Die falsche Fährte von Henning Mankell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1995 unter dem Titel Villospår, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Schonen / Ystad, 1990 - 2009.
Folge 5 der Kurt-Wallander-Serie.

  • Stockholm: Ordfront, 1995 unter dem Titel Villospår. 427 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 1999. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3-552-04928-2. 492 Seiten.
  • München: dtv, 2001. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3423204206. 506 Seiten.
  • München: dtv, 2010. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 978-3423212168. 512 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2009. Gesprochen von Ulrich Pleitgen. gekürzt. ISBN: 342308605X. 6 CDs.

'Die falsche Fährte' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

»Ich lebe in einer Welt, in der sich junge Menschen das Leben nehmen, weil sie es nicht aushalten, dachte er. Wenn ich weiter Polizist sein soll, muss ich verstehen warum. So macht sich Kurt Wallander, Kriminalkommissar im schwedischen Ystadt, an die Aufklärung des neuen Falls. Gesucht wird ein Serienkiller, der in der Maske eines Indianers auf den Kriegspfad geht. Bei der so genannten «Skalpermittlung» kommt Wallander nicht nur dem Mörder auf die Spur, sondern auch einem Ring skrupelloser Verbrecher, der sich bis in die obersten Schichten der Gesellschaft zieht.

Das meinen andere:

«Ein schlichtweg atemberaubendes Buch. Ein Volltreffer ohne Schönheitsfehler!» (Bremer)

«Raffiniert und behutsam, dabei ungemein spannend, entwickelt der schwedische Autor eine unverwechselbare, beklemmende Atmosphäre, die weit über das hinausgeht, was ein durchschnittlicher Krimi zu bieten hat. Mankell beschreibt nicht nur die allmähliche Annäherung an eine kranke Täterseele – er legt gleich die ganze kaputte Gesellschaft mit auf die Couch.» (Der SPIEGEL)

«Die falsche Fährte verbindet die Gesetze des harten Action-Thrillers mit psychologischer Raffinesse.» (Brigitte)

«Der Roman birst vor Spannung …Man weiß nicht, was mehr verwundert: die Kunst des Autors, Verbrechen, Umwelt, und Aufklärung auf einamlige Art zu verweben, oder jene, die menschliche Ebene so zu zeichnen, dass lebensechte Figuren entstehen.» (Die Presse)

«Mankell schafft es, trotz der Abscheulichkeit der Verbrechen und der moralischen Verkommenheit der Opfer, den Impuls der Rachegelüste zu neutralisieren. Und statt des Schwelgens in gräßlichen Blutbädern das Verlangen des Lesers nach Erklärung zu wecken. Keine geringe Leistung für einen – wenn auch hochliterarischen – Thriller.» (Der Standard)

«Die Story ist überaus kunstvoll konstruiert, so dass selbst erfahrene Krimileser mit Spannung verfolgen können, wie sich die einzelnen Bestandteile zu einem Ganzen, Schauerlichen zusammenfügen." (Westdeutscher Rundfunk)

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Psychologische Struktur zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 01.02.2012
Die falsche Fährte ist sehr spannend geschrieben, bis zum Schluß hält man den Atem an, obwohl ziemlich schnell klar ist, wer der Mörder ist, kennt man die Motive nicht.
Es werden mehrere Fährten gelegt, die zuletzt zusammenführen.Die Figuren sind sehr genau beschrieben und psychologisch offengelegt, Spannung bis zur letzten Minute. Allerdings finde ich es schade, daß zum Schluß doch nicht ganz klar wird, was nun den Mörder letztlich zu seinen Taten getrieben hat, v.a. der Grund des Mord an seinem Vater, der ja aus der Reihe fällt, ist nicht ganz geklärt. Weiterhin finde ich es etwas verschenkt, daß die Brutalität der Morde im Vordergrund steht und nicht die Motive. Man weiß ungefähr was der Grund ist, Mädchenhandel ja, aber wie die einzelnen Spuren dann zusammenhängen finde ich persönlich sehr unklar...Aber dennoch ich habe dieses Buch nicht aus der Hand gelegt. Man hofft auf ein gutes Ende führ den Mörder, da er letztlich, aufgrund seines Alters und seiner Lenensumstände, trotzdem Sympathieträger ist.
Conan08 zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 09.01.2011
"Die falsche Fährte", meine 6. Wallander-Roman, hatte ich erst vor Kurzem zuletzt von Mankell gelesen. Von allen Wallander-Romanen hat mir dieser Roman am Besten, neben "Die weiße Löwin" bisher gefallen.

Bevorstechendes Merkmal in diesem Roman ist Brutalität mit der der Mörder vor sich geht.

Der Roman macht seinem Namen alle Ehre. Das böse Erwachen, "das dicke Ende" mit dem niemand gerechnet hätte seitens der Ermittler rund um Wallander kommt am Ende.

Ist für mich der bisher tiefgründigste Wallander-Roman was die Psycholgie angeht und gleichzeitig schockierendste Roman.

Die Thematik: Vergewaltigung und die daraus psychischen Störungen bzw. Folgen innerhalb und außerhalb einer Familie; und der Handel mit "Mädchen" (Minderjährigen) für ein "illegales" privates Rotlichtmileau, diese Thematik lässt einem zusammenzucken in der Hoffnung diese Dinge nur in Büchern zu lesen, und nicht selbst miterleben zu müssen.

Fazit: Mankell wird/schreibt mit jedem Roman besser und besser. Er setzt immer wieder einen drauf.

