Der Duft des Kaffees von Gerhard J. Rekel

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 bei dtv.

  • München: dtv, 2005. ISBN: 3423245050. 260 Seiten.
  • München: dtv, 2008. ISBN: 978-3423210904. 254 Seiten.

'Der Duft des Kaffees' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Äthiopische Hochlandsorte oder columbianische Schlechtwetterernte? Blitzschnell erkennt Hans Brionis Zunge, welche Bohne er vor sich hat. Seit einer schmerzlichen Trennung hat der Besitzer einer kleinen Kaffeerösterei nur noch Sinn für den »Wein des Orients«. Doch kurz vor Weihnachten verändert ein Anschlag Brionis Leben. Die Ursache sind vergiftete Bohnen. Ist es eine Erpressung oder die Tat eines Wahnsinnigen? Auf der Suche nach den Drahtziehern taucht eine unerfahrene Reporterin in Brionis Welt ein und entdeckt dabei die Magie eines Tranks, der immer wieder überrascht. Die Jagd nach den Tätern führt das ungleiche Paar quer durch Mitteleuropa, von Berlin nach Wien, in die Stadt der Kaffeehäuser.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Land auf Entzug« 74°

Krimi-Rezension von Thomas Kürten

»Keine Macht den Drogen« oder »Jedem seine Droge«? Während von der Gesellschaft der Konsum von harten Drogen wie Heroin, Kokain, LSD und was das Labor nicht alles hergibt allgemein verurteilt wird und sich »weiche Drogen« wie Haschisch und Marihuana langsam auf dem Weg in die Legalisierung befinden (es wird vielleicht noch 15 oder 20 Jahre dauern...), kennen auch die breiten Massen ihre Leistungs- oder Stimmungssteigernden Mittel. Ohne Nikotin, Alkohol, Schokolade oder eben Kaffee könnte so ziemlich keiner von uns: -aufwachen; -sich konzentrieren; -entspannen; -Energie tanken; -einschlafen; -leben (?)

Autor Rekel ist ein Anbeter der braunen Kaffeebohnen. Er muss es einfach sein, denn ohne eine absolute Hingabe und Verehrung des aromatischen Gesöffs wäre weder eine Figur wie Privatröster Hans Brioni zu konstruieren noch ein Roman wie »Der Duft des Kaffees« in Gänze zu schreiben gewesen. Getreu dem Motto »Wenn ich schon zugebe, dass ich in irgendeiner Form süchtig bin, dann aber auch mit voller Würde und dem erbotenen Stil« trieft die Huldigung des »Weins des Orients« aus den Zeilen seines Werkes und wer nach Lektüre dieses Buchs noch glaubt, bei Starbuck’s und Konsorten für das gezahlte Vermögen auch einen entsprechenden qualitativ hochwertigen Kaffee serviert zu bekommen, ist selber Schuld.

Heimtückischer Koffeinanschlag

Jakob Brioni hat sein erstes Date mit Yazmina in einer szenigen Kaffeebar des Großrösters Drachus. Doch während das hübsche Mädchen einen Früchtetee ordert, bestellt Jakob einen Espresso. Kaum einen Schluck genommen, verfällt er ins Reden ohne Punkt und Komma. Koffeinrausch. Erst als er zuckend und bebend zusammenbricht, findet der Redeschwall ein Ende. Eine große Verschwörung jedoch hat soeben erst begonnen.

Nicht nur Jakob in Berlin, sondern Menschen aller Altersklassen aus dem gesamten Bundesgebiet werden an diesem Tag mit Spuren einer Koffeinvergiftung in die Krankenhäuser eingeliefert. Alle haben Kaffee der Marke Drachus getrunken. In der Redaktion des Fernsehsenders D1 wird daran gearbeitet, eine gelungen gewobene Story daraus aufzubereiten. Die junge Agathe darf mit einem Kameramann zu Hans Brioni, Jakobs Vater und von Beruf Privatröster, und ihn um eine Stellungnahme bitten. Der ist zunächst geschockt und gelähmt durch die ernste gesundheitliche Lage seines einzigen Sohnes. Bald jedoch beginnt er sich zu fragen, wer eine solch raffinierte Anschlagserie austüfteln könnte. Und er erinnert sich, irgendwo vor ein paar Jahren mal eine kulturhistorische Studie zum Thema Kaffee in der Gesellschaft in den Händen gehalten zu haben.

