Der fremde Vetter von Georges Simenon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1938 unter dem Titel Chez Krull, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich, 1930 - 1949.

  • Paris: Gallimard, 1938 unter dem Titel Chez Krull. 224 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1989. ISBN: 3-257-21798-6. 279 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2011. ISBN: 978-3-257-24115-0. 272 Seiten.

'Der fremde Vetter' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Chez Krull heißt der von deutschen Einwanderern geführte Ausschank an einem Kanal in Nordfrankreich. Die Ankunft ihres jungen Vetters, auf der Flucht vor den Nazis, ist nicht dazu angetan, die Fremden bei ihren Nachbarn beliebter zu machen. Denn der hübsche Deutsche mit seinem Erfolg bei den Frauen verkörpert alles, was die verdrucksten Kanalschiffer gern wären. Da geschieht ein Mord, und wie selbstverständlich fällt der Verdacht auf Hans. Von diesem Tag an gibt es nur noch die murrende Menge vor dem Ausschank und die fremden Sündenböcke drinnen.

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Marcel Ritzi zu »Georges Simenon: Der fremde Vetter« 30.05.2011
Ein weiterer erstklassiger Roman von Georges Simenon, der die Problematik des Fremdseins behandelt. Erstaunlich, wie es Simenon gelungen ist, noch vor der deutschen Kristallnacht die Ausgrenzung und Zerstörung von Menschen, die aufgrund ihres Andersseins abgelehnt werden, zu beschreiben. Auf unheimliche Weise wird die deutsche Familie Krull nach dem Mord an Sidonie immer mehr geächtet. Der Leser verfolgt diese Steigerung, die Wut des wütenden Mobs, die vor nichts mehr zurückschreckt und sich auch von der Polizei nicht in Schranken halten lässt, mit atemloser Spannung. Die Personen und ihre Geheimnisse sind, wie immer bei Simenon, mit grosser Einfühlsamkeit geschildert. Eine Lektüre, für die ich gerne meinen Schlaf geopfert habe.
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