Heiß von Gerd Schilddorfer

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Hoffmann & Campe.
Folge 2 der John-Finch-Serie.

  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2013. 672 Seiten.

'Heiß' ist erschienen als

In Kürze:

Ein alter, weiser Künstler im Hindukusch, grausam ermordet. Eine schöne Archäologin, niedergestochen in Alexandria. Ein Berliner Nachtwächter mit durchgeschnittener Kehle. Die Spuren führen zu einem sagenumwobenen Grab in der Sahara, seit Jahrhunderten bewacht von Skorpionen, dessen Geheimnis so kostbar ist, dass Menschenleben wenig zählen …John Finch, der nicht mehr ganz junge, dafür umso tollkühnere Pilot, erhält einen fast unmöglichen Auftrag: Er soll den Polizeichef einer pakistanischen Kleinstadt ausfliegen, der hinter dem Mord an dem alten Mann westliche Geheimdienste vermutet und so plötzlich zum Gejagten wird. Für Finch ist kein Auftrag zu gefährlich – doch in Europa angekommen, beginnt für Finch und seine Verbündeten ein Wettlauf um ihr Leben. Sie haben in ein Wespennest gestochen: Ihre Gegner sind nichts weniger als dem unbekannten Grab Alexanders des Großen und einem verschwundenen Geheimdienstarchiv auf der Spur. Eine atemlose Jagd rund um den Globus und quer durch die Zeiten beginnt.

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wendelin zu »Gerd Schilddorfer: Heiß« 08.05.2014
Ein mysteriöses Grab, Skorpione und der erste Tote. In Berlin hat Kommissar Calis den Einbruch in die AEG Turbinenhalle und den Mord an einem Wachmann aufzuklären. Im Hindukusch wird ein alter Künstler des geheimnisumwitterten Volks der Kalasha grausam ermordet. Ein Mordversuch in Alexandria und vieles mehr. Wer wissen möchte, wie das alles zusammenhängt, was die Fremdenlegion damit zu tun hat, wieso die Geheimdienste mitmischen und wo der legendäre Lawrence von Arabien ins Spiel kommt … der wird diesen mitreißenden Thriller wohl selbst lesen müssen.

Phänomenal, wie es dem Autor gelingt, so viele Handlungsstränge zu einer homogenen Geschichte zusammenzuführen. In rasantem Tempo führt Gerd Schilddorfer seine Leser durch Zeit und Raum. So gut beschreibt er die unzähligen Schauplätze, so lebendig schildert er die Geschehnisse, dass man glaubt vor Ort dabei zu sein. Das ganze gewürzt mit einer guten Portion Humor und äußerst lebendigen Protagonisten. Nicht zuletzt sei erwähnt, dass die Hintergründe exzellent recherchiert sind und auch noch für wirklich interessante Einblicke hinter die Kulissen von Geschichte und aktuellem Zeitgeschehen sorgen – so macht Lesen Spaß!

Mein kleiner Wermutstropfen war allerdings, dass ich gerne etwas mehr „Indiana Jones Feeling“ und weniger “007“ gehabt hätte. Das ist aber mein persönlicher Geschmack und hat mit der Qualität des Buches nichts zu tun. Ich habe mich trotzdem sehr gut unterhalten gefühlt. Das war mein erster Schilddorfer und es wird nicht mein letzter bleiben.

Fazit: Rasanter Thriller, der vor allem für Liebhaber actionreicher und trotzdem intelligenter Unterhaltung, keine Wünsche offen lässt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
PMelittaM zu »Gerd Schilddorfer: Heiß« 05.10.2013
In Berlin wird ein Nachtwächter ermordet und in der Fabrik, in der er angestellt war, ein raffinierter Raub ausgeführt, etwa zur selben Zeit gibt es auch im Hindukusch einen Mord und der ermittelnde Kommissar wird kurz darauf selbst Opfer eines Anschlags. Hängen die Morde zusammen? Wenn ja, wie? Offenbar reichen die Motive der Taten weit zurück. Unabhängig von einander versuchen der alternde Pilot John Finch und sein Freund, der ehemaige Geheimagent Major Llewellyn im Hindukusch zu retten, was es zu retten gibt und in Deutschland Kommissar Thomas Calis den Mord aufzuklären, allesamt geraten sie dabei in Lebensgefahr.

