Die Kinder des Todes von Ian Rankin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel A Question of Blood, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Manhattan.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / Schottland / Edinburgh, 1990 - heute.
Folge 14 der John-Rebus-Serie.

  • London: Orion, 2003 unter dem Titel A Question of Blood. 542 Seiten.
  • München: Manhattan, 2004. Übersetzt von Claus Varrelmann. ISBN: 3-442-54550-1. 542 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Claus Varrelmann. ISBN: 978-3-442-46314-5. 540 Seiten.

'Die Kinder des Todes' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

In dem beschaulichen Küstenstädtchen South Queensferry erschüttert ein Blutbad die Öffentlichkeit: In einer Schule hat der ehemalige Elitesoldat Lee Herdman zwei Jungen erschossen, einen schwer verletzt und anschließend sich selbst getötet. Als John Rebus und seine Kollegin Siobhan Clarke zu dem Fall gerufen werden, gibt es eigentlich nur eine offene Frage: warum? Die Suche nach der Antwort führt die beiden Ermittler in das Herz einer kleinen Gemeinschaft und ihrer verlorenen Kinder. Eine zweite Spur reicht weiter in die Vergangenheit des Täters, dessen Schicksal Rebus nicht mehr loslässt. Selbst ehemaliges Mitglied der Special Air Forces, versucht er, sich in die Psyche Herdmans zu versetzen, um dessen Tat zu begreifen. Und damit ist er nicht allein: Ermittler der Royal Army schalten sich in den Fall ein, angeblich, um ähnliche Taten in Zukunft zu verhindern. Doch dann zeigt sich, dass ein paar frühere Kollegen Herdmans sowie eine Handvoll Jugendlicher aus Queensferry tiefer in den Fall verstrickt sind als zunächst vermutet. Und die Frage nach den Hintergründen eines vermeintlichen Amoklaufs verwandelt sich in ein immer größeres Rätsel, dessen Lösung so überraschend wie zutiefst schockierend ist …

Das meint Krimi-Couch.de: »I´m a poor lonesome cowboy and far away from home« 82°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Vor einigen Jahren sah ich in einem der dritten Fernsehprogramme eine Dokumentation über einen schottischen Krimiautoren und seinen Helden: Ian Rankin und seine Figur John Rebus. Damals schien der Schotte noch ein Geheimtipp in Deutschland zu sein und irgendetwas veranlasste mich, mir den Namen zu merken. Zurecht, wie sich nun herausstellte

Das Thema des vorliegenden Krimis ist leider nicht sehr fern von der Realität: Eine Schule als Ort einer grausamen Tat. Da erinnert man sich an Erfurt, Littleton und vielleicht auch Dunblane.

Grausame Realität

Ein Ex-Soldat der Eliteeinheit SAS marschiert in den Aufenthaltsraum einer Privatschule und erschießt dort zwei Schüler, ein Dritter wird verletzt. Danach richtet er die Pistole gegen sich selbst. Detective Inspector John Rebus wird zwar nicht direkt mit den Ermittlungen betraut, doch sein Kollege Bobby Hogan bittet ihn um Hilfe. Rebus war einst selbst Soldat, scheiterte jedoch an der Aufnahmeprüfung für den SAS. Vielleicht kann er aufdecken, warum Lee Herdman ausgerastet ist. Pikanterweise stellt sich heraus, dass eines der Opfer der Sohn eines Cousins von Rebus war. Die Untersuchungen werden nicht nur von den beiden Militärermittlern erschwert, die kräftig mitmischen wollen, sondern auch vom Vater des überlebenden Jungen, der als Parlamentsmitglied die Tat kräftig für seine Kampagne gegen Schusswaffen ausschlachtet.

Problematisch ist, dass gerade interne Ermittlungen gegen den Polizisten mit den unkonventionellen Methoden laufen. Marty Fairstone, ein Krimineller, der seiner Kollegin Siobhan nachstellte, ist unter mysteriösen Umständen in seiner Wohnung ums Leben gekommen. Ursache war eine ausgebrannte Friteuse. Wie es der Zufall will, war Rebus kurze Zeit davor in der Wohnung des Opfers und er musste just an diesem Tag ins Krankenhaus, um seine verbrühten Hände behandeln zu lassen. Es ist eigentlich klar, dass ihm niemand glaubt, dass er nichts mit dem Tod von Fairstone zu tun hat, nicht mal seine engste Kollegin. Man traut es ihm zu.

