschen für viele Menschen einnimmt. Es wird u.a. aufgezeigt, wohin es führen kann, wenn Menschen den Vorstellungen anderer nicht genügen oder dagegen revoltieren. Viel Raum wird dem Thema Trauer in zahlreichen Phasen und Facetten gewidmet. Auch das Thema Schuld -subjektiv und objektiv gesehen - erfährt gebührend Aufmerksamkeit. All dies wird ausgezeichnet in eine bemerkenswert bildhafte Sprache gekleidet. Inge Löhnig malt mit Worten Bilder in bunten wie in düsteren Farben. Absolut lesenswert!
rolandreis zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 18.08.2014
Zu Beginn wird der Leser mit vielen verschiedenen Handlungssträngen konfrontiert, die sich aber mit jedem weiteren Kapitel schlüssig miteinander verflechten. Inge Löhnig greift in diesem Buch das höchst aktuelle Problem des Internet-Mobbings auf und lässt einen Krimi entstehen, der von der ersten bis zur letzten Seite gut geschrieben ist. Auch in diesem Buch kommt das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz. Insgesamt ein sehr guter klassischer und kurzweiliger Krimi. Mir gefällt diese Reihe um Kommissar Dühnfort, werde sicherlich weitere Bände lesen.
Wolf Bühler zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 17.11.2013
"Verflucht seist du"

ein sehr spannender Kriminalroman!
Die Abläufe sind kurzweilig gestaltet und mit Facebook wird eine realistische GEFAHR angesprochen.

Nur bei dem Konfuzius-Zitat: "Es gibt im Schicksal des Menschen keine Hintertüren für Glück und Unglück" handelt es sich um eine Abwandlung von einem LAOTSE-Zitat.

Diesen Kriminalroman empfehle ich gerne weiter...

WOLF
Eglfinger zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 03.09.2013
Die Autorin, Inge Löhnig, traut sich an ein Thema ran, dass meines Erachtens viel zu wenig Beachtung in den Medien findet. Es geht um den Missbrauch von sozialen Netzwerken indem Menschen psychisch soweit verletzt werden, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich das Leben zu nehmen. In diesem Krimi findet diese Art von Mobbing gleich zweimal statt. Das eine mal stellt die beste Freundin, die darüber enttäuscht ist, dass ihre Freundin ihr nicht bei einem Schulaufsatz helfen will, ein Handyvideo bei YouTube ein, dass sie zeigt, wie sie betrunken auf einer Party ihre Brüste entblößt. Später wird sie selbst zum Opfer, als ein Facebook-Freund beim Blind-Date sie versetzt und ein Foto von ihr postet und darunter schreibt: "Mein Date!!! Bin sofort geflüchtet. War doch kein Fehler, oder?" Weitere Kommentare, wie Fette Sau, folgten. Während das eine Mädchen behütet aufwuchs und von all Ihren Freundinnen gemocht wurde und somit ein gesundes Selbstbewusstsein hatte um damit umgehen zu können, trieb es das andere Mädchen, dick und ohne Selbstbewusstsein, in den Selbstmord. Diese beiden Beispiele veranschaulichen nicht nur, was mit belanglos erstellten Kommentaren in den sogenannten sozialen Netzwerken, für ein Schaden angerichtet werden kann, sondern auch, wie Menschen darunter leiden können, wenn sie nicht dem durch die Medien erzeugten Idealbild entsprechen.
Inge Löhnig schafft es, diesen Hintergrund in einen spannenden Krimi einzuflechten. Sie betreibt dabei keine Gesellschaftskritik, sondern überlässt es den Leser selbst, sich daraus ein Bild zu machen. Dies tut vor allem dem Lesefluss sehr gut.
Die Beschreibung der Personen und der Stimmung - die unerträgliche Hitze oder die überfürsorgliche Mutter, die jede freie Entwicklung der Kinder beinahe erstickt - finde ich gelungen, auch wenn ich feststellen musste, dass es vielleicht förderlich gewesen wäre, wenn ich die vorher erschienen Bücher der Dühnfort-Reihe gelesen hätte.
Der Spannungsaufbau ist sehr gelungen und das Ende ist überraschend.

Mein Fazit:

Ein sehr lesenswerter Krimi, der zum Nachdenken anregt. Ich werde die anderen Bücher der Reihe auf jeden Fall auch noch lesen. Von mir gibt es ♥♡.
Schmitti zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 19.02.2013
Dies war mein erstes Buch mit Kommissar Dühnfort und sicher nicht das letzte aus der Reihe. Die Autorin beschreibt in rasantem Tempo und mit viel Einfühlungsvermögen eine höchst tragische Geschichte, die in einer Katastrophe endet.

