King Suckerman von George P. Pelecanos

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel King Suckerman, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei DuMont.

  • Boston: Little, Brown, 1997 unter dem Titel King Suckerman. 264 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2000. Übersetzt von Bernd W. Holzrichter. ISBN: 3-7701-5017-1. 327 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2006. Übersetzt von Bernd W. Holzrichter. 367 Seiten.

'King Suckerman' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Pelecanos schildert das Washington in den 70er Jahren: Black Music, Drogen, Soul Music und ein neues Bewußtsein des farbigen Bevölkerung sorgen für Aufbruchstimmung. Dimitri Karras und Marcus Clay sind alte Freunde, der eine griechischer Abstammung, der andere ein schwarzer Vietnamveteran. Bei Drogendeals kommen sie Wilton Cooper und seinem irren Partner in die Quere und betreten eine Welt, in der gnadenlose Grausamkeit das einzige ist, auf das man sich verlassen kann.

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morus64 zu »George P. Pelecanos: King Suckerman« 26.09.2005
Zweifacher Preisträger des deutschen Krimipreises - das schafft eine Erwartungshaltung - die leider herb enttäuscht wurde! Wahrscheinlich versucht, Pelecanos mit dem falschen Buch zu erschließen: "King Suckerman" ist aber einfach nur Effekt-hard-boiled, m.E. um Längen schlechter mit Vergleichbarem früherer Jahre wie E. Leonhards "Glitz", A. Vachss "Katha", ja selbst D. Raymonds "Dora Suarez" oder Krimis von A. Furst u.s.w. u.s.w.
Zu viele Handlungsebenen und zu viele Namen, die nur auf schwer verwundenen Wegen in- und zueinander führen. Zu wenig schlüssige Story, dafür heftige Brutalität, viel zu viel Gras und absonderliches aus der Welt hardcore-Männerfreundschaften. Für Musikfans - Insiderwissen unbedingt vorausgesetzt, aber viel Wissens- und Nachhörenswertes, hier zeigt sich Pelecanos als ein Meister seines (popular music-) Faches!!

FAZIT: 73 Grad, kann man lesen (mit 320 Seiten nicht sonderlich Zeit stehlend), muss man aber nicht. Für Freaks von tollen Einbänden als Ausgabe 16 der DUMONT NOIR - Reihe natürlich ein Sammelstück!

P.S.: nach so viel geballter amerikanischer Ladung in den letzten Wochen mal wieder in eine hoffentlich vertrautere Welt: G. Favas "Ehrenwerte Leute" aus dem Jahre 1975 (versehen mit dem viel versprechendem Krimi-Couch-Fachurteil von 95 Grad sowie 8 Leserbewertungen mit 86-er Durchschnitt) freuen sich darauf, ihren staubigen Langzeitschlaf im Regal nun endlich beendet zu haben - und werden hoffentlich zur erwarteten Hochform auflaufen!
Na ja, lesen wir mal!
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