Böse Dinge geschehen von Harry Dolan

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Bad things happen, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei dtv.

  • New York: Amy Einhorn Books / G.P. Putnam’s Sons, 2009 unter dem Titel Bad things happen. 338 Seiten.
  • München: dtv, 2010. Übersetzt von Martin Ruben Becker. ISBN: 978-3423248129. 413 Seiten.

'Böse Dinge geschehen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

David Loogan ist Redakteur bei einem amerikanischen Krimi- Magazin. Eines Tages tritt sein Boss und Freund Tom mit einer ungewöhnlichen Bitte an ihn heran: Loogan soll ihm helfen, eine Leiche zu vergraben. Nun ja, unter Freunden tut man sich schon mal einen Gefallen. Loogan willigt ein. Doch als Nächstes ist der Boss selber tot. Und das ist noch lange nicht die letzte Leiche im kleinen Ann Arbor! Natürlich nimmt Loogan trotz entschiedener Warnungen seitens der zuständigen Ermittlerin selbst die Fährte auf. Während die beiden einander ständig in die Quere kommen, scheint nach und nach der gesamte Autorenstamm von Loogans Magazin das Zeitliche zu segnen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Mit spitzer Feder« 82°

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

Wir regen uns ja gerne über die manchmal recht seltsame Titelgestaltung der deutschen Verlage auf, die oft weder mit dem Originaltitel korrespondiert, noch einen inhaltlichen Bezug aufweist. Bei Böse Dinge geschehen handelt es sich tatsächlich mal um die genaue Übersetzung des Originaltitels Bad Things Happen, aber beide sind nicht besonders aussagekräftig oder attraktiv. Nimmt man die diesmal spartanische Covergestaltung aus der sonst sorgfältiger ausgestatteten dtv-Premium-Reihe hinzu, ist man eher geneigt, an dieser brillanten Krimi-Komödie vorbeizuschauen, zumal ausgerechnet Karin Slaughter, die eine verdammt gute Geschichte gelesen haben will, zitiert wird. Harry Dolan mag als Krimi-Autor ein Neuling sein, aber mit Sicherheit ist er ein begeisterter Krimileser, denn in seinem Debüt dreht sich alles um den Krimi. Kriminale, Kriminelle, Hobby-Kriminologen, Krimi-Autoren, Krimi-Verleger und Krimi-Leser – alle scheinen auf die eine oder andere Art versiert, wenn es darum geht, die bösen Dinge, die geschehen können, aufzuklären oder zu vertuschen. Dolan ist ein fulminanter Erstling gelungen, der mit Charme und viel Humor zu überzeugen weiß. Seine pointierten Dialoge rufen Erinnerungen an Gregory Macdonald, den Altmeister der Dialog-Kunst, oder an den trockenen Humor eines Elmore Leonard wach.

Harry Dolans Geschichte spielt in Ann Arbor, einem Universitäts- städtchen im Grüngürtel der Industriemetropole Detroit im US-Staat Michigan gelegen. Der studentisch geprägte Ort kann mit einer Besonderheit aufwarten, dem periodisch erscheinenden Kriminalmagazin »Gray Streets«. Aus einer Studentenzeitschrift hat Verleger Tom Kristoll eine Zeitschrift entwickelt, die ihm landesweit Anerkennung gebracht hat. Sowohl namhaften Krimiautoren, aber bevorzugt noch unbekannten Newcomern bietet Tom die Möglichkeit, sich mit Kurzgeschichten einem geneigten Publikum vorzustellen. »Pläne gehen schief, böse Dinge geschehen, Leute sterben« – so der lakonische, wie programmatische Tenor von Toms Magazin.

Ein junger Mann, der sich David Loogan nennt, versucht sein Glück bei Tom mit immer wieder abgewandelten Versionen einer Kurzgeschichte. Das weckt Toms Neugier. Er veröffentlicht nicht Loogans Geschichte, sondern stellt ihn als Lektor an. Die beiden Männer freunden sich an. Eines schönen Abends bittet Tom seinen neuen Freund, ihm bei der Beseitigung einer Männerleiche zu helfen. Von der Geschichte, die Tom ihm auftischt, es handele sich um einen gerade aus dem Gefängnis entlassenen Einbrecher, glaubt Loogan kein Wort. Er, ein Mann mit Vergangenheit, lässt sich nicht hinters Licht führen, aber er hilft ihm natürlich. Alles scheint auch glatt gegangen zu sein, bis Tom Kristoll eine Woche später aus dem Fenster seines Büros im 5. Stock gestürzt wird. Die Ermittlerin Elizabeth Waishkey steht vor den Fragen: cherchez la femme, da Toms Frau Laura ein Verhältnis mit David Loogan hatte und auch Tom selbst nicht ganz ohne war, oder cherchez la monnaie, da mit Toms plötzlichem Ableben eine Geldspur zu enden scheint, in die vermutlich eine ganze Autorenclique verstrickt ist. Spätestens ab jetzt dreht sich das Karussell mit Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen, mit Vermutungen und Verdächtigungen immer schneller und der Leser muss Obacht geben, damit er den Überblick nicht verliert.