Dieser Roman hat alles, was einen guten Krimi ausmacht. Authentische Figuren, reichlich Überraschungen, hohes Tempo und ein unerwartetes Ende. Eine düster gezeichnete Studie über eine Clique Jugendlicher, die auseinander bricht. Aber auch über überbehütende Mütter, die keine Grenzen kennen. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Ermittler auch ein Privatleben haben. Absolute Leseempfehlung von mir. Die vier Vorgänger sind schon bestellt.
petrakrimi zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 18.02.2013
Muss mich meinem Vorgänger anschliessen. Für mich war es der schlechteste Krimi von Inge Löhnig. Habe mich manchmal gefragt ob er überhaupt von Inge Löhnig geschrieben wurde.
vieles war mir zu weit hergeholt alleine die Selbstmorde, kann nur sagen, schade, hatte mich auf einen guten Krimi gefreut aber leider nur eine mittelmässige Lektüre erhalten.
synoeve zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 23.01.2013
Daniel wird nachts in einem dunklen, leeren Rohbau erschossen. War er ein Dealer und hat sich Ärger aus dem Drogenmilieu eingehandelt? Oder steht der Mord in Verbindung mit dem Selbstmord von Isa? Isa gehörte zu Daniels Clique und hat sich vor einigen Wochen das Leben genommen. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen scheint unwahrscheinlich und das Team um Tino Dühnfort verfolgt verschiedene Spuren, doch keine scheint zum Täter zu führen. Tino gibt nicht auf und was er zutage fördert ist mehr als erschütternd.
Neben diesem Fall muss sich Dühnfort auch mit der neuen Kollegin, Kirsten, befassen, mit der er und Alois nicht so recht warm werden.

Inge Löhnigs neuer Dühnfort wurde von vielen Lesern sehnsüchtig erwartet, so auch von mir. Privat hat sich einiges getan bei Tino und Gina. Im Team gibt es eine Neue, Kirsten, die allerdings so ganz anders ist als Gina, deren Stelle sie eingenommen hat. Kirsten ist eher kühl und distanziert, aber eine gute Polizistin. Sie hatte privat einiges zu verkraften und ist wohl deshalb so abweisend. Allerdings ist Dühnfort wieder der einzige, der von nichts weiß. Das Privatleben von Alois wird auch erschüttert und er erfährt zum ersten Mal, was richtige Angst ist.

Der Fall den Tino und sein Team bearbeiten hat viel mit dem reellen Leben zu tun. Es geht um falsche Freunde, die sich auf facebook tummeln und Jugendlichen das Leben zur Hölle machen können. Virtuelle Freunde, von denen sich jeder seine Fassade selbst zusammen basteln kann. Mobbing im Internet scheint bei Schülern weit verbreitet. Doch auch die Eltern tragen ihren Teil dazu bei. In der heutigen Leistungsgesellschaft werden Kinder oft vom kranken Ehrgeiz der Eltern angetrieben, sie halten dem Druck nicht mehr Stand, wollen ausbrechen. Doch dem Diktat der Eltern zu entkommen ist für viele unmöglich. Wichtig ist die „gute Gesellschaft“, die jedem der anders ist, unangepasst, mit Argwohn und Misstrauen begegnet.
Inge Löhnig führt uns vor Augen, was passieren kann, wenn diese Faktoren zusammen treffen. Und was sie beschreibt ist nicht weit hergeholt, nicht nur Fiktion.

Die Autorin hat uns einen Krimi serviert, der nicht leicht zu verdauen ist. Mit viel Bezug zur Realität und dem, was wir tagtäglich in unserer Gesellschaft erleben. Doch es wäre nicht Inge Löhnig, wenn sie die schwere Kost nicht so verpackt hätte, dass die Freude am Lesen nicht zu kurz kommt. So hat der Krimi mich hervorragend unterhalten, mich aber auch zum nachdenken angeregt. Und dazu, vermehrt ein kritisches Auge zu haben, auf die sozialen Netzwerke und wie die Menschen miteinander umgehen.
Inge Löhnig spricht mir in vielen Dingen aus dem Herzen.

Ein sehr empfehlenswerter Krimi, Inge Löhnig wird immer besser. Da können wir uns noch auf einiges gefasst machen.
Und nun beginnt es wieder...das Warten auf den nächsten Fall.