Die Rolle des Kaffees in der Entwicklung der abendländischen Gesellschaft

Rekel entwirft ein phantasiereiches und interessantes Szenario: ein Land ohne Kaffee. Teilweise nimmt das Bild dabei humorvoll-groteske Züge an, etwa wenn Brioni am Hauptbahnhof 1 Kilo »besten polnischen Kaffees« zu wucherhaften 60 Euro angeboten werden. Oder wenn der Privatröster deutlich unter Entzug leidend mit einer selbst gebastelten kleinen Espressomaschine seine letzte Notration aufbrüht. Allerdings entwirft der Autor auch eine interessante Frage in Bezug auf die Stellung der europäischen Kultur und Gesellschaft in der Welt. Ist es letztendlich dem Kaffee allein zu verdanken, dass die Menschen zu den wesentlichen Revolutionen, allen voran die Französische Revolution, bereit waren? War es das schwarze Getränk aus dem Orient, das die Massen zum Aufstand gegen die Obrigkeit bewog? Wird ein Volk träge und unmotiviert, wenn man ihm die »Volksdroge« Kaffee entzieht?

Bei so viel Enthusiasmus, mit dem Rekel über Kaffee schreibt, bei so viel Liebe und so viel Engagement, verzeiht der Krimifreund gerne, dass einige Zusammenhänge sich durch die merkwürdigsten Zufälle ergeben. Wie Brioni über die wissenschaftliche Studie, die er seinerzeit durch einen unglaublichen Zufall wenige Augenblicke in Händen hielt, auf die brennend – pardon, röstend – heiße Spur der Verschwörer kommt, stößt besonders auf. Besser ist er da in der Darstellung seiner Protagonisten, vor allem in der Entwicklung der persönlichen Beziehung zwischen Brioni und Agathe über den gesamten Handlungsverlauf.

Dieser Roman macht Lust auf eine gute Tasse Kaffee. Es darf auch gerne ein Kännchen sein, aber bestimmt keine bitteren Robusta Bohnen, sondern auf alle Fälle Arabica, die im Hochland wachsen. Inwiefern auf einem von Masse überschwemmten Markt (Kaffee ist nach Öl der Rohstoff mit dem weltweit größten Umsatz) sich letztendlich Qualität gegenüber überteuerten Verschnitten (karamellisierter Kaffee = Kaffee mit Zuckerzusatz, um die Bitterstoffe zu übertünchen) behaupten kann, mag dahin gestellt sein. Zu einem Feldzug gegen Discount-Kaffeehäuser wird der Roman nicht reichen. Aber Rekels Zielgruppe ist riesig und wird diesen guten Roman in Verbindung mit der einen oder anderen Tasse guten Kaffees dankend aufnehmen.

Ihre Meinung zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees«

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Lisi Hubmer zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 28.11.2006
Einfach nur schön. Ein spannender Thriller, eine subtile Liebesgeschichte, und als Draufgabe eine Reise zum Ursprung des Kaffees. Vielleicht ein wenig viel, trotzdem mitreißend komponiert, erinnert ein wenig an "Das Parfum". Vor allem erfährt man (ganz nebenbei), was exzellenten Kaffee ausmacht. Das duftet!
Thomas Warnsdorf zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 16.10.2006
Interessantes Thema, aber verschenkt. Und leider rekelt sich der Autor (treffender Name) in Formulierungen, die elegant sein sollen, aber nur albern wirken. 50 mal das Wort "Crema" benutzen macht keinen zum Kaffee-Experten.

Was rauskam: kalter Kaffee.
A. Patwohl zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 21.09.2006
Ziemlich gut!