Nach einem etwas gequälten Intro schreibt sich Harry Dolan warm und brennt ein richtiges Feuerwerk an spritzigen Dialogen, Wortwitzen, Anspielungen und Zitaten ab, was dem Leser ein Dauerschmunzeln beschert. Schwerdeutbar ist schon allein der Name des Protagonisten »Loogan«, von dem Waishkeys Kollege behauptet, kein Mensch im Staate Michigan hieße so und darauf verweist, dass in Raymond Chandlers Der große Schlaf der Ausdruck falle und einen »Rippenbohrer«, also einen Gangster bezeichne. Im späteren Verlauf der Handlung nennt Loogan sich »Ted Carmady« nach einer anderen Figur aus Chandlers Kurzgeschichten. Ohne literarischen Bezug, aber ein Ausdruck ihrer Extravaganz sind die Namen der Krimi-Autoren, die für Toms Magazin schreiben: Nathan Hideaway, Bridget Shellcross, Sean Wrentmore und Casimir Hifflyn. Das klingt very british. So kauzig wie ihre Namen ist auch ihr Verhalten – geprägt von verdienten und unverdienten Eitelkeiten. Ihre ganze Welt ist der Kriminalroman. Dafür leben sie und manch einer muss sogar dafür sterben.

Auch wenn vieles in Harry Dolans Krimi mit einem Augenzwinkern versehen ist, liegt ihm doch ein spannender Plot zugrunde. Harry Dolan glänzt mit einigen überraschenden Wendungen, falschen Spuren und falschen Identitäten. Hierbei zeigt der Autor sich auch eher in der britischen Krimi-Tradition verwurzelt, was einen schönen Kontrapunkt zum amerikanisch geprägten Konversationston setzt.

Der undurchsichtige David Loogan, der zuerst aus Freundschaft, später dann aus Eigennutz nach dem Mörder von Tom sucht, weil er selbst unter Verdacht steht, entwickelt sich zu einem zweiten Ermittler, der der smarten Elizabeth Waishkey mit Rat und Tat zur Seite steht. Dass die beiden sich dabei auch privat näher kommen, war vorauszusehen. Sehr angenehm, dass die Beziehung sich nicht holterdipolter, wie sonst üblich, entwickelt. Da werden wir wohl bis zur Fortsetzung (Very Bad Men) warten müssen, die voraussichtlich im Juli 2011 in den USA veröffentlicht wird.

Also: Kaufen, lesen, schmunzeln, weitersagen, damit Harry Dolan kein Geheimtipp bleibt.

Jürgen Priester, Dezember 2010

Ihre Meinung zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen«

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koepper zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 14.11.2011
"Eine rasante Achterbahnfahrt, bei der der Leser ständig Gefahr läuft, ins All geschleudert zu werden" so James Patterson. Das ist für mich maßlos übertrieben. Ich fand "Böse Dinge geschehen" mäßig spannend und phasenweise fast schon langweilig. Das Buch liest sich ganz gut, der Autor schreibt flüssig, die Dialoge sind okayt und zum Teil wirklich orginell. Aber ein Krimi lebt halt von der Spannung und die habe ich völlig vermisst. Ein zähes "Vergnügen" weitere Bücher von Dolan werde ich vorerst wohl nicht lesen.
herr-herbert zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 02.11.2011
Wie verhält sich jemand,der von einem Freund um Hilfe gebeten,so nach und nach erfährt,daß es sich bei dem Gefallen,zu dem übrigens ein Spaten mit bestimmten Eigenschaften notwendig ist,nicht um Gartenarbeit handelt,sondern vermutlich um die Entsorgung einer Leiche?Ich würde sagen:“Nein danke;ich bin ein fauler Hund“,meine KC-Freundin Stefanie würde sich so äußern:“Ich kann nicht,ich hab's im Kreuz“,der Held des Buches,der sich David Loogan nennt,macht sich auf in den Baumarkt,um einen Spaten zu kaufen.Ein ganz guter Start für einen Krimi.
Es bleibt nicht bei einer Leiche;es gibt reichlich Verdächtige,die allerdings meist auch als Leiche enden.Obwohl die Handlung in Ann Arbor,Michigan spielt,erinnert das Buch eher an den klassischen englischen Krimi.Der Plot ist plausibel und gut konstruiert,es gibt viele pointierte Dialoge,skurrilen Humor (Beispiel:“Schlafen ist eine meiner Stärken“) und Anspielungen auf klassische Kriminalromane.Schließlich spielt der Roman zu einem großen Teil im Milieu von Krimi-Autoren, die nicht nur auf dem Gebiet der fiktionalen Narration sehr kreativ sind,sondern es auch sonst faustdick hinter den Ohren haben.Der Buchumschlag passt also hervorragend,auch wenn kaum ein Autor noch mit dem Füllfederhalter schreibt.Erfreulich klischeefrei wird auch das gelegentliche Aneinander-geraten der Hauptperson,die der Sache auf den Grund geht,und der Ermittlerin der Trachtengruppe beschrieben.
Ganz so gefährlich.,wie es auf dem Klappentext angedroht wird ( der Leser laufe ständig Gefahr ins All geschleudert zu werden ),ist es nicht,aber wer bei einem Krimi auf Kinderschänder, soziopathische Serienkiller und ähnliche „moderne“ Täter verzichten kann,ist mit diesem Buch gut bedient.Ich jedenfalls hatte großen Spaß bei der Lektüre.
bookorpc zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 14.02.2011
Harry Dolan erster Roman “Böse Dinge geschehen” hat mich überzeugt, diesen Autor im Auge zu behalten.