Rebus = Rätsel

Der Mann, dessen Name »Bilderräsel« bedeutet, gibt hier einige Rätsel auf. Er scheint eine Art einsamer Wolf zu sein und die Beschreibung des Attentäters ist vielleicht das Spiegelbild von Rebus. So lässt es Rankin eine Psychologin formulieren: Soldaten werden für den Extremfall ausgebildet und können nach ihrer Entlassung aus der Armee nicht entschärft werden. Auch Rankins Hauptfigur hat ein großes Päckchen zu tragen, hat ohne Frage eine Menge Ecken und Kanten, trinkt eindeutig zu viel und jede Minute meint man, der Absturz könnte kommen. Tut er aber nicht – vielleicht noch nicht? Mit seinem Gerechtigkeitssinn und seinem Nonkonformismus muss man den lonesome Cowboy einfach mögen. Und mit Siobhan Clarke steht ihm wenigstens jemand zur Seite, damit er nicht ganz so einsam ist, verliert er im vorliegenden Fall doch tragischerweise einen (aber wohl nicht sehr engen) Freund. Dass er überhaupt Freunde hat, finde ich schon erstaunlich …

Ian Rankin reißt mit, aber nicht, indem er atemlose Spannung verbreitet. Mit seiner Handlungsführung lässt er den Leser jedoch nicht mehr los, bis die Lösung gefunden ist. Eigentlich sind es ja sogar zwei Rätsel, die hier für die Spannung verantwortlich sind, obwohl Lee Herdman als Täter doch von Anfang an fest zu stehen scheint. Es ist interessant, dass Rebus nicht nur als Ermittler tätig ist, sondern dass gleichzeitig auch Ermittlungen gegen ihn laufen.

Zahlreiche Gründe also, weitere Bücher des schottischen Autors zu lesen und mehr über seinen Protagonisten zu erfahren. Sein Schottland ist nicht das der Highlander mit der gewaltigen Natur, sondern mit Edinburgh steht eine Stadt im Mittelpunkt, die eben nicht nur auf eine faszinierende Geschichte zurückblicken kann, sondern auch Heimat von Tragödien und Verbrechen ist.

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Sara zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 04.03.2009
Ich habe das Buch begonnen zu lesen und es kam sehr langweilig rüber doch nachdem ich einiges im Internet darüber gelesen habe, will ich sofort weiter lesen. Wer weiß, vielleicht ist es doch ganz in Ordnung und spannend so wie es im Internet geschildert wird.
Ich bin schon gespannt und freue mich auf das Lesen!!
shark zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 23.10.2007
Vielleicht war ich beim Lesen nicht in der richtigen Rebus-Stimmung, weil der Laphroaig leergetrunken war und irgendwie war das Buch davor besser…..

Wer die Rankin-Bücher chronologisch (wie sonst?) liest, kommt auch hier auf seine Kosten. Es ist nicht das stärkste Buch, schafft aber immer noch die typische Atmosphäre. Allmählich wird die Frage aber drängender, wie lange Rebus noch ermitteln will und kann.
Akill zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 02.09.2007
Schwacher Rankin - immernoch gehobener Krimi-Stoff