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut unterhalten, hier stimmt alles. Die Story ist interessant, man kann wunderbar miträtseln, etliche Passagen regen zum Googeln an, manches kennt man, oft denkt man, „wie war das noch gleich“, manches ist auch neu, aber alles hat zumindest einen wahren Kern. Der Autor hat richtig gut recherchiert! Dabei ist die Geschichte auch hochspannend, immer wieder kommt es zu atemberaubender Action, etwas, womit man mich nicht unbedingt überzeugen kann, hier ist es aber richtig gut geschrieben, alles nachvollziehbar und gut choreographiert. Neben der Spannung hat der Autor auch den Humor nicht vergessen, der das Ganze immer wieder auflockert und nie unpassend wirkt und auch der bildhafte Erzählstil des Autors trägt zum positiven Gesamtbild bei.

Die Charakter haben mich durch die Bank überzeugt, obwohl manche, vor allem die „Bösen“ hin und wieder etwas überzeichnet wirken, fast schon als Karikatur durchgehen könnten, aber gerade dadurch einen gewissen Reiz ausüben. Einige der Protagonisten sind schon aus dem Vorgängerroman „Falsch“ bekannt, man muss diesen aber nicht kenne, um hier folgen zu können, ich habe ihn auch (noch) nicht gelesen. Ein Nachfolgeband ist ebenfalls schon geplant, worüber ich mich sehr freue.

Gerd Schilddorfer erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven, in relativ kurzen Abschnitten, was zusätzlich die Spannung erhöht und das Buch zum Pageturner macht. Die einzelnen Perspektiven stehen auch für verschiedene Orte, an denen das Ganze stattfindet, hauptsächlich im Hindukusch, in Deutschland, England und Ägypten. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Zeitebenen, neben der heutigen Zeit, in der die Handlung hauptsächlich stattfindet, gibt es z. B. Ausflüge ins 14. Jahrhundert und in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Auch das trägt sehr zur Spannung bei, die historischen Passagen wirken authentisch und fügen sich gut ein. Wie alles zusammenhängt, erfährt der Leser/die Leserin erst nach und nach und es gibt dabei mehr als eine Überraschung!

Das Buch ist ein grandioser Parforceritt durch vier Kontinente und mehrere Zeitebenen, sehr spannend, mit tollen Charakteren, einer interessanten Story, erstklassiger Action und einem rundum zufriedenstellenden Ende. Unbedingt Lesen!
Marius zu »Gerd Schilddorfer: Heiß« 01.10.2013
Einmal um die halbe Welt

Würden Gerd Schilddorfers Protagonisten Kilometergeld für alle in „Heiß“ besuchten Orte erhalten, wären sie wohl Millionäre. Auch im zweiten Band seiner geplanten Trilogie, die er letztes Jahr mit „Falsch“ begann hetzt er seine Helden, allen voran der ehemalige Pilot John Finch und den ehemaligen Geheimdienstmann Llewellyn Thomas quer vom Hindukusch über Europa bis nach Ägypten.
Ihren Anfang nimmt die Geschichte mit einer professionellen Einbruch in die Turbinenhalle der Siemenswerke in Berlin und dem Tod eines alten Künstlers im Hindukusch. Diese und noch viel mehr Ereignisse ereignen sich parallel und erst langsam bildet sich eine Fließrichtung der Geschichte heraus.