Inhalt:
Der Mann, der sich David Loogan nannte, bekommt einen Job als Lektor bei einem Krimi - Magazin. Er hat eine Affäre mit der Frau seines Bosses; Hilft seinem Boss eine Leiche zu begraben und versucht dann selbst eine Reihe von Todesfällen aufzuklären…..

Mehr will ich gar nicht verraten, da die Geschichte sehr vielschichtig ist und ständig neue Personen oder Sachverhalte, die Geschehnisse verkomplizieren. Bis zum Schluss war mir nicht klar, was geschehen ist. Da im Buch ständig neue Thesen zu dem Tathergang in den Raum gestellt werden, machte ich mir selbst weniger Gedanken und kam dadurch auch nicht auf die Lösung. Die Wendungen in den Ermittlungen entwickelte während des Lesens eine Dynamik mit der ich so nicht gerecht habe. Die Charakter im Buch sind nicht schlecht ausgebaut, aber trotzdem entwickelte ich während des Lesens kein Gefühl für die Personen. Am Ende des ereignisreichen und fesselden Lesevergnügens bin ich gespannt auf das nächste Buch des Autors um herauszufinden, ob er das Level an unerwarteten Geschehnissen beibehalten kann.
Fazit: Böse Dinge geschehen erinnert mich an ein Spiel, in dem man ein Ereignis vorgestellt bekommt und dann durch Hypothesen und Fragen zum Täter kommt.
FRHamburg zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 21.01.2011
Der Roman ist eher mittelmäßig und für echte Krimifans a la Richard Stark, Raymond Chandler oder Mickey Spillane völlig uninteressant. Es wirkt alles "very old british" und dürfte allenfalls Inspector Barnaby-Fans und diverse Literaturzirkelbesucher wirklich rundum gefallen. Der Roman ist "nett", gut geschrieben aber kein Aha-Erlebnis. Dazu kommen zu viele handelnde Personen, ohne einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Es würde mich nicht wundern, bald eine TV-Verfilmung zu sehen, natürlich von der BBC. Alles hübsch konstruiert, aber im Grunde langweilig. Der Roman hat kein inneres Feuer und es fällt leicht, ihn aus der Hand zu legen.
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subechto zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 10.01.2011
Pläne gehen schief, böse Dinge geschehen, Leute sterben.

Harry Dolans Kriminalroman "Böse Dinge geschehen" beginnt mit einem einfachen, ominösen Satz: "Der Spaten muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen." Andere Leute kaufen einen Spaten für die Gartenarbeit, dieser Mann will damit ein Grab ausheben !!!

Wir erfahren, dass David Loogan nicht der Geburtsname des Mannes ist und dass er Lektor der Zeitschrift Gray Streets in Ann Arbor, Michigan ist. Wir erfahren auch, dass er den Spaten gekauft hat, weil er seinem Chef, Tom Kristoll, dem Besitzer des Krimi-Magazins, helfen soll, eine Leiche zu vergraben. Wir wissen ebenfalls, dass Loogan eine Affäre mit Kristolls Ehefrau Laura hat. Das sind nicht die einzigen bösen Dinge, die geschehen...

In Dolans Debütroman versucht David Loogan unter dem Radar zu bleiben. Warum nur? Was hat er zu verbergen? Vermutungen gibt es viele, aber den wahren Grund erfährt der Leser erst recht spät.

Man merkt sofort, dass der Autor sein Handwerk versteht, denn er war mehrere Jahre als freier Redakteur tätig. Minimalistische Prosa und anspruchsvolle Charakterisierungen treiben die Handlung voran. Viel schwarzer Humor, intelligente Dialoge und überraschende Wendungen, zugunsten von Showdowns und Schießereien haben mich sofort in ihren Bann gezogen.