Ich bin durch Zufall auf den Roman gestoßen. Das ist sehr spannend geschrieben, ein schönes Thema und vor allem ziemlich verwunderliche Hauptfiguren. Der Röster Hans Brioni, der ja ziemlich verletzt ist und sich in die Welt des Kaffees flüchtet, ist so ganz untypisch für einen deutschen Krimi (wo es allzuoft glatte Helden gibt). Sehr angenehm auch, dass der Roman in einer geschliffenen Sprache daherkommt. Ich habe mich bis zum Schluß gefragt, wer hinter diesem fiesen Anschlag stecken könnte, und fand dann die poltisch-doppeldeutige Auflösung sehr geschickt, weil doch ziemlich unerwartet. Ist mal was wirklich anderes, toll!
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Katja zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 19.04.2006
EIN MUSS FÜR JEDEN KAFFEELIEBHABER!
Ein Anschlag mit vergifteten Bohnen erschüttert Deutschland. Der Privatröster Brioni gerät in Verdacht. Gehetzt von den Ermittlern macht er sich auf die Jagd nach den Hintermännern, dabei erfährt man einiges über das "savoir vivre" des Wahlitalieners: "Die Italiener haben erkannt: Die Kunst des Lebens hängt vom Rhythmus ab. Der Rhythmus wird durch die Pause geprägt, bei der Arbeit, im Konzert und in der Liebe. Um den Alltag zu durchbrechen, erfanden sie schwarze Inseln und tauften sie Espresso - schnelles Glück durch Sehen, Riechen und Schmecken."
Der Roman ist nichts für Fans von Blut-Aktion-Hardcorekrimis, eher für Menschen mit Lust auf Sinnliches und Interesse für Kultur und Geschichte. Von den spannenden Protagonisten erfährt man, was einen exzellenten Espresso ausmacht und wie man zu ihm kommt. Und ganz nebenbei gelingt es Rekel, die Philosophie von Epikur über die Hauptfigur mit leichter Feder bildhaft darzustellen. Eine wirklich intelligente Geschichte, geschliffene Unterhaltung auf höchstem Niveau. Macht große Lust auf eine Reise nach Wien, den Besuch von historischen Kaffeehäusern und guten Espresso.
schnorzelbaer zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 14.04.2006
Eine Trägödie! Ein langatmiges Buch, die Geschichte beinahe an den Haaren herbeigezogen, jede Kleinigkeit bis ins Detail beschrieben (wie die Hauptperson denkt - aber in jeder noch so banalen Situation, sei es Auto fahren, hinter einer versperrten Balkontür stehend)....seit Ewigkeiten mal wieder ein Buch, bei dem man sich im Nachhinein gefühlt hat, als ob einem Zeit gestohlen worden wäre......wer auf ein kulinarisches Genussbuch a la Lily Prior hofft - auch diesbezüglich wird die Enttäuschung grenzenlos sein!!
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Petra Frisch zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 12.04.2006
"Der Duft des Kaffees" ist ein ganz außergewöhnliches, originelles und vor allem ein spannendes Buch. Das ist schon deswegen bemerkenswert, weil es sich um ein Werk der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur handelt, und da sind wir ja mit lesbaren Büchern nicht gerade verwöhnt. Dabei muss man kein Krimi-Liebhaber sein, um Rekels Buch gerne und öfters zu lesen. Noch nicht einmal Kaffee-Fetischist muss man sein, nur eine Schwäche für Bücher sollte man haben, die wachhalten und rasant erzählt sind. Eine Geschmacksfrage? Aber sicher! Wenn man denn Geschmack hat...
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Rainer zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 09.04.2006
Eine kurze Anmerkung zu Krimifan:

aussergewöhnlich ist dieses Buch, da stimme ich zu. Allerdings außergewöhnlich mißlungen (und alles andere als klug).

Nun, beziehen wir "ein Leben lang" auf Brioni und der Satz verliert jede Logik. Natürlich kann er es sich nicht vorstellen, "ein Leben lang Informationen ... hinterherzuhetzen", er ist ja kein Reporter. Die Frage, die Rekel aufwirft ist aber doch die: was sollte Agatha ihm erzählen? Und diese Frage ist unsinnig, da Agatha zu jung ist.

Unaufmerksam gelesen habe ich dieses Buch nun wirklich nicht (dafür habe ich mich viel zu sehr geärgert). Die von mir zitierten Stellen sind leider keine Einzelfälle:

Seite 211:

"Um das Innere zu schützen (1)und die Hitze zu erhalten, ist die Espressotasse dickwandig. Zeigefinger und Daumen der rechten Hand ergreifen den Koloß (2) am Henkel, die linke Hand hält die Untertasse, um zu sichern (3). Zielgerichtet (4) führen wir das Gefäß an die Lippen, denn es geht einzig und allein um den Inhalt der Tasse (5) und den Effekt, den das Getränk auf unsere Inneres auslöst."

(1) "schützen"? wogegen? Dünnwandige Tassen bieten keinen Schutz? Hier wird eine Espressotasse beschrieben, kein Safe.

(2) "Koloß" ... (= Gigant, Hüne, etc). Schon mal eine Espressotasse gesehen?

(3) "sichern"? gegen Erdbeben?

(4) "zielgerichtet" --- sollte beim Trinken selbstverständich sein.

(5) "es geht einzig und allein um den Inhalt der Tasse" -- nun, warum wird dann die Tasse so detailiert beschrieben (dieser dickwandige Koloß)?

Solche Beispiele finden sich leider auf jeder Seite. Man muß nur aufmerksam lesen.

Es tut mir sehr leid, daß ich dermaßen harte Kritik anbringen muß, aber bevor jemand 14 Euro für dieses Buch ausgibt, sollte er oder sie gewarnt sein.