Leider kommt die Ironie mit der „Triologie“ nicht richtig rüber, da die Mutter es im Text richtig sagt. Ansonsten konnte ich nur einen kleinen Fehler entdecken ;-)
c-bird zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 14.01.2013
Ein Krimi-Highlight

Der zwanzigjährige Daniel wird nachts auf einer Baustelle erschossen. Die Polizei findet bei der Leiche Drogen und Bargeld. Hatte Daniel wirklich wieder begonnen zu dealen? Der junge Mann gehörte einer Clique an und erst wenige Monate zuvor hatte Isa, ein weiteres Mitglied der Clique Selbstmord begangen. Zufall oder Zusammenhang? Isa war ein Opfer von Cybermobbing. Wer ist dieser geheimnisvolle Sascha, den Isa nur durch Facebook kannte, sie aber dennoch in den Selbstmord trieb? Kommissar Dühnfort stößt zunächst auf eine Mauer des Schweigens.
In seinem fünften Fall bekommt es der Münchner Kommissar mit der jüngeren Generation zu tun. Soziale Netzwerke, das Internet, Dinge, die für die jungen Leute zum ganz normalen Alltag gehören. Hier muss sich Dühnfort manchmal erst herantasten. Doch mit Hilfe seines Teams gehen die Ermittlungen zügig voran. Neu im Team ist Kirsten, sie hat die Stelle von Gina übernommen. Anfänglich kommt Dühnfort gar nicht mit der Neuen klar, doch die junge Frau zeigt ihre Kompetenz.
Der Erzählstil wie immer hervorragend. Inge Löhnig gelingt es durch ihre Beschreibungen eine dichte Atmosphäre zu schaffen, ganz klar Bilder entstehen im Kopf. Die Stimmung der jeweiligen Szene wird sehr gut eingefangen und übertragen.
Viele falsche Fährten oder Spuren, die dann doch im Sand verlaufen lassen eine Spannung entstehen, die Ihresgleichen sucht. Man fiebert förmlich auf der Jagd nach dem Täter mit und fliegt nur so durch das Buch. Ein wahrer Page-Turner.
subechto zu »Inge Löhnig: Verflucht seist du« 13.01.2013
Das Beste gewollt...

Um es gleich vorwegzunehmen, der neue Kriminalroman von Inge Löhnig, "Verflucht seist du", ist meiner Meinung nach der beste aus der Reihe um den kultigen Münchner Kriminalkommissar Konstantin Dühnfort. Doch worum geht es?

Daniel wird nachts in einem halbfertigen Haus erschossen. Der junge Mann gehörte zu einer Clique, in der kurz zuvor Isa Selbstmord begangen hatte. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Toten? Isas Freundin Mika stellt selbst Nachforschungen an...

Soziale Netzwerke, Mobbing im Internet, Party-Drogen und sogenannte Helikopter-Mütter, das sind die Zutaten aus dem der mittlerweile 5. Fall für Kommissar Dühnfort und sein Team gemacht sind. Viele Spuren, falsche Fährten, Lügen und Intrigen... am Ende sind insgesamt vier Menschen tot, sinnlos gestorben, weil irgendjemand immer nur das Beste wollte.

Gut gefallen haben mir wieder die vielen falschen Fährten, die Frau Löhnig für den Leser auslegt und somit die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt. Auch sprachlich hat sich die Autorin meiner Meinung nach von Buch zu Buch weiterentwickelt. Der Roman lebt im wahrsten Sinne des Wortes durch Zitate, diesmal u.a. von Goethe und Shakespeare.

Ihre Figuren haben sich ebenfalls weiterentwickelt, so ist Tino nicht mehr mit der spröden Agnes, sondern mit der sympathischen Gina zusammen und sie schmieden sogar Zukunftspläne. Obendrein gibt es eine Neue in Dühnforts Team. Des Weiteren ist die Geschichte nicht mehr so schwermütig und tiefgründig wie die ersten, sondern aktueller, brisanter.

Fazit: Nach ihrem gelungenen Debütroman "Der Sünde Sold" konnte sich Inge Löhnig meines Erachtens von Buch zu Buch steigern. Mit "Verflucht seist du" ist ihr erneut ein ausgezeichneter Kriminalroman gelungen, unterhaltsam und spannend und somit nicht nur für Löhnig-Fans ein Muss. Deshalb 5* und meine absolute Leseempfehlung!

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