Das Zeichen des Widders von Fred Vargas

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Les quatres fleuves, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Aufbau.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Paris, 1990 - 2009.
Folge 3 der Kommissar-Adamsberg-Serie.

  • Paris: V. Hamy, 2000 unter dem Titel Les quatres fleuves. Illustrationen von Edmond Baudoin. ISBN: 2878581342. 224 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2008. Übersetzt von Julia Schoch. Illustrationen von Edmond Baudoin. ISBN: 978-3-351-03250-0. 222 Seiten.

'Das Zeichen des Widders' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Sommer in Paris. Grégoire und Vincent, zwei halbwüchsige Kleinkriminelle, klauen einem alten Mann die Tasche, deren Inhalt sie erschaudern lässt: vier Haarbüschel, ein Tierschädel, seltsame Bücher über Zauberei, eine Polizeimarke, ein Flakon mit einer dunkelbraunen Flüssigkeit, eine Filmdose mit Zahnsplittern und 30.000 Francs. Am nächsten Morgen wird Vincent erstochen aufgefunden – auf seinem Körper das Mal eines roten Widderkopfes, das Adamsberg auf die Spur eines rituellen Serienmörders setzt. Auch Grégoire schwebt in Gefahr, doch anstatt sich den Bullen anzuvertrauen, versteckt er die Tasche und schnüffelt ihrem Besitzer auf eigene Faust hinterher. Wann wird der »Widder« wieder zuschlagen?

Ihre Meinung zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders«

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Benw15 zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 24.07.2014
Mal was anderes, ein gutes Graphic Novel. Die Zeichnungen wirken manchmal etwas ZU krakelig und schemenhaft angedeutet, für meinen Geschmack ein wenig zu übertrieben. Die Geschichte ist gut, man erkennt aber ZU schnell, um was es wirklich geht und wer der Mörder ist. Die Charaktere sind jedoch wieder skurril und phantasievoll gestaltet, man kann sich gut in sie hineinversetzen. Nette Idee, gute Umsetzung. 80 Grad.
wolf zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 21.09.2012
Die Zeichnungen sind im Script-Stil gehalten nicht Manga. Leider muss ich, möge Baudoin mir verzeihen, meinen Mit-Kritikern zum grössten Teil zustimmen; manche Scenen wirken doch arg blass, Backgrounds rudimentär, inhaltslos, leer.
Danglard hatte ich mir auch nicht ganz so verlebt vorgestellt, etwas stilvoller.
Nichtdestotrotz ist es ein gelungenes Werk. Die schon erwähnte Trennung von Bild- und Textlastigkeit (Kompliment ans Lettering) bringt Lebendigkeit und Spannung.
Unbedingt kaufen!!
Marv zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 16.11.2009
Das Zeichen des Widders ist eine Graphic Novel und grundsätzlich ein begrüßenswertes Experiment der Autorin mit Ihren Romanen neue Wege des Ausdrucks zu gehen.
Von der graphischen Seite her, bilden Text und Zeichnungen eine gelungene Einheit. In Abhängigkeit von Dialog, Aktion und Gedanken, variiert der Seitenaufbau, mal bekommt der Text, mal die Zeichnung eine tragende Rolle, so dass aus beiden Ausdrucksmitteln (Schrift und Bild) etwas Eigenständiges entsteht.
Während das Spiel mit der Form und Struktur gelungen ist, kann ich mit den Zeichnungen von Baudoin nur bedingt etwas anfangen. Sie sind mir zu grob, zu skizzenhaft, zu reduziert. Der Text von Vargas lässt nur das teilweise den Charme ihrer Romane anklingen. Teilweise wunderschöne Dialoge, wieder ein Adamsberg, der eigene Wege geht und ein Set an seltsamen und eigenwilligen Charakteren. Doch genau hier ist der Unterschied und auch die Schwäche der Graphic Novel gegenüber ihren sonstigen Romanen. Die Figuren bleiben eher blass, es fehlt der textliche Raum sie zu entwickeln und zu differenzieren und die Zeichnungen können hier keine Unterstützung liefern.
Obwohl ich ‚gute‘ Graphic Novels liebe, freue ich mich in diesem Falle auf den nächsten Roman mit Adamsberg und Danglard, jedoch in konventioneller Form
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Federfrau zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 10.01.2009
Also erstmal war ich auch geschockt - ich schlage das Buch auf und sehe schwarz-weiße Mangazeichnungen, Sprechblasen.
Das soll meine geliebte Fred Vargas sein?
Na gut, die Neugier siegte und ich fing mit lesen und Bilder betrachten an.
Und je länger ich las und guckte, desto mehr packte es mich. Die Geschichte ist wie immer spannend, mit witzigen Dialogen. Nicht ganz so vielschichtig wie die anderen Vargas Krimis, aber sie ist ja auch nicht sooo umfangreich.
Ich habe das Buch sogar intensiver "gelesen", ich war ja gezwungen, den Rahmen der Handlung den Zeichnungen zu entnehmen.
Ich möchte wirklich nicht alle Krimis als Comic ( ist auch nicht so ganz der richtige Begriff ) lesen, aber zwischendurch fand ich das eine tolle Idee.
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Monika Groß zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 11.12.2008
Ich bin Vargas-Fan. "Das Zeichen des Widders"habe ich mir schenken lassen ohne zu wissen, dass es ein Comic ist. Meine Enttäuschung, mein Entsetzen war groß. Die wunderbaren Texte, in denen Fred Vargas ihre skurrilen Typen schildert, werden ersetzt durch die ausdrucksarmen Bilder eines Mangazeichners. Ich empfinde das als Entmündigung des Lesers, der um seine eigene Vorstellung beraubt wird.

