Farben der Schuld von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2009
bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Köln, 1990 - 2009.
Folge 4 der Krieger-Korzilius-Serie.
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Berlin: Ullstein, 2009.
ISBN:
978-3-550-08776-9. 368 Seiten. -
Berlin: Ullstein Taschenbuchverlag, 2011.
ISBN:
978-3-548-28272-5. 368 Seiten.
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[Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2009.
Gesprochen von Sandra Schwittau.
ISBN:
3869090189. 4 CDs.
'Farben der Schuld' ist erschienen als
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In Kürze:
Karnevalsende in Köln. Ein Arzt in Priesterornat wird mit einem Schwert in der Brust gefunden. Wenig später ein auf die gleiche Weise ermordeter katholischer Priester – ebenfalls auf den Stufen einer Kirche. Treibt ein irrer Serienmörder sein Unwesen? Hauptkommissarin Judith Krieger ist nach dem dramatischen Ende ihres letzten Falles vom Dienst befreit. Doch als sie sich an den Polizeiseelsorger wendet, um über ihr Trauma zu sprechen, wird sie schneller, als ihr lieb ist, in den »Priestermordfall« verwickelt. Lange stoßen Judith und ihr Kollege Manni Korzilius auf eine Mauer des Schweigens: In der Telefonseelsorge, wo das zweite Opfer arbeitete. Bei einem Priester, dem das Beichtgeheimnis wichtiger ist als sein eigenes Leben. Im Krankenhaus, wo der ermordete Arzt arbeitete. Und bei der jungen Bat, die zum Leidwesen ihrer Mutter in die Grufti-Szene abgedriftet ist. Bat, die den Mörder ihrer besten Freundin sucht, und dabei selbst in Lebensgefahr schwebt … Schuld, Vergebung und Glauben: Die Lösung des Falles liegt hinter den Fassaden der katholischen Kirche. Als Judith das erkennt, plant der Täter bereits seinen nächsten Mord.
Das meint Krimi-Couch.de: »Spannende Thematik packend dargeboten«
Krimi-Rezension von Ines Dietzsch überspringen
Im vergangenen Jahr wurde Gisa Klönne für den Kriminalroman Nacht ohne Schatten mit dem achtbaren Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet, für den sie schon 2006 mit ihrem Krimidebüt Der Wald ist Schweigen nominiert war. Farben der Schuld knüpft an das preisgekrönte Werk an und ist der vierte Roman mit Kommissarin Judith Krieger. Die Handlung spielt wieder in der rheinischen Metropole Köln, wo auch die Verfasserin wohnt und arbeitet.
Die Karnevalszeit neigt sich ihrem Ende zu. In der Nacht zu Aschermittwoch passiert in der Kölner Innenstadt ein brutaler Mord. Vor der Kirche Sankt Pantaleon wird ein als Priester verkleideter Arzt mit einem Schwert getötet. »Mörder« prangt in roten Lettern auf den Kirchenstufen. Wenige Tage später ist die gleiche Botschaft neben einem zweiten Opfer zu lesen. Dieses Mal handelt es sich bei der Soutane allerdings nicht um ein Faschingskostüm. Der Priester und Leiter der katholischen Telefonseelsorge Georg Röttgen kam auf die gleiche Weise zu Tode wie der Arzt Jens Weiß. Die Taten eines wahnsinnigen Serienmörders oder fiel der ermordete Mediziner einer Verwechslung zum Opfer? Die einberufene Soko Priester steht vor einem Rätsel. Auf den ersten Blick scheint keine Verbindung zwischen den Ermordeten zu bestehen. Die ehrgeizige russische Pathologin Ekaterina Petrowa entdeckt schließlich ein pikantes Detail in der Vergangenheit der beiden Männer. Diese Fakten werfen ein völlig neues Licht auf den Fall und bringen das katholische Priesterseminar in Erklärungsnot.
Die Geschichte beginnt unheilvoll und düster. Eine bedrückende Atmosphäre legt sich gleich einem grauen Nebel über den gesamten Roman. Der erste Mord geschieht und Kriminalkommissarin Judith Krieger kämpft mit ihren Verletzungen und dem Trauma, welches sie bei ihrem letzten Einsatz erlitt. Ein zweiter Erzählstrang öffnet sich und wir lernen Bat kennen, ein vaterlos aufwachsendes Gothic-Girl. Sie betrauert den Verlust ihrer besten Freundin und sucht auf eigene Faust deren Mörder, weil sie nicht an die offizielle Version von Suizid glaubt.
Mit großem erzählerischen Talent verknüpft Gisa Klönne die Geschichte des Mädchens mit den Mordermittlungen. Die Autorin arbeitet viele persönliche Gedanken und Befindlichkeiten ihrer Ermittler ein und stellt diese sehr menschlich dar. Mal abgesehen von der drastischen Mordmethode punktet der Roman mit großer Nähe zur Realität. Gisa Klönne hat für ihren vierten Roman eine Thematik gewählt, die nicht schon x-fach kriminalliterarisch abgearbeitet wurde. Sie rückt Menschen in den Mittelpunkt ihrer Handlung, die von unserer Gesellschaft kaum oder nur als Randerscheinung wahrgenommen werden. Die Bilder, die Gisa Klönne von ihren Charakteren zeichnet, sind mit echten Personen gefüllt und definieren sich nicht über farbenfrohe Beschreibungen von Kleidung und Wohnungsinterieur. Stimmige Dialoge runden den positiven Gesamteindruck ab.
Leser/innen, die sich bislang noch nicht an einen Kriminalroman deutscher Autoren herantrauten, bietet Farben der Schuld eine gute Option, das Wagnis einzugehen.
Ines Dietzsch, Mai 2010
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| Moehrchen zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 08.12.2011 |
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| Nijura zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 04.10.2011 |
| schnegg72 zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 01.08.2011 |
| armin franz zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 12.04.2011 |
| manni zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 21.02.2011 |
| Katharina Amberg zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 05.06.2010 |
| Henrike Verges zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 26.11.2009 |
| Nati zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 23.11.2009 |
| anyways zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 23.09.2009 |
| Elchi130 zu »Gisa Klönne: Farben der Schuld« | 15.09.2009 |
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