Ganz so bunt, packend und mitreißend ist der zweite Band leider nicht geworden. Manchmal überfrachtet der Österreicher seine Erzählung mit zu vielen Strängen, die zudem nicht nur an verschiedenen Ort auf dem Erdball sondern auch zu verschiedenen Zeiten spielen.
Dies fordert vom Leser Aufmerksamkeit und den Willen an der Geschichte dranzubleiben. Mir persönlich gefiel die Grundidee des ersten Trilogiebandes besser, die mit einer einzigen Initiation verschiedene Stränge entfesselte. So steht in „Heiß“ erst einmal alles etwas unverbunden nebeneinander.

Ein großer Stilist ist Schilddorfer nicht und wird es wahrscheinlich auch nicht werden – auch ansonsten finden sich einige kritikwürdige Punkte. Frauen verkommen in „Heiß“ eher zur Marginalie, die Charaktere sind nicht wirklich tief gezeichnet und auch das ständige Herauswinden aus eigentlich ausweglosen Situationen wirkt wenig glaubwürdig. Dennoch kann das Buch trotz dieser Mankos unterhalten.

Das Werk von Gerd Schilddorfer liest sich wie eine deutsche Version der Bücher von Clive Cussler mit einer einer Prise Tom Knox oder Dan Brown. Zwar leidet die Tiefe wegen des hohen Tempos, spannend erzählt ist „Heiß“ dennoch auf jeden Fall. Ein spannender und mit mehr als 650 Seiten langer Reißer!
unclethom zu »Gerd Schilddorfer: Heiß« 19.08.2013
Sehr empfehlenswert!!

In meiner Rezension zu Falsch, dem ersten Band dieser Trilogie schrieb ich bereits, dass Gerd Schilddorfer Europas Antwort auf Dan Brown sei. Ich habe keine Ahnung wie ich das jetzt noch toppen soll.
Der Roman gewohnt Bildhaft geschrieben, so dass man schnell in der Story mittendrin wiederfindet. Die üblichen Verdächtigen, seine Protagonisten, sind wieder so fein ausgearbeitet, man meint sich mit ihnen unterhalten zu können.
Die Spannung steigt langsam an, aber recht schnell ist es nahezu unerträglich und man mag das Buch nicht wieder aus den Händen legen. Diesen Thriller darf man nicht versäumen!
Für dieses Buch spreche ich ein „sehr empfehlenswert“ aus und natürlich 5 von 5 Sternen.
parden zu »Gerd Schilddorfer: Heiß« 15.08.2013
INTELLIGENT GESTRICKT UND ATEMLOS SPANNEND...

Im zweiten Thriller um den erfahrenen Piloten John Finch erwartet den Leser erneut ein ungemein vielschichtiges Abenteuer. Finch zieht es nach einigen Jahren in Brasilien wieder nach Ägypten, seiner eigentlichen Heimat - auch wenn sich dort inzwischen vieles verändert hat. Nicht lange und er erhält einen ungewöhnlichen Auftrag: er soll jemanden aus einem Hochtal im Hindukusch herausfliegen, der von verschiedenen Seiten gejagt wird - ein Himmelfahrtskommando!
Zuvor wird Sha Juan, ein betagter weiser Künstler der Kalash, einer kleinen Völkergruppe im Hindukusch, brutal ermordet, offensichtlich von einer Kommandogruppe. Unklar das Motiv, denn Sha Juan war nicht nur in der Region anerkannt, sondern auch national als Fürsprecher der Kalash. Die Ermittlungen in diesem Fall erweisen sich nicht nur als schwierig, sondern bringen alle damit Betrauten in höchste Gefahr. Gleichzeitig wird in Berlin der Pförtner einer traditionsreichen Firma ermordet, und auch hier ist kein Motiv erkennbar...

