Die Brüder Rico von Georges Simenon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1952 unter dem Titel Le frères Rico, deutsche Ausgabe erstmals 1957 bei Kiepenheuer & Witsch.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 1950 - 1969.

  • Paris: Presses de la Cité, 1952 unter dem Titel Le frères Rico. 223 Seiten.
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1957. Übersetzt von Elisabeth Serlemann-Küchler. 158 Seiten.
  • München: Heyne, 1966. Übersetzt von Elisabeth Serlemann-Küchler. 139 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1983. Übersetzt von Angela von Hagen. ISBN: 3-257-21020-5. 198 Seiten.

'Die Brüder Rico' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Eddie Rico gehört wie seine Brüder Gino und Tony zur Cosa Nostra und verwaltet für 'die Organisation’ den zahmen Sektor Westküste Floridas. Da bringt ein Brief der Mutter Unruhe in sein wohlgeordnetes Leben: Ginto sei von den großen Chefs nach Kalifornien geschickt worden und Tony sei verschwunden.

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christian naton zu »Georges Simenon: Die Brüder Rico« 21.05.2016
Der Roman ist recht untypisch für Simenon, das Maffia-Thema ist sonst nicht seines. Es ist kein Krimi, sondern eine atmosphärisch sehr dichte Psychostudie eines Familienmenchen, der einfach in eine kriminelle Existenz hineingeboren wurde. Doch diese Familie entspricht nicht dem Klischee der fest zusammenhaltenden Maffia-Clans. Der Roman ist als Werk der frühen 50er seiner Zeit weit voraus, die Beschreibung der sehr unterschiedlichen amerikanischen Landschaften ist großartig, man fühlt sich an Filme von Sergio Leone und Coppola erinnert, die es damals noch gar nicht gegeben hatte. Allerdings ist die offene Gewalt in diesen Filmen dem Simenonroman ganz fremd. Die Brutalität seiner Protagonisten kann der Autor einfach mit einigen Zeilen über Gesichtszüge, Gesten und knappe Dialoge erschütternd genug darstellen. Die sich ständig steigernde Spannung wird überraschend aufgelöst, das Ende wäre bei klassischen Mafiaromanen nicht denkbar gewesen.
Man braucht Konzentration für diesen Roman, es ist auch nicht das beste Buch des Meisters, aber unbedingt eine lohnende Lektüre, vielleicht mit einem guten Glas Whiskey oder Rye. Meine Wertung: 85 °
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