Die Rache der Kinder von Hilary Norman

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel Ralph\'s Children, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Bastei Lübbe.

  • Sutton: Severn House, 2008 unter dem Titel Ralph\'s Children. ISBN: 978-0727866738. 229 Seiten.
  • Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2009. Übersetzt von Rainer Schumacher. ISBN: 978-3-404-16318-2. 365 Seiten.

'Die Rache der Kinder' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Es begann als ein Spiel. Vier Kinder trafen sich in einem alten Hünengrab, um gemeinsam ein Buch zu lesen. Dann setzten sie das, was sie im Buch fanden, in die Wirklichkeit um.Sie nennen sich Jack, Roger, Simon und Piggy. Sie jagen Monster.
Monster, das sind Menschen, die anderen etwas zuleide tun. Und die nie dafür bestraft wurden.Doch was ist, wenn das Opfer unschuldig ist und aus dem Spiel tödlicher Ernst wird?

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Daniel zu »Hilary Norman: Die Rache der Kinder« 03.12.2010
Als ich das Buch gekauft hatte, war ich schon so richtig darauf gespannt. Als ich dann angefangen hatte zu lesen war die Spannung schnell vorbei. Die Erzählung der Geschichten der zwei Frauen war zwar recht gut geschrieben aber so was von langweilig! Als dann der Showdown kam (übrigens in der mitte des Buches!) war es zwar kurzzeitig recht spannend, flachte dann aber zusehends ab. Die letzten 30-40 Seiten waren dann aber so richtig öde, da man spätestens hier wusste wer der Täter ist.
Allerdings muss ich sagen das die Grundidee, 4 kinder die sich in einer Fantasie Welt verlieren und einer psychisch kranken Erwachsenen die sie auch noch dabei unterstützt, ziehmlich gut ist. Wäre Hillary Normann hier noch ein wenig mehr auf die psychosen der Charctere eingegangen und hätte das Buch nach dem Finale enden lassen, wäre daraus ein wirklich spannender Psycho-thriller geworden.
Von mir gibts deshalb 30°.
IRIS53 zu »Hilary Norman: Die Rache der Kinder« 24.08.2010
Eine Geschichte, die den Kopf zum Rotieren bringt. Vier Kinder, die sich mit einem Buch aus der realen Welt zurück ziehen. Kinder die von ihren Eltern misshandelt, ungewollt und ausgesetzt waren und somit in ein Kinderheim abgeschoben wurden. Was anfangs spannende Lektüre war, geht mehr und mehr in ein Rollenspiel über, das auch im Erwachsenenalter nicht abbricht. Solange die Kinder ihre Monster aussuchten um sie zu bestrafen traf es immer den Richtigen. Doch dann sucht der "Häuptling" 2 Monster aus. Ein Erwachsener, der sich schon seit Beginn ihres "Spiels" an die Kindergruppe gehängt hat. Hat man anfangs noch Mitleid mit den Kindern und kann ihr Handeln nachvollziehen, ja manchmal sogar gutheißen, ändert sich das, als die falschen Monster bedrängt werden.
H.Norman hat mit ihrem "Häuptling" eine besonders perfide Person geschaffen, die einem selbst am Schluss einen Schauer über den Rücken rinnen läßt.
icebox zu »Hilary Norman: Die Rache der Kinder« 27.06.2010
Kinder, allesamt mit sozial äuerst schwierigem Hintergrund,lesen gemeinsam ein Buch, indentifizieren sich mit den Romanfiguren und beschließen diese Nachzuspielen, mit Hilfe des "Häuptlings", hier in Gestalt einer, ebenso wie ihre "Schützlinge", psychisch gestörten Erwachsenen.
Der Anfang dieser Geschichte ist durch den seltsamen und scheinbar absolut zusammenhanglosen Aufbau etwas holprig geraten, wird aber mit der Zeit zu einem stimmigen Ganzen zusammengeführt und Hilary Norman holt aus zum Endspurt auf ein, leider ziemlich vorhersehbares Ende, welches auch wiederum kein richtiges Ende ist. Scheinbar können wir uns auf eine Fortsetzung der Geschichte freuen. Die Spannung jedenfalls bleibt bis über den Schluss hinaus erhalten und wirft weitere Fragen auf.
Wer Hilary Norman kennt, wird überrascht sein über den neuen Stil den sie mit "Die Rache der Kinder" ausprobiert und der so gar nicht den gewohnten "Norman-Geschichten" entspricht.
Gut gelungen, nach dem ersten Viertel des Buches dann auch verständlich , entwickelt sich die Gechichte zum Ende hin zu einem rasanten, empfehlenswerten PageTurner. Leider bleiben die Figuren etwas oberflächlich und blass, besonders wenn man den Hintergrund der Protagonisten betrachtet will man sich nicht so recht nicht mit ihnen anfreunden, da hätte man für einen Psychothriller noch mehr herausholen können. Einzige Ausnahme dabei ist Kate, die wir, sollte es eine Fortsetzung geben, sicherlich wiedertreffen werden.
JaneM. zu »Hilary Norman: Die Rache der Kinder« 31.08.2009
Vier Kinder in einem Kinderheim, die von ihren Eltern mißhandelt, vernachlässigt oder ausgesetzt wurden, treffen sich nachts heimlich, um sich gegenseitig aus "Herr der Fliegen" vorzulesen. Eine Mitarbeiterin des Heimes kommt hinzu und ist vom Tun der Kinder faziniert. Die Psychodynamik lässt schon hier zu wünschen übrig: warum die Kinder das machen und was für eine erwachsene Frau daran zu spannend ist, wird eher anhand einer flachen Küchenpsychologie erklärt. Dann beginnen die Kinder mit einem Spiel: sie geben sich Namen aus dem Roman und verfolgen, wie in der klassischen Vorlage, das Monster. Letzeres sind Erwachsene, die fies zu Kindern sind. Grund sind natürlich die eigenen erlittenen Traumata. Schnitt.
Die Kinder sind erwachsen und das Spiel wird ernster, so dass auch vor Mord nicht zurück geschreckt wird. Die Geschichte wird aus wechselnder Sichtweise erzählt, der der Kinder, der Sichtweise der ehemaligen Heimmitarbeiterin (die mittlerweile der "Häuptling" ist) und der der potentiellen nächsten Opfer. Die auserkorenen Opfer sind zwei Frauen, von denen eine eine Fehlgeburt hatte (sich aber als Journalistin Pro Abtreibung ausgesprochen hatte), die andere von ihren Eltern benötigt wurde, ihren behinderten Sohn in ein Heim zu geben. Was die mordende Meute dazu bringt, diese Frauen als "Supermonster" anzusehen, bleibt unklar. Einziges ansatzweises Highlight im Roman ist die Schilderung der Geschichten der beiden Frauen. Aber dies hat keinen Krimicharakter. Letztendlich geht das Spiel daneben- trotz flacher Handlung möchte ich zu viel verraten. Insgesamt eine absolut konstruierte Handlung voller logischer Brüche und realitätsfern ohne die - offenbar gewollten- Aspekte psychischer Störung schlüssig rüber zu bringen. In der Mitte taucht mal so etwas wie Spannung auf, um direkt ins völlig Vorhersehrbare abzudriften.
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