Die Marie vom Hafen von Georges Simenon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1938 unter dem Titel La Marie du port, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Cherbourg, 1930 - 1949.

  • Paris: Gallimard, 1938 unter dem Titel La Marie du port. 221 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1989. Übersetzt von Ursula Vogel. ISBN: 3-257-21683-1. 172 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2011. Übersetzt von Ursula Vogel. Ausgewählte Romane in 50 Bänden, Bd. 12. ISBN: 978-3-257-24112-9. 173 Seiten.

'Die Marie vom Hafen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Verschlossen und undurchdringlich, zieht die schöne Marie, Serviererin im Cafe de la Marine, nicht nur ihren Geliebten Marcel in ihren Bann. Auch Chatelard, Cafebesitzer aus Cherbourg und Liebhaber ihrer Schwester Odile, kommt immer häufiger ins Cafe de la Marine. Mit sparsamsten Mitteln hat Simenon eine seltsam schöne Frau beschrieben, und die Wirkung, die sie ohne ihren Willen auf ihre Umwelt hat.

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christian naton zu »Georges Simenon: Die Marie vom Hafen« 09.02.2016
Die "Marie vom Hafen" gehört zu den schönsten Romanen von Simenon. Man sollte ihn im Urlaub lesen, die Atmosphäre der kleinen Hafenstadt ist derart plastisch beschrieben, die Boote und die Kneipen, man spürt die Seeluft beim Lesen.
Und die Marie ist eine hochinteressante Frauenfigur. Das Buch gehört nicht auf die "KRIMI-COUCH" sondern eher auf die "PSYCHO-ROMAN-COUCH". Aber das gilt für fast alle Non-Maigret-Romane des Autors.
Anfangsverdacht zu »Georges Simenon: Die Marie vom Hafen« 30.04.2013
Das habe ich befürchtet, der Roman findet nicht den Anklang, den ich ihm geben würde. Das ist eine Liebesgeschichte. Eine unspektakuläre. Nüchterne. Ohne viele Worte.
Außerdem ist es ein Porträt einer kleinen Hafenstadt im Norden Frankreichs. Mit viel Regen und viel Dunkelheit.
Die Beschreibung Maries gefällt mir in ihrer Diskretion. Und genauso so verhält es sich mit dieser Liebe. Diskret in der Erscheinung.
Obwohl öffentlich nachvollziehbar und oder agierend.
Marcel Ritzi zu »Georges Simenon: Die Marie vom Hafen« 12.04.2011
Nachdem ich die meisten Maigrets und einige von Simenons anderen Romanen gelesen habe, griff ich in einer schlaflosen Nacht nach der "Marie vom Hafen". Das Buch fesselte meine Aufmerksamkeit vom ersten Moment an: Ein wunderbar gezeichnetes normannisches Hafenörtchen, die Bewohner mit ihren liebenswerten Schrullen versehen, eine Handlung, die den Leser ständig ein bisschen ausser Atem bringt. Faszinierend die Protagonisten, die stolze, unnahbare Marie, die doch genau weiss, was sie will, der erfolgsgewohnte Henri aus Cherbourg, der alle Frauen haben könnte, nur Marie nicht, nach der er sich immer mehr verzehrt.
Ausnahmsweise gibt es in diesem Roman keine Mordopfer zu beklagen, wie es sonst bei Simenon üblich ist. Aber die fesselnde, sich langsam steigernde Liebesgeschichte hält den Leser bis zum Ende in ihrem Bann. Ein wunderbar herzerwärmender Roman von Simenon, der ihm von allen Werken am Meisten am Herzen gelegen haben soll.
Kai Luehrs-Kaiser zu »Georges Simenon: Die Marie vom Hafen« 06.10.2003
Simenons beliebtestes Buch? Wohl kaum. Eher ein gutes Objekt für Nicht-Simenon-Leser. Kein schönes, sondern ein kunstvoll ödes Buch, und damit (leider) eines, das man nicht wieder los wird.
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Ralf Strenge zu »Georges Simenon: Die Marie vom Hafen« 14.08.2003
Als wir Ende Mai 2003 noch kein klares Urlaubsziel hatten, stießen wir auf ein Ferienhaus in Port en Bessin. Ein Fischerhaus aus dem 17. Jahrhundert und direkt am Hafen hielt unser Interesse gefesselt. Als wir dann in einem Reiseführer zu Port einen Hinweis zu diesem Roman fanden, war klar, dass wir auf die Spuren der Marie wandeln müssen. Also holte ich mir nach langer Zeit der Fachbuchhysterie meinen ersten Simenon. Die Urlaubsvorbereitungen beanspruchten die ganze Zeit und so kam es, dass ich in Port zu lesen anfing. Durch Internetrecherchen hatte ich schon vor der Reise eine ziehmlich genaue Vorstellung, wie es in Port aussieht. Umsomehr war ich überrascht, das einiges im Port der Marie zum Glück noch so erhalten war. Einige alte Bewohner muß wohl Simenon noch kennengelernt haben. Aber die sind halt nach so langer Zeit etwas offener zu Fremden. Meiner Mutter, die das Buch auch gelesen hatte, konnte ich an Hand der Urlaubsbilder die wichtigsten Stellen aus dem Roman zeigen, selbst das Kino in Cherbourg. Bei jedem Urlaubsgespräch kommt die Rede auf diesen Roman. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen. Nun suche ich eine Möglichkeit, den Film zu sehen und das französische Originalbuch, da in der deutschen Übersetzung etwas vom Fernsehen drin steht. 1932 hat die BBC zwar schon ein Fernsehprogramm ausgestrahlt, aber in Deutschland gab es erst 1952 ein ständiges Fernsehprogramm. Und es war noch sehr teuer einen Fernsehapparat zu haben. Wie sollte es denn zu verstehen sein, dass sich die Fischer 1937 zu ihrem täglichen Fernsehabend hin begaben? Ist zwar nicht so wichtig, genauso, ob es die Familie Le Flem in Port wirklich gab. Aber dazu werde ich mich beim nächsten Aufenthalt in Port umhören. Die Schiffe aus dem Roman gibt es heute leider nicht mehr zu sehen.
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