Die Verlobung des Monsieur Hire von Georges Simenon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1933 unter dem Titel Les fiancailles de M.Hire, deutsche Ausgabe erstmals 1978 bei Diogenes.

  • Paris: Fayard, 1933 unter dem Titel Les fiancailles de M.Hire. 253 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1978. Übersetzt von Linde Birk. ISBN: 3-257-01561-5. 212 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1980. Übersetzt von Linde Birk. ISBN: 3-257-20681-X. 212 Seiten.
  • Leipzig: Reclam, 1980. Übersetzt von Linde Birk. 154 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2010. Übersetzt von Linde Birk. Ausgewählte Romane in 50 Bänden, Bd. 1. ISBN: 978-3-257-24101-3. 212 Seiten.

'Die Verlobung des Monsieur Hire' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Monsieur Hire lebt zurückgezogen in einem zweitklassigen Hotel, vertreibt sich die Zeit mit kümmerlichen dunklen Geschäften – und er beobachtet Abend für Abend Alice, das junge Dienstmädchen von gegenüber. Er verliebt sich in das Mädchen, doch sie hat einen Freund. Und als eines Tages in der Gegend ein Mord begangen wird, weiß nur Monsieur Hire, wer es gewesen ist …

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tedesca zu »Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire« 03.01.2011
Simenons Erzählstil hat mich sehr beeindruckt. Die Art, wie er die Menschen und Schauplätze beschreibt, fast wortkarg und trotzdem bunt und lebendig - einfach toll.

Monsieur Hire ist kein sympathischer Mensch, eigentlich wird er von seiner Umwelt kaum wahrgenommen. Erst die Morduntersuchunen decken seine kleinen Geheimnisse auf, während sich das Netz immer enger zusammenzieht, ohne dass er es überhaupt wahrnimmt. Ebensowenig, wie er der Realität in Bezug auf Alice erkennen kann oder will.

Er ist eine tragische Figur, dieser unförmig dicke Mensch, der sich völlig falschen Vorstellungen hingibt und nur dadurch einmal im Leben zu einem Glücksmoment kommt - herzergreifend!

Das war sicher nicht mein letzter Simenon! Noch dazu, wo seine Nicht-Maigrets jetzt alle in dieser hübschen Edition neu übersetzt und aufgelegt werden.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
pipe zu »Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire« 19.12.2010
Ein weiterer Aspekt zum bisher gut Gesagten sei vorgeschlagen: Simenon seziert hier auch das traurige Schicksal eines Mannes 'mit Migrationshinter-grund', ohne soziale Bindungen, den seine vernetzte Mehrheits-Gesellschaft schließlich zur Strecke bringt. Ist es nicht Simenons erstaunliche Feinfühligkeit als Dichter, dass er hier, am Beispiel einer einzigen Person, (unbeabsichtigt auch) das tragische Schicksal der Juden 1932 schon beschrieben hat, die ab 1933 ebenfalls durch ihre Mehrheitsgesell-schaft in die Vernichtung getrieben werden sollten? Das Buch ist auch ohne diese Ebene ergreifend - nimmt man sie jedoch noch dazu, staunt man noch mehr über den angeblichen 'Trivial-Autor' Simenon...
Gaspar zu »Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire« 18.05.2008
Sie hat ihn ausgenutzt und er hat sich ausnutzen lassen. Der Sprung in den Not erfolgte quasi aus Liebeskummer. Sie war für ihn eine schicksalhafte Frau, eine femme fatale, die ihn im wahrsten Sinne des Wortes in den Abgrund gezogen hat.
Jonas zu »Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire« 09.02.2007
Also, ich will mal versuchen, es zu erklären: Zum einen ist es eine Liebesgeschichte, und am schönsten sind vielleicht immer die Liebesgeschichten zwischen Außenseitern, zwischen "Verlierern" im Leben, die sich trotzdem einen Rest an persönlicher Freiheit und Würde erhalten haben. Des weiteren ist es eine "denkwürdige" Geschichte, denn die Art und Weise, wie Simenon seine Hauptfigur zeichnet, hat etwas ungemein Treffendes und Parabelartiges. Und drittens ist es eine tragische Geschichte, ein klassisches Drama, das sich unweigerlich zum Ende hin zuspitzt, und wie Monsieur Hire da an seiner Regenrinne baumelt, darin spiegelt sich ein wenig die allgemeine menschliche Tragik.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Miaa zu »Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire« 04.03.2005
Hallo Ralf, ich verstehe diese Buch nicht ganz......
Kannst du es mir erkären?
Warum musste er sterben?
Hat sie ihn wirklich geliebt oder was will dies Buch überhaupt aussagen? Bitte um antwort
Mia
Ralf Strenge zu »Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire« 14.08.2003
Nachdem ich mir gestern wieder den Film angesehen habe, werde ich nun zum Buch greifen. Dann melde ich mich nachmals.
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