Maigret und der Messerstecher von Georges Simenon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1969 unter dem Titel Maigret et le tueur, deutsche Ausgabe erstmals 1970 bei Kiepenheuer & Witsch.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich, 1950 - 1969.
Folge 70 der Maigret-Serie.

  • Paris: Presses de la Cité, 1969 unter dem Titel Maigret et le tueur. 256 Seiten.
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1970 Maigret und der Mörder. Übersetzt von Hansjürgen Wille & Barbara Klau. beigefügtes Werk: Maigret und sein Jugendfreund.
  • München: Heyne, 1971 Maigret und der Mörder. Übersetzt von Hansjürgen Wille & Barbara Klau. 143 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1990. Übersetzt von Josef Winiger. ISBN: 3-257-21805-2. 206 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2009. Übersetzt von Josef Winiger. Sämtliche Maigret-Romane in 75 Bänden, Bd. 70. ISBN: 978-3-257-23870-9. 200 Seiten.

'Maigret und der Messerstecher' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ein junger Mann geht durch die Straßen, nimmt mit dem Kassettenrekorder Stimmen auf und wird dann ermordet. Da der Ermordete der Sohn eines reichen Kosmetikherstellers ist, gelangt sein Fall in die Zeitung. Es scheint, dass Antoine Bataille, Einzelgänger, antriebslos, nur eine Passion hatte: seine »Hör-Expeditionen«. Das Band, das sich zum Zeitpunkt seines Todes im Rekorder befand, ist brisant: Es liefert Kommissar Maigret den Hinweis auf einen groß angelegten Raubüberfall, der demnächst stattfinden wird.

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hans bachmann zu »Georges Simenon: Maigret und der Messerstecher« 11.06.2017
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Roman Kern zu »Georges Simenon: Maigret und der Messerstecher« 13.06.2011
Brutalität wäre für mich keine treffende Kategorie bei diesem phasenweise verstörenden, aber vom Täterpsychologischen her überragenden "Maigret", der zu den späten Romanen (1969 als "Maigret et le tueur" geschrieben und veröffentlicht) gehört.
Ähnlich wie bei "Maigret und die junge Tote", dem Krimi, der 1958 erstmals, vom französischen Original ("Maigret et la jeune morte") abweichend, unter dem Titel "Maigret und die Unbekannte" auf Deutsch erschien, berührt mich dieser "Simenon" auch von der Figur des Opfers her.Im "Messerstecher" ist dies der zwanzigjährige Literatur- und Geschichtsstudent Antoine Batille. Als Sohn aus reichem Kosmetikhersteller-Haus pflegt er mit seinen Hör-Expeditionen, bei denen er mit einem Kassettenrekorder in Paris kreuz und quer nach menschlichen Stimmen auf der "Jagd" ist, ein eigentümliches Hobby.
Zunächst erscheint es so, als wäre Batille "seinem" Mörder wegen eines belauschten Gesprächs begegnet, bei dem ein ausgeklügelter Raubüberfall besprochen wurde. Doch diese Fährte, auf die sich Maigret mit seinen Leuten vom Kommissariat begibt, erweist sich letztlich als falsch. Zunehmend irritiert nimmt als Leser an den durchaus temporeichen Ereignissen teil, die zur Ergreifung einer Einbrecherbande führen. Doch der Mörder des unglücklichen jungen Mannes ist damit noch nicht dingfest gemacht.
Erst in den Schlusskapiteln 6 bis 8 sucht der Messerstecher über die Presse den Kontakt zu Maigret. Dies aus dem Motiv, dass es ihm keine Ruhe lässt, von einem Zeitungsredakteur als "Schlächter" bezeichnet worden zu sein. Auch soll kein Unschuldiger für sein Verbrechen büßen. Psychologisch meisterhaft und mit dem Einfühlungsvermögen des Nichtverurteilenden gelingt es Maigret, das Vertrauen des Mörders zu gewinnen, der sich seinerseits dem Kommissar offenbaren will, um sich von dem Grauen seiner Kindheits- und Jugendjahre zu befreien.
Auch wenn dies jetzt nach "Täter-Verstehen" klingen mag, so gerät das Opfer Antoine Batille doch nie aus dem Blickwinkel des Autors, dem es in diesem Kriminalroman immer wichtig ist, die Tragik des zufälligen Aufeinandertreffens und damit die Sympathie für die Unbedarftheit des Opfers aufrechtzuerhalten.
Mein Fazit: Ein ganz besonderer "Maigret", der mir unter den bislang rund 40 gelesenen einer der wertvollsten ist. Und auch wenn ich im "Messerstecher" eine gewisse schriftstellerische Meisterschaft erfüllt sehe, ist es meine Absicht, alle 75 Werke um den pfeifekettenrauchenden und dem Alkohol sehr zugetanen Jules Maigret zu lesen.
Torsten Janssen zu »Georges Simenon: Maigret und der Messerstecher« 11.05.2011
Dieser Maigret ist nicht ganz so brutal wie der Titel vermuten läßt. Sehr gute Dialogszenen, modern. Man merkt, daß Georges Simenon in den 1960er Jahren angekommen ist. Wieder einmal meisterhaft, sehr gelungen. Diesmal steht allerdings die Atmosphäre nicht so ganz im Vordergrund, mehr Tätersuche. Gruß Torsten Janssen
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