Viele Tote, aber kein Serienkiller… das hat mir sehr gefallen. David Loogan ist ein Mann der mit dem Spaten besser umgehen kann, als mit Waffen oder seinen Fäusten… auch das hat mir gefallen.

Wenn nicht „Kriminalroman“ drauf stünde, könnte man meinen, es handele sich um eine Screwball-Komödie: hohe Dialoglastigkeit, Wortwitz, ein rasantes Tempo und eine raffiniert konstruierte Handlung. In der Rolle der selbstbewussten und intelligenten weiblichen Hauptperson agiert hierbei Elizabeth Waishkey, die zuständige Ermittlerin.

Zugleich ist „Böse Dinge geschehen“ auch eine Hommage an Raymond Chandler, den großen US-amerikanischer Schriftsteller und Erfinder der Figur des melancholischen und letztlich moralischen Privatdetektivs Philip Marlowe, denn Loogan ist eine Wortschöpfung, Ted Carmady ein Protagonist aus Romanen eben dieses Meisters der s.g. schwarzen Serie.

Last but not least ist es aber auch eine Verbeugung vor William Shakespeare, dem großen englischen Dramatiker. Hamlet, Prinz von Dänemark sowie ein Zitat daraus spielen in Harry Dolans literarischen Krimi eine Schlüsselrolle.

Ich habe dieses geniale Buch sehr genossen. Ein Highlight, unbedingt empfehlenswert! Bitte mehr davon, Herr Dolan!
Erik zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 03.01.2011
Aufgrund der guten Bewertungen und der guten Rezension wurde mir dieses Buch zu Weihnachten geschenkt. Nach der Lektüre muß ich deutlich machen, daß das Buch zwar "nett" ist, aber überhaupt keine Spannung aufkommt, und die Behauptung auf dem amerikanischen Umschlag: Harlan Coben meets the Coen brothers extrem irreführend ist. Zwar hat Dolan auch die Tendenz wie Coben von einem Sprung im Plot zum nächsten zu wechseln - wie wenn man einem nicht enden wollendem Solo eines Bassisten einer siebziger Jahre Hardrockband zuhört, welches ständig wieder neu aufjault -, es fehlt aber deutlich an Spannung, Humor und Glaubhaftigkeit.
Fazit: Das Buch wirkt verstaubt wie ein alter Ellery Queen-Fall, es fehlt eindeutig an Sprachwitz für eine Parodie oder Groteske. Der Roman ist aber gut geschrieben und zumindest athmosphärisch genießbar. Sehr zwiespältiges Verhältnis zu dem Buch mit der Tendenz eines Daumens nach unten.
Aenna zu »Harry Dolan: Böse Dinge geschehen« 08.12.2010
David Loogan ist neu zugezogen in Ann Arbor. Er lernt den Verleger Tom Kristoll kennen, welcher ihm einen Job anbietet, obwohl er kaum etwas über David weiß. Beide Männer empfinden Sympathie füreinander, so dass David sich sogar bereit erklärt, Tom bei der Beseitigung einer Leiche zu helfen.
Sie hält ihn jedoch nicht davon ab, mit dessen Frau Laura ein Verhältnis anzufangen.
Die nächste Leiche ist dann Tom Kristoll selbst, und er wird nicht die Letzte bleiben in dieser Geschichte...
Kommissarin Elizabeth Waishkey stösst bei Ihren Ermittlungen auf Verrat und fein gesponnene Intrigen. Nichts ist, wie es scheint, und als David, selbst zum Verdächtigen geworden, auf eigene Faust ermittelt, überschlagen sich die Ereignisse.
Harry Dolan schreibt in einem ganz besonderen Stil, gespickt mit Witz und trockenem Humor. Dabei bewegt er sich manchmal an der Grenze zur Skurilität, aber nicht so, dass man diesen Krimi nicht mehr ernst nehmen könnte. Die Geschichte ist durchweg spannend und bis ins kleinste Detail sauber durchdacht. Der Leser wird durch Irrungen und Wirrungen geführt und muß manchmal schon höllisch aufpassen, dass er nicht den Durchblick verliert. Letztendlich löst sich der Knoten aber immer im richtigen Moment.
Ja, und dann ist da ja noch David Loogan, die Hauptperson. Wer ist dieser Mann, der Angst im Dunkeln hat? Es dauert eine Weile, bis Harry Dolan uns einweiht. Bis es soweit ist, hat man sich bereits viele Gedanken um David gemacht. Und das erhöht die Spannung noch zusätzlich.
"Böse Dinge geschehen" ist Harry Dolans Erstling, und das ist kaum zu glauben. Die Geschichte und vor allen Dingen dieser ganz eigene sprachliche Stil hat mich vollkommen überzeugt. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Roman nicht lange auf sich warten lässt...
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