Lucifers Erbe von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel Dark Inheritance, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Bastei Lübbe.
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New York: Warner Books, 2001 unter dem Titel Dark Inheritance.
ISBN:
0446526061. 519 Seiten.
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Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2006.
Übersetzt von Regina Schneider.
ISBN:
978-3-404-15458-6. 556 Seiten.
'Lucifers Erbe' ist erschienen als
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In Kürze:
13 Jahre lang waren sie eine glückliche Familie, der Anthropologe Dr. Jim Dutton, seine Tochter Brett – und Umber, eine Bonobo-Schimpansin, die Jim im Rahmen einer Langzeitstudie des Pharmakonzerns SAC in Pflege genommen hat. Umber ist für die Familie mehr Tochter und Schwester als Affe, kann sie doch schreiben, lesen, sich verständigen und über abstrakte Fragen nachdenken. Kurz: sie ist eigentlich viel zu menschlich für einen normalen Bonobo. Als die SAC darauf aufmerksam wird, fordert sie Umber zurück. Jim weigert sich und reist mit seiner Familie nach Afrika zu einem geheimen Forschungslabor des Konzerns, wo er eine grausame Entdeckung macht. Denn Umber ist nicht allein …
Das meint Krimi-Couch.de: »Dieser Roman gefährdet ihre Nachtruhe«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Nach der Geburt seiner Tochter Brett wurde der Anthropologe Dr. Jim Dutton von seiner Frau Valerie verlassen. Trotzdem hat er es dreizehn Jahre lang geschafft nach bestem Wissen und Gewissen nicht nur seine Tochter, sondern auch das Bonobo-Schimpansenweibchen Umber groß zu ziehen. Umber macht in ihrer Entwicklung so erstaunliche Fortschritte, dass er seinem Auftraggeber, dem Pharmakonzern SAC, die überragenden Fähigkeiten verschweigt, obwohl er insgeheim ahnt, dass Umber genmanipuliert ist. Doch SAC hat nicht nur einen Affen mit menschlicher DNA verändert.
Ausgerechnet Valerie, mittlerweile eine Star-Journalistin, die auch am brenzligsten Schauplatz ihre Frau steht, wird von ihrem Boss, auf die heiße Story rund um die Machenschaften der SAC angesetzt. Und um der Entdeckung dieses Skandals zu entgehen, fordert der Konzern die Affen notfalls mit Gewalt zurück, um sie in einem geheimen Forschungscamp in Äquatorialguinea auszuwildern.
Doch Jim Dutton will Umber nicht ausliefern. Und auch die Betreuerin eines weiteren Affen wehrt sich gegen diese Massnahme, wobei der Affe seine Pflegerin tatkräftig verteidigt und einen Mann tötet. Jim Dutton hat nur eine Chance. Mitsamt Brett und Amber fliegt er nach Äquatorialguinea, wo der Regierungschef des ärmsten afrikanischen Landes auf der Zahlliste der SAC steht und diese auch bei den schlimmsten Machenschaften tatkräftig unterstützt.
Doch unter den ausgewilderten Affen auf dem hermetisch abgeriegelten Gelände sind auch welche, bei denen die Genmanipulation zu gefährlichen Zwischenfällen führt, denn die Affen greifen die hier lebenden Forscher und Arbeiter nicht nur an, sie töten Menschen und andere Affen, scheinbar um des Tötens willen. Und genau in diesen Konflikt geraden Dr. Dutton, Brett und Amber, aber auch Valerie und ihr Team, die mittlerweile vor Ort den Geheimnissen auf die Spur kommen wollen …
W. Michael Gear, selbst Anthropologe und versiert in den Bereichen menschliche Osteologie, Paläontologie, Forensik und Evolution von Primaten, hat gemeinsam mit seiner Frau Kathleen O’ Neal Gear das brisante Thema der Genmanipulation an Primaten aufgegriffen und mit »Lucifers Erbe« im Bastei Lübbe Taschenbuchverlag einen mitreißenden Wissenschaftsthriller abgeliefert.
Dass sich Bonobo-Schimpansen wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Menschen bevorzugt als Studienobjekt eignen, haben auch Douglas Preston und Lincoln Child in ihrem Thriller »Mount Dragon« bereits erzählt. Damals ging es allerdings um die Mutation von Grippe-Viren, im vorliegenden 557-Seiten-Werk aus der Feder von Gear & Gear hat Regina Schneider ganz hervorragend eine Geschichte übersetzt, die über das Thema der manipulierten Laboraffen weit hinaus geht. Die fiktive Kreuzung zwischen Mensch und Primat ist zwar bis heute nicht bewiesen und angeblich unmöglich, aber man kann ja nie wissen, was die Forschung tatsächlich in ihren geheimen Labors zu Wege bringt.
Und gerade wegen der vom Fachmann so plausibel interpretierten Fiktion gerät »Lucifers Erbe« zu einem besonders eindringlichen Roman, der schon von den ersten Seiten an zu fesseln vermag und bei dem die Spannung beständig steigt. Wobei den Autoren diesmal auch gelungen ist, die (vorhersehbare) Familiengeschichte zwischen getrennten Eltern, verlassener Tochter und kuscheligem Affentöchterchen so in die Geschichte einzubauen, dass es nicht als störend banal wirkt, sondern für den Handlungsablauf fast zwingend notwendig erscheint.
Gear & Gear haben in diesen Roman wirklich alles eingebaut, was ein amerikanischer Thriller haben muss. Beinharte Action, Mord und Totschlag, exotisches Szenario, tierische und menschliche Tränendrüsensequenzen, aber vor allem eine schnörkellos durchgezogene Story fesseln den Leser von vorne bis hinten.
Für jeden Liebhaber von Wissenschaftsthrillern ist »Lucifers Erbe«, dessen englischer Titel »Dark Inheritance« (Dunkle Erbschaft) deutlich besser zum Stoff passt, ein absolutes Muss, denn dieser Roman ist vielleicht sogar noch besser als »Der Schatten Gottes« von denselben Autoren. Eigentlich müsste das Buch den Aufdruck »Dieser Roman gefährdet ihre Nachtruhe« tragen.
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| Clair zu »Gear & Gear: Lucifers Erbe« | 21.05.2009 |
|---|---|
| 24_07_75 zu »Gear & Gear: Lucifers Erbe« | 28.05.2008 |
| Carmen zu »Gear & Gear: Lucifers Erbe« | 12.03.2008 |
| Bio-Fan zu »Gear & Gear: Lucifers Erbe« | 14.01.2008 |
| simsa zu »Gear & Gear: Lucifers Erbe« | 11.05.2007 |
| Steffi zu »Gear & Gear: Lucifers Erbe« | 04.04.2007 |

