Pharoah Love und die Badewanne des Todes von George Baxt

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1966 unter dem Titel A Queer Kind of Death, deutsche Ausgabe erstmals 1988 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1950 - 1969.

  • New York: Simon & Schuster, 1966 unter dem Titel A Queer Kind of Death. 249 Seiten.
  • München: Heyne, 1988. Übersetzt von Christine Strüh & Adelheid Zöfel. ISBN: 3-453-13680-2. 254 Seiten.

'Pharoah Love und die Badewanne des Todes' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Der junge Schauspieler Ben Bentley wird ermordet in seiner Badewanne aufgefunden. Es gib eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Verdächtigen, doch die Polizei bemüht sich nicht besonders intensiv um die Aufklärung des Falles. Erst als Seth Piro, Schriftsteller und Wohnungsgenosse des Ermordeten, seine Absicht bekanntgibt, eine Biographie des Toten zuschreiben, schaltet sich Pharoah Love, farbig, homosexuell und Angehöriger der New Yorker Polizei, mit vollem Einsatz in die Ermittlungen ein. Doch sein Interesse scheint in erster Linie privater Natur zu sein.

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tassieteufel zu »George Baxt: Pharoah Love und die Badewanne des Todes« 23.05.2009
Der junge Schauspieler Ben Bentley wird ermordet in seiner Badewanne aufgefunden und als Täter kommen einige Personen in Frage, denn bei genauerer Betrachtung war Ben gar nicht der nette junge Mann, der er zu sein vorgab. Die Polizei kommt nicht so recht mit ihren Ermittlungen voran, zumal Detektiv Pharoah Love eher eigene Interessen verfolgt als sich um den Fall zu bemühen. Erst als Seth Piro, Freund und Wohnungsgenosse des Ermordeten
bekannt gibt, ein Buch über den Toten zu schreiben, kommt Bewegung in die Gruppe der Verdächtigen, denn niemand möchte, das enthüllt wird, was Ben über alle Beiteiligten wußte.

Das Buch das einige Jährchen vor meiner Zeit geschrieben wurde, spiegelt wunderbar den Zeitgeist der wilden 60ger wieder, die Personen sind schräg, die Kleiderordnung zum Teil sehr ausgefallen und der Lebensstil ziemlich flott. Auch der Detektiv, farbig, homosexuell und mit dem blumigen Namen Pharoah Love versehen, war sicher für die damalige Zeit etwas
besonderes.
Insgesamt lebt das Buch von seinen skurilen, schrägen Charakteren und der humorvollen Schreibweise, der Fall an sich plätschert eher so vor sich hin, verdächtig ist eigentlich jeder und der Detektiv scheint sich mehr für seine privaten Dinge zu interessieren als für die Auflösung des Falles.
Auf den letzten 5 Seiten dreht der Autor aber dann noch ganz gewaltig auf und präsentiert eine derart unerwartete Auflösung, die mich ziemlich verblüfft hat, weil sie zwar möglich erschien und natürlich auch möglich war, andererseits aber eben völlig unerwartet zu Tage trat.
Auch Detektiv Love erschien auf einmal in einem ganz anderen Licht und läßt mich gespannt auf die Fortsetzung sein.

Fazit: wenn man die mit der Zeit ein wenig nervige Tatsache außer Acht läßt, das Pharoah jeden mit dem Namenszusatz "Cat" versieht (Seth Cat, Veronica Cat) dann bleibt eine ganz originelle Story mit schrägen Charakteren und einer über-raschenden Auflösung. Beim Lesen sollte man aber in Betracht ziehen, daß das Buch schon 1966 geschrieben wurde.
morus64 zu »George Baxt: Pharoah Love und die Badewanne des Todes« 17.02.2005
Wichtig beim Erfolgskrimi: starke erste Seite (Weiterleseffekt...) & ein unverwechselbarer Dedektiv mit charakteristischen Zügen und typischen, von Buch zu Buch wiederkehrenden Marotten. Und wenn schon so viele Typen existieren, schaffe eine spektakuläre neue Spezies, nämlich Paroah Love: ein schwuler Schwarzer, dessen Lieblingswort "CAT" ist!!! Einfach schrecklich, so wie das ganze Buch: schwache Sprache und unendlich viele Drinks, die in einer morbiden Welt der Homo- & Bisexuellen literweise in die (zumeist recht hohle) Birne geschüttet werden.
Und immer wieder zum Abschnittsende ein anheizender Satz, der alle bisherigen Verdachtsansätze über den Haufen schmeißt.
Und ein Finale, daß nur mit einer übersinnlichen Phantasie nachvollziehbar ist.
Nervend auch diese ständigen Andeutungen spektakulärer sexueller Vorkommnisse und Praktiken, die im prüden, aber dafür umso gewalttätigeren Amerika natürlich nur diffus dahinwabern dürfen.
FAZIT: nur in absoluten Dürrezeiten (z.B., wenn gesamte Bibliothek verbrannt ist o.s.ä.) lesen, ansonsten Zeit lieber bei Klassikern investieren.
>>>>> 24 GRAD (notfalls, es geht bestimmt NOCH schlimmer....)
P.S.: nächster Krimi auf der Leseliste: E. Amblers "Die Angst reist mit" , lt. Kaliber 38 einer der 150 bedeutendsten Krimis aller Zeiten. Das ist garantiert eine sichere Bank.
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RolfWamers zu »George Baxt: Pharoah Love und die Badewanne des Todes« 31.10.2003
Ein schwarzer schwuler Ekel-Bulle ist Pharoah Love, und vielleicht ist das der Grund, warum ihm der Titel " 1. homosexueller Seriendetektiv" fälschlicherweise nie zuerkannt worde sondern an J. Hansens Dave Brandstetter ging.
Interessante Lektüre.
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