Mal wieder ein Buch was es mir sehr schwer macht zu einem Fazit zu gelangen. Ich habe praktisch das ganze Buch genossen und bin trotzdem der Meinung, dass das Buch im nachhinein enttäuscht.
Zu Beginn gelingt es Rankin mich als Serienleser direkt zu fesseln. Ist Rebus dieses Mal endgültig zu weit gegangen und hat einen Mord begangen? Es deutet zunächste vieles darauf hin. Der Leser wird geschickt im unklaren gelassen und traut diesem Inspector alles zu.
Auch der eigentliche Kriminalfall fängt sehr spannend an. Warum ermordert ein Ex-Elitesoldat zwei Schüler einer Privatschule.
Leider ist schon bald zu befürchten, dass Rankin zuviele Handlungsstränge auswirft. Zwar hat der geübte Leser kein Problem dem Geschehen zu folgen, jedoch ergibt sich durch Rankins Art alles miteinander zu verknüpfen ein Gesamtbild welches nicht realistisch ist. Zwar sind die meisten Einzelverbindungen ansich gut begründet und logisch, allerdings kommen alle Verbindungen zusammen doch zu einem recht seltsamen Bild. So ein geflächt hat wenig mit einem echten Kriminalfall zu tun. Sicher spannend bleibt es bis zum Schluss und Rebus sowei seine Partnerin Siobhan bringen den Leser immerwieder zum schmunzeln und mitleiden.
Schade dass der eigentliche Kriminalfall so schwach ist, so dass mal wieder eindeutig weniger mehr gewesen wäre. Dabei hat Rankin gar keine so konstuierten Fälle nötig um den Leser zu unterhalten.
Anette zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 19.08.2007
"Die Seelen der Toten" war mein 1. Rankin vor etwa 1Jahr. Mein Gott, der Mann kann schreiben! Ich" mußte" mir mittlerweile noch 5 Fälle des Inspektors kaufen, weil er einfach mal klasse ist!!! Ich liebe Krimis, aber diese hier von I. Rankin sind der Hammer, Danke dafür Mr. Rankin!!
kissace zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 08.06.2007
IAN RANKIN IS KING.. Absolut KEIN Buch der Inspector Rebus Reihe ist nicht lesenswert und dieses Machwerk ist eines der besten überhaupt.
Rebus at its best.
Am besten alle Romane kaufen und lesen.
Es machtz einfach immer wieder Spaß Rankins Romane zu lesen.
John Rebus und Siobhan Clarke werden sich immer ähnlicher und auch der tolle britische Humor kommt nicht zu kurz..
KAUFEN
krimimimi zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 26.03.2007
Wieder einmal ein Inspektor-Rebus-Roman, wie ich ihn liebe. Nichts ist so, wie es zuerst aussieht. Es lohnt sich immer quer zu denken und seine Meinung frei zu äußern, auch wenn man fast immer Schelte oder gar Dresche kassiert. Rebus kommt meinem bisherigen Liebling, Van Veeteren; immer näher. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer in Edinburgh. Übrigens: wenn Ihr auf Google-maps geht, könnt Ihr sogar die Fahrten oder Wanderungen des Rebus anhand des Stadtplans nachverfolgen. Klasse!
Jenny zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 06.03.2007
Das Buch hab ich schon etwas länger durch...
Aber I.R. ist einfach ein begnadeter Schriftsteller. Er hat uns eine komplett neue Welt aufgebaut. Einfach genial...
Ein Gruß an alle IR-Fans!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
mike neunübel zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 12.12.2006
Also ich finde Rebus immer wieder genial. Man sollte auch nicht immer wieder sagen das I.R. zu viele Personen ins Spiel bringt, wer das ernsthaft denkt sollte vielleicht mit Pipi Langstrumpf vorlieb nehmen.Wenn mir ein Buch nicht gefällt ,lasse ich es halt bleiben.Viele Grüße an alle Rebus Fans der Whiskysarkasmus lebe hoch!
Marissa zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 09.09.2006
das Buch hat mir von Ian Rankin bis jetzt ab besten gefallen. Vor allem das die Famielie von John Rebus endlich mal dabei war fand ich gut, ansonst schreibt ian darüber ja nicht viel.
Ich würde jedem der gerne Krimis liest aufjedenfall empfehlen.
MauricevanGoghski zu »Ian Rankin: Die Kinder des Todes« 31.08.2006
Irgendwann hatte ich Langeweile und hab im Laden nach irgendeinem Buch gegriffen, welches mich dann nicht mehr loslies. Es handelte sich um "Das Zweite Zeichen" on Ian Rankin. Seit dem lese ich nur nuch Rankin Bücher. Leider gehört "Die Kinder des Todes" noch nicht zu diesen Büchern.
Allerdings möchte ich eines verbessern: in irgendeiner Beschreibung hab ich gelesen, dass Rebus bei der SAS Aufnahmeprüfung bestanden hatte, aber freiwillig gegangen ist( sehr zum Ärger des SAS).

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