Mankell schafft es immer wieder ein aktuelles, bzw. ein brisantes gesellschaftliches Problem aufzuzeigen. Als Leser bzw. Ermittler sehen wir immer zuerst die Folgen der Probleme und dem "böswilligen" Fehlverhalten von Menschen. Erst gegen des Romans sehen wir/ erkennen wir die Ursachen der Probleme.

Das traurige in der heutigen Gesellschaft ist: Oftmals gibt es nur wenige Täter, aber viel zu viele Opfer, in der manche Opfer selbst zu Tätern werden, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Folglich leben die Opfer in ihrer eigenen Welt, die sie zum Schutz vor den "Raubtieren der Gesellschaft" erstellt haben.
Kasia zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 01.09.2010
"Die falsche Fährte" ist der 5te Roman aus der Wallander-Reihe.
Der Fall ist sehr spannend und der Leser, wie auch Kurt Wallander versteht die Zusammenhänge zwischen dem verbrannten Mädchen und dem Skalp-Mörder erst viel später.
Die Morde werden sehr brutal beschrieben, was manchmal ein wenig erschreckend ist.
Die Motive des Mörders sind nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass dieser Mensch sich in eine Idee reingesteigert hat und einfach nur psychisch krank ist. Erschreckend ist das Alter der betreffenden Person.
Im Großen und Ganzen sollte man das Buch gelesen haben, wenn man Wallander-Fan ist.
Andreas zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 20.07.2010
Dieses war mein erstes Buch von Henning Mankell. Ich muss sagen, ich habe schon bessere Bücher gelesen. Mir war es teilweise zu langatmig. Interessant waren die Motive des Mörders, was ich nicht wirklich verstanden habe war der Umstand, das Wallander als Opfer dienen sollte. Auch das der Täter von Anfang an bekannt war, ist nicht das was ich mir vorgestellt habe. Alles in Allem aber ein spannendes geschriebenes Buch
Alex zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 24.08.2009
Gruselig, brutal und traurig. Das Buch weckt ein hohes Maß an Emotionen. Und zwangsläufig stellt sich jeder Leser irgendwann die Frage: Wer ist hier der Täter, wer das Opfer?

Einziger Kritikpunkt: Dass Wallander, beziehungsweise seine Tochter ins Visier des Mörders rücken ist weder schlüssig, noch weckt es besondere Spannung.

Als Leser denkt man sich da, was soll Wallander schon passieren, wenn es in den vorigen Büchern nicht gelungen ist ihn zu erstechen, erschießen, zu Tode zu stürzen oder seine Wohnung zu sprengen. Und selbst Linda als Opfer ist nicht neu (s. Die Weiße Löwin). Hier hätte Mankell ruhig ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen können.
WelpeMax zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 27.07.2008
Das der Mörder früh feststeht tut dem Buch kein Abbruch es ist das Thema was fasziniert ... die Gesellschaftskritik ist gut, auch wenn sie in Büchern kaum Beachtung finden wird ! Das Buch ist nicht brutal, sondern die Welt bzw. die Situation in der wir leben! 100°

Warum Kinder irre sind liegt sicherlich nicht an Büchern oder PC - Spielen ...
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tedesca zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 12.06.2008
Ich fand es auch sehr interessant, den Mörder mit seinen Motiven von Anfang an zu kennen. Das verleiht Wallanders Ermittlungen eine völlig neue Perspektive.

Mir gefällt es auch gut, dass sich die Person Wallander immer weiter entwickelt, dass er eben nicht der Superheld ist, sondern ein ganz normaler Mensch mit all seinen Problemen, in denen man sich auch selbst immer wieder finden kann.
Heaven23 zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 06.03.2008
Ein überaus spannendes Buch, dass wirklich komplett ohne schönheitsfehler ist ! Die erzählweise von Mankell ist einfach erstklassig und wird kaum übertroffen ! allerdings wurde dem Leser hier schon von anfang an Täter und Motiv verraten. Aber gerade das macht es ja so einzigartig !
Dani zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 27.09.2007
Klar ist es kein klassischer Detektivroman, die Spannung ist jedoch während dem ganzen Buch vorhanden!
Dadurch, dass der Leser den Mörder kennt, Wallander jedoch nicht entwickelt sich eine enorme Spannung, vor allem weil letzterer den Mörder zuerst völlig falsch einschätzt.
Die Zweite (noch grössere) Spannung setzt ein, als Wallander schliesslich herausgefunden hat, wer der Mörder ist und nun selbst von ihm bedroht wird. Die Verfolgungsjagd ist etwas gar inszeniert, insgesamt jedoch ein enorm spannendes Buch und Mankells Schreibstil kann man nicht genug loben!!
Christian zu »Henning Mankell: Die falsche Fährte« 17.05.2007
Mankell verrät dem Leser zu Beginn Täter und Motiv. Die einzige Spannung, die dem Leser bleibt, ist also die Frage, wie der Täter überführt bzw gefasst wird. Und hierzu liefert der Autor eine selten dämliche Auflösung. Opfer Nummer 4 bestellt den Kommissar telefonisch zum Tatort seiner Hinrichtung, damit dieser den Täter auf frischer Tat festnehmen kann. Leider vermasselt der Kommissar die Festnahme, so dass sich noch eine wilde Verfolgungsjagd anschließt. Offenbar hat der Autor hier schon die Verfilmung im Hinterkopf.
Freunde des Detektivromans sollten dieses Werk meiden. Leser, die sich für die Probleme eines Kommissars mit seinem senilen Vater, mit seiner vernachlässigten Fernbeziehung und seiner unterbesetzten Dienstsstelle interessieren, können dem Werk vielleicht etwas Positives abgewinnen.
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