Betty von Georges Simenon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1960 unter dem Titel Betty, deutsche Ausgabe erstmals 1962 bei Kiepenheuer & Witsch.

  • Paris: Presses de la Cité, 1960 unter dem Titel Betty. 220 Seiten.
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1962. Übersetzt von Hansjürgen Wille & Barbara Klau. 142 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1978. Übersetzt von Raymond Regh. beigefügtes Werk: Die Tür. ISBN: 3-257-00972-0. 142 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1983. Übersetzt von Raymond Regh. ISBN: 3-257-21057-4. 181 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2012. Übersetzt von Raymond Regh. Ausgewählte Romane in 50 Bänden, Bd. 43. ISBN: 978-3-257-24143-3. 176 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hoffmann & Campe, 2007. Gesprochen von Christian Redl. gekürzt. ISBN: 3-455-30509-1. 2 CDs.

'Betty' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Guy, der elegante, sportliche Sohn eines Generals, hat Betty aus Liebe geheiratet. Aber kennen will er seine Frau nicht; er will nicht wissen, was sie nachmittags treibt, er wartet nur auf einen Stammhalter. Es ist die Geschichte einer Verwahrlosung, einer mörderischen Rache an einer Gesellschaft, die das Reden verlernt hat.

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christian naton zu »Georges Simenon: Betty« 15.01.2016
Der Roman hat mich angenehm überrascht, und das Ende geht in eine andere Richtung als ich die ganze Zeit vermutet hatte. Es ist wahrlich keine fröhliche Geschichte, aber das wäre ja bei Simenon auch nicht zu erwarten. Wie so oft ist die Erzählung atmosphärisch sehr dicht, die Szenen in der Kneipe (etwa der Auftritt des skurillen Doktors mit seinen "Würmern") treten einem ganz plastisch vor die Augen. Simenon verurteilt seine Figuren nicht, er beschönigt auch nichts, er hat Mitleid mit den Gescheiterten und bewundert die Tatkraft einer Frau, ihre eigenen Wege zu gehen. Ähnlich wie in der "Marie vom Hafen", nur sind dort die Bilder noch stärker und poetischer als hier.
Kat zu »Georges Simenon: Betty« 22.07.2015
Eine schwieriege Mutter, ein Vater den sie leider viel zu früh verliert, ein Onkel der sich am Dienstmädchen vor ihren Augen vergeht, eine Tante die davor die Augen verschließt... Die Sehnsucht nach Verstandenheit, nach jemandem der sich für sie als Person interessiert und sich um sie kümmert treiben sie allmählich in eine Depression und sie versucht ihren Kummer in Alkohol zu ertränken. Sie rebelliert, bricht aus. "Irrenhaus oder Leichenhalle" - lauten ihre vorhergesagten Optionen. Betty findet dennoch ihr Glück :)
Jonas zu »Georges Simenon: Betty« 05.01.2007
An diesem Roman zeigt sich, dass Simenon nicht nur die Spielarten des männlichen, sondern auch die des weiblichen Alkoholismus - genauer gesagt, die Formen des weiblichen Alkoholismus, die sich in patriarchalen Szenerien konstituieren - aufs Genaueste zu schildern vermochte: In diesem Fall eine junge Frau, die es versteht (und es braucht), einen Abend lang Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen (wenn auch nur die von einigen bizarren Figuren in einer abgelegenen Kneipe), tagsüber aber nur noch labil im Bett herum liegen kann, während ihre bürgerliche Existenz in Trümmern liegt. Grandios.
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