Der Inselkönig von Hannes Nygaard

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 bei Emons.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Husum, 1990 - 2009.
Folge 6 der Kripo-Husum-Serie.

  • Köln: Emons, 2009. ISBN: 978-3897056725. 251 Seiten.

'Der Inselkönig' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Niemand ist traurig, als »Der Inselkönig« Thies Nommensen tot aufgefunden wird: erfroren und mit herabgelassener Hose an einen Baum gebunden. Viele Föhrer haben unter seiner Machtbessenheit und der Brutalität, mit der er Leben zerstörte, gelitten. Während eines heftigen Wintereinbruchs ist das Husumer Team auf der vom Festland abgeschnittenen Insel auf sich allein gestellt. Ohne technische Unterstützung gilt es, den Täter zu finden – und ein Motiv. Doch die Einheimischen hüllen sich in tiefes Schweigen, denn: »Den «Erlöser" verrät man nicht …

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M-L zu »Hannes Nygaard: Der Inselkönig« 02.12.2012
Der Krimi "Der Inselkönig" zeigt sich als typischer Nygaard- Roman. Diesmal verschlägt es die Husumer Ermittler auf die tief verschneite Insel Föhr. Sie haben nicht nur mit dem widrigen Wetter zu kämpfen, sie sind auch eingeschneit und ohne technische Hilfsmittel, sondern auch mit der Inselbevölkerung die sich sträubt den Beamten zu helfen, den Mörder des verhassten "Inselkönigs"dingfest zu machen. Verdächtige gibt es viele und mit viel Geschick wird der Fall gelöst. Der Roman ist sehr unterhaltsam.
Burncorner zu »Hannes Nygaard: Der Inselkönig« 01.01.2011
Das war eine tolle Kombination: Die Erinnerung an Föhr im letzten Jahr und der Schnee vor der Haustür. Besser kann ein Buch in dieser Jahreszeit - ich habe es zwischen Weihnachten und Neujahr gelesen - gar nicht sein. Dieser Krimi hat wirklich das Zeug, den Leser wieder auf Föhr weilen zu lassen, vorerst leider nur gedanklich. Aber wenn ich im nächsten Jahr die Orte real passieren werde, denke ich mit Sicherheit an die Story.
Summerherekid zu »Hannes Nygaard: Der Inselkönig« 23.08.2010
Spannung, komplexe Handlungsstränge, viel Lokalkolorit, detaillierte Charakterzeichnung und ein angenehmer Humor - das sind die Merkmale eines typischen Nygaard. Und einen typischen Nygaard hat man auch hier wieder vorliegen.

Die Handlung spielt diesmal auf der verschneiten Insel Föhr und Nygaard stellt die Bewohner als sehr rauhbeiniges, verschlossenes und intrigantes Volk dar - was aber alles nur dem Roman dient und keinesfalls der Wahrheit entspricht. Allerdings geht das Verhalten mancher Charaktere sehr weit - insbesondere beim Agatha Christie-mäßigen Finale - so weit, dass es fast nicht mehr nachzuvollziehen ist.

Dies trübt den Lesespaß jedoch nur gering, denn ansonsten liefert Nygaard einen durch und durch stimmigen Roman ab. Insbesondere die Darstellung der verschrobenen Insel-Charaktere ist hervorragend gelungen.

Einen geringen Abzug gibt es noch für ein paar holprige Stellen in der Erzählung, insbesondere in den Dialogen, die bei Nygaard ja recht viel Raum einnehmen. Hin und wieder konnte man den Verlauf dieser Dialoge nicht ganz nachvollziehen. Doch auch dies nur ein kleiner Schwachpunkt in einem äußerst unterhaltsamen Roman. Der eben alles bietet, was einen typischern Nygaard so auszeichnet. Siehe oben.
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