Doch dies sollen nicht die einzigen Handlungsstränge bleiben, die sich in dem spannenden Roman entfalten. Nach und nach wird der Leser in die verschiedensten Geschehnisse zu unterschiedlichen Zeiten an diversen Orten der Welt gezogen.
Brasilien, Ägypten, Pakistan und der Hindukusch, Frankfurt, Berlin, England, Frankreich und einige afrikanische Staaten spielen alle eine Rolle in diesem intelligent gestrickten Thriller. Geheimdienste, die Fremdenlegion, Alexander der Große, alte Handschriften und Manuskripte, die Bibliothek in Alexandria, die Kultur der Kalash, Lawrence von Arabien, diverse Flugzeugtypen, Geheimarchive, Goldtransporte, Schrebergärten, Schlangen, Skorpione und Geheimcodes - all diese Themen wirbeln durcheinander und haben oft so scheinbar gar nichts miteinander zu tun. Unzählige Opfer kostet dieses Abenteuer - nach 14 Toten auf knapp 120 Seiten habe ich den Überblick verloren - und oft weiß man nicht, wer "gut" oder "böse ist, zumal die Mittel oft dieselben sind...

Verwirrend? Unbedingt! Ich habe noch nie im Leben so viel beim Lesen eines Buches mitgeschrieben, um den Überblick zu behalten. Das war aber nicht negativ, sondern es hat sogar Spaß gemacht. Die zahlreichen Handlungsstränge, die anfangs unvereinbar scheinen, nähern sich allmählich doch an, um schließlich in einem logischen Ganzen zu verschmelzen. Unglaublich.
In erster Linie aber ist dieser Thriller ein Lesevergnügen par excellence! Gerd Schilddorfer ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, der es versteht, den Leser in den Bann zu ziehen. Ein Geschichtenerzähler, der Spannung erzeugt, die an manchen Punkten fast unerträglich ist, der durch Cliffhanger und kurze Absätze einen immer weiter durch die Erzählung lockt, der verwirrt, der auf falsche Spuren führt, der zum Lachen bringt, der fast nebenher in vielen Bereichen neues Wissen vermittelt, der berührt, zum Nachdenken und Ermitteln bringt...

Wie bereits im ersten Band zeigt sich auch hier eine hervorragende Recherchearbeit des Autors. Eng an tatsächlichen historischen und gegenwärtigen Gegebenheiten entlanghangelnd entwickelt Gerd Schilddorfer eine Geschichte, in der Fakten und Fiktion nur schwer voneinander zu trennen sind. Es hätte so sein können...
Die Verknüpfung von teilweise atemloser Spannung, meist sehr trockenem Humor, überaus berührenden Szenen, Wissenswertem ohne erhobenen Zeigefinger und einer ungemein bildhaften Sprache hat mir hier wieder außerordentlich gut gefallen. Zwischendurch gibt es immer wieder einmal Episoden, wo über Gespräche der bisherige Wissensstand kurz zusammengefasst wird. Da hat man auch als Leser mal Gelegenheit kurz durchzuschnaufen und sich zu vergewissern, dass man auch noch alles mitbekommt.

Ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Thriller und lechze geradezu nach weiteren Abenteuern um John Finch. Für mich hat das Buch absolut das Potential zu einem Bestseller - und es sollte überdies zusammen mit seinem Vorgänger unbedingt verfilmt werden! Beim Lesen drängen sich bereits Filmszenen auf, so bildhaft ist es geschrieben.
Volle Punktzahl vergebe ich hierfür und setze es auf die Liste meiner Favoriten!


© Parden


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Wie bereits den Vorgänger "Falsch" durfte ich nun auch "Heiß" im Rahmen einer Leserunde mit dem Autor lesen. Gerd Schilddorfer begleitet diese Leserunde sehr aufmerksam und geht auf alle Meinungsäußerungen ein.
Für die Bereitstellung des Leseexemplares sowie für die enge Begleitung durch den Autor möchte ich mich ganz herzlich bedanken!


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Bisher erschienen bzw. geplant sind in der Reihe um John Finch:

1. "Falsch"
2. "Heiß" (ab August 2013)
3. "Still" (in Entstehung)
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