Wer Comics mag und den hohen Preis dafür nicht scheut, findet sicher Gefallen an der spannenden Handlung und den Dialogen, in denen sich hin und wieder der Humor der Autorin, ihre Vorliebe für bizarre Situationen zeigt, und die die Verschrobenheit der Personen ahnen lassen.

Ein Buch für Sammler!
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Silke Schröder, hallo-buch.de zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 14.11.2008
Mit ihrem neuen Buch „Das Zeichen des Widders“ geht die Autorin Fred Vargas einen für sie völlig neuen Weg. Zusammen mit dem französischen Zeichner Edmond Baudoin ist ihr ein großartiges „Graphic Novel“, ein Comic in Buchform gelungen. Die Geschichte stammt zwar schon aus dem Jahre 2000, doch entführt uns Vargas einmal mehr in die gewohnt liebevoll-skurrile Welt des Inspektors Adamsberg mit seinen versponnen und unkonventionellen Ermittlungsmethoden. Dieser liebevoll gestaltete Band ist ein guter Grund, wieder mal einen Comic zu lesen – 200 Seiten stark.
mase zu »Fred Vargas: Das Zeichen des Widders« 27.09.2008
Ich staunte nicht schlecht als ich dieses hübsche Buch im Format eines kleinen Atlanten auspackte. Ich wusste, dass es Zeichnungen beinhaltet, aber dass es ein Comic ist wusste ich nicht. Als sich der Schreck gelegt hatte, liess ich mich auf das Abenteuer ein, denn Frau Vargas hat mich noch nie enttäuscht.

Zugegeben, die Zeichnungen finde ich schwach, aber der Inhalt grandios. Das schöne an Vargas Büchern sind die Dialoge und die verschrobenen Typen. Dieses Buch besteht zu fast 100 % aus Dialogen. Eine Kostprobe:

-Sind Sie korrekt?
-Nein.
-Stört das nicht bei der Polizei?
-Schon.
-Und was machen Sie unkorrektes?
-Ich gehe nicht ins Büro. Ich laufe rum. Und anschliessend träume ich vor mich hin. Dann laufe ich wieder. Wenn ich im Büro bin, zeichne ich.
-Und wie bearbeiten Sie Ihre Akten?
-So wie ich´s gerade gesagt hab.
-Ich weiss nicht, ob das in der Finanzwelt gehen würde. Adamsberg, können wir kurz anhalten?
-Warum?
-Calamity (ein Huhn) hat mich vollgeschissen.

Dieses mal stellt uns Vargas eine Familie vor, bestehend aus Vater und 4 Brüdern. Der Vater baut einen römischen Brunnen nach. Aus Kronkorken und Bierdosen, welche die Brüder in Paris einsammeln. Nur einer der Brüder ist der leibliche Sohn des Vaters, aber welcher das ist weiss man nicht, denn „jedem Mann seine Eier“ – das geht niemanden was an.

Wieder wurde ich nicht entäuscht, aber durch den Preis des Buches und der Kürze ist das „Zeichen des Widders“ wohl nur etwas für Fans.
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