Rendezvous mit dem Tod von Frank Tallis

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel Deadly Communion, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei btb.
Ort & Zeit der Handlung: , 1890 - 1909.

  • London: Century, 2010 unter dem Titel Deadly Communion. ISBN: 978-1846053580. 344 Seiten.
  • München: btb, 2010. ISBN: 978-3-442-74048-2. 480 Seiten.

'Rendezvous mit dem Tod' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Ein perfider Serienmörder sucht Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts heim. Den ermordeten jungen Frauen ist keine Verletzung anzusehen. Bei genauer Untersuchung des Hinterkopfes entdeckt der Pathologe, dass eine Hutnadel durch eine kleine Öffnung der Schädeldecke ins Gehirn getrieben wurde. Die Ermittlungen führen Inspektor Oskar Rheinhardt auf die dunkle Seite Wiens, wo er bald die Hilfes seines Freundes Max Liebermann, des jungen Psychoanalytikers, nötig hat …

Ihre Meinung zu »Frank Tallis: Rendezvous mit dem Tod«

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tedesca zu »Frank Tallis: Rendezvous mit dem Tod« 03.12.2013
Auch Teil 5 der Max-Liebermann-Reihe hat mich restlos begeistert. Ich mag diese Mischung aus Mordermittlung und psychologischen Betrachtungen. Die Forensik steckte zu dieser Zeit ja noch in den Kinderschuhen, trotzdem gelingt es dem Kommissar unter Mithilfe des Gerichtismediziners und der klugen Amelia immer wieder, anhand biologischer Beweise die Täter zu überführen.
Hier amüsiert vor allem auch das Thema der "Reformmode" für Frauen, also weg mit dem Korsett und rein in die Flattergewänder, wie wir sie von Emilie Flöge so gut kennen - davon sind wirklich nur die sehr liberalen Männer begeistert.
Gordon Griffin liest auch dieses Buch mit viel Energie und macht es son wieder einmal zum perfekten Hörgenuss. Ein Muss für Fans der Serie, eh klar!
koepper zu »Frank Tallis: Rendezvous mit dem Tod« 29.12.2010
Ein gut geschriebener, spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Roman. Auch wenn man den Lehren Sigmund Freuds nicht anhängt, so ist es doch interessant die Ausführungen des Autor zu einigen freudschen Theorien, hier vor allem zur Traumdeutung und zum Ödipuskomplex zu lesen. Tallis gelingt es gut die Atmosphäre des alten Wiens zu vermitteln, die Kaffeehäuser in denen sich Inspektor Oskar Rheinhardt und sein Freund, der Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann oft aufhalten und Wiener Backspezialitäten zu sich nehmen. Das alleine macht "Rendezvouz mit dem Tod" zu einem entspannten Lesevergnügen. Das Buch hat nichts spektakuläres, ist jedoch kurzweilig und damit gute Unterhaltung.
O. Urban zu »Frank Tallis: Rendezvous mit dem Tod« 11.12.2010
Nach den in einem Zuge geschriebenen vier "Meinungen" zu den ersten Romanen muss nun doch auf die oftmaligen psychoanalytischen Exkurse hingewiesen werden. Diese sind durchaus lehrreich und zeigen, dass der Autor vom Fach ist. Neben der bekanntlich am Cobenzl entdeckten "Traumdeutung" finden sich zahlreiche andere Quellen Freuds, welche von Tallis im Roman verarbeitet werden. Im Unterschied zu den ersten Romanen finden sich dieses mal mehrere Täter am Ende.
Die Romane sind - im besten Sinne des Wortes - leicht zu lesen. Die Verhältnisse in den Ämtern und Kliniken werden eindrucksvoll geschildert - letztendlich kann man daraus durchaus die Strukturen erkennen, die auch heute noch die Wiener Bürokratie, sei es in den Ministerien, in den Rathausabteilungen oder den Universitäten, prägen.
Kritisch ausgedrückt - es ist erschreckend, wie wenig sich in den letzten einhundert Jahren in Wiens Amtsstuben, Politbüros oder Kaffehäusern (vom Rauchverbot einmal abgesehen) geändert hat.
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