Das Phantom von Manhattan von Frederick Forsyth

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel The Phantom of Manhattan, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Bertelsmann.

  • London: Bantam, 1999 unter dem Titel The Phantom of Manhattan. 204 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 2000. Übersetzt von Wulf Bergner. ISBN: 3-570-00325-6. 239 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Wulf Bergner. ISBN: 3-442-45003-9. 239 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Wulf Bergner. ISBN: 978-3-442-55470-6. 239 Seiten.

'Das Phantom von Manhattan' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch E-Book

In Kürze:

Sie sind Männer der Superlative. Frederick Forsyth ist mit 35 Millionen verkauften Büchern Weltbestsellerautor; Andrew Lloyd Webber schuf mit »Das Phantom der Oper« das erfolgreichste Musical aller Zeiten, das bis heute über 10 Millionen Besucher gesehen haben. Als die beiden sich das erste Mal begegneten, sprang der Funke über. Eine Idee war geboren. Frederick Forsyth machte sich auf die Suche nach jenem Wesen, dessen tragisches Schicksal sich im Untergrund der Pariser Oper verlor.

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Jossele zu »Frederick Forsyth: Das Phantom von Manhattan« 26.02.2012
Diese Fortsetzung des Phantoms der Oper ist einerseits gut ausgedacht, besonders gefallen mir die vielen verschiedenen Erzählperspektiven, die die Geschichte so langsam vor dem inneren Auge des Lesers entstehen lassen. Andererseits ist sie mir zu phantastisch geraten, vor allem das Gespräch Darius' mit seinem "Gott", des Phantoms unglaublicher Erfolg in der Geschäftswelt, vor allem vor dem Hintergrund seiner Vergangenheit. Und das Ende ist Schmalz pur.
Verfy zu »Frederick Forsyth: Das Phantom von Manhattan« 29.11.2007
also ich finds total toll!! echt total nur mich würde immernoch interessieren(dass habe ich ewig nicht herausgefunden...) ob diese geschichte war ist... also ob das musical war ist oder auch die geschichte jetz vom phantom von manhattan... können sie mir das sagen??
Egbert Radzuweit zu »Frederick Forsyth: Das Phantom von Manhattan« 14.08.2004
Werten wir es doch als einen Sidestep vom gewöhnlichen Oeuvre. Der sogenannte Briefroman des 19. Jh. im eigenwilligen Forsysth-Gewande.
Schön an diesem Buch ist, es ist kurz, es hat viele Erzählperspektiven und ist frei von sprachlich-reflexiven künstlich aufgesetzt wirkenden Formulierungs-Ballast.
Realistisch ist es in keiner Weise, soll es auch nicht sein, sondern vielmehr stellt es ein Kaleidoskop von aneinandergereihter Postkartenerzählungen dar.
Gestatten wir doch dem Autor diesen wohl nicht ganz ernst gemeinten Genre-Ausflug und freuen uns viel mehr daran, schon nach relativ kurzer Lesezeit feststellend sagen zu dürfen: "... ach so war das also!"
Steffen zu »Frederick Forsyth: Das Phantom von Manhattan« 10.08.2004
Kreative und phantasiereiche Fortsetzungs des "Phantom der Oper".

Was geschah mit dem Phantom, nachdem der letzte Vorhang des Musicals fiel? Wer ist das Phantom, woher kommt es und was wurde aus ihm?
Diese und weitere Fragen um die fiktive Gestalt beantwortet Forsyth in einem für seine Verhältnisse genrefremden Roman.

Ich habe das Buch eher als Ergänzung zu seinen Agententhrillern gelesen, wobei mir erstere besser gefallen haben.
Das vernichtende Urteil meines Vor-Kommentators kann ich allerdings bei weitem nicht bestätigen.
Dennis Rohling zu »Frederick Forsyth: Das Phantom von Manhattan« 01.08.2004
Mr. Forsyth wird gerne als großartiger Autor bezeichnet, diese Titulierung kann ich nicht bestätigen, da ich bisher um alle seine Werke herumkam. Da mich aber seit langem die Thematik des Phantoms faszinierte, war auch der Roman von Forsyth Pflichtlektüre. Eine Pflichtlektüre, die ich mit jedem Buchstaben bereuen sollte, aber wer konnte es ahnen?

Bereits im Vorwort versteht es Forsyth gekonnt, alle Sympathien, die die Leser ihm als Autor entgegenbringen könnten, weit von sich zu schleudern, indem er in streckenweise geradezu billigen Beispielen die Mängel des Originalromans von Gaston Leroux aufzählt und scheinbar versucht, sich selbst besser darzustellen. Dass er sich beklagt, Leroux´ Roman sei viel zu kurz gewesen, erscheint am Albernsten, betrachtet man sich die Seitenanzahl von vorliegendem Forsyth-Werk... 239 Seiten bezeichne ich zumindest ebenfalls nicht als breiten Schmöker.

Nun aber konsequent weiter zum Inhalt. Was Forsyth hier abliefert, zieht zumindest jedem Phantom-Liebhaber die Schuhe aus. Alles, was den Leroux-Roman und alle nachvolgenden Verarbeitungen des Romans so angenehm machten (die riesige Dramatik, die Gefühle, die Liebe), sucht man hier vergebens. Forsyth stellt das Phantom nicht als sehnsuchtsvolle, gequälte Kreatur dar, sondern zeichnet eine Art Börsenguru, ein Money-Man. Kann sein, dass es so gewesen wäre, aber erscheint doch eher unschön. Der Erzählstil (so gut wie jedes Kapitel wird von einem andeen Ich-Erzähler vorgetragen) soll sicher raffiniert daherkommen, nervt aber spätestens ab dem Kapitel, wo ein schmieriger Jung-Journalist den Leser vollgetrunken an die Theke bittet, um in künstlichem Straßenjargon seinen Teil zur Story beizutragen.
Ich will die Story nicht vorwegnehmen, der Roman wird ja sicher noch einige Leser finden (denen er vielleicht sogar zusagt?), daher möchte ich nur noch mitteilen, dass das "Ende" des Romans so ziemlich das Gurkigste war, was ich je gelesen habe.

Forsyth scheint schon gierig Richtung Musicalbearbeitung gegiert zu haben, als er diesen Schund zu Papier brachte. Die Tatsache, dass Sir Andrew Lloyd Webber diesen Roman wirklich umsetzen will in "Das Phantom der Oper II" zeigt, dass sein Erstlings-Phantom einfach nur Zufall war, die Stimmung, die so angenehm daherkommt, war wohl nicht geplant. Mit dieser Vorlage wird es sicher keinen Stimmungs-Zufallstreffer geben.

Zurecht!
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