Georgette Heyer

Über Kindheit und Privatleben der englischen Schriftstellerin Georgette Heyer, geb. am 16. August 1902 in Wimbledon, ist wenig bekannt, da sie sich Zeit ihres Lebens weigerte, Interviews zu geben.

Die Tochter eines Lehrers am King’s College London und einer Cellistin und Pianistin wuchs mit zwei jüngeren Brüdern auf. Während ihrer Kindheit lebte die Familie zeitweise in Paris/ Frankreich, sie kehrte jedoch kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs nach England zurück.

Seit frühester Jugend war Heyer mit der Schriftstellerin Joanna Cannan und der Historikerin Carola Oman befreundet. Die drei Frauen tauschten sich später regelmäßig über ihre jeweiligen Projekte aus.

Bereits der erste Roman »The Black Moth« (dt. »Der schwarze Falter«), der in Großbritannien 1921 erschien, war sehr erfolgreich. Er basierte auf einer Fortsetzungsgeschichte, die die Autorin zwei Jahre zuvor verfasste hatte, um ihren kranken Bruder zu unterhalten.

Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1925 sicherten die Einnahmen aus ihrer schriftstellerischen Tätigkeit den Unterhalt der Familie und die Ausbildung ihrer beiden Brüder. Im selben Jahr heiratete sie den Bergbau-Ingenieur Georges Ronald Rougier, dem sie ab 1930 eine Zusatzausbildung als Jurist finanzierte.

Georgette Heyer verfasste vor allem historische (Liebes-)Romane, die – inspiriert von Jane Austen – in der Zeit des Regency spielten. Sie zeichnen sich besonders durch sachkundige und trotzdem unterhaltsame Darstellung auch kleinster Details des gesellschaftlichen Lebens und des historischen Hintergrundes aus und waren nicht nur in Großbritannien, sondern u.a. auch in den USA und Deutschland Verkaufsschlager. Daneben schrieb sie aber auch ein Dutzend Kriminalromane. Die Autorin selbst äußerte sich eher abschätzig über die eigenen Werke, bezeichnete sie gar als Trivialliteratur. Die Arbeit an einer geplanten Trilogie über das Haus Lancaster, musste sie immer wieder aufschieben, um kommerzielle Unterhaltungsromane zu schreiben. Der erste Teil dieser Trilogie wurde unter dem Titel »My Lord John« posthum veröffentlicht.

Georgette Heyer starb am 5. Juli 1974 in London an Lungenkrebs. Obwohl von der Kritik weitgehend ignoriert, waren zum Zeitpunkt ihres Todes 48 ihrer insgesamt 57 Romane, darunter auch der erste, nach wie vor in Druck.

Krimis von Georgette Heyer:

Mehr über Georgette:

  • Jane Aiken Hodge: The private world of Georgette Heyer, 1984

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