Ich lese seit über 30 Jahren Krimis, im Durchschnitt einen pro Woche. Für mich ist dieses Buch Altpapier.
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Krimifan zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 08.04.2006
Ich bin Buchhändlerin in Berlin und lese im Durchschnitt drei Krimis die Woche - dieser hier ist einer der außergewöhnlichsten seit langem! Das Buch nahm mich bis zum Finale völlig gefangen. Es ist erotisch, witzig und vor allem sehr kühn, ein großartiges Gedankenexeriment: Es beginnt mit einem Anschlag, unbekannte Attentäter vergiften Kaffeebohnen eines großen Produzenten. Der kauzige Privatröster Brioni begibt sich auf Spurensuche und dabei stellt der Autor klug die Frage: Wie würde Deutschland ohne Kaffee aussehen, welche Konsequenzen hätte das für Körper, Geist, Seele und Zwischenmenschliches. Ein kühnes Gedankenexperiment fernab aller Krimiklischees, wirklich neu und intelligent. Sinnliche und historische Aspekte des Kaffees spielen eine entscheidende Rolle, dabei kommt der Autor ohne Blut, Gewalt und Leichen aus und ist trotzdem ungemein spannend.
Dass der Kollege unter mir die Geschichte unlogisch findet, kann ich wirklich nur verstehen, wenn er das Buch unaufmerksam gelesen hat. (Nur ein Beispiel: Natürlich ist es für den langsamen Brioni unvorstellbar, ein Leben lang Nachrichten hinterherzuhetzen - "ein Leben lang" bezieht sich logischerweise auf das letze Subjekt, also auf Brioni, etc.)
Wie auch immer, ein äußergewöhnliches Buch, ein "Krimi der anderen Art", der nicht eindeutig in ein Genre passt, am ehesten ein kulturhistorischer Thriller, auf jeden Fall Lektüre für (Krimi) Leser mit Geschmack und Interesse an Kultur und Sinnlichkeit.
Übrigens habe ich rasch auf der HP von dtv.de/Rechte nachgesehen. Bereits vier Monate nach Erscheinen erwarben bereits zwei Länder die Auslandslizenzen.
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Rainer zu »Gerhard J. Rekel: Der Duft des Kaffees« 07.04.2006
Um es gleich vorwegzunehmen: dies ist eines der schlechtesten Bücher, die ich in den letzten zehn Jahren gelesen habe.

Warum? Zunächst einmal ist die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite unglaubwürdig. Ich weiß nicht worüber ich mehr staune: über die Tatsache, daß dtv den Mut hat so einen Humbug zu publizieren oder darüber, daß ich das Buch tatsächlich ganz gelesen habe.

Ab ca. der Hälfte des Buches habe ich mir die gröbsten Schnitzer markiert. Und das will bei meiner Faulheit etwas heissen! Beispiele gefällig?

LOGIK:

Agatha ist eine junge Praktikantin und versucht verzweifelt, Reporterin zu werden, doch auf Seite 235 erfahren wir plötzlich: "Was sollte sie einem Mann erzählen, für den es unvorstellbar war, ein Leben lang Informationen, Nachrichten und Geschichten hinterherzuhetzen."

Ein Leben lang? Sie hat ihr Berufsleben noch gar nicht begonnen...

Noch ein Beispiel: die beiden Hauptpersonen, Brioni und Agatha befinden sich auf einen Fabrikgelände und fliehen vor den Wächtern. Der gesamte Sicherheitsdienst ist ihnen auf den Fersen... und unsere beiden Helden verstecken sich und schlafen ein! Das erinnert doch sehr an "Fünf Freunde und das Geheimnis der Kaffeebohne".

STIL:

"Die Flammen erhellten sein Gesicht, sie mochte die zarten Stirnfalten, wenn er sich konzentrierte. Und ihr wurde klar: erst nachdem die Bohne durch das Feuer geht, ja, weil sie durch das Feuer geht, befeuert sie Geist und Sinne."

Etwas weniger Hitze hätte dem Autor beim Schreiben dieser Zeilen gut getan. Oder war´s einfach nur zu viel Koffein?

WELTANSCHAUUNG:

"Kaffee ist entschlossen, fordernd und aufbrausend, er verlangt nach Weltherrschaft, wie Mohammed. Auf Dauer besteht bei jedem Volk nur das Getränk, das ihm entspricht, nur dort setzt es sich durch. Es waren die Amerikaner, die seit der Bostoner Tea Party wie kein anderes Volk dem Kaffee huldigten. Und sie sind es auch, die nach Cola und McDonaldäs nun mit Starbucks die Weltherrschaft über die Kaffee-Theken anstreben."

Völkerkunde und politische Aufklärung im Doppelpack (leider nicht im Sonderangebot). Nun dürstet es gleich drei nach Weltherrschaft: Amerika, Mohammed und den Kaffee. Amerika und die islamische Welt stehen ja schon nicht gerade auf gutem Fuße, falls aber der Kaffee dann noch seine Anhaenger ins Getümmel wirft, dann gnade uns Gott!

Ein peinliches Buch durch und durch. Man kann nur hoffen, daß kein umnebelter Geist auf die Idee kommt, diesen Unfug zu übersetzen. Aber was kann man dagegen schon tun? Naja, abwarten und Tee trinken.
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