Leises Gift von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel True evil, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Weltbild.
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New York: Scribner, 2006 unter dem Titel True evil.
ISBN:
978-0743292498. 512 Seiten.
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Augsburg: Weltbild, 2008.
Übersetzt von Axel Merz.
ISBN:
978-3828993396. 603 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2009.
Übersetzt von Axel Merz.
ISBN:
978-3-404-15967-3. 603 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2010.
Übersetzt von Axel Merz.
ISBN:
978-3-404-27039-2. 603 Seiten.
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[Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009.
Gesprochen von Reent Reins.
ISBN:
3-7857-3706-8. 6 CDs.
'Leises Gift' ist erschienen als
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In Kürze:
Dr. Chris Shepard hat die junge Frau, die in seine Arztpraxis kommt, nie zuvor gesehen. Alex Morse gibt sich als Agentin des FBI zu erkennen. Sie sei, so sagt sie, auf der Spur eines Scheidungsanwalts, der seinen Klienten einen ganz besonderen Dienst bietet: Ihre Ehepartner sterben auf unerklärliche Weise. »Okay. Aber warum erzählen Sie mir das?« Zum ersten Mal blickte Agentin Morse unbehaglich drein. »Weil ...«, sagte sie schließlich zögernd, »vor genau einer Woche Ihre Frau nach Jackson gefahren ist und zwei Stunden im Büro dieses Anwalts verbracht hat.«
Das meint Krimi-Couch.de: »Hau-Ruck-Kino im Kopf«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Wer schon ein Mal ein Buch von Greg Iles gelesen hat, der weiß im Vorhinein, was ihn bei dieser Art Lektüre erwartet. Der amerikanische Bestsellerautor bietet Hau-Ruck-Kino im Kopf und nimmt dabei auf genaue Charakterisierung seiner Personen und Plausibilität der Handlung keinerlei Rücksicht. In typisch amerikanischer Actionmanier kriegen sich Gut und Böse ordentlich in die Wolle und es wird mit härtesten Bandagen gearbeitet. Mag man , so wie ich, solche Unterhaltungsschmöker, bei denen keinerlei Anspruch an die Intelligenz des Lesers gestellt wird, darf man auch Leises Gift als Lektüre in Erwägung ziehen.
Auslöserin des haarsträubenden Szenarios ist die FBI-Agentin Alex Morse, die bislang als Geiselunterhändlerin ihre Brötchen verdiente, nach einem folgenschweren Fehler aber für den Tod eines Kollegen verantwortlich gemacht wird und nun eine Auszeit vom Amt braucht, weil ihre Schwester im Sterben liegt und ihrer Mutter geht es auch nicht viel besser. Am Totenbett der Schwester, die gerade lange genug aus dem Koma erwacht, beschwört diese Alex, sich um ihren minderjährigen Sohn zu kümmern, da dieser sonst genauso fies von seinem Vater um die Ecke gebracht würde, wie es bei ihr der Fall sei.
Alex beginnt zu ermitteln und spannt dabei alles ein, was in Verwandtschaft und Bekanntschaft noch lebt. Schnell hat sie den wahren Übeltäter gefunden. Überall wo eine Menge Geld im Spiel ist und eine Scheidung bevor steht, tritt ein junger Anwalt auf den Plan, der offenbar jemanden kennt, der ohne Spuren zu hinterlassen, den jeweiligen Ehepartner so ins Jenseits befördert, dass oberschlaue Pathologen und misstrauische Bullen keinen Verdacht schöpfen. Und Alex findet auch heraus, wer das nächste Opfer sein wird …
Chris Shepard, praktizierender Arzt und mit einer bildhübschen Frau verheiratet, käme nie von selbst auf die Idee, dass seine geliebte Gattin fleißig mit einem Anderen durch die Gegend rammelt und ihm nach dem Leben trachtet. Aber Alex Morse dringt in sein Leben ein und versucht ihm zu beweisen, dass die Dame des Hauses ein meuchelmörderisches Spiel mit ihm treibt. Und bald beginnt der Doktor an seinem Verstand zu zweifeln und wird zum eifrigen Mitstreiter der FBI-Agentin, die auf Anordnung ihres verhassten Vorgesetzten, die Finger von jeglicher Ermittlungsarbeit zu lassen hat.
Doch wer die Überhelden eines Greg Iles kennt, der ahnt natürlich sofort, dass das Spiel noch nicht zu Ende ist. Hier wird nach Herzenslust in die pseudowissenschaftliche Trickkiste gegriffen, giftige Korallenschlangen und gentechnisch manipulierte Affen sind noch harmlos gegen die Gefahr, die in Retroviren und sonstigem medizinischem Laborzeugs enthalten sind. Dass es den Guten im tödlichen Hickhack bis zum furiosen Shoot-Out immer miserabler geht und der bzw. das Böse zu gewinnen droht, gehört einfach dazu, aber fast wie im richtigen Leben muss es ein Happy-End geben, auch wenn der Schlusssatz nicht »und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute« lautet.
Wie schon eingangs erwähnt, sind großartige Gedanken zu dieser Art Lektüre eine sinnlose Anstrengung. Greg Iles bringt Spannung in lesbarer Form, aber auch nicht mehr und nicht weniger. In der Übersetzung von Axel Merz sind die 600 Seiten brauchbare Unterhaltung aus dem Bastei-Lübbe Taschenbuchverlag eine kurzweilige Story, bei der man froh ist, dass einem im wirklichen Leben gottlob weder so gute, noch so schlechte Menschen begegnen, und dass man nicht ständig nur Bücher von Greg Iles lesen muss. Aber ein Mal im Jahr kann man sich auch solchem Literaturklamauk mit Spaß am Lesen hingeben und sich mit Leises Gift eine spannungsgeladene Auszeit vom Ernst des Lebens und dem aktuellen Tagesgeschehen nehmen.
Wolfgang Weninger, März 2009
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| Besra zu »Greg Iles: Leises Gift« | 12.07.2011 |
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| Jenny zu »Greg Iles: Leises Gift« | 18.04.2011 |
| Anne zu »Greg Iles: Leises Gift« | 12.02.2011 |
| Jessica zu »Greg Iles: Leises Gift« | 05.10.2010 |
| Eule777 zu »Greg Iles: Leises Gift« | 21.08.2010 |
| sambora zu »Greg Iles: Leises Gift« | 11.08.2010 |
| Axel zu »Greg Iles: Leises Gift« | 07.08.2010 |
| MÄTIIIS =D zu »Greg Iles: Leises Gift« | 21.05.2010 |
| tomco zu »Greg Iles: Leises Gift« | 16.05.2010 |
| zejo zu »Greg Iles: Leises Gift« | 09.12